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Tod vom Vater

a9lEeXxisx72 hat die Diskussion gestartet


Hallo guten Abend,

habe mal wieder ein Thema was mich sehr beschäftigt bzw. mehrere Themen. Also erstmal von vorn. Mein Vater ist vor ein paar Monaten jämmerlich gestorben. Es ging alles viel zu schnell. :°( :°( Das ist ja alles schon schwer genug für mich. Vor allem da ich immer noch alleine bin. Jetzt ist meine Mutter mit meinem Bruder alleine und das Problem ist, wir wohnen etwas außerhalb und sie fährt kein Auto. Jetzt ist sie nun auf mich und meine Schwester angewiesen wenn sie etwas zu erledigen hat. Aber wir versuchen ja schon uns aufzuteilen. Aber das ist halt auch nicht so einfach weil jeder von uns ja schließlich auch noch sein eigenes Leben hat. Dann kommt noch dazu das mein Bruder wohl furchtbar eifersüchtig auf mich ist. Das heißt sobald ich zu meiner Mutter komme, fängt er entweder an zu streiten oder wird mir gegenüber handgreiflich. Das heißt jetzt nicht das er mich körperlich verletzt aber auch ein leichter Schlag auf den Arm tut meiner eh schon sehr sensiblen Seele nicht gut. Dann ist meine Mutter natürlich auch noch sehr depressiv seit dem geworden, was ich ja auch verstehen kann. Und egal was man ihr für Vorschläge macht damit sie unter Leute kommt, hat sie immer eine Ausrede parat. Wenn mich aber mal wieder der allgemeine Frust überkommt das ich alleine bin bekomme ich aber nur von meiner Mutter zu hören man kann ja schließlich nichts erzwingen. Und vielleicht bist dazu bestimmt allein zu bleiben. ??? ??? möchte man sowas von seiner eigenen Mutter hören? Gut vielleicht ist das ihre Art mich damit zu trösten. Aber komischerweise als meine Cousine mit 32 plötzlich Witwe wurde meinte sie das sie ja eigentlich noch viel zu jung sei um allein zu bleiben. Anscheinend merkt sie nicht wie weh sie mir damit tut.

Antworten
a"lexisx72


Hat denn keiner einen Rat für mich was ich machen könnte das es mir wieder etwas besser geht? Ich weiß nur eins meine Nerven halten das nicht mehr lange durch.

cXrie_charxlie


Also das sind mehrere Baustellen.

Das mit der Cousine und Deiner Partnerlosigkeit;

du kannst ihr sagen, dass Dir das wehtut oder Du kannst es lassen, es wird wohl nichts ändern, da sie keinen Bezug herstellt. Insofern würde ich es, wenn es nicht täglich vorkommt, einfach überhören.

Generell würde ich das Thema bei Deiner Mutter nicht mehr ansprechen, weil, mal ehrlich:

sie hat ihren Mann verloren, Du stößt sie mit Deiner Jammerei auch ständig darauf, dass sie nun alleine ist (und einen Verlust verarbeiten muß) oder?

Dein Bruder:

mach' ihm klar, dass wenn er Dich nochmal anfasst oder Streit vom Zaun bricht, Du nicht mehr kommst und er sich um den Transport der Mutter kümmern muß. Du sagt auch Deiner Mutter und Deiner Schwester, was Du dem Bruder gesagt hast.

NSyx,is


Als mein Vater mit 49 von heute auf morgen bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, hat sich unsere Familie erst einmal zerstreut - mein Bruder heiratete und gründete eine eigenen Familie in unserer Heimatstadt im Norden, ich ging nach München und kümmerte mich um meine "Karriere". Meine Frau Mutter trat beruflich kürzer, ließ sich örtlich versetzen (in die Nähe meiner Großeltern/ihrer Eltern) und versuchte, ihr Leben allein zu regeln. Wir alle sind und waren immer starke Charaktere, aber wir (und das sehe ich bei Dir auch) brauchten damals den Abstand, um die Situation allg. zu verstehen, zu verarbeiten und uns selbst zu finden. Damit fand sich irgendwann auch der Familiengedanken und -verbund wieder.

aZlexixs72


criecharlie

Ich weiß nicht ob ich das eben in meinem Beitrag erwähnt habe. Mein Bruder ist geistig behindert, Autist und nimmt auch noch Medikamente wegen Epilepsie. Es kann natürlich sein das das auch davon kommt. Aber er gehört eigentlich in ein betreutes Wohnen aber damit möchte sich unsere Mutter nicht auseinander setzen. Sie und mein verstorbener Vater hatten immer wieder erwähnt das er bei ihnnen bleiben soll. Und wenn sie beide nicht mehr lehen das er dann in eine solche Unterbringung kommen soll. Aber das wäre dann viel zu spät. Er ist bereits 39. Ich weiß nicht wie das weitergehen soll.

