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Plötzlich und unerwartet

Hs.xS.


Danke ihr seid so lieb :)*

Mein Mann wäre Mai 46 Jahr alt geworden.

Er war eigentlich immer gesund aber vor 4-5 Wochen hat er immer weiter über stechen und brennen in der Brust geklagt, er ist auch mitte Dezember beim Arzt gewesen und es wurde Blut genommen und EKG gemacht aber es sei alles im Ordnung vom Herz her. Er solle mal zum Orthopäden gehen und es wurde alles auf den Rücken geschoben. Da war er dann auch, es

wurden ein paar Wirbel eingerenkt und er soll Rotlicht machen. Aber die Beschwerden in der Brust wurden nicht bessere. Am Samstag früh um dreiviertel sechs ist er dann aufgestanden und hat nach der Verspannungssalbe verlangt und hat sich ins Wohnzimmer auf die Couch gelegt. Als ich dann um ca. neun Uhr aufgestanden bin hab ich ihn tot gefunden alle wiederbelebungsversuche halfen nicht ihn wieder zum lernen zu erwecken :°( er hat nicht mal die wärme von seiner Wärmflasche mitbekommen weil er sich die ganze Brust verbrannte.

Es ist alles so schrecklich und ungerecht auf dieser Welt! Wie soll das nur weiter gehen ohne ihn :°_ :°_

LfichtAmsHori!zoxnt


Es wird weitergehen, auch wenn Du Dir das jetzt natürlich noch nicht vorstellen kannst…

Mir hat immer die Vorstellung geholfen, dass es dem Verstorbenen da, wo er jetzt ist, richtig gut geht. Und weiterhin die Vorstellung, dass man sich eines Tages wieder sieht. Ich weiß nicht, ob Du damit etwas anfangen kannst… :°_

HC.S.


Ja daran glaube ich auch aber beweise gibt es darüber leider keine :-( ich bin einfach soooo hilflos und will es nicht wahr haben!

Fühl mich so alleine :°( :°( :°(

s-iAlbeCrbrTaut


Liebe H.S.,

wir sind uns vor ein paar Jahren schon einmal begegnet. Mit Entsetzen habe ich heute diesen Faden entdeckt.

Mir fehlen die Worte, die Dich trösten könnten.

Meine Großmutter starb völlig unerwartet als ich noch sehr klein war. Meine Mutter stand, wie Du, unter Schock und brauchte sehr lange, um es zu verarbeiten. Ich war zu klein, um zu erfassen, was überhaupt passiert war...

Mein Vater starb vor 2,5 Jahren in meinen Armen. Ich war vorbereitet. Ich wusste, dass es passiert. Und trotzdem war es der schlimmste Augenblick in meinem Leben bisher.

Ich wünsche dir viel Kraft :°_

Hr.S#.


@ silberbraut

Danke :)*

Ich glaub das war im Faden Gebärmutter entfernung?

Es ist alles so unfassbar und ich hab Angst über Angst und bin kurz vor dem durchdrehen :°(

Am meisten Angst habe ich vor dem

allein Zuhause sein, ich weiß nicht wie ich das schaffen soll :°(

C$om[raxn


Es klingt jetzt wie ein schwacher Trost und du wirst es nicht glauben können. Aber du stehst mitten im Leben und hast noch viel vor dir. Das ist nicht das Ende, es wird ein neuer Lebensabschnitt kommen. Schau die letzten 30 Jahre zurück, was da alles passiert ist und was sich alles in deinem Leben veränderte. Genauso wird es auch die nächsten 30 Jahre sein.

Deine Gefühle sind völlig normal im Moment. Die nächsten Wochen werden nicht schön. Aber mache dir keine Sorgen um die Zukunft. Dein Leben wird weitergehen, und deinen Mann wirst du in liebevoller Erinnerung behalten. Aber nun musst du erst dieses Tal durchschreiten. Ein Schritt nach dem anderen. Schon in 3 Monaten wird die Welt schon ein bisschen anders aussehen, das verspreche ich dir. :°_

E@s-c@helsbacher


Bei mir ist vor genau 4 Jahren das gleiche passiert,ich weiß von was du schreibst!

Es würde dir bestimmt helfen,wenn du sovort eine Kur antreten würdest und in einer anderen Umgebung Gespräche über das Erlebte und deine Ängste führen würdest!

zb: Habe ich am gleichen Tag mein Haus verlassen,habe bei Freunde Geschlafen und es nach 3 Wochen auch nur für30min betreten um einen Kofferraum voll Sachen abzuholen.

Nach 2 monaten hatte ich alles Verkauft,das Ort verlassen und in 25km entfernung mir ein neues gekauft.Somit war ich von allem weit genug weg um im laufe der Zeit ein neues Leben zu beginnen!

Oh nein,NICHTS ist vergessen,aber es ist nichtmehr den ganzen Tag präsent.

H[.S.


Es ist mein Elternhaus und unten wohnt auch noch mein Vater, da kann ich nicht so einfach davonlaufen :-( meine Tochter ist ja auch noch da. Wir müssen uns jetzt gegenseitig stützen und die Trauer gemeinsam durchleben jeder auf seine Art und Weise. Sie will nicht so viel mit Fremden darüber reden und macht das lieber mit sich aus :°_ ich kann nur etwas Trost darin finden, daß es für ihn der tot was wo er sich gewünscht hätte das hat er immer gesagt. Er wolle kein Leben im Rollstuhl aber das passierte halt jetzt 40 oder 50 Jahre zu früh :°(

Ich könnte noch nie mit dem Thema tot umgehen habe auch bis dato noch nie einen Toten gesehen geschweige denn seine Hand gehalten. Das ist alles wie ein böser Traum, doch die Zeit läuft einfach weiter. Wenn ich dran denke das es schon wieder über einer Woche her ist :°( ich habe Angst vor all dem was mich noch im leben erwartet :°( :°( :°( :°( doch ich muss stark sein!

E*scphetlbachexr


Durch diese Situation muß jeder selber durch und für sich seinen Weg finden damit klar zu kommen.

Ich wollte dir auch nur zeigen was ich damals gemacht habe,und bin heute froh drüber es so gemacht zu haben.

Stark,stark mußt du erst irgendwann wieder sein,aber jetzt solltest du Trauern,die Trauer durchleben und sobald es möglich ist wieder beenden!

s"ilkberbraxut


H.S., Deine Angst kann ich verstehen. Und wie Comran schon schrieb, sind Deine Gefühle völlig normal. Gib Dir Zeit!

Angst hatte ich selbst damals nicht. Aber ich hatte das Gefühl, zu Hause keine Luft zu bekommen (das Haus meiner Eltern und unseres befinden sich auf demselben Hof). So viele Dinge, die die Handschrift meines Vaters trugen. Das war schwer zu ertragen.

Ich nutzte jede Gelegenheit, rauszukommen, nicht um "Spaß" zu haben, sondern mein Hirn mit anderen Eindrücken zu fluten. Es war wie eine Flucht. Meine Mutter nahm ich bei diesen Gelegenheiten mit. Das tat ihr gut. Sie verließ den Hof anfangs nie allein, weil sie mit niemandem sprechen wollte. Wir legten die meisten Wege im Auto oder mit dem Fahrrad zurück. Das bot ihr einen Schutzraum, nicht sofort angesprochen zu werden.

Aber es geht jeder anders damit um. Vielleicht kannst Du für Dich das eine oder andere als Möglichkeit entnehmen, die nächsten Wochen zu überstehen.

Auch wenn es Dir jetzt unmöglich erscheint, aber Du schaffst das in kleinen Schritten :°_ :)*

H8.xS.


Danke ihr lieben :-x

Ich fürchte mich allein zuhause, ich habe Wahnvorstellungen weil es eben Zuhause passiert ist :°( werde als nächstes erst mal ausschau nach einem neuen Sofa halten damit ich das Bild aus meinen Augen löschen kann! Weiß nicht ob mir das dann ein wenig leichter fäll. Mir ist im Moment alles soooooo scheiß egal selbst wenn ich jetzt den Löffel angeben müsste wäre mir das Schnuppe :°(

CKomrkan


werde als nächstes erst mal ausschau nach einem neuen Sofa halten damit ich das Bild aus meinen Augen löschen kann!

