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beruhigungsmittel bei Beerdigung

s"ilvJiJa19x68 hat die Diskussion gestartet


Hallo, mein Papa ist nach längerer Krankheit verstorben, ich war die letzten Wochen psychisch schon ziemlich fertig, da ich ihn pflegte und es mir schwer fiel ihn so leiden zu sehen. Bekam vor 2 Wochen vom Arzt opipram 100 verschrieben da ich manchmal in Stresssituationen unter Panikattacken leide, habe jedoch noch keine genommen da es mir die letzten 2 Wochen wieder psychisch besser ging. Nun ist er von mir gegangen und ich bin nicht sicher ob ich die Beisetzung ohne Beruhigung meistere, habe Angst in Panik zu fallen oder zusammenzubrechen, kann ich vor der Trauerfeier eine Opipram nehmen, wenn ja wie lange vorher oder sollte ich schon am Vorabend eine nehmen. Muss dazu sagen das bei mir jegliche Art von Tabletten schon in niedriger Dosierung wirken da ich fast nie irgendwelche Medikamente nehme, habe deshalb Angst das wenn ich zuviel nehme ich dann müde werde und einschlafe oder so, vielleicht weiß jemand Rat?

Antworten
Cdomrman


Mein Beileid wegen deinem Vater. Ich habe das letztes Jahr bei meiner Mutter durchgemacht. :°_

Ich bin kein Freund von Medikamenten und habe am Tag der Beerdigung einen starken Tee aus Kalifornischem Goldmohn getrunken. Das ist ein ganz mildes pflanzliches Beruhigungsmittel, und die Pflanze steht hierzulande auch in vielen Gärten. Es hat mich bisschen geerdet.

Ich muss aber auch sagen, dass ich den Abschied auch teilweise als beruhigend empfunden habe und als Ende einer schlimmen Zeit. Es ging besser, als ich dachte. Die Beerdigung war schlimm, aber nicht so schlimm wie die letzten Tage vor dem Tod.

B[ella1^9j8x0


Liebe silvia1968,

Mein Beileid für deinen Vater. Ich wünsche dir alle nötige Kraft die du brauchst.

Das Opipram wirkt als der ersten Einnahme eher sedierend, sprich müde machend.

Mich persönlich hat es erst nach einigen Wochen ruhiger gemacht.

Sprich nochmal mit deinem Arzt was für dich für den Tag der Beerdigung am besten wäre.

Es gibt's sogenannte Benzos, die beruhigen einen. Solche sollte man aber nur im absoluten Notfall nehmen.

Ansonsten gibt's noch Johanniskraut, Rescue Tropfen und einige andere pflanzliche Mittel.

hSerzegnsgutke6x9


mein beileid. :)-

zuerst einmal frage ich dich, warum du dir ein medikament verschreiben lässt und es dann nicht nimmst. ich nehme das gleiche medikament auch und mir sagte mein doc, dass man es regelmäßig nehmen soll u zwar so, wie es der doc einem sagt. ich nehm es eine stunde vor dem schlafen gehn, denn es macht müde. gerade wenn man es zum ersten mal nimmt. ich weiß nicht in welcher dosierung u wie oft du es nehmen sollst.

nimm dein medikament so wie es dein doc verordnet hat

vor der beisetzung kannst du ja was pflanzliches beruhigendes nehmen oder wie schon geschrieben wurde einen tee trinken.

wenn du der meinung bist, dass das nicht ausreicht, ruf den arzt an u frag ihn, er kann es dir genau sagen oder dir eventuell zu was pflanzlichem raten oder dir was für diesen schweren gang verschreiben. sag ihm aber ,dass du die opi noch nicht genommen hast.

ich wünsche dir viel kraft für diesen schweren gang u die nächste zeit.

s2ilvXia19\68


danke, ich habe sie noch nicht genommen da ich auch kein Freund von Medikamenten bin und eigentlich nur etwas wollte gerade in den letzten Wochen der schweren Zeit wenn ich nervlich total fertig bin, nehme sonst auch lieber Baldrian. Mein Arzt meinte ich könnte die Tabletten bei Bedarf nehmen also mal morgens eine halbe, so hat er mir das gesagt, er meinte ich solle sie nicht regelmäßig nehmen und hab sie dann nicht genommen weil es mir besser ging, mein Hausarzt ist jetzt leider in Urlaub.

h?erze{nsguVte69


wann ist die beerdigung? wenn du noch paat tage zeit hast, dann nimm früh mal eine halbe u schau, ob du zu müde wirst oder ob die tablette hilft. ich bekomme das medikament nur vpm neurologen u soll sie regelmäßig nehmen. wenn du es dir nicht traust, dann nimm lieber baldrian. du schaffst das aber auch so. du warst stark genug ihn zu pflegen u du wirst auch dann stark sein. sei nochmal stark für ihn u für dich.

sHilviEa1x968


war heute morgen beim Vertretungsarzt, er hat mir bromazepam verschrieben, er meinte diese wirken besser und davon soll ich am Vorabend eine Viertel nehmen wenn ich merke das ich ganz unruhig werde, wie gesagt, ich möchte sie ja nicht regelmäßig nehmen, nur vielleicht am Vorabend damit ich eine ruhigere Nacht habe und am nächsten Tag nicht ganz so aufgeregt bin.

