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Meine Tochter ist nach langer Krankheit früh verstorben

A?leDxXxi


Hallo,

Erst mal mein Beileid ..

Ich war 8 Jahre als mein Vater starb, meine Schwester war 5 Jahre . Wir haben bis heute damit zu kämpfen, doch das einzige was uns eigentlich wirklich hilft und auch immer geholfen hat war die Kraft, die uns unsere Mutter und Oma gegeben hat, obwohl sie sich selbst mindestens so schlecht gefühlt haben als meine Schwester und ich .

Ich habe diesen Spruch immer gehasst, aber leider stimmt er: stark bleiben und Kopf nicht hängen lassen. Denk an deine Enkelkinder, deine Tochter lebt in ihnen weiter und würde sich bestimmt nichts mehr wünschen, als dass es ihnen gut geht.

Ich wünsche dir viel Kraft

C omraxn


Mehr kann ich nicht schreiben, die Tränen, die Tränen.

Lass sie fließen, das muss sowieso raus.

Danke, dass du ein bisschen über sie schreiben konntest. So haben wir sie auch ein Stück weit kennenlernen dürfen. @:)

ASnn@ikaSHaanq199x2


Wenn ein Kind vor seinen Eltern stirbt, ist das wohl das schlimmte was den Eltern passieren kann.

Dir und deiner ganzen Familie, mein Beileid :)- :)*

Meine Worte können nur sehr gering dir helfen.

Auch wenn wohl letztlich der Tod für Sie eine Erlösung war, so ist trotzdem ein unendlicher Verlust

k"alwinaS24


Die Zeilt heilt keine Wunden, aber sie mildert irgendwann die Schmerzen. Schicke Dir viele Grüße und ganz viel Kraft für Dich und Deine Familie. :°_ :°_ :)_ :)_

M0auXrigxha


@:) :)* :)-

i%nsh0oba


Hallo Helga, Ihren Schmerz kann ich nur erahnen. Ich habe (noch) keine Kinder. Mein aufrichtiges Mitgefühl. Ich habe 2010 meine gute Freundin Anne mit nur 34 Jahren an den Krebs verloren. Das hat mich sehr traurig gemacht und auch schockiert. Die Trauer muss raus, lassen Sie sie zu. Aber bitte wenden Sie sich nicht völlig vom Leben ab. Ihre Familie -insbesondere Ihre Enkelkinder- brauchen sie! Zusammen mit Ihnen werden Sie wieder Sinn am Leben finden. Aber das braucht Zeit. Vielleicht würde es Ihnen helfen mit anderen Betroffenen zu sprechen? Schauen Sie doch mal im Internet nach der Gruppe VERWAISTE ELTERN. Ich denke nirgends werden Sie so gut verstanden wie dort. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ganz viel Kraft für die schwere Zeit. Herzliche Grüße; inshoba

HRel1gaxK


Ein herzliches Dankeschön an Euch alle für Eure Anteilnahme!

Mein Mann und ich werden natürlich immer für unsere Enkelkinder da sein, das ist selbstverständlich für uns und haben wir Helen auch felsenfest versprochen. Mein Schwiegersohn hat sich am Wochenende kurzfristig dazu entschieden, während der letzten Ferientage mit den Kindern wegzufahren - ans Meer! Ich finde das gut, raus aus dem Haus und ein bisschen Ablenkung.

Aber für mich gibt es zum ersten Mal seit knapp vier Jahren nichts zu tun. Sicherlich wäre es gut, sich ein wenig auszuruhen, wir sind alle sehr müde, aber ich komme innerlich gar nicht zur Ruhe. Meine Tochter hat so sehr gelitten, vor allem in ihren letzten Lebenswochen und immer wieder stelle ich mir die Frage, ob wir nicht mehr hätten tun können, um ihr Leiden zu verringern. Diese Frage bekomme ich nicht aus meinem Kopf.

Traurige Grüße,

Helga

S%ilkPpearl


immer wieder stelle ich mir die Frage, ob wir nicht mehr hätten tun können, um ihr Leiden zu verringern.

Was hättest Du tun können? Gibt es wirklich etwas, an das Du von Dir selbst aus hättest denken müssen?