Das ist eine super Idee. Nach einem Verlust ist es wirklich hilfreich, wenn man sich sein Zuhause etwas umgestaltet, damit man es nicht immer mit dem Menschen darin in Verbindung bringt. Und das Sofa ist nun wirklich das belastetste Möbelstück. Tu das, und ruhig noch mehr als nur das Sofa. Verrück ein paar Möbel, tausche hier und da ein Bild aus. Du wirst sehen, dass dich eine frische Umgebung auch gedanklich nach vorne bringt.

Mir ist im Moment alles soooooo scheiß egal selbst wenn ich jetzt den Löffel angeben müsste wäre mir das Schnuppe :°(

Das kann dir nicht schnuppe sein, deine Tochter wäre dann ganz allein.

Aber diese "scheißegal"-Einstellung kenne ich noch von meinem Vater, als meine Mutter gestorben war. Bei jedem Thema sagte er nach wenigen Sätzen "Ist doch auch egal.". Er wollte sich vom ganzen Vermögen trennen und nichts war mehr wichtig. Ich habe ihm immer gesagt: "Lass das mal schön. Es kommen auch wieder Zeiten, wo du dir was gönnen willst. Wer weiß, was du in 3 Jahren für Ideen hast?". Mein Vater ist Ende 70 und hat seinen ganzen Lebensmut wiedergefunden und ist sogar eine neue Beziehung eingegangen. Es geht ihm gut, er reist und genießt das Leben.

Vertraue darauf, dass das Leben auch für dich noch genügend Überraschungen zu bieten hat, wenn das hier überstanden ist. Du musst nur eins tun: wenn es kommt, lasse es zu. :)_ @:)

sMoFphi1cxa


ganz viel Kraft und Vertrauen für Dich; ja und irgendwann auch wieder Lebensmut und Freude am, im Leben. :)* :)_

Ich war selbst nahe am Tod vor 4 Jahren und spüre ganz tief: der Tod gehört zum Leben und er kann für die Nächsten, wie jetzt für dich, viel zu früh kommen. Vielleicht wird es dich jetzt nicht trösten und doch bleibt es anzunehmen, dass es jetzt seine Zeit war.

Und ich glaube, für ihn war ein schneller Tod wahrscheinlich ein guter Tod.

Wenn die erste schlimme Zeit vorbei ist, wo es ja wohl einiges an Organisatorischem zu regeln gibt, dass dich auch ein Stück ablenkt, nimmt dir die Zeit zu trauern. Ob es für dich passend ist, weiß ich nicht, es gibt vielerorts die Möglichkeit, sich Trauerbegleitung (in einer Gruppe) zu holen.

Ich selbst bin leider sehr früh (im Alter von 6 Jahren) mit dem Tod in Berührung gekommen ist. Mein Vater ist damals ebenfalls an einem Herzinfarkt im Alter von 49 ganz plötzlich gestorben.

Es hat Jahrzehnte gedauert bis ich mich gefühlsmäßig, vom Herzen her von ihm verabschieden konnte und ab da bin ich in der Stille öfters in schwierigen Situationen geistig-seelisch mit ihm in Verbindung getreten und konnte mir vorstellen, wie er mit seiner Kraft den Rücken stärkte in den Herausforderungen dieser Welt.

Wie und wo es nach dem Tod weitergeht, das kann niemand von uns definitiv sagen, für mich bedeutet es einfach Unterstützung, wenn ich in bestimmten Zeiten, in Verbindung trete mit gestorben Menschen, die mir nahe standen.

Wenn es dich tröstet, schaffe dir, wenn nicht jetzt, dann nach einiger Zeit, den Raum ihm in Stille noch das zu sagen und zu fragen, was du ihm noch mitteilen willst und führe einen Dialog mit ihm (in deiner Vorstellung).

Kraft und Trost für Dich! :)_

sKophi"ca


nimm dir die Zeit zu trauern

statt

nimmt dir die Zeit zu trauern

Ht.S.


Danke für die tröstenden Worte :)*

Es ist halt alles so unrealistisch! Ich kann es immer noch nicht begriffen das er jetzt für immer weg ist :°( :°( :°( :°(

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