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Meine Tochter ist nach langer Krankheit früh verstorben

Hwel}gaxK


Ich vermisse meine Tochter unendlich. Im Moment mehr denn je, ich kann mich nicht damit abfinden, auch wenn es ein langer Abschied war. :°(

J{unoG-SGophRia


Liebe HelgaK,

ich weiß, dass kein Wort Linderung bringen kann. Dass nichts ungeschehen machen kann, was geschah.

Ich kann nachvollziehen, wie du dich fühlst. Leider. Wenn es auch nicht meine Tochter ist, die ich so sehr vermisse, dass es mich innerlich aufzufressen scheint.

Findest du wenigstens in der Müdigkeit Ruhe, wenn dich all die geweinten Tränen dahin führten? Ich konnte in diesen wenigen Augenblicken ein wenig zur Ruhe kommen.

Gibt es Rituale, die du früher mit deiner Tochter hattest, die dir auch heute noch Halt geben könnten? In denen du so etwas wie stützende Gewöhnung empfindest?

Mir half Briefe schreiben an die Person, die ich vermisste. Ich verbrannte sie dann, in dem Glauben, dass sie auf diesem Wege zu ihr gelangen würden.

Anfangs waren die Briefe voller Trauer, Verzweiflung und auch Wut, irgendwann wurden sie versöhnlicher und sie geben mir noch immer das Gefühl, dass sie teilnimmt an meinem Leben.

Ich wünsche dir sehr, dass du Kraft findest und für dich selbst stark sein kannst!

Trauere, dein Herz braucht diese Zeit! Setz dich nicht unter Druck. Irgendwann wird der Punkt kommen, an dem du dem Leben wieder etwas Vertrauen entgegen bringen kannst :)*

Helen hinterließ Spuren im Leben, die sie niemals vergessen werden lassen!

Ich denke an dich und deine Familie!

CEo|mraxn


Mir half Briefe schreiben an die Person, die ich vermisste. Ich verbrannte sie dann, in dem Glauben, dass sie auf diesem Wege zu ihr gelangen würden.

Anfangs waren die Briefe voller Trauer, Verzweiflung und auch Wut, irgendwann wurden sie versöhnlicher und sie geben mir noch immer das Gefühl, dass sie teilnimmt an meinem Leben.

Das finde ich eine gute Idee. Die Kommunikation - auch wenn sie nur einseitig ist - kann helfen.

Nachdem meine Mutter letztes Jahr verstorben war, ging ich ein Jahr später nochmal allein an ihr Grab und habe lange mit ihr "geredet". Es hat geholfen. Und ich werde dies sicherlich noch öfter machen.

SsilkPGea$rxl


Man kann wirklich mit dem Verstorbenen reden. Sogar Antworten steigen aus dem Inneren auf.

Das ist keine Spinnerei, denn außerhalb von Zeit und Raum sind die Verstorbenen tatsächlich noch da, nämlich in uns. Sie leben dort wortwörtlich weiter und wir können uns mit ihnen auf dieser Ebene weiterhin austauschen. Lediglich körperlich sind sie nicht mehr anwesend.

HGelgxaK


Guten Abend an alle User!

Jetzt ist meine Tochter seit bald einem Jahr nicht mehr bei uns. Wer denkt, dass es mit den Monaten leichter fällt, zu kapieren, dass es wirklich endgültig ist und wer meint, dass man aufhört nach dem Warum zu fragen, der irrt. Jedenfalls habe ich mich geirrt. Mir graut vor ihrem Todestag und auch die Zeit jetzt ist grausam und schwierig, so viele Erinnerungen und so oft der Gedanke "Letztes Jahr, um diese Zeit...", die letzten Woche und Tage. So gern würde ich diese furchtbare Zeit ein für alle mal vergessen und so sehr will ich es auch nicht, um keinen Preis. Ganz oft denke ich zurück an Helens Kindheit und erinnere mich an viele Begebenheiten, weil es so schön und so ein großes Glück war, nach den zwei großen Söhnen auch noch sie bekommen zu haben. Dann der Gedanke: jetzt habe ich keine Tochter mehr und das wird immer so sein, sie kommt nicht zurück. Ich kann das für mich leider nicht akzeptieren und damit nicht meinen Frieden finden, es ist zu schwer, selbst nach fast einem Jahr noch.

Traurige Grüße, Helga

r? a xl f


R.i.P

Urnwilssengde8x0


Liebe Helga,

ich selbst habe vor 10 Jahren einen guten Freund bei einem Unfall verloren. Er war erst 24 Jahre alt und stand mitten im Leben. Es tut mir immer noch weh, ich mag nicht dran denken, wie es seinen Eltern oder seiner Schwester dabei geht!

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, die Zeit heilt keine Wunden! Aber das soll sie auch nicht. Es ist schwer einen geliebten Menschen zu verlieren und das ist schlimm. Wirklich schlimm!!! Aber, die Zeit macht, dass der Schmerz dumpfer wird, mehr in den Hintergrund rückt. Es wird erträglich. Halte durch, kämpfe weiter. Irgendwann kannst du an die schönen Momente mit deiner Tochter zurück denken und dabei lächeln! :)*

Der morgige Tag wird dich viel Kraft kosten. Ich wünsche dir sehr viel davon! :)- :)- :)* :)* :)*

d3ist*aun(ce x1


:)_ :)- :)*

Xrirxain


Ich habe nicht den ganzen Thread gelesen.

