» »

Informationsrecht und Vorgehen nach Tod der Adoptivmutter?

M)amamanzdxy76 hat die Diskussion gestartet


(Urspr. Fadentitel: "Guten Abend")


Hallo, ich bin 39 Jahre alt und wurde in der DDR von einem Ehepaar adoptiert. Seit 25 Jahren besteht nun kein Kontakt mehr zu meiner Adoptivfamilie, es ist einfach alles schief gelaufen, was nur schief laufen kann. Ich bin das einzige Kind. Es gibt kein leibliches oder ein zweites adoptiertes Kind. Nun habe ich erfahren, das meine Adoptivmutter verstorben ist. Bisher habe ich noch keine Information darüber erhalten. Von Vater nicht, auch nicht von irgendwelchen Ämtern. Ich weiß das Datum der Beerdigung und werde dort auch hingehen. An diesem Tag werde ich um Vergebung bitten, sowie auch Vergeben.

Jetzt zu meiner Frage, werde ich jemals darüber informiert? Ich habe keine Ahnung, was ich jetzt machen kann. Muss ich informiert werden? Wo kann ich mich melden, Zwecks Urkunden, Erinnerungen, Erbe oder ähnlichem? Steht es mir zu, informationen zu erhalten?

Ich Danke für schnelle Antworten.

Antworten
a0ug23x3


Zu den rechtlichen Fragen musst Du einen Fachanwalt fragen. Unabhängig davon alle Urkunden einpacken und bei dem Standesamt vorsprechen, dass für die Verstorbene zuständig ist. Irgendwie ergibt sich dann eine Information nach der anderen.

Viel Kraft bei allem!

MXamamandIy7x6


Danke für die Antwort, nun heißt es rauszufinden, bei welchen Standesamt alles liegt. Denn dort, wo Sie gewohnt hat (bis zu Ihrem Ableben), liegt nichts vor.

L}ian-?Jill


Denn dort, wo Sie gewohnt hat (bis zu Ihrem Ableben), liegt nichts vor.

Kennst du denn ihr Geburtsstandesamt? Dort laufen in der Regel die Informationen zusammen. Umziehen kann man oft, aber das Geburtstandesamt bleibt eine feste Größe im Leben eines Menschen.

t/i1nka


Da das deine Adoptivmutter ist, hast du alle Rechte wie ein leibliches Kind. Da gibt es keinen Unterschied. Du musst dich beim Amtsgericht melden, bei dem deine Mutter zugehörig ist. Dort erfährst du was zu tun ist.

tQi\nka


Also ich meine das Amtsgericht, wo sie lebt. Dort wird auch der Erbschein beantragt.

LZian-xJill


Tinka, sie schrieb:

Denn dort, wo Sie gewohnt hat (bis zu Ihrem Ableben), liegt nichts vor.

Deshalb: Entweder warten, bis dort etwas vorliegt (geht normalerweise sehr schnell) , oder das Geburtsstandesamt kontaktieren.

t6inkxa


Lian-Jill

Bisher war hier nur vom Standesamt die Rede. Daher mein Hinweis auf das Gericht.

Lgian_-Jilxl


Ja, natürlich. Aber das Nachlassgericht wird ja erstmal vom Standesamt über den Todesfall informiert.

Weiß das Wohnsitzstandesamt (bei dem die TE nachgefragt hat) noch nichts über den Sterbefall, wird auch das Nachlassgericht noch nichts davon wissen.

DoieKrhuemxi


wenn du keine Infois darüber hast, wie deine Adoptivmutter die letzten Jahre gelebt hat, wäre ich mit dem Erbschein auch erstmal dezent zurückhaltend, denn man kann auch Schulden erben.

Lfian$-Jilxl


Ich zitiere gerne noch einmal:

Denn dort, wo Sie gewohnt hat (bis zu Ihrem Ableben), liegt nichts vor.

Wie kommen alle darauf, dass die TE das nicht weiß, wo die Frau gewohnt hat?

L|ian-J&ilxl


Oh, sorry, hatte das "wie" falsch gelesen und für ein "wo" gehalten..

M$amama,ndy76


Danke für die vielen Antworten. Ich war nun am Samstag bei der Beerdigung. War schon sehr schrecklich, meinen Adoptivvater so zu sehen. Er tat mir schon sehr leid. Bei einem Telefonat mit Ihm, hat er mir klar zu verstehen gegeben, das er mit mir nichts zu tun haben wolle. Ich hätte dieser Familie als Kind zu viel angetan. Ich wurde mit 6 Jahren adoptiert und lebte dort nur 6 Jahre. Dann kam ich wieder weg. Naja, andere Geschichte.

Jetzt, nach dem ich so ignoriert wurde, bei der Beerdigung, möchte ich um so mehr einige Erinnerungen haben, egal wie. Ich habe mich bisher noch nicht mit solchen Fällen auseinandergesetzt. Ich finde im Netz immer nur, das ich genauso wie ein leibliches Kind behandelt werde, was die Erbfolge betrifft. Würde sich irgendjemand bei mir melden, Gericht oder ähnliches?

Es kann ja auch sein, das der Rest meiner Familie sagt, das es niemanden weiter gibt. Dann wäre ich raus. Ich werde heute nochmal beim Nachlassgericht anrufen und mich erkundigen, weiß nur nicht, ob das was bringt.

Euch allen einen schönen Tag

BaEN+AJOH


Jetzt, nach dem ich so ignoriert wurde, bei der Beerdigung, möchte ich um so mehr einige Erinnerungen haben, egal wie

Hhm, finde ich jetzt irgendwie komisch! Du hattest (und wolltest) 25 Jahre keinen Kontakt zu Deinen Adoptibveltern und jetzt sind Dir "Erinnerungen" wichtig? Geht's um eine Blumenvase oder einen Pullover der Adoptivmutter oder eher um Geld? ;-D

Wahrscheinlich wird doch sowieso der Gatte Alleinerbe sein und Du erst nach seinem Tod etwas erben. Und dann würde ich wetten, dass - wenn euer Verhältnis so schlecht und zerrüttet war - die Adoptiveltern dafür gesorgt haben, dass jemand anderes, der ihnen nähersteht als die verschwundene Ex-Tochter, den Nachlass erbt. Wenn Du trotzdem in der gültigen Erbfolge stehst, wirst Du sicher von amtlicher Stelle Bescheid bekommen.

Ganz ehrlich? Ich würde es für mich schäbig finden, nach 25 Jahren "Schief laufen" und Kontaktabbruch beim Erben wieder da zu sein... :=o

L^iane-JSilxl


Immerhin ist sie durch die Adoption das (einzige) Kind ihrer Adoptiveltern; hätten sie sie nicht adoptiert, was die freie Entscheidung der Adoptiveltern war, wäre da niemand und die entfernte Verwandtschaft würde auf der Matte stehen.

Und was da in der Beziehung schief gelaufen ist, kann man ja wohl schlecht allein einem sechs- bis zwölfjährigen Kind anlasten.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Abschied und Trauer oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Gedenken


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH