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Gestern noch telefoniert und heute Tod aufgefunden

Clra nxk1 hat die Diskussion gestartet


Hallo.

Ich bin gerade zeimlich fix und fertig. Jeden Tag passiert es, man hört, liest und sieht davon, aber wenn es einem selber widerfährt, dann ist das der pure Schock.

Meine liebste Mutter, mit einem Herz so groß wie... hatte es nie leicht im Leben und war doch immer für jeden da. Sie jammerte so gut wie nie, nahm sich immer zurück, flunkerte lieber, wenn es um beantworten von Fragen wie" Wie geht es Dir? Du siehst aber nicht gut aus, ging.

Sonntag ging es ihr schlecht. Durch Zufall ( Telefonat) erfuhr ich es. Sie sagte, sie fühle sich nicht. Sie habe Brechdurchfall und sie liege nur noch im Bett (was sehr untypisch für sie war)!

Ich sagte, oh Mann mach mir keine Sorgen. Kommst Du klar, soll ich vorbeikommen? Sie sagte janein geht schon, sie melde sich am Aben d noch einmal.

Ich wartete und wartete, aber es kam kein Anruf. Ich dachte noch, vielleicht ist sie eingeschlafen und wollte sie deshalb nicht stören.

Aber spät Abends hatte ich ein sehr ungutes Gefühl und dachte mir, nein, ich rufe jetzt doch an.

Es nahm leider niemand ab. Ich war hin und hergerissen und machte mir mächtig Sorgen.

Am nächsten Tag, also gestern am Dienstag, rief ich wieder an, mehrmals. Mama nahm nicht ab und ich wusste, hier stimmt was nicht.

Ich stieg ins Auto und fuhr sofort zu ihr. Alles dunkel. Kein Licht. Ich klingelte mehrfach und wurde immer nervöser. Ich rief nochmal mit dem Telefon an, nichts.

Da sie im Erdgeschoss wohnt, ging ich hinter das Haus und versuchte mich am Schlafzimmerfenster, also an dem äusseren Fensterbrett hochzuziehen, um ins Schlafzimmer hineinzuschauen.

Das gelang mir auch. Und da sah ich meine Mutter, in ihrem Bett zugedeckt, auf dem Rücken liegend mit angewinkeltem Arm und offenenm Mund liegend.

Ich klopfte wie verrückt am Fenster, aber nichts passierte. Da war mir klar, was los ist.

Leider hatte ich keine Wohnungschlüssel und so musste ich den Notarzt rufen, wo dann Feuerwehr, Notarzt und Poizei kamen.

Sie mussten die Haus und Wohnungstür aufbrechen. Eine ganz schlimme Zeit, die nicht vergehen wollte.

Dann die Gewissheit, meine Mutter ist Tod. Unvorstellbar für mich, aber leider wahr.

Ich brach in Tränen aus und lies mich auch nicht davon abbringen, zu ihr ans Bett zu gehen und sie noch einmal zu streicheln.

Da der Arzt keine eindeutige Todesursache feststellen konnte, musste ich auch noch die Wohnung verlassen. Die wohnung wurde versiegelt und ich musste warten ,bis die Kripo kam.

Das war noch aufreibender für mich.

Nun bin ich daheim, bekomme kein Auge zu, warte auf den Anruf der Kripo, ob und wann die Leiche meiner Mutter freigegeben wird, damit der Nervenkrieg der ganzen Formalitäten beginnen kann.

Ich vermisse Sie unendlich und bereue zutiefst, gestern Abend nicht auf mein Bauchgefühl gehört zu haben, indem ich einfach nachts zu ihr gefahren war. Möglicher Weise hätte ich ihr noch rechtzeitig helfen können. Ich hätte bei ihr sein können, ihr die Hand halten können.

Aber so, so ist sie ganz alleine, ohne jemanden bei sich zu haben in ihrem Bett gestorben.

Und das wegen einen Brechdurchfall?

Ich bin völlig fertig mit den Nerven und musste das jetzt einfach los werden. Sorry für meine langen Text, aber ich habe den mir leibsten Menschen verloren, derkeineswegs Bettlägerich oder ähnliches war, also wo man den Tod hätte erahnen können.

Danke fürs lesen. Das musste jetzt raus.

Alles alles Liebe Mama. Ich hoffe Du mussetst nicht leiden, ich hoffe es sehr, werde es aber nie erfahren.

Danke Dir für alles, für Deine liebe, Dein Vertaruen, Deine Güte, Deine Menschlichkeit, Dein Fleiss, Deine Gutmütigkeit und vieles mehr, obwohl Du selber wirklich nichts zu lachen hattest.

Du bist endlich erlöst, wenn auch viel zu früh.

Ich habe Dich unendlich LIEB und werde Dich immer in meinem Herzen tragen.

Sorry noch einmal, es musste jetzt einfach sein.