Tu Dir nicht selbst weh mit diesen Gedanken. Immer ist auch eine Schicksalhaftigkeit dabei; wir können einfach nicht alles beeinflussen. Deine Tochter hat jetzt ihren Frieden gefunden, nun ist allein das wichtig. Finde auch Du ihn, wenn es auch noch Zeit braucht. :°_

HJelfgaxK


Liebe Userin Silkpearl,

natürlich hätten wir etwas tun können, um die Qualen und Schmerzen unserer Tochter zu verkürzen. Es ist eine moralische Grauzone und sie hat uns nie direkt darum gebeten, aber es gab vor etwa einem Jahr ein Gespräch darüber. Ihr ging es zu diesem Zeitpunkt noch verhältnismäßig gut, aber sie fragte uns, ob wir ihr helfen würden, wenn es ihr so schlecht geht, dass sie alleine nichts mehr tun kann. Das war ein schlimmer Gedanke für sie, anderen zur Last fallen. Ich aber wollte lange Zeit nicht wahrhaben, dass es keine Chance mehr gibt und sie nicht wieder gesund wird. So sagte ich zu ihr: "Helen, darüber sprechen wir nicht, soweit wird es nicht kommen." und damit war das Thema vom Tisch. Wir haben nicht noch einmal darüber gesprochen, aber heute weiß ich, dass mein Kind sich mir anvertrauen wollte in so einer schwierigen, furchtbaren Angelegenheit, für sie selbst ein noch grausameres Thema als für mich, aber ich habe mich ihr verschlossen. Das kann ich mir nicht verzeihen, auch wenn ich mit großer Sicherheit sagen kann: wir hätten es nicht gekonnt. Nicht mein Mann, nicht ich. Welche Mutter könnte das? Welcher Vater, welcher Ehemann? Dabei frage ich mich jetzt, wenn ich diese schlimmen letzten Wochen und Tage vor meinen Augen wie einen furchtbar schrecklichen Film ablaufen lasse, wie konnten wir sie so leiden lassen ??? ?? Ja, es sind nur Gedanken, was helfen sie mir jetzt, wo alles vorbei ist und mein Helenchen nicht mehr bei ihren Lieben, nicht mehr bei uns sein darf. Es hilft alles nichts und trotzdem quälen mich diese Fragen.

C[omgraxn


wir hätten es nicht gekonnt. Nicht mein Mann, nicht ich. Welche Mutter könnte das? Welcher Vater, welcher Ehemann?

Vor ziemlich genau einem Jahr ist meine Mutter an Krebs verstorben. Die "Leidenszeit" ging ca. 5 Monate, davon die letzten 4 Wochen sehr schlimm. Du kennst das.

Wir hatten eine Patientenverfügung und auch darüber gesprochen. Meine Mutter wünschte eine Einstellung der künstlichen Ernährung, wenn das Leben nur noch künstlich verlängert wird, sie sich nicht mehr äußern und nicht mehr handeln kann. Ich hatte eine Kopie, mein Vater das Original. Der Palliativmediziner hat uns 5 Tage vor ihrem Tod geraten, nur noch die Morphin-Versorgung über die Pumpe laufen zu lassen, aber ansonsten alle Maßnahmen einzustellen - sie würde es nicht mehr spüren. Ich war dazu bereit, mein Vater aber nicht. Wir wollten nie darüber sprechen - ihre Patientenverfügung entstand schon Jahre vor dem Tod (als sie die Diagnose schon hatte). Sie hat es uns aufgezwungen (wofür ich dankbar bin, ich wusste, dass wir uns da nicht wegducken können). Wir wollten das aber nicht - nicht mal darüber reden. Sie hat sich aber durchgesetzt, weil es ihr so wichtig war, und wir mussten lernen. Und obwohl es ihr Wille war, konnte es mein Vater nicht.

Knapp 1,5 Jahre früher lag mein Onkel im Koma intensiv. Mein Bruder übernahm als Ortsansässiger die Vormundschaft im Krankenhaus - meine Eltern hatten da schon ganz andere Sorgen, waren kraftlos und 500km entfernt. Da mein Bruder in dieser Rolle echte Probleme hatte, hat er viel mit mir im Vorfeld abgesprochen. 3 Tage vor seinem Tod hatten uns die Mediziner geraten, die Maschinen abzustellen. Wir haben noch 2 Tage gehadert und dann kam er uns zuvor.