Und zu meiner Partnerlosigkeit:

Natürlich muß sie den Verlust erstmal verkraften. Aber diesen Satz das ich vielleicht dazu bestimmt sei allein zu bleiben hat sie bereits gesagt als mein Vater noch lebte. Das hat damit nichts zu tun. Ich habe leider auch langsam die Vermutung das ihr das viel lieber wäre wenn ich allein bleiben würde um mich um meine Bruder zu kümmern. Aber das schaffe ich nicht weil 1. teilweise zu aggresiv und 2. würde ich auch allein körperlich nicht mit ihm fertig werden weil er viel größer und kräftig ist.

Wurde mir aber schon von mehreren Personen bestätigt, u.a. von meiner Psychologin.

a:ug)2x33


Wurde mir aber schon von mehreren Personen bestätigt, u.a. von meiner Psychologin.

Nimm Kontakt zur ehemaligen Therapeutin auf und sucht gemeinsam nach Lösungen, dabei muss der Therapeut des Bruders mit einbezogen werden.

Du bist nicht verpflichtet dein Leben für Mutter und Bruder zu opfern!

m(usnicus_x65


Jetzt ist meine Mutter mit meinem Bruder alleine und das Problem ist, wir wohnen etwas außerhalb und sie fährt kein Auto. Jetzt ist sie nun auf mich und meine Schwester angewiesen wenn sie etwas zu erledigen hat.

Ist deine Mutter schon so gebrechlich, daß sie keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr nutzen kann? Irgendwelche Busse werden doch wohl mal fahren?

Zu den "öffentlichen Verkehrsmitteln" gehört übrigens auch das Taxi. Natürlich, das ist nicht gerade billig - aber die Mehrzahl der Menschen in Deutschland ist nicht so arm, daß es nicht möglich wäre, gelegentlich mal eine Taxifahrt zu bezahlen... (In bestimmten Fällen werden Taxifahrten auch von der Krankenkasse bezahlt bzw. erstattet.)

Was den Bruder angeht: Ich nehme mal an, daß das Haus oder die Wohnung jetzt Deiner Mutter gehört. Wenn sie ihn trotz seines Verhaltens weiter bei sich wohnen lassen möchte, ist das letztlich ihre Entscheidung. Du kannst sie (rechtlich gesehen) wohl nicht zwingen, ihn "rauszuwerfen".

Wenn Du sie dann allerdings, wegen der Probleme mit dem Bruder, nicht mehr oder seltener besuchen oder den "Fahrdienst spielen" möchtest, dann wird sie damit wohl klarkommen müssen. Es ist dann ja auch die Konsequenz ihres eigenen Verhaltens bzw. der Unfähigkeit/des Unwillens, die Situation zu ändern!

Wenn das Verhalten Deines Bruders für Dich eine erhebliche Zumutung darstellt, dann ist das so und Du brauchst dich überhaupt nicht dafür zu rechtfertigen, wenn Du dich von ihm fern hältst. Mit der Mutter kannst Du ja auch telefonieren.

... bekomme ich aber nur von meiner Mutter zu hören man kann ja schließlich nichts erzwingen. Und vielleicht bist dazu bestimmt allein zu bleiben.

Daß man nichts erzwingen kann, ist hier sicher zutreffend. Die zweite Aussage ist Quatsch, reine Spekulation.... Da sie Dir bei diesem Problem wohl nicht helfen kann, würde ich empfehlen, das Thema einfach nicht mehr anzusprechen.

CWhad1w234


Tut Mir leid für euch alle, bin grad neu hier.. mein vater ist vor 3 einhalb jahren gestorben jedoch wieso ich erst jetzt mich für sowas interessiere, ist weil ich gestern einen Traum hatte von ihm.. das er noch leben würde, es schien irgendwie so real aber das wars nicht, ich hatte noch nie einen Traum über meinen dad bis jetzt ich war 12 fast 13 als er gestorben ist.. ich weiß wie sich die meisten fühlen bei sowas

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