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Man lebt in der Erinnerung anderer weiter?!

Caomxran


Der Gedanke an diese unendliche Leere macht mich manchmal sehr traurig und ängstlich

Man sollte sich im Universum nicht für so wichtig nehmen. :)_

Diejenigen, die auf unserer Welt wirklich Großes leisten (kann auch etwas Schlimmes sein - nicht zwangsläufig etwas Gutes), werden ewig in Erinnerung bleiben.

Also bevor ich in einer Linie mit Hitler, Stalin oder Pol Pot genannt werde, gerate ich lieber in Vergessenheit. Zum Riesen-Nobelpreis hat's leider nicht gereicht, aber so geht es ja fast allen. Ist völlig in Ordnung, denn viel wichtiger ist mir, was ich aus meinem Leben mache. Meine Abwesenheit betraf bereits Millionen Jahre der Menschheit, dann darf sie auch die folgenden Millionen Jahre betreffen, ohne dass mich jemand vermisst.

J(uli-SMonnex_


Ist doch egal. Von mir aus könnten mich alle gleich nach meinem Tod vergessen. Man bekommt es sowieso nicht mit und ändern lässt es sich auch nicht.

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Nun ich weiß auch wer meine Urgroßeltern waren, woher sie kamen, aber mit erinnern hat es für mich nichts großes zu tun, da ich sie persönlich nie kennengelernt habe und auch keinen Platz in meinem Herzen haben.

Sich an jemanden erinnern bedeutet für mich mehr als den Lebenslauf desjenigen zu kennen und das Aussehen.

Meine Kinder und mit viel Glück meine Enkelkinder werden sich an mich , hoffentlich liebevoll, erinnern.

Aber für die danach werde ich nur noch eine Randerscheinung sein bis zum vergessen.

Ein paar Gene wuseln dann wohl noch von mir rum, aber was spielt es eine Rolle?

Letztendlich kommen wir alle daher wohin wir wieder gehen.

Aber ich mag mich auch nicht groß mit dem Tod beschäftigen, da dieser doch letztendlich mich einholen wird, irgendwann.

Und mir ist es lieber wenn er mir noch nicht zu nah rückt, er war mir schonmal verdammt nah, wie so vielen hier in diesem medizinischen Forum wohl. Als er mir so nah war, hatte ich seltsamerweise keine Angst.

Wahrscheinlich wird es wieder so sein wenn es soweit ist.

CUomr&axn


Ich stand gestern am Grab meiner Mutter, die vor etwas mehr als einem Jahr gestorben ist. Habe mit ihr "gesprochen", was in der vergangenen Zeit alles geschehen ist. Die Welt dreht sich so unheimlich schnell weiter und man gewöhnt sich so schnell daran, dass jemand nicht mehr da ist - auch wenn ich sie vermisse oder gern nochmal sprechen/drücken würde.

Danach ging ich ans Grab meiner Großmutter. Die Erinnerung ist schon ganz stark verblasst. Es ist nun 19 Jahre her. Und das ist eigentlich der Auftrag der Hinterbliebenen: weiterleben, und das Leben und die Welt weiter gestalten. Es dreht sich nicht nur um den einen Menschen. Milliarden Menschen sind seit Anbeginn gestorben und verschwunden, ihr Wirken war mal stärker, mal schwächer. Vor allem die Erinnerung sehr individuell. Ein Anspruch auf Ewigkeit besteht nicht. Wenn man das akzeptiert hat, fällt es eigentlich recht leicht, die Leere nicht als Leere zu empfinden, sondern als Anfang und Ende.

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