Wer noch nie in dieser Situation war, der kann es vielleicht nicht stehen, dass entgegen aller Vorsätze in diesem Moment alles anders ist. Und du musst dir wirklich nichts vorwerfen. Deine Tochter war ein zurückhaltender Mensch, sie wollte euch nicht zur Last fallen. Aber was sie sich vielleicht wünscht, ist für die Nahestehenden so brutal. Da darf man nicht von Fehlern oder Schuld sprechen.

Ich habe jetzt zweimal die Situation gehabt, wo diese Entscheidung anstand. Ich glaube heute, bei einem dritten Mal (bewahre ... lieber nie) könnte ich es. Weil ich in diesen Situationen und auch im Gespräch mit den Ärzten und auch dem Hospizdienst viel gelernt habe, und weil beides male schlussendlich unser gefühlter richtiger Zeitpunkt tatsächlich richtig war. Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollten und noch Tage haderten, bis es zu spät war.

Es ist eine so harte Entscheidung, diese Fragen müssen dich nicht quälen. Diesen Moment des Abschieds muss man erst begreifen - und bevor man handeln kann, ist es manchmal zu spät. Du hast nichts falsch gemacht, sondern bist einfach nur ein Mensch, der auch Schmerz spürt. :°_

SbiNlkP^eDarl


Liebe HelgaK,

ich kann mich Comran nur anschließen. Obwohl ich Dich gut verstehen kann im Nachdenken darüber, ist solch eine Entscheidung fast unmenschlich, und keinesfalls ist es etwas, was Du Dir als Versäumnis ankreiden müsstest. Nein, ich finde auch, Du hast in Deinem Schmerz nichts falsch gemacht.

s8unnyx.a


Liebe HelgaK,

mein herzliches Beileid! :)-

Ich kannte deine Tochter nicht und doch bin ich unendlich traurig als ob mich das selber betreffen würde.

Ich wünsche Dir und deiner ganzen Familie ganz ganz viel Kraft und Liebe! Seit füreinander da. Zusammenhalt und gegenseitiges Verständnis hilft in einer solchen Situation sehr. Und deine Tochter ist immer bei euch!! Auch wenn sie nicht mehr als "Mensch" da ist - aber ich glaube ganz fest daran dass sie euch nicht alleine lässt und immer in eurer Nähe ist!! :)*

Ich habe Dich in meinen Armen gehalten,

und zärtlich und sanft in den Schlaf gewiegt.

Nun bist Du gegangen, durch höheres Walten.

Wir haben gekämpft – und wurden besiegt.

Wo immer Du sein magst: verzeih, wenn ich wein’!

Denn in meinem Herzen wirst ewig Du sein.

//// :)-

Ganz liebe Grüße

Sunny :)*

H-ehlgQaK


Lieber Comran,

danke Dir für deine sehr persönlichen Worte und meine herzliche Anteilnahme an deinem Schicksal! Es ist so grausam mitansehen zu müssen, wie ein geliebter Mensch von diesem widerwärtigem Krebs zu Grunde gerichtet wird.

Wie ich es auch drehe und wende, in mir bleibt eine Wunde und das Gefühl, Helen im Stich gelassen zu haben. Mir wird das immer klar, mit jedem weiteren Tag ohne sie. Ich weiß, dass alles für sie getan wurde und wir alles getan haben und ich habe ihr an ihrem letzten Tag gesagt, dass sie gehen darf, dass sie sich keine Sorgen machen muss, dass es okay ist. Aber sie ist meine Tochter, mein Mädchen, mein Kind und ich weiß nicht, wie ich ohne sie leben kann.

HnelgaxK


Traurige Grüße und danke für Eure Anteilnahme,

Helga

Sdilk.Peaxrl


Wie ich es auch drehe und wende, in mir bleibt eine Wunde und das Gefühl, Helen im Stich gelassen zu haben.

Du schreibst dies zwar an Comran, aber darf ich trotzdem dazu noch etwas sagen?

So real dieses Gefühl für Dich sein mag, so entspricht es doch nicht den Tatsachen. Es resultiert aus einer irrationalen Hoffnung, dem Wunsch, dass Du ihr Schicksal hättest abwenden können - was Du jedoch nicht konntest, denn das konnte keiner.

So wie Du es hier schilderst, hast Du sie ganz sicher nicht im Stich gelassen. Ich wünsche Dir, dass Du es erkennen kannst.

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