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Bester Freund gestorben - der Schmerz lässt nicht nach

Smprixngs hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

im Mai dieses Jahres ist mein bester Freund bei einem Autounfall gestorben. Und obwohl das bald ein halbes Jahr her ist, denke ich jeden Tag an ihn und er fehlt mir so. Und es vergeht kaum ein Tag, wo ich nicht spät Abends heulend da sitze, alte Fotos und Videos ansehe... dann, wenn es keiner sieht. Weder meine Frau, noch meine Kinder wissen, wie mies es mir damit geht. Ich habe zwar mit meine Frau darüber gesprochen, aber sie weiß nicht, wie sehr mich das belastet und wie einsam ich mich ohne meinen besten Kumpel fühle.

Wir haben uns vor 16 Jahren beruflich kennen gelernt und auf Anhieb super verstanden. Wir haben so viel gemeinsam gemacht und erlebt. Als ich 2000 einen Schicksalsschlag hatte und verzweifelt war, war er der einzige, der für mich da war und mir geholfen hat. Er war ein super Mensch und ein so lustiger Kerl.

Und seitdem er tot ist, fühle ich mich so einsam. Ich habe noch andere Freunde, aber das ist nicht dasselbe. Niemals habe ich mich jemandem so anvertraut, wie ihm und umgekehrt. Wir konnten echt über alles reden, auch total intime Sachen. Er hat mich immer ernst genommen und alles getan, um mir zu helfen oder für mich da zu sein. Er war wie ein Bruder für mich und alle mochten ihn gern. Er war erst 35, als er gestorben ist.

Ich weiß nicht, was ich tun soll, damit dieser Schmerz endlich nachlässt. Noch nie hat mich etwas so sehr getroffen und belastet, wie diese Tatsache. Ich hatte schon oft Liebeskummer und andere Formen von Schmerz und Sorgen, aber nichts, was so weh tut und so einen großen, leeren Fleck hinterlässt. Immer wieder komme ich an Orte oder höre Lieder, die mich an ihn oder an unsere gemeinsame Zeit erinnern. Ich verdanke ihm so viel und konnte mich nicht einmal von ihm verabschieden oder nochmals sagen, wie viel er mir als Mensch bedeutet. Manchmal, wenn ich im Auto sitze und irgendein Song aus früheren Zeiten kommt im Radio, kommen mir auch die Tränen.

Nach außen hin gebe ich mich immer gut gelaunt und motiviert. Ich lache, scherze und gehe meinem Leben nach. Aber Nachts, wenn alle im Bett sind, kommt dieser Schmerz hoch und ich fühle mich wie der einsamste Mensch auf der Welt. Oft schlafe ich auch schlecht oder träume von ihm. Dann bin ich erst recht down, wenn ich aufwache.

Vielleicht gibt es hier Leute, die etwas ähnliches erfahren haben und mir Tipps geben können, wie ich besser damit fertig werde. Es frisst an mir und ich werde diesen Schmerz einfach nicht los. Ich hatte gehofft, dass es irgendwann nachlässt. Die Zeit heilt alle Wunden... zumindest war ich immer der Ansicht. Aber nun stehe ich da und fühle mich nach all den Monaten immer noch hilflos, einsam und verzweifelt... als wäre ich in ein Loch gefallen und seither dort gefangen.

Viele Grüße!

Antworten
mEuzsiecuis_65


:)- Mein Beileid...

Trauerarbeit kann viel Zeit brauchen - und 5 Monate sind jetzt noch nicht soo viel...

Im übrigen - ich will ja nicht unhöflich sein, aber im April/Mai 2013 hast Du hier im Forum u.a. geschrieben:

"Ich hatte in meinem ganzen Leben nie männliche Freunde."

"Ich hätte schon gerne einen Kumpel, aber ich weiß nicht, wie / wo ich so jemanden finden soll. Vor allem hab ich noch keinen Mann getroffen, der meine Interessen teilt oder mit dem ich über persönliche Dinge reden könnte."

"Was auf den ersten Blick interessant klingt, ist nur der verzweifelte Versuch eines einsamen Menschen, einen Kumpel zu finden. Ich würde in der Hinsicht auch gerne ein gutes Vorbild für meine Kinder sein. Sie verstehen nicht, warum Mama einige Freundinnen hat, aber Papa keinen Freund."

Das ist doch, vorsichtig ausgedrückt, etwas widersprüchlich...

E3hemaliGger NOutzAer (k#27^9702x)


Ansatzweise kann ich nachvollziehen, wie es Dir geht, denn auch ich habe vor Jahren einen Freund verloren, mit dem ich die beste und wichtigste Zeit meines Lebens verbracht habe.

Ich weiß nicht, wie ich Dich trösten kann, denn es gibt nicht wirklich Trost in solchen Zeiten. :°(

Aber dies

Die Zeit heilt alle Wunden...

hat für mich nie gestimmt.

Es bleiben Narben..... die (vielleicht) irgendwann heilen.....

Ich wünsche Dir alles Gute dabei!

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