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Verlust der Frau

Jvohnxnie


Naja sie hatte, einige Zeit viel gespukt und Kreislaufprobleme bekommen, deswegen war sie auch seit gut 2 Wochen nur im Bett (aber das kannten wir schon vom ersten mal und danach wurde es besser und sie war schnell wieder bei der Arbeit). Daher haben wir auch nichts weiter unternommen.

Sie ist am 11.06, 31 geworden und ich vor 14 Tagen, also ja wir sind sehr jung. Das schlimme ist er kommt im September in die Schule und ist so stolz ein Schulkind zu sein und hatte genaue Vorstellungen (wie wohl jedes Kind) von diesem Tag.

Sie war für mich nicht nur die beste Ehefrau, die Mutter meines Sohnes sie war auch meine beste Freundin. Wir waren 10 Jahre zusammen und wären im August 7 Jahre verheiratet gewesen. Ich hatte nie richtige Freunde daher war sie noch wichtiger. Wir wollten die Welt sehen, ein Haus kaufen und ein Hund haben. Wie wollten das (wie wir es selbst nannten) das totale Spießer Leben führen. Zudem war sie 1. Frau in meinem Leben und sie hat mich mit allen meinen zahlreichen Macken akzeptiert und war immer für mich da und das wo ich ein sehr schwieriger Mensch bin.

Sie war mein ein und alles, ich habe sie geliebt, verehrt und vergöttert. Ich habe für sie alles gemacht und würde es jederzeit wieder machen.

Weiß jemand wie das mit dem Bestatter läuft wenn man nicht das Geld hat?

BGambiZene


@ ruf morgen einen Bestatter an und lass dich beraten. Ich denke in solchen Fällen könnte das Amt helfen. Aber genaueres weiß ich auch nicht.

Hast du Familienangehörige in der Nähe? Wissen ihre Eltern und Geschwister schon Bescheid? Könnte von den Hinterbliebenen ihrer Seite jemand helfen?

J)oyh"nnixe


Ihre Schwester weiß Bescheid, ihre Mutter und ihr Vater (Mutter und Vater leben nicht zusammen) ebenfalls. Aber alle die möchte ich nicht mit ins Boot holen, da der Kontakt allenfalls mittelprächtig war.

Du hast recht ich sollte mich vom Bestatter beraten lassen

M9etyax4


Das ist ein unendlicher Verlust, den ihr, dein Sohn und du, da erlebt.

Das zieht einem ja total den Boden unter den Füssen weg.

Ich wünsche euch alles Gute, viel Kraft. Die werdet ihr brauchen in den nächsten Tagen.

Du musst die ganzen organisatorischen Dinge durchstehen, für deinen Sohn da sein, offen sein für seine Zeichen und Bedürfnisse und auch noch deine eigene Trauer durchleben.

Versuch immer wieder zu denken: Wie schön, dass wir diese Zeit hatten. Wie schön, dass wir uns hatten und das leben konnten. Wie wunderbar, dass sie mir diesen kleinen Sohn geschenkt hat, dadurch wird sie auf eine Weise immer bei dir sein!

:)*

D^af%ena


Oh nein, das tut mir sehr leid für euch. Ich wünsche dir und deinem Sohn viel Kraft. Das werdet ihr wirklich brauchen.

Weiß jemand wie das mit dem Bestatter läuft wenn man nicht das Geld hat?

Als meine Mutter starb und ich das Geld nicht hatte wurde ich vom Bestatter zum Sozialamt geschickt. Dort musste ich einen Antrag auf Bestattungskosten stellen. Auch das ist mit sehr viel Papierkram verbunden. Da auch weitere Angehörige mit ins Boot geholt werden müssen. Der ganze Aufwand dauerte bis zur fertigen bearbeitung fast 4 Monate. Und das hat sehr viel Kraft erfordert.

JLohnnVie


Nachdem ich nun etwas geschlafen habe, kommen langsam die Vorwürfe in mir hoch.

Sie war so ein toller Mensch, den ich nicht verdient habe. Ich hätte besser auf sie aufpassen müssen

Ekhemalig!er Nu-tzer `(#5x28611)


Mein herzliches Beileid zu deinem Verlust.

Mein Vater verstarb plötzlich im Januar, für uns alle unerwartet, und ich denke, ich kann dir ein bisschen nachfühlen. :°_

Du hättest nichts für sie tun können.

Bitte mach dienkeine Vorwürfe! :°_

Du bist kein Arzt. Du hast bestimmt sehr gut auf sie aufgepasst! Ihr habt ein Kind zusammen und euch ein gemeinsames Leben aufgebaut. Das kriegt man nur hin, wenn man fest zueinander steht.

Auch wenn es vielleicht mal eine Krise gab, so denke ich weiß deine Frau, dass du sie geliebt hast. Und das euer Sohn bei dienen Guten Händen ist. Also mach dir keine Vorwürfe bitte. :°_

Es tut mir so leid für euch.

Jwoh4nnixe


Es tut so weh, die Stille ist schrecklich und ich mache mir so viele Vorwürfe.

Ich weiß einfach nicht wie es weiter gehen soll. :-(

m!ali~ka8I2


Mein aufrichtiges Beileid :)* :)-

Bitte mach Du Dir keine Vorwürfe, der Krebs ist eine hinterhältige Krankheit.

Du hast mit Sicherheit das Beste für Deine Frau und Deine Familie gemacht, und gut auf sie aufgepasst.

Du hast keinerlei Schuld an der Krankheit Deiner Frau.

Pass gut auf Dich und Euren Sohn auf, damit er im September ein stolzes Schulkind wird.

Versuch Dich abzulenken, wenn die Stille kommt. Gib Dir Raum und Zeit zum Trauern, schreie, weine, lache.

Tu alles was Dir hilft, die Situation in irgendeinerweise auszuhalten. Und versuch nicht alleine da durch zu wollen/müssen.

Rede mit dem Bestatter, und schau ob Du in eurer Nähe jemanden findest, der euch beiden bei der Trauerbewältigung helfen kann.

Du musst das nicht alleine machen.

Die Familie Deiner Frau trauert auch, vielleicht seid ihr euch in dieser Situation doch näher als gedacht, könnt euch gegenseitig unterstützen.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die komende Zeit :)* :)-

CZomrian


Johnnie, ich habe deinen Faden jetzt erst gesehen. :°_

Auch von mir mein aufrichtiges Beileid und eine Kerze für deine Frau. :)-

In so einer Situation fehlen einem wirklich die Worte. Du musst in deinem jungen Alter schmerzlich erfahren, was Verlust bedeutet, ohne dass dich das Leben irgendwie darauf vorbereiten konnte. Man hadert dann mit dem "Warum?" oder "Warum bei uns?" und bekommt keine Antwort. Vielleicht ist es dir ein Trost und Hoffnung, wenn ich dir von meinem Vater erzähle. Vor ungefähr einem Jahr habe ich meine Mutter verloren und er seine Partnerin und Ehefrau (ebenfalls Krebs). Mein Vater ist Ende 70 und ich hatte die Befürchtung, dass er aus dem Loch der Trauer nicht mehr herauskommt und keinen Lebensmut mehr schöpft. Mein Vater hat die Trauer überwunden und konnte dieses Jahr in seinem Herzen wieder Platz machen, den eine andere Frau einnehmen konnte. Ich hätte niemals mit dieser Entwicklung gerechnet, aber das Schicksal ist unberechenbar - im Schlechten wie im Guten.

Ich weiß, das klingt jetzt für dich akut alles ganz weit entfernt. Aber vielleicht denkst du nochmal an meinen Beitrag, wenn der Alltag irgendwann die Trauer überwindet und du den Kopf frei bekommst.

Jetzt sind für dich erst mal zwei Schritte nötig: der Gang zum Bestatter, mit dem du die Möglichkeiten (und auch die finanzielle Situation) durchsprichst. Er kann sich um den ganzen Rest kümmern. Und ja, deine Idee zu einer Trauerbegleitung zu gehen, ist sehr gut. Die örtlichen Hospizvereine leisten hier gute Arbeit und haben entsprechende ehrenamtliche Angebote. Diese Menschen haben Erfahrung mit Trauernden und gerade wenn man im persönlichen Umfeld niemanden hat, der sich sensibel in die Situation hineindenken kann oder man keine kirchlichen Seelsorger in Anspruch nehmen möchte, findet man dort ein offenes Ohr und auch einen offenen Austausch. Es gibt auch gemeinschaftliche Trauercafes, wo du andere Betroffene kennenlernen kannst und auf viel Verständnis und Halt triffst.

Es tut so weh, die Stille ist schrecklich und ich mache mir so viele Vorwürfe.

Ich weiß einfach nicht wie es weiter gehen soll. :-(

Du darfst dir keine Vorwürfe machen. Krebs ist sehr heimtückisch und man kann seine Lieben nicht vor allem schützen.

Wie es weitergehen wird, das zeigt dir die Zukunft - und du hast noch viel davon vor dir. Konzentriere dich die nächsten Monate auf deinen Sohn. Er braucht dich. Auch wenn es Kraft kostet. Sprich mit ihm darüber, und du darfst ihm ruhig zeigen, dass du traurig bist. Und sei ihm gute Eltern. Erziehe ihn zu Selbständigkeit und Verantwortungsbewusstsein und achte auf ein gutes Vertrauensverhältnis, denn er hat die nächste Zeit nur noch einen, der ihm Orientierung und Halt gibt.

Alles andere wird sich zeigen. Nach der Beerdigung wirst du dich erst mal erleichtert fühlen, dies geschafft zu haben - aber dann beginnt die eigentliche Trauerverarbeitung. Je mehr Hilfe du an der Seite hast, umso besser für diese Zeit. Erwarte nicht zu viel zu schnell, vor allem in der dann folgenden trüben Jahreszeit. Aber ich verspreche dir: schon nächstes Frühjahr wirst du wieder leben und auch das Leben genießen können.

Du schaffst das. :)* :)*

Und wenn was ist, schreib einfach. Gerne auch PN, wenn du jemanden zum Zuhören brauchst.

w6ill2gespundsexin


Johnnie, auch mein aufrichtiges Beileid, es tut mir sooooo leid!!!

Bitte mach dir keine Vorwürfe, du liebst sie und hast sie so gut behandelt wie du konntest und das war bestimmt seht gut für sie!

Ich wünsche Dir und deinem Sohn viel Kraft und Beistand!!! :)* :)* :)*

MAimi:ko


Hallo Johnnie, ganz viel Kraft für die nächste Zeit, für dich und deinen Sohn. Du hattest deine Frau stolze 10 Jahre. Dein Sohn nimmt ihre Facetten mit in die Welt, genauso wie auch du viele ihrer Eigenschaften angenommen hast. Krebs ist ein Arschloch. Ungerecht,macht vor niemandem Halt. Ob kleine Kinder, junge Frauen oder die liebsten Menschen der Welt - es kann jeden treffen. Leider ist Krebs auch nicht aufzuhalten. Ist er erstmal da, kann man nur hoffen und kämpfen. Sie passt nun von oben auf euch auf, garantiert. :)- Lass' die Trauer zu. Vorwürfe etc. bringen nichts, nimm besser die schöne und lange Zeit, die du mit ihr hattest, an und nehme das Beste für euch als Familie mit. Wir im Forum helfen dir dabei. Du wuppst das Leben schon, aber die nächste Zeit wird an deinen Kräften zehren. :)* Ich wünsch dir alles erdenklich Gute. @:) Es haben einige Menschen ihre Liebsten an dem scheiß krebs verloren. ich denke, die wissen, wie es dir geht. Ich hoffe für dich, dass auch diese Menschen dir Beistand leisten können. :)-

Mgetax4


Du weisst nicht, wie es weitergehen soll.

Ich kann mir vorstellen, dass du jetzt vor einer großen Leere stehst, das Leben irgendwie aufgehört hat und dir die Orientierung fehlt.

Ich möchte dir raten: Schau, was dein Sohn braucht. Geh mit ihm, richte dich nach ihm. Bemühe dich, sein Leben so einzurichten, dass es für ihn möglichst gut weiter geht. Sei offen für seine Bedürfnisse, versuche, herauszufinden, was er braucht und ihm das zu geben.

Das kann dir in der ersten Zeit ein Wegweiser sein.

:°_

A(ntiigoxne


@ Johnnie

Mein herzliches Beileid. 31 Jahre ist wirklich noch sehr früh und man rechnet nicht damit.

Es tut so weh, die Stille ist schrecklich und ich mache mir so viele Vorwürfe.

Ich weiß einfach nicht wie es weiter gehen soll. :-(

Die Stille ist schrecklich und alles tut weh. Da hilft nur die Zeit, damit es etwas erträglicher wird.

Vorwürfe sind normal, bringen aber nichts - du kannst nichst für den Krebs und du hättest sie nicht retten können. :°_

Gib alles Organisatorisches an ein Bestattungsunternehmen ab und kümmer dich bitte vor allem jetzt um deinen Sohn und um dich - egal, wie lange ihr beide dafür braucht. Und schäme dich nicht, nicht ihm zusammen zu trauern. :)*

M7onHstxi


Hallo Johnnie,

zuerst: Es ist extrem schmerzhaft, in so jungen Jahren die geliebte Frau zu verlieren. Es tut mir sehr leid für Euch.

Ich hätte besser auf sie aufpassen müssen

Bitte mach' Dir keine Vorwürfe. Du kannst überhaupt nichts dafür. Was hättest Du denn verhindern können? Es hat das Schicksal zugeschlagen, mehr nicht. Zu irgendwas ist es gut, nur weiß heute noch niemand wofür. Selbstvorwürfe helfen Euch jetzt nicht weiter. Du hast einen Sohn, der Deine Zuwendung jetzt so dringend braucht wie noch nie. Freue Dich, dass Du dieses Kind hast!

Natürlich geht es weiter. Aber gönne Dir die Zeit der Trauer und binde auch das Kind mit ein. Kinder können mit so etwas oft viel besser umgehen als Erwachsene.

Liebe Grüße!

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