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Gestern noch telefoniert und heute Tod aufgefunden

Csolmran


Alles ist plötzlich zum Nebenschauplatz geworden und nichts ist mir mehr wichtig. Das ist für mich nicht einmal mehr erschreckend. Und reden möchte ich auch mit niemanden.

Das ist eine völlig normale Reaktion. Man bekommt in diesen emotionalen Belastungssituationen einen Tunnelblick. Dein Geist und dein Körper gehen in eine Art Notfallmodus für Dinge, mit denen man ungeübt konfrontiert wird. Damit du mit dieser Belastung klar kommst.

Und reden tust du ja hier mit uns. Das ist nicht viel anders, nur dass es leichter fällt. Du musst dich uns nicht weinend zeigen, du kannst deine Formulierungen langsam in die Tastatur bringen. Du hast Distanz. Deswegen ist es als Mittel gar nicht so schlecht, seine Trauer nach draußen zu bringen.

Diese Situation hatte ich noch nie !

Mir kommt sie sehr bekannt vor. Ich verstehe dich. Mein Schwiegervater starb ähnlich plötzlich. Und als meine Mutter starb, waren wir schon tagelang auf den Tod vorbereitet - und dennoch ging es mir nicht viel anders. Vielleicht ein bisschen gefasster, weil es für uns kein Schock, sondern eine Erlösung war. Aber dieser Tunnelblick im Alltag, dieses Verwirrtsein, die Antriebslosigkeit und die Unwichtigkeit aller Dinge ... das ist mir noch alles ganz nah.

Ich kann dir nur empfehlen, es einfach auszuhalten. In dem festen Bewusstsein, dass es vorbeigeht. In paar Wochen ist alles besser. Lass es zu und setz dich nicht unter Druck, denn so kannst du die Trauer am besten verarbeiten. Wenn du magst, erzähle ich dir gerne vom Verlauf der Gefühle, als meine Mutter gestorben war. Vielleicht hilft dir das, ein wenig vorbereiteter zu sein.

C{ranxk1


Jetzt hae ich doch tatsächlich gerade eine E-Mail von einer Freundin erhalten. Sie schreib, sie hätte am Montag noch kurz mit ihr telefoniert und sofort bemerkt dass etwas nicht stimmt. Meine Mutter sagte zu dieser Freundin, sie bekäme immer schlechter Luft. Sie riet ihr sofort den Arzt zu rufen.

Das schockt mich jetzt sher. Davon wusste ich überhupt nichts.

Ich muss jetzt nochmal dort nachfragen.

s5ofia341-39T jahr~e alxt


sie hat es falsch eingeschätzt

ja kann auch sein

:)z

sie war halt auch ein mensch ohne medizinische Ausbildung, sowie du auch

man kann nicht immer alles perfekt richtig einschätzen noch dazu passieren Entscheidungen in einem kurzen zeitrahmen, also man muß sich schnell entscheiden wie man reagiert in stunden oder nach 1 oder 2 tagen, sie hat keine schuld daß sie es falsch eingeschätzt hat und dich nicht gebeten hat den Notarzt zu rufen, und du hast auch keine schuld es falsch eingeschätzt zu haben, keiner hat schuld

mach dir deshalb keine vorwürfe :°_

du hast dich nicht unter kontrolle und weinst ohne ende da das schlimmste für die meisten menschen ist glaube ich, wenn sie ihren papa oder ihre Mama verlieren, das gleiche gilt glaube ich, wenn man durch Krankheit oder Unfall sein eigenes Kind verliert.

diese dinge glaub ich sind eines der schlimmste was einem menschen passieren kann und passiert im leben.

sgofia[34-39] jahre Ualt


Das schockt mich jetzt sher. Davon wusste ich überhupt nichts.

Ich muss jetzt nochmal dort nachfragen.

Crank1

:°_

CZranxk1


Ich musste heute ganz spontan und gefühlsmäßig noch mal zum Bestattungsinstitut. Ich wollte sie einfach unbedingt noch mal sehen. Da lag sie nun und ich sprach mit ihr. Verrückt ich weiß, aber mir war danach auch wenn alles wieder aus mir herausbrach.

Alles war kein wirkliches Problem für mich, sie noch einmal Tod zu sehen, ausser dass sie so kalt war. Komischerweise war heute ihre rechte Wange rot, also ein roter 5cm großer Fleck der vorgestern noch nicht da war. Wahrscheinlich ein Totenfleck?

Ansonsten sah sie blasser aus und unter den Fingernägeln war es leicht bläulich.

Sorry, dass ich so schreibe, ist nicht unbedingt für jeden was.

SEteph-B}ountxy


Oh wie schrecklich für dich!! Ich wünsche dir für die kommende Zeit ganz viel Mut und Kraft!

Mir ist beim lesen deiner Zeilen der Atem gestockt! Und ganz ehrlich: schon allein wie du dich hier gibst, zeigt mir, dass deine mama eine tolle Frau war - wie sonst hätte sie dich zu so einem tollen Menschen erziehen können?!

Es gibt nichts schlimmeres, als das Gefühl ganz alleine zu sein - und eine Mutter ist ein ganzes leben lang für ihr Kind da - niemand kennt dich besser als sie. Ich bin froh und dankbar, dass ich keine Mutter noch habe. Und es zeigt mir einmal mehr, dass wir so viel Zeit mit unnötigen Diskussionen verbringen...

Ich nehme dich aus der Ferne in den Arm :°_

Cxhajnxce007


Da lag sie nun und ich sprach mit ihr. Verrückt ich weiß, aber mir war danach auch wenn alles wieder aus mir herausbrach.

Das finde ich überhaupt nicht verrückt. Im Gegenteil. Wenn das Dein Weg ist, von ihr Abschied zu nehmen, es überhaupt erst mal langsam zu be-greifen, im Sinne des Wortes, dann finde ich es sogar sehr wertvoll und wichtig. Es gibt hier nicht DEN Weg, damit umzugehen. Dazu sind wir alle zu verschieden.

Ich finde es sehr nachvollziehbar, dass Du sie noch mal sehen wolltest. Und gut, dass Du mit ihr gesprochen hast und ihr noch einiges auf diese Art sagen konntest. Sozusagen von Angesicht zu Angesicht. Das wird Dir bei der Verarbeitung in Deiner Trauer helfen. Nicht sofort, dazu ist es viel zu frisch. Aber auf Dauer sicher.

Nimm Dir alle Zeit, die Du brauchst, Deinen Umgang damit zu finden! Und irgendwann wird der größte Schmerz der liebevollen Erinnerung mehr und mehr weichen. :)*

CHomraxn


Ich wollte sie einfach unbedingt noch mal sehen. Da lag sie nun und ich sprach mit ihr. Verrückt ich weiß, aber mir war danach auch wenn alles wieder aus mir herausbrach.

Das ist alles andere als verrückt, sondern ein Abschied in Ruhe. Das hilft dir beim Begreifen und bei der Bewältigung des Verlustes.

Ich hab bei meiner Mutter ein Jahr nach dem Tod an ihrem Grab gestanden und mich eine Viertelstunde mit ihr unterhalten. Hab mich auch gefragt, ob mich die Leute für verrückt halten und immer geschaut, dass keiner vorbeikommt. Aber es war gut. Paar Dinge möchten einfach raus und in Gedanken konnte ich mir vorstellen, was sie vielleicht geantwortet hätte.

s-ofial34-39 jahLre alxt


finde ich sehr gut daß du nochmal zu ihr gefahren bist :°_

eine dicke Umarmung von hier aus :°_ :°_ :°_ :°_ :°_

HBudipf5uxpf1


Das ist so traurig, mein herzliches Beileid zu deinem grossen Verlust. :°_ :°_ :°_ :°_ :°_

Ich konnte mich sehr gut in dich hineinfühlen, als ich deine Zeilen gelesen habe, auch wenn ich so etwas tragisches noch nie erlebt habe.

Das beklemmende Gefühl und die Vorahnung, als du hinter das Haus liefst um nach ihr zu sehen. Ein Horror, diese Vorstellung!

Sie ist Zuhause gestorben, was für sie bestimmt besser war, als im Krankenhaus. Für dich ist es allerdings sehr schlimm, weil du sie, so ohne mentale Vorbereitung gefunden hast.

Meine Eltern sind betagt und es ist absehbar, dass sie mich auch bald verlassen werden.

Mein Vater war letztes Jahr sehr krank und wir dachten, dass er nicht mehr lange hat. Zwei Lungenentzündungen, Herzinfarkt und Nierenversagen. Er hat sich wieder aufgerappelt, wie ein Wunder.

Aber ich kenne das auch, immer wenn man fragt wie es geht, ist alles nicht so schlimm. Ich musste lernen, dass ich nicht immer alles unter Kontrolle haben kann, vor allem nicht einen anderen Menschen.

Deine Mama wollte dich wohl nicht belasten, das ist bei meinem Vater auch so. Ich kann ihn nicht zwingen zum Arzt zu gehen, wenn er das nicht will.

Es kommt so, wie es kommen muss und wir können das nicht verhindern, auch wenn wir es noch so wollen.

Vielleicht hatte sie Probleme mit dem Herzen, weil sie doch Atemnot hatte und es kann gut sein, dass sie im Schlaf gestorben ist, was wir uns alle eigentlich alle für uns auch wünschen.

