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Meine Mama ist weg :(

MkelFissva0x8 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

vor 2 Tagen ist meine Mama ganz plötzlich und verstorben. Sie war gerade mal Mitte 50 und musste mich so früh verlassen. Sie ist einfach eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht. In paar Tagen ist die Beerdigung und ich habe sehr große Angst davor. Nicht nur vor diesem Tag, sondern meine Mama tot zu sehen :°(

Wir hatten kurz davor noch miteinander telefoniert und nun ist sie weg.

Ich habe bisher in meinem Leben 2 Tote gesehen und der Anblick begleitet mich schon 2 Jahrzehnte. Ich will meine Mama nicht tot sehen. Ich will sie so in Erinnerung behalten wie sie war. Nicht tot und kalt ...

Wird sie mir das verzeihen !? Ist es egoistisch von mir wenn ich mich weigere sie so zu sehen? Will nicht dass ihr totes Erscheinungsbild mich danach verfolgt.

Keiner versteht das ... ich muss ... ich muss ... ich muss...

Ich will aber nicht :°(

Ich kann verstehen das der Anblick im Trauerprozess hilft um zu begreifen das die Person nicht mehr da ist. Ich will sie aber nicht tot sehen. Mir geht es jetzt so schlecht und habe Angst an diesem Kopfkino später zu zerbrechen :°( :°( :°(

Antworten
M}Xonxe


Herzliches Beileid, tut mir Leid dass du deine Mama so früh verloren hast.

Ich will sie so in Erinnerung behalten wie sie war. Nicht tot und kalt ...

Dann tu das doch auch bitte .. Deine Mutter wird es sicher verstehen wenn du den Anblick nicht ertragen kannst, deiner Mutter wär es sicherlich lieber wenn du sie in guter Erinnerung behälst, hin und wieder positiv in Gedanken schwelgst .. Sie will sicher nicht dass du noch trauriger bist und dir die Situation zu schaffen macht ..

Mein Vater ist vor 2 Jahren verstorben während ich im Krankenhaus lag .. Ich hatte die Wahl ihn nochmal Tot zu sehen oder es sein zu lassen .. Paar aus meiner Familie haben ihn gesehen und wenn wir uns über ihn unterhalten kommt immer wieder das Thema auf dass er nach dem Tot so anders aussah und man ihn fast nicht mehr erkannt hat ..

In den Momenten bin ich Froh dass ich mich dagegen Entschieden habe, denn wenn ich an ihn denke sehe ich Bilder aus Lebzeiten vor meinen Augen ..

Ich denke im Trauerprozess hilft es nicht wirklich denjenigen Tot zu sehen .. Ich hab zwar zugegebenerweise lange gebraucht um zu diesen Moment zu kommen dass ich begreife das er nicht mehr da ist, aber das ist auch vollkommen ok .. Ist kein Wettrennen ..

Lass dir das ganze nochmal stark durch den Kopf gehen, ich find es äußerst legitim den Anblick zu verweigern und du solltest dich auch von niemanden dazu überreden lassen .. Hör auf dein Herz Melissa ..

Ich wünsch dir viel Kraft :)*

w3inteUrs}onn,e 0x1


erst mal herzliches Beileid, dass ist wirklich sehr trauig, dass du deine Mama so plötzlich verloren hast. War sie krank? konntest du damt rechnen oder kommt es völlig überraschend?

und nein...du musst gar nichts! Du brauchst dir deine Mama nicht tot anzuschauen. Bitte lass dich dazu nicht drängen, von niemandem....erfülle bloß keine vermeintliche Pflicht (weil es sich ev. bei euch so gehört)

Bei uns in der Gegend ist der Sarg immer geschlossen und keiner guckt sich die Verstorbenen noch mal an.

Ich persönlich finde es auch besser, das Bild deiner Mama so zu bewahren, wie du sie kanntest.

BIlackr$osex19


Das tut mir sehr leid für dich fühl dich gedrückt :°_ nein wenn du dies nicht möchtest ist das völlig ok. Das ist schon ziemlich heftig und da Bild wird man nie aus dem Kopf bekommen ganz schlimm :°_ sie wird dir nicht böse sein.

Lass deine Trauer zu rede mit vertrauten Leuten vielleicht zu einer Beratungsstelle, auf keinen Fall vertragen das ist der falsche Weg das habe ich auch gemacht und bin daran zerbrochen. Wünsche dir alles gute und ganz viel Kraft :)* :)*

B1lacMkUrosxe19


Vertagen =verdrängen

nVul.li&p6riesemuxt


Müssen muss man gar nichts! Ich würde es auch nicht wollen. Aber jeder geht anders mit seiner Trauer um! Als mein Opa vor vielen Jahren starb, wurde er auch aufgebahrt. Mein Bruder hat ihn sich angesehen und war damit zufrieden, er fand er sähe friedlich aus; er konnte wohl so gut abschließen. Ich wollte das nicht, mein Opa war ein toller Kerl und ich wollte ihn als lebendigen Menschen in Erinnerung behalten. Ich weiß doch, wie er zu Lebzeiten ausgesehen hat und habe das nie vergessen. Es gibt aber Menschen, für die wird der Tod realer, wenn sie die tote Person betrachten können. Und da jeder von uns einen freien Willen hat, ist es deine Entscheidung.

M2elixssa0x8


Danke für die netten Worte :°(

Sie war nicht krank, sie ist einfach eingeschlafen ...

Heute wurde Sie in die Leichenhalle (was für ein schreckliches Wort) aufgebahrt und ich könnte jederzeit zu ihr. Alle engsten Verwandten werden Sie anschauen und ich bin die einzigste die sich weigert :°(

1,5 Tage haben die Hinterbliebenen Zeit um sich von ihr zu verabschieden. Ich würde mich viel lieber woanders von ihr verabschieden. Auch wenn es nur bei mir zu Hause ist. Sie war so ein herzlicher Mensch d. Wärme ausstrahlte und nun liegt sie kalt und tot da. Das ist nicht die Mama an die ich mich erinnere. :°( :°( :°(

wrinthersonn7e 0x1


Dann mache es genau so, wie du es wünscht.

Du kannst dich von ihr verabschieden mit einem eigenen Ritual....an einem schönen Ort, wo ihr zusammen ward, in ihrem Zimmer, mit einem Foto und einem stillen Zwiegespräch oder einer Musik, die sie gerne gehört hat.

Geh nicht dorthin, wo sie aufgebahrt ist....wenn es für deine Verwandte wichtig ist, sich dort zu verabschieden, sollen sie es tun.Sie dürfen es aber nicht von dir verlangen :|N wenn du jetzt schon ahnst, dass es nicht gut für dich ist...tue es auf keinen Fall!!!

CYomrlan


Melissa, erst mal mein Beileid zu deinem Verlust. :°_

Für mich war das Abschiednehmen bei meiner toten Mutter sehr hilfreich, es zu verstehen.

Als meine Frau ