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Meine Tochter ist nach langer Krankheit früh verstorben

HmeNlgaK hat die Diskussion gestartet


Guten Abend liebe User!

Ich habe das Forum über die Websuche gefunden und möchte erstmalig den Austausch im Internet ausprobieren. Der Anlass ist sehr traurig. Am vergangenen Donnerstag, dem 13. August ist meine Tochter im Alter von nur 41 Jahren nach einer schweren Krebserkrankung verstorben. Mein Herz als Mutter ist gebrochen und wenn es möglich gewesen wäre, ich hätte ihren Platz ohne zu zögern eingenommen. Mein geliebtes, wundervolles Kind.

Sie hinterlässt einen Ehemann, einen Sohn von 14, eine Tochter von 6 Jahren und zwei Stieftöchter, 16 und 18 Jahre alt.

Im Moment ist auch das Gefühl der Erleichterung da, weil meine Tochter in den letzten vier Wochen sehr gelitten hat, aber die Trauer ist trotzdem übermächtig. Auch mein Mann sagt, er ist innerlich tot und mir geht es genauso. Der Schmerz wird jeden Tag schlimmer und ich denke sogar soweit, dass unser Leben eigentlich vorbei ist. Es ist nicht richtig, dass Kinder vor ihren Eltern sterben.

Über Antworten und womöglich sogar einen hilfreichen Dialog freut sich,

Helga

Antworten
E(hemal^iger N+utzerd (#5x45421)


Hallo Helga... es tut mir sehr sehr leid und macht mich traurig, Deine Geschichte zu lesen, Deine Tochter war nur wenig jünger als ich es jetzt bin. Ich habe keine Rat für Dich...nur mein Mitgefühl für Dich und Deine Familie.

ich denke sogar soweit, dass unser Leben eigentlich vorbei ist

Nein, das ist es nicht, das hätte Deine Tochter nicht gewollt.. und ein Teil von ihr ist ja noch da und sie wird immer in Euren Herzen sein

Sie hinterlässt einen Ehemann, einen Sohn von 14, eine Tochter von 6 Jahren und zwei Stieftöchter, 16 und 18 Jahre alt.

Seid für einander da

Für Dich und Deine Tochter

:)* :)* :)*

Wenn Du bei Nacht in den Himmel schaust,

wird es Dir sein, als leuchten alle Sterne,

weil ich auf einem von ihnen wohne,

weil ich auf einem von ihnen lache.

Du allein wirst Sterne haben,

die lachen können.

Und wenn Du Dich getröstet hast,

wirst Du froh sein, mich gekannt zu haben.

Du wirst immer mein Freund sein.

Du wirst Lust haben, mit mir zu lachen.

Und Du wirst manchmal Dein Fenster öffnen,

gerade so zum Vergnügen

und Deine Freunde werden sehr erstaunt sein,

wenn sie sehen,

dass Du den Himmel anblickst und lachst.

Dann wirst Du ihnen sagen:

"Ja, die Sterne,

die bringen mich immer zum Lachen."

Antoine de Saint-Exupery

:)* :)* :)*

Ich wünsche Euch Kraft in dieser schweren Zeit

G`rot0tig


Mein herzliches Beileid dir und deiner Familie.

Wir haben leider keinen Einfluss dem Tod zu entgehen.

Auch wenn dein Schmerz im Moment übermächtig ist, er wird sich verändern und er wird auch aushaltbarer werden. Und es wird immer wieder Momente geben, wo er übermächtig erscheint.

Viel Kraft

SMapiemnt


:°( :)- :)*

CUomrxan


Helga, so ein Verlust ist sehr tragisch und auch traurig. :°_

Wenn es doch endlich was gegen diesen Krebs geben würde ... all die, die wir verloren haben, vielleicht nicht umsonst, wenn wir eines Tages dafür sorgen können, dass dies zukünftigen Generationen erspart bleibt.

Dass du hier geschrieben hast, bedeutet, dass du darüber reden möchtest. Vielleicht hilft es dir, das große Knäuel in Kopf und Herzen zu entwirren.

Gebt euch Zeit und seid füreinander da. Es ist alles noch so frisch. Fühlt euch gedrückt, und schreib einfach, wenn du was auf dem Herzen hast :)*

TPOFxU


:°_ @:) :)- :)*

shofia34-a39 ja4hre axlt


liebe Helga mein herzliches beileid :)- :)_

deine liebe tochter muß keine schmerzen mehr erleiden da wo sie jetzt ist und sie guckt ohne schmerzen jetzt auf dich runter.

sie ist nicht weg

sie ist nur nicht mehr auf der erde

aber sie ist woanders und sieht und hört dich

:°_ :)_

p.s. nach dem Tod meiner Oma hab ich ca. 2 Wochen lang sehr stark gespürt daß sie noch um mich war.

deine liebe tochter ist nicht mehr auf der erde, aber sie ist noch in der nähe der erde und bald wird sie noch weiter weggehen von der erde, aber selbst da wird sie auf dich weiterhin runterschauen und ab- und zu nachgucken was du so machst. :)z :)_

erzähle dies deinem mann

hkerzensgGute6x9


liebe helga, mein herzliches beileid, als ich 13 war starb meine mutti mit 40 jahren auch an einer krankheit. ich konnte das zuerst gar nicht realisieren und später fühlte ich mich mehr u mehr allein gelassen, weil mein vater mit sich selbst beschäftigt war. in der ersten zeit war meine oma für mich da, also die mutti meiner mutti. deine tochter ist immer bei euch, in euren gedanken u in euren herzen und das wisst ihr erwachsenen. die kinder können das noch gar nicht einschätzen und brauchen euch um so mehr. ich wünsche euch ganz viel kraft :)* :)* :)*

FVe.


Es ist nicht richtig, dass Kinder vor ihren Eltern sterben.

stimmt. Aber manchmal kommt es anders, als es sollte.

ich denke sogar soweit, dass unser Leben eigentlich vorbei ist.

Oh nein, es ist ganz und gar nicht vorbei. Darf es auch gar nicht.

Da sind vier Kinder, und die brauchen euch!

Natürlich dürft ihr erstmal trauern.

Aber irgendwann müsst ihr den Weg zurück ins Leben finden.

Dafür alles Gute...

D.espe-rate0x1


Das tut mir unglaublich leid :°_ @:) @:)

Es kann nichts Schlimmeres geben, als wenn man sein eigenens Kind zu Grabe tragen muss. Und wer könnte an dieser Stelle schon Trost spenden? Ich hoffe nur inständig für dich, dass du und dein Mann euch in dieser schlimmen Zeit nicht verliert. Haltet fest zusammen, auch wenn ihr vielleicht unterschiedlich mit der Trauer umgeht :°_

ALrriubixa


Liebe Helga, auch von mir ein herzliches Beileid. @:)

Gerade wenn es noch so frisch ist, erscheinen womöglich tröstende Worte nur als Floskeln... Zumindest habe ich es immer so wahrgenommen. An meinem 18. Geburtstag starb mein bester Freund an Leukämie und bis heute habe ich noch daran zu knabbern. Man sagt immer, dass die Zeit die Wunden heilen wird, aber so leid es mir tut, das schafft sie nicht. Es bleiben Narben zurück. Man lernt nur mit der Zeit, dass diese Narben etwas wunderschönes sein können, die unser Leben zeichnen. Und das wirst du, wenn du genug Abstand gewinnen kannst.

Vor nicht mal einem Jahr verstarb relativ unschön meine Oma, was mich zum damaligen Zeitpunkt irgendwie nicht viel berührte. Mich machte eher die Zeit fertig, in der ich sie leiden sah. Das dürftest du nachvollziehen können. Man ist hin- und hergerissen. Wünscht sich einerseits das Beste für den Menschen, den man liebt, aber insgeheim sind wir egoistisch, weil wir oft nicht loslassen können. Ich habe mir bei beiden Todesfällen Vorwürfe gemacht, zu wenig Zeit investiert zu haben. Erinnere mich regelmäßig an Situationen, wo ich hätte mehr geben können. Ich denke, das gehört alles zum Trauern dazu und daran sollte man versuchen zu wachsen. Auch wenn es unerträglich sein mag.

Lass dich jedenfalls nicht von negativen Gedanken auffressen, auch wenn diese momentan viel Raum in deinem Leben einnehmen. Versuche dich an die schönen Erinnerungen zu klammern, sei es durch Ausflüge mit deinem Mann an Orte, die ihr als Familie geteilt habt oder durch Fotos/ Videos etc. Diese Erinnerungen erscheinen schmerzvoll, aber helfen vielleicht etwas darüber hinweg, die schwere Zeit deiner Tochter in den Hintergrund zu verdrängen. Wichtig ist, dass ihr euch gegenseitig Halt gebt und den Verlust nicht als Verlust zu sehen, sondern als Geschenk, dass euch euer Leben begleiten durfte.

t$rübfxisch


Was kann es sinnloseres geben, als der Tod des eigenen Kindes? Es tut mir für dich, für euch unendlich leid, dass ihr das erleben musstest und jetzt natürlich erlebt.

Ich glaube auch, dass das wirklich nur jemand nachempfinden kann, der genau so etwas auch erlebt hat. Deswegen wäre der einzige Rat den ich dir geben könnte, vielleicht zu versuchen, mit Eltern in Dialog zu kommen, die genau wie ihr so etwas erleben mussten.

Ansonsten kann man dir nur zuhören, wenn du reden/schreiben möchtest.

Und das werden wir hier bestimmt alle tun. Jeder kann dir auch sagen wie er selber mit dem Tod umgegangen ist und trotzdem ist Trauer immer individuell.

Vielleicht hilft es dir, hier von deiner Tochter zu erzählen?

Fühl dich von mir gedrückt

H#elgFaK


Liebe User!

Danke für Eure Anteilnahme und entschuldigt, dass ich Euch nicht einzeln namentlich anspreche. Allen, die ebenfalls einen lieben Menschen verloren habe, möchte ich jedoch mein herzliches Mitgefühl aussprechen.

Mir ist es noch nicht real, dass unsere Tochter nicht mehr da ist. Wir haben in den letzten 20 Jahren so gut wie jeden Abend miteinander telefoniert und ihr Satz zum Abschied war stets "Bis morgen, Mutti!". Mich schüttelt es direkt und sticht es im Herzen, wenn ich daran denke, dass es das nicht mehr geben wird.

Zwischen der ersten Diagnose und ihrem Sterbedatum am Donnerstag liegen genau 3 Jahre und 11 Monate. Davon haben sie und meine kleine Enkeltochter fast zwei Jahre bei uns gewohnt, da sie sich für eine Behandlung in unserer Uniklinik entschieden hatte. Für die Palliativbehandlung wollte sie nach Hause und wechselte in das Krankenhaus in ihrer Kleinstadt, ich zog mit ein, um im Haushalt zu helfen und mich um meine Enkelkinder zu kümmern. Aus den 6 bis 12 Monaten, die noch in der Uniklinik prognostiziert worden waren, wurden 2 Jahre. Sie war so zart, schon immer, und durch die verschiedenen Therapien derartig geschwächt, man kann fast sagen: mehr tot als lebendig, aber zugleich auch so stark und zäh. Ihr großer Wunsch war es, noch am 1. Schultag meiner Enkeltochter mit dabei sein zu können. Leider hat das nicht geklappt.

Der einzige Trost ist, dass sie von ihren großen Schmerzen befreit wurde. Gerade zum Ende hin befand sie sich in einem unmenschlichen Zustand und man steht macht- und sprachlos daneben, es ist so grausam. Mein Schwiegersohn ist richtiggehend ausgebrannt und erschöpft und ich sage es nicht nur, weil sie meine Tochter ist, sondern weil es genau so war: sie hat voller Hoffnung und mit einer unendlichen Stärke alles ertragen und ausgehalten, um gesund zu werden, hat nach jeder Behandlung, die nicht angeschlagen hat und jedem Rückschlag neuen Mut geschöpft, kaum geklagt und eigentlich immer nur an die Kinder gedacht. Was man aber mit Sicherheit sagen kann, ist, dass Krebs einen Menschen zu Grunde richten kann. Es hat mir so weh getan, mein liebes Mädchen so leiden zu sehen. Auch für meine Enkelkinder.

Sicher habe ich viel über den Tod nachgedacht, schon vor der Krankheit meiner Tochter, aber besonders intensiv währenddessen. In meinem 64-jährigem Leben sind gewiss schon einige Familienangehörige und Freunde verstorben, es ist jedes Mal sehr traurig und sehr schwer, ebenso es im Bekanntenkreis mitzuerleben, wenn Eltern, Ehegatten oder Geschwister sterben. Aber auch mit der gedanklichen Vorbereitung, dass unsere Tochter an dem Krebs sterben würde, hilft es nichts, jetzt mit dem Gefühl und dem gebrochenen Herzen umzugehen.

Wie meine Enkelkinder und der Schwiegersohn das schaffen werden, ist auch eine Frage, die mir schwer im Magen liegt. Wenn ich daran denke, wie sehr sich beide zu den jeweils eigenen Kindern noch ein gemeinsames Kind gewünscht hatten und als dann endlich die kleine Enkeltochter zur Welt kam! Was war meine Tochter glücklich! Nein, ich darf gar nicht zu viel darüber nachdenken.

Ein herzliches Dankeschön allen SchreiberInnen und traurige Grüße,

Helga

C)omraxn


Trauern heißt auch verstehen lernen. Und die Bewältigung des Abschieds. Niemand kann sagen, wie es euch mit der Zeit gehen wird, aber es wird nicht so bleiben, wie es jetzt ist.

Unsere Nachbarn haben ihren Sohn mit Anfang 20 durch Leukämie verloren. Sie haben zurück ins Leben gefunden. Der stete Tropfen bahnt sich seinen Weg und schafft neue Verbindungen. Mit der Zeit und den Jahren wird dies immer weiter zurückliegen. Eine wunderbare Erinnerung an den Menschen bleibt. Natürlich auch die Traurigkeit, dass dieser Mensch nicht mehr da ist. Aber diese Traurigkeit wird eines Tages nicht mehr permanent da sein, sondern irgendwo in euch schlummern, so dass ihr nicht ständig damit konfrontiert seid.

Auch für deinen Schwiegersohn und die Kinder viel Kraft, die kommenden Monate zu überstehen. :)*

s=ofia3#4-3;9 jahre xalt


Ein herzliches Dankeschön allen SchreiberInnen und traurige Grüße,

Helga

HelgaK

:°_ :)_

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