Ich weiss, es gibt für dich im Moment keinen Trost, aber ich glaube fest an ein Leben nach dem Tod und dass deine Mutter bei dir ist. Sie hat alles gehört, was du ihr am Totenbett gesagt hat. Sie weiss wie du fühlst!

Ich drücke dich aus der Ferne und wünsche dir ganz viel Kraft.

:)- :)- :)- Für deine Mama

C-ranQkx1


Vielen vielen lieben Dank Euch allen, für diese hilfreichen Worte. Bei manchen Antworten kommen mir unweigerlich wieder die Tränen und kann dann erst einmal nicht weiterlesen.

Nun habe ich es geschafft, alles zu lesen und bin Euch dafür so unsagbar dankbar, wie ihr mir Mut zusprecht, Verständniss zeigt und mich doch nicht für "verrückt" haltet, weil ich noch mal mit meiner Mama gesprochen habe.

Es ist seit diesem schlimmen Zeitpunkt alles ganz merkwürdig um mich herum. Die Zeit ist noch nie so schnell verflogen, obwohl ich zu nichts mehr in der Lage bin, ausser immer wieder an Sie zu denken.

Ich denke an die schöne Zeit, aber auch an die weniger schönen, die ihr Leben strak negativ beinflusst haben.

Dann mischen sich Glücksgefühle mit Hassgefühlen.

Hier sitze ich nun an meinem Schreibtisch und schaue auf Bilder von meiner Mom und mir, die ich mir hier rechts und links vom Bildschirm aufgestellt habe.

Vorhin klingelte mein Telefon und sofort dachte ich, ah Mama. Wir telefonierten fast regelmäßig, weshalb ich jetzt bei jedem kilngeln, Herzklopfen bekomme. Es dauert einfach einige Sekunden, bis mir klar wird, nein, dass ist sie nicht, kann sie nicht sein.

Es ist so ruhig,diese Stille und dann immer wieder diese Gedanken an sie. Klingt jetzt vielleicht auch irgendwie verrückt, aber ich habe das Gefühl, dass nicht nur meine Mama gestoreben ist, sondern irgendwie ein ganz großer Teil von mir selbst, und nur noch meine Reserveakkus mich am laufen und leben erhalten.

Seit Dienstag kann ich nichts mehr essen. Ich bringe nichts runter, habe auch keinerlei Appeteit oder Hungergefühl. Mir reichen ein paar Tassen Kaffe und etwas Saft. Nicht einmal Magenknurren, wie ich es sonst immer habe, wenn der Hunger sich meldet, fehlt.

Aber es stört mich auch nicht im geringsten. Wenn ich was essen kann, dann werde ich es schon tun.

CQommran


Vorhin klingelte mein Telefon und sofort dachte ich, ah Mama. Wir telefonierten fast regelmäßig, weshalb ich jetzt bei jedem kilngeln, Herzklopfen bekomme. Es dauert einfach einige Sekunden, bis mir klar wird, nein, dass ist sie nicht, kann sie nicht sein.

Verdammt, jetzt kommen mir gleich die Tränen. Ich erkenne so viel wieder, was ich vor etwas mehr als einem Jahr auch durchgemacht habe. :°_

U}rlautberinx15


Hallo Crank, ich wollte dir unbekannterweise meine Anteilnahme ausdrücken.

Irgendwo auf der Welt sitzt jemand, der an dich denkt und auch wenn man dir nichts abnehmen kann, musst du trotzdem nicht alleine sein, auch wenn es nur gedanklich ist.

Ich wünsche dir viel Kraft und vor allem hoffe ich für dich, dass du diese schwere Zeit schaffst und du einen Weg findest damit umzugehen.

:)* :)-

s$ofi$a34-39( jahrxe alt


Vorhin klingelte mein Telefon und sofort dachte ich, ah Mama. Wir telefonierten fast regelmäßig, weshalb ich jetzt bei jedem kilngeln, Herzklopfen bekomme. Es dauert einfach einige Sekunden, bis mir klar wird, nein, dass ist sie nicht, kann sie nicht sein.

:°_ :°_

das tut mir so leid :°( :°_

Verdammt, jetzt kommen mir gleich die Tränen. Ich erkenne so viel wieder, was ich vor etwas mehr als einem Jahr auch durchgemacht habe. :°_

Comran

auch für dich eine dicke Umarmung Comran :°_

Crank versuch einfach etwas zu trinken wasser oder so

am besten einfaches Leitungswasser am besten ohne kohlensäure, das ist das einfachste zu verdauen wenn man kaum luft kriegt vor Traurigkeit.

S&teph}-Bountxy


.... ich wollte einfach nur mal leise reintappsen und schauen wie es dir geht....

So viele sind in Gedanken bei dir.

:)- :°_ :°_ :)-

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