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Mit der grausamen Realität klarkommen - Wie?

C)h@irou


Hey *:-)

Ich weiß genau, wie du dich fühlst.

2012 ist meine Mutter am Plasmozytom gestorben, unter wirklich großen Schmerzen. In meiner Familie gingen eigentlich alle unterschiedlich damit um. Mein älterer Bruder hat sich nicht blicken lassen und hat nicht geholfen, meine ältere Schwester hat keine Gefühle gezeigt und mein Vater hat mir Vorwürfe gemacht, weil ich nebenbei noch meine Ausbildung hatte und nicht die ganze Zeit im Krankenhaus sein konnte.

Ich kann dir aber sagen, dass es mir sehr geholfen mit meiner besten Freundin darüber zu reden. Sie war für mich da, hat sich alles angehört und auch Ratschläge gegeben. Wenn du so jemanden hast, wende dich an ihn.

Liebe Grüße

Chirou

Dounkeulbzunt1x7


Wie schrecklich was ihr teilweise auch durchmachen musstet :-(

Ja bei uns ist es leider so dass meine Eltern das ganze Ausmaß der Krankheit immer lange für sich behalten und erst in letzter Zeit alle Details ans Licht kamen. Erst in den letzten 4-5 Wochen geht es meiner Mutter schlechter.

Meine Mutter ist auch immer sehr sehr schnell gereizt. Ich kann sie so gut verstehen und es bricht mir jedes Mal das Herz, aber ich kann es nicht ändern.

Sie erwartet auch immer sehr viel und ich probiere ihr so gut es geht im Haushalt zu helfen, aber sie muss auch verstehen dass alles für mich neu ist und ich ja keine Ahnung hatte dass es schon so schlimm ist. Ich habe nicht damit gerechnet dass wir schneller allein zurückbleiben als gedacht...

Heute hatte ich die Küche aufgeräumt und die Wäsche gemacht und dann hat sie mich angemeckert dass ich nicht einkaufen war.....

aber ich bin ihr nicht böse, für sie ist es sicher auch noch sehr schwer dass sie einfach kaum noch Kraft hat für die Sachen die sie vor kurzem noch alleine geschafft hat.

L'avixn


Du klingst so erwachsen und rücksichtsvoll, Dunkelbunt. Total krass, irgendwie. ICH würde das nie auf die Reihe kriegen, du bist eine echt tolle Tochter und deine Mama weiß das ganz bestimmt! Keine Ahnung, ob ich damit richtig liege, aber ich denke, dass sie das gerade nicht so gut zeigen kann, weil alles so furchtbar ätzend und schwierig ist und es dann einfacher ist, rumzunölen, als darüber zu reden, dass es sich für sie scheiße anfühlt, nicht mehr so zu können, wie sie gerne würde.

Ich hoffe nur, dass du einfach nicht zu alleine bleibst mit dem ganzen Scheiß. Kannst du in solchen Meckersituationen sagen: "Sorry, Mama, aber irgendwie bin ich auch total überfordert und weiß gar nicht, wo oben und unten ist und versuche so gut es geht, zu helfen, aber es ist einfach extrem viel, alles, und ich habe manchmal keine Ahnung, was ich tun soll und wie und WAH." oder kannst bzw. willst du das nicht, weil Gründe und so?

L<avin


Dunkelbunt, ich musste heute unbekannterweise irgendwie ganz doll an dich denken. Wie laufen die Dinge bei euch?

Dtunke,lb2untx17


@ Lavin

manche Sachen haben sich verbessert, andere verschlechtert. Sie hat keine Schmerzen. Leider ist der Bauch sehr dick und sie kann sich nicht gut bücken, und in den Füßen bilden sich schnell Wassereinlagerungen.

Noch überwiegen eigentlich die guten Tagen und sie kann Dinge machen wie einkaufen, kochen und kurze Strecken zurücklegen. Aber wir werden jetzt trotzdem Pflegestufe 1 beantragen auch wegen dem Haushalt und so. Aber das ist wieder so als verlieren wir ein weiteres Stück gegen den Krebs. Heute ist wieder ein besonders schlimmer Tag.

Wir versuchen bei der Krankenkasse eine Therapie durchzubringen.

Ach manchmal denke ich mir dass sie es doch noch schafft. Einen Funken Hoffnung hat man immer. Aber schnell wird man leider wieder eingeholt. Seit 1,5 Jahren. Das ist sehr anstrengend.

D9unke#lbuntx17


Heute hatte sie auch viele depressive Phasen. Ich glaube langsam gibt sie sich selbst auf. Was sollen wir denn nur machen.....