Ich habe aber meine Schwester 2013 an Krebs verloren. Sie war 26...so alt wie ich heute.

Meine Eltern und besonders meine Mutter sind in ein bodenloses Loch gefallen.

Es ist schlimm wenn Kinder oder sogar Enkelkinder vor einem gehen müssen. Das plagt meine Großeltern sehr, denn sie sind der Meinung "sie wären dran gewesen".

Alles in Allem, kann ich sagen, es wird niemals weggehen, der Schmerz...aber es wird "leichter".

Man kann wieder mit einem Lächeln über die verlorene Person reden, man lernt...zu akzeptieren.

Man lernt, dass die Person nicht gewollt hätte, dass man unglücklich und depressiv trauernd zurückbleibt.

Ich habe allerdings eine Therapie gemacht um damit fertig zu werden.

Auch meine Mutter hat eine psychosomatische Reha und eine medikamentöse und therapeute Therapie gemacht.

Sie kann jetzt besser mit der Trauer umgehen und es hat ihr generell viel geholfen.

Wir glauben, das meine Schwester gewollt hätte, dass wir trotzdem ein schönes Leben haben.

Deswegen denke ich oft im positiven Sinne an sie...wenn ich ein Lied von ihrer Lieblingsband höre...oder die neuen Folgen Greys Anatomy, die sie sicher wieder geschaut hätte.

An manchen Tagen macht mich das traurig, dass sie das niemals sehen kann, dass sie nicht mehr da ist, aber diese Trauer darf man sich auch erlauben!

Ich wünsche dir ganz viel Kraft

H,elgxaK


Ich bin sehr traurig und komme nicht zurecht. Es wird nicht leichter

Bhunt|erHunxd88


Hallo Helga,

deine Beiträge berühren mich sehr :°_ Ich kann zwar nicht genau nachempfinden wie es dir geht, aber vielleicht ein kleines bisschen: Ich habe meine Mutter vor etwas mehr als 5 Jahren eine Woche nach meinem 18. Geburtstag verloren. Sie hatte ebenfalls Krebs und hat am Ende sehr gelitten.

Was hälst du von einer Therapie oder auch von einer Art Trauerbegleitung? Ich kann nur von mir sprechen, aber mir hat meine Therapie damals unglaublich geholfen, an dem Tod meiner Mutter nicht zu zerbrechen..

Vielleicht kommt so etwas für dich auch in Frage?

Liebe Grüße! :)_

X*iraXin


Helga...ich verstehe dein Leid.

Meine Eltern verloren ihre älteste tochter im Mai 2013 an Krebs.

Sie war 26 so alt wie ich jetzt.

Meine Eltern verarbeiten es gemeinsam, ABER meiner Mutter wurde bewusst, es geht so nicht weiter. 2015 begann sie eine Therapie um die Trauer zu verarbeiten und inzwischen geht es ihr wieder so gut es gehen kann.

Ich machte den schritt schon anfang 2014 als der Gedanke übermächtig wurde, dass ich gern an ihrer stelle gestorben wäre.

Die Therapie half mir meine Trauer in eine gesunde Richtung zu lenken und mein Leben wieder neu aufzubauen.

Wir vermissen sie immernoch. Sie ist oft Gesprächsthema...das hilft uns. Sie lebt weiter.... weil wir ihr leben und sie als thema behalten.

Oftmals sind es nichtige Sachen... sowas wie X würde diesen Song lieben.

Meine Mama spricht auch mit ihr. Sie sagt ihr hallo...auch in ihrem Haud. Zu beginn fand ich das befremdlich, aber ihr hilft es mit dem verlust der tochter umzugehen.

Ich wünsche euch ganz viel kraft.

CRooTperlOa8dy


Liebe helga, vergangene weihnachten, am 22. Dezember waren es 46 jahre, dass mein papa mit damals 38 jahren tödlich verunglückt ist. Mama stand mit vier kindern im alter von 2, 5, 7 und 9 jahren da. Noch heute ist es schwer für sie, besonders zur weihnachtszeit, aber sie hat gelernt, damit zu leben. Mama sagt, es hätte ca 3 jahre gedauert, bis sie ohne tränen darüber sprechen konnte. Also, was ich dir sagen möchte, ist: lass dir die nötige zeit die du brauchst. Kannst du dich um die kinder deiner tochter kümmern? Ich denke, das könnte hilfreich sein, hier eine gewisse verantwortung zu übernehmen, in mehrerlei hinsicht. Vielleicht könntet ihr euch gegenseitig ein wenig stützen. Ich persönlich glaube an gott und bin überzeugt, dass mit dem tod nicht alles vorbei ist. Ich glaube an ein wiedersehen und habe sogar manchmal das gefühl, begleitet zu werden. Die frage aber, warum gott sowas zulässt, kann ich leider auch nicht beantworten. Ich wünsche euch ganz viel kraft

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