DbieKjrvuemi


es ist nicht schlimm, bei der Beerdigung eines Elternteils von der Rolle zu sein! Es ist der letzte Akt eurer gemeinsamen Zeit und da wäre es völlig ok, zu weinen, zu schreien etc. Aber versuche doch, das Ganze durchzustehen, ohne deine Gefühlswelt zu vernebeln mit Medikamenten, denn dir steht ein Trauerprozeß bevor, der nur im alleräußersten Notfall mit Medikamenten abgekürzt bzw verschoben werden sollte.

Ich habe vor 2 Jahren meine Mutter beerdigt, klar war es ein schwerer tag, aber eben auch der Auftakt eines "Heilungsprozesses", und im Nachhinein bin ich fröh, den Tag ganz bewußt erlebt zu haben.

Jvugli-kSonxne_


Hallo,

mein herzliches Beileid.

Als mein Bruder beerdigt wurde, habe ich von meinem Hausarzt vorher 3 mg Bromazanil bekommen. (Also ein 10er Pack mit je 6 mg, aber er sagte, es reicht eine halbe Tablette 1-2 Stunden vor der Beerdigung). Ich habe sie auch genommen und war froh darum. Natürlich rannten die Tränen dennoch, aber ich konnte es ertragen, als der Sarg mit meinem 29 jährigen Bruder nach unten in die Erde gelassen wurde. Vor diesem Moment hatte ich die Angst, dass ich regelrecht durchdrehen würde.

Alles Gute und viel Kraft

CjomQran


Wäre es nicht viel einfacher, wenn man sich seiner Trauer nicht schämen muss? Ist es ein gesellschaftlicher Druck, dort Haltung zeigen zu müssen? Ich hatte kein Problem damit, Tränen zu zeigen, die dann und wann nun mal in den Augen standen. Aber die Unruhe die Stunden vorher war schon unangenehm. Trotzdem denke ich, dass man es mit milden Mitteln probieren kann, anstatt mit Medikamenten. Es geht ja vorbei - und dann ist man erleichtert.

J$uli-{So7n#nex_


Wegen meiner Tränen habe ich mich nicht geschämt. Weshalb auch? Ich hatte nur Angst, dass ich durchdrehen würde, wenn der Sarg herabgelassen wird. Das ich nicht nur weine, sondern schreie vor seelischem Schmerz. Wie andere damit umgehen, ist unterschiedlich und jeder muss das tun, was für ihn richtig erscheint.

s il_via1x968


Danke Juli-Sonne, ich sehe das genauso, ich schäme mich meiner Tränen nicht habe auch vor den Ärzten viel geweint, ich habe nur Angst das ich regelrecht Panik bekomme, bin dann wie gelähmt, mein Herz rast und ich zittere möchte deshalb solch eine Panikattacke vermeiden, ich finde das dann auch nicht schlimm wenn ich am Vorabend mich etwas beruhige, der Arzt hat das auch gesagt und mein Vater hätte das sicher nicht gewollt das ich zusammenbreche, die Beisetzung ist erst nächste Woche vielleicht bin ich ja auch bis dahin ruhiger dann nehme ich natürlich nichts.

m]usic*us_6x5


die Beisetzung ist erst nächste Woche

Dann könntest Du in der aktuellen Woche mal an ein oder zwei Tagen ausprobieren, wie die Medikamente bei Dir wirken. Das ist ja individuell ziemlich verschieden.

Ein Medikament, mit dem man noch überhaupt keine Erfahrung hat, unmittelbar vor einem wichtigen Termin zum ersten Mal zu nehmen, ist wohl nicht optimal...

s;ilLvi[a196x8


ich war letzte Woche beim Vertretungsarzt und er meinte Opipramol wäre nicht das richtige und hat mir für die Beerdigung Bromazepam verschrieben, hatte dieses Medikament schon einmal bekommen und vielleicht in einem Jahr 2 mal eine Viertel genommen, habe diese sehr gut vertragen. Wer jetzt wieder gleich schreibt das diese süchtig machen, das weiß ich und ich möchte sie ja nicht dauerhaft nehmen nur jetzt auf der Beerdigung. Der Arzt sagte ich solle am Vorabend, also heute eine Viertel nehmen damit ich morgen ruhiger bin, bin nämlich jetzt schon seit Tagen ein Nervenbündel, zittere innerlich. Ich glaube, ich werde auf jeden Fall heute abend die Viertel Tablette einnehmen, Baldrian etc. helfen nicht die Angst vor einer Panikattacke ist zu groß, habe so eine Angst vor Morgen.

Cvomrxan


Viel Kraft für morgen :°_

Du wirst sehen, dass die Aufregung vorher viel schlimmer ist, als wenn es dann losgeht. Denn dann ist es auch bald überstanden. Du schaffst das. :)*

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