A5nti5gonxe


Meinem Vater kann ich zwar sagen wie ich mich fühle aber er zieht das dann schnell auf die rationale Ebene ala es hätte sie ja auch schon 10 Jahre früher treffen können. Ich glaube er meint das nicht böse, ich denke Innerlich ist er auch total am Verzweifeln.

(Dunkelbunt17)

Es ist schlimm, so früh jemanden zu verlieren. :°_

Ich persönlich würde rational darangehen und dankbar dafür sein, dass man sich darauf einstellen kann.

Jemanden plötzlich (ohne Vorwarnung, ohne Zeit für den Abschied, ohne Zeit für noch intensive Gespräche) durch einen Unfalltod zu verlieren, fände ich noch schlimmer.

Da bleibt eine große Lücke, weil man so viel sagen und fragen wollte. Die Chance habt ihr alle noch.

CMomxran


Ach manchmal denke ich mir dass sie es doch noch schafft. Einen Funken Hoffnung hat man immer. Aber schnell wird man leider wieder eingeholt. Seit 1,5 Jahren. Das ist sehr anstrengend.

Egal, wie es weitergeht - dieses Auf und Ab wird ein ständiger Begleiter von euch sein. :)_

DCu\nk>elbunto1q7


Ja das merke ich. Wobei die Abs leider nun überwiegen. Es geht nicht mehr lange.....irgendwie habe ich das im Gefühl das wir uns bald von Mami verabschieden müssen :°(

Heute geht es ihr gar nicht gut. Aber ich merke es auch an ihrem gesamten Verhalten. Der Appetit nimmt ab. Die Augen sind gelb, ihre Wangen eingefallen. Sie spricht auch schon nicht mehr so arg viel wie noch vor wenigen Wochen.

So eine entsetzliche Krankheit :(

dpanaex87


Gibt es bei euch eine Selbsthilfegruppe für Angehörige oder so? Ich fände es wichtig das du reden kannst und deine Eltern sind da offenbar gerade zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Und ich fände es wichtig wenn du deiner Mutter gegenüber auch klar sagst wenn sie sich daneben benimmt. Natürlich geth es ihr schlecht, aber sie leidet nicht alleine und deine Bemühungen dürfen gerne auch erkannt und gewürdigt werden. Ich könnte mir vorstellen das sie Panik hat das nichts mehr klappt wenns ie stirbt und deshalb so ist, aber dann muss sie das woanders abladen und nicht bei dir. @:) @:)

S(iggnu&m Mo5rtixs


Hallo,ich kann nachempfinden wie es dir geht da meine Mutter dieses Jahr im März an Darmkrebs verstorben ist. Die letzten Wochen waren für uns alle die Hölle,wie sie geschrien hat vor Schmerz.....aber leider wollte sie sich nicht helfen lassen. Sonst hätte sie zumindest Opiate bekommen damit sie es aushält. Ich war dabei als sie starb und hab den Rettungsdienst gerufen welcher hinterher noch gemault hat das wir nicht gesagt haben das sie Krebs im Endstadium hat,dann hätten sie nicht so lange reanimiert.....Naja nun habe ich nur noch meine Oma und die ist manchmal sehr schwierig.....ich denke oft es wäre besser gewesen wenn ich erkrankt wäre aber Naja man kann da ja nicht tauschen.

CUomraqn


So eine entsetzliche Krankheit :(

Ja, das ist es. Versuche, einfach da zu sein. Auch für deinen Vater. Es ist eine sehr schwere Zeit, wenn es auf das Ende zugeht und niemand weiß, wann es kommt. Nutze die Zeit, solange deine Mutter dir zuhören kann. Es wäre schön für sie, wenn sie sehen könnte, dass sie eine starke Familie hat und sie in Frieden gehen kann. Und du kannst ihr natürlich noch alles sagen, was du ihr sagen möchtest.

Als meine Mutter starb konnte ich leider nicht jeden Tag bei ihr sein wie mein Vater. Ich plante so viel, ihr noch zu sagen, und ich brachte immer so wenige Worte heraus, wenn ich bei ihr war. Die Berührung schien mir wichtiger, und sie merkte auch nicht mehr viel.

Viel Kraft für euch. Es wird auch wieder eine bessere Zeit kommen. :°_

DCunk{elb6untx17


Sie ist zu den Sternen gereicht.

Ach meine geliebte Mami, Ich x:) dich. Für immer und ewig.

DWunke`lbun[t17


Danke dass ihr für mich da wart.

Machts gut.

Dqie S,eherixn


ach du... ich werde dir jetzt nicht versuchen, mit irgendwelchen doofen sprüchen trost zu spenden, weil das momentan gar nicht geht. ich drücke dich einfach mal liebevoll-mütterlich und hoffe, dass du dir die trauerart und -zeit zugestehst, die du für dich brauchst :°_

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