Antworten
GZ.Trxeten


Das tut mir unendlich leid für Dich. Das ist wirklich harter Tobak. %:| :°( {:(

Vor allem war das ja auch nicht abzusehen wegen Brechdurchfall. Da hätte ich auch niemals einen bevorstehenden Tod vermutet.

Ich wünsche Dir jetzt viel viel viel Kraft zum Bewältigen der Dir bevorstehenden Dinge. :)-

Wie alt war sie denn?

whinterso_nnae 0x1


Mein herzliches Beileid @:)

Wirklich schlimm, das deine Mutter so plötzlich verstorben ist.

Ich hoffe der Arzt kann dir bld eine Auskunft geben woran, damit du dann wenigstens dir keine Gedanken machen musst.

Mache dir keine Vorwürfe, dass du abends nicht da gewesen bist, du hättest nach ihr geschaut und wärst sicher auch wieder heim gefahren. Bei einem Brechdurchfall geht man ja nicht vom schlimmsten aus.

Hast du denn jetzt jemanden, damit du nicht allein alles tragen musst?

Coooki3evixctim


Auch hier: mein herzlichstes Beileid :)* @:) Sowas ist nicht schön. Ich wünsche Dir viel Kraft um den Verlust verarbeiten zu können. Hast Du Verwandte die dir helfen und dich unterstützen? Wie alt war Deine Mum denn?

c*roYssie


Hallo Crank1

sehr traurig :°_

dann ist das der pure Schock

klar ist das ein Schock, ein Trauma, weil ohne wirkliche Vorbereitung etwas passiert ist über das man keine Verfügung hat, es passiert einfach. Man fühlt sich hilflos und bleibt ohne Antworten zurück. Und dann noch die Vorwürfe, hätte ich... wäre ich...

Warte die Obduktion ab und verlange nach den Ergebnissen, damit du verstehen kannst welcher Vorgang in ihrem Körper stattgefunden hat der dazu führte.

Da der Arzt keine eindeutige Todesursache feststellen konnte, musste ich auch noch die Wohnung verlassen. Die wohnung wurde versiegelt und ich musste warten ,bis die Kripo kam.

Das war noch aufreibender für mich.

Hab ich auch so erlebt, bin Verhört worden und konnte die Welt nicht verstehen. Lass dir ein bisschen Zeit, dann wirst du verstehen das es nur Routine ist, eine in dem Moment schreckliche, aber nötige Routine.

Du schreibst sehr liebevoll von deiner Mama, sie ist jetzt einen Schritt weiter wie wir alle hier und sie wird genau wissen wie du für sie fühlst. Ob man dabei ist oder nicht, in ihren letzten Gedanken warst du mit Sicherheit in großer Liebe bei ihr.

Mein Beileid für die schwere Zeit :)- Versuche darüber zu reden und/oder weiter zu schreiben, dass ist zum verarbeiten ganz wichtig.

C<hanQce0x07


Mein Beileid, Crank! Es tut mir sehr leid, dass Du so plötzlich einen solchen Verlust erlitten hast. Das werden auch vorerst keine Worte in irgendeiner Form lindern können.

Aber bitte mach Dir zusätzlich zur Trauer nicht noch Selbstvorwürfe. Niemand hätte ahnen können, dass eine vorerst harmlosere Erkrankung dazu führt, die geliebte Person zu verlieren. Damit hätte wohl niemand gerechnet.

Alles Gute für die kommende schwere Zeit! :)*

C(om(ran


Oh je, Crank1, das muss wirklich schlimm gewesen sein. Wie alt war deine Mutter?

Ich brach in Tränen aus und lies mich auch nicht davon abbringen, zu ihr ans Bett zu gehen und sie noch einmal zu streicheln.

Selbstverständlich, man sollte niemand von den Toten fernhalten, der zu ihnen möchte. Das hilft, es zu begreifen, weil man es gesehen und gefühlt hat. Ich hoffe, dass die Leiche schnell freigegeben wird, dass du vielleicht nochmal in Ruhe und ohne diese Aufregung bei ihr sein kannst, um dich zu verabschieden.

Ich vermisse Sie unendlich und bereue zutiefst, gestern Abend nicht auf mein Bauchgefühl gehört zu haben, indem ich einfach nachts zu ihr gefahren war. Möglicher Weise hätte ich ihr noch rechtzeitig helfen können. Ich hätte bei ihr sein können, ihr die Hand halten können.

Weißt du, bei fast jedem Verlust stellt man sich unweigerlich die Frage: hätte ich die verbleibende Zeit besser nutzen oder anders handeln können? Das ist natürlich, weil es so ein Schock ist und man instinktiv die Zeit zurückdrehen will, um eine zweite Chance zu haben. Aber nach einiger Zeit kommt man immer zum Schluss, dass Zeit immer nur vorwärts läuft und es immer Abschnitte gibt, in denen man rückwirkend anders handeln würde, aber diese Entscheidungen trifft man ja, ohne die Zukunft zu kennen. Im Ungewissen darf man sich keine Vorwürfe machen. Und die Antwort gibst du dir ja selbst:

derkeineswegs Bettlägerich oder ähnliches war, also wo man den Tod hätte erahnen können.

Mach dir daher keine Vorwürfe. Schön, dass du nochmal mit deiner Mutter telefonieren konntest.

Für dich einen dicken Drücker :°_ und viel Kraft für die kommenden Tage. :)*

Für deine Mutter eine Kerze. :)-

hkeute[_h^ier


Mein Beileid :°_

Nach deiner Beschreibung könnte ich mir vorstellen, dass deine Mutter friedlich eingeschlafen ist. Das wünschen sich viele Menschen und deine Mutter hat es erleben dürfen.

Vielleicht hilft es dir von deiner Mutter zu berichten.

In deinem Text spürt man sehr viel Liebe und Empathie.

Sie wird eine besondere Frau gewesen.

Dieses Gefühl transportierst du sehr deutlich.

:)-

s!eve"nthrexe


Mein Beileid, meine Mutter ist auch vergangenen Sonntag an einer Lungenentzündung verstorben

Am Dienstag war sie noch beim Arzt der keine Lungenentzündung feststellen konnte, drei Tage später hat sie kaum noch Luft bekommen und ist mit dem Notarzt ins Krankenhaus. Und jetzt ist sie tot.

Mir hilft das sie friedlich eingeschlafen ist und mit ihrem Leben abschließen konnte, jahrelanges Siechtum als Pflegefall empfinde ich weit schlimmer. Vor drei Jahren ist sie dem Tod von der Schippe gesprungen und hatte nochmal ein paar schöne Jahre. Sie hat ihr Leben gelebt und der Tod war für sie ok

CvoYmran


:)- :)-

B&romb|elerküRchlein


Lieber Crank ...

Mein aufrichtiges Beileid zum Verlust deiner Mutter. :)* :)-

Ich kann dir sehr gut nachempfinden wie du dich fühlen musst.

Deswegen möchte ich kurz auf folgende Worte von dir eingehen:

Ich vermisse Sie unendlich und bereue zutiefst, gestern Abend nicht auf mein Bauchgefühl gehört zu haben, indem ich einfach nachts zu ihr gefahren war. Möglicher Weise hätte ich ihr noch rechtzeitig helfen können.

Ich selbst habe meinen Vater verloren. Ich telefonierte morgens um 8 noch mit ihm, um ihm zum Geburtstag zu gratulieren. Um 11 war er tod. Umgekippt auf arbeit - Herzinfarkt. Einfach so.

Ich machte mir heftigste vorwürfe, das ich um 8 Uhr nicht gemerkt habe, das es ihm vielleicht schlecht geht und ich es hätte merken müssen. Im nachhinein weiß ich - nein. Ich konnte nichts merken. Nichtmal die Arbeitskollegen die neben ihm arbeiteten merkten etwas. Es schien ihm gut zu gehen.

Aber der gedanke das ich ihm hätte helfen können wenn ich etwas gemerkt hätte lies mich nicht los. Lange Rede ... seit dem (2005) bin ich in Traumatherapie und versuche es zu verarbeiten.

Bitte Crank - ich weiß du bereust es nicht auf deinen Bauch gehört zu haben und ich weiß du machst dir sicher riesen vorwürfe. Aber nein! Du schreibst selber, das deine Mama gerne flunkerte wenn es um ihr Wohlbefinden ging. Vielleicht erschien ihr der BrechDurchfall als das mittel der wahl um dir nicht sagen zu müssen wie schlecht es ihr vielleicht wirklich ging.Eltern tun das nun mal um ihre Kinder nicht unnötig zu beunruhigen.

Ich hoffe du findest die nötige kraft das durchzustehen und ich hoffe dir steht jemand hilfreich zur seite.

:)* :)-

A3ntxigoxne


Hallo Crank1

Mein Beileid. :)-

in ihrem Bett zugedeckt

Ich würde davon ausgehen, dass sie im Schlaf gestorben ist. Auch wenn es für dich jetzt ein riesiger Verlust ist, versetze dich in IHRE Lage: Sie ist zu Hause friedlich eingeschlafen (was sich fast alle Menschen wünschen) und musste nicht noch möglicherweise Wochen im Krankenhaus oder Pflegeheim verbringen.

Vielleicht tröstet es dich etwas. :°_

s$chnupf@enx08


Mein Beileid :°_

JKuli-tSo(nnxe_


Mein Beileid Crank für deinen Verlust. Es muss ein sehr großer Schock gewesen sein, das glaube ich dir. Viel Kraft für die kommende Zeit.

Seventhree, auch dir mein Mitgefühl.

S`ommKersxonne80


Herzliches Beileid Crank - die Mutter gehen zu lassen ist immer sehr schwer. Ich wünsche dir viel Kraft für die bevorstehenden Tage und auch danach.

Auch dir Seventhree schicke ich meine aufrichtige Anteilnahme

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