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Ich weiß nicht weiter, ich vermisse ihn so sehr..

Stven}ja201x5 hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich bin neu hier und hoffe ich mache alles richtig. Ich bin 18 Jahre alt und erlebe den Tod mit seit ich klein bin, da schon sehr viele aus der Familie verstorben sind, ich dachte immer ich käme mit so etwas klar. Ich dachte immer ich sei stark, aber jeder Mensch ist gebrechlich. Mein Stiefvater starb am 31.07. und eine Welt brach für mich zusammen. Er war mit meiner Mutter zusammen seit ich 5 Jahre alt war und war für mich wie ein Vater, da er immer da war, egal wieviel Mist ich verzapft habe. Ich habe seit meine Eltern sich getrennt haben, als ich 4 Jahre alt war, kaum Kontakt zu meinem leiblichen Vater gehabt, weil ich einfach nichts spüre, das mich mit ihm verbindet, er kommt mir so fremd vor. Er hat sich auch kaum für uns interessiert, und deswegen war einfach immer der Freund meiner Mutter mein Vater, bei ihm bin ich auf Verbundenheit und Verständnis gestoßen, während ich bei meinem leiblichen Vater immer nur Enttäuschung sah. Meine Mutter flog am 29.07. in die Türkei, die Reise hatte er ihr geschenkt.. Meine Mutter, er und ich wohnten sozusagen zusammen, aber er hatte auch noch seine eigene Wohnung im selben Haus eine Etage tiefer, weil er Momente hatte in denen er sich zurück ziehen musste. Als meine Mutter im Urlaub war, ging es ihm am ersten Tag sehr gut, ich habe gekocht, wir waren Kaffee trinken und haben gelacht.. Am nächsten Morgen ging er ins Training und legte sich danach ins seiner Wohnung hin. Wir waren verabredet zum Kaffee in einem Bistro und er kam nicht. Ich machte mir tierische Sorgen, weil er vorbelastet war, vier Beipässe hatte und jeden Tag sehr viele Tabletten nehmen musste. Also ging ich nach Hause und sein Auto stand in der Garage und die Rollläden immer noch unten, also rief ich die Feuerwehr. Er war ein leidenschaftlicher Spaziergänger und ich betete einfach die ganze Zeit das er nur spazieren gegangen war, und sie in der Wohnung nichts finden, aber dann kam der Feuerwehrmann raus und schüttelte den Kopf. Ich weiß nicht mehr, was in diesem Moment für ein Strom durch meinen Körper schoss, aber ich lies mich fallen und schrie einfach los, zwischen all den Feuerwehrleuten. Ich konnte nicht mehr denken, dachte es wäre ein Scherz, dass sowas doch nicht einfach passieren dürfe, und dazu noch meine Mutter in der Türkei, nichtsahnend.. Ich konnte nicht mehr , konnte nicht mal mit meiner Mutter telefonieren, ich konnte all das nicht ertragen. Ich ging auch zu ihm, nahm seine Hand und verabschiedete mich. Als ich ihn so da liegen sah, war er mir fremd, der leblose Körper, all das war soviel zu verarbeiten, das war das erste Mal das ich mich von einem Toten verabschiedete. Ich redete mit ihm, wollte das er mich hört und aufwacht, redete mir ein er würde nur schlafen. Als meiner Mutter am nächsten Tag mit dem nächst besten Flug nach Hause kam, wurde es für mich immer schlimmer, sie so zu sehen und meine Trauer noch hinzu. Ich war die Starke, die meiner Schwester und meiner Mutter den Halt gab, den sie brauchten während ich still und alleine trauerte. Ich wollte meine Gefühle nicht offenbaren, es tat einfach so weh wie nie zuvor. Ich komme auch heute, fast vier Monate danach, kaum damit klar. Ich gehe wieder zur Schule und lache auch wieder, aber ich glaube das ist mehr Fassade, da ich mich immer schlecht fühle. Dieses Gefühl von solcher Leere, war mir immer fremd und jetzt wo ich es fühle, weiß ich nicht wie ich all das schaffen soll, er fehlt immer und überall. Meine Mutter geht regelmäßig zum Psychologen und hat Tabletten zur Beruhigung bekommen, sie war sechs Wochen nur zuhause, und hat halb vor sich hin vegetiert, aber ich habe das verstanden, er war die große Liebe für sie. Mittlerweile geht sie wieder arbeiten, und lebt den Alltag so normal wie es eben geht. Sie hat sich einen Hund geholt, den sie ganz liebevoll pflegt, diese Verantwortung tut ihr sehr gut. Es macht mich glücklich sie so zu sehen, auch wenn ich weiß, dass es ihr oft noch sehr schlecht geht, es ist eben erst gar 4 Monate her. Ich glaube für mich ist das auch noch sehr schwer, weil er so verdammt lebensfroh war, er liebte sein Leben und genoss es so sehr, und ich glaube er wollte nicht sterben.. Es war plötzlich, im Schlaf, laut Ärzten "Sekundentod ohne Schmerzen"... Aber doch war er erst 55 Jahre alt..

Ich weiß es ist falsch und ich bin eigentlich ein Mensch mit einem großen Herz, aber ich bin oft wütend auf andere Menschen, weil sie leben dürfen, und er sterben musste.. Das klingt so schrecklich, ich weiß.. Wie seit ihr mit so etwas klar gekommen? Wie habt ihr den Tod eines geliebten Menschen überwunden? Ich hoffe der Text ist nicht zulange, musste meine Gefühle einfach mal raus lassen...

Antworten
B:lJackro&se1x9


Hallo svenja fühl dich erstmal gedrückt :)_ das ist wirklich sehr schrecklich was dir passiert ist, und es ist selbstverständlich das es dir noch schlecht geht du bist noch im Der Trauerphase. Und musstes in so jungen Jahren so vieles erleben musstest. Ich wünsche dir ganz viel Kraft deiner Mutter auch. Ihr müsst beide erstmal damit klar kommen. Ich bin auch 18 und bin allein. Und musste den Tod miterleben es war ein Schock und mein Leben ist zusammengebrochen. Meine Trauer habe icj nicht gezeigt und auch nicht drüber geredet, habe alles mit mir selber ausgemacht und mich verschanzt. Bin depressiv geworden und hatte auch suizidgedaken. Es war eine wirkkck sehr schwere Zeit. Och hatte keinen Sinn mehr gesehen. Aber als es dann habe ich selber gemerkt so kann es nicht weiter gehen so werde ich kaputt gehen und das hätten meine Engel im Himmel auch nicht gewollt. Also musste ich mein Leben in den Griff kriegen und r und einem geregelten tagesablauf kriegen das war sehr schwer aber Stück für Stück dran gearbeitet. Es is wichtig jemanden in der schweren Zeit zu haben. Der einen unterstützt zur Seite steht. Du musst selber gucken wie du mit der Trauer am besten umgehst. Ich vielleicht auch professionelle Hilfe inanspruch nehenm? Ich wünsche dir aufjedenfall viel Kraft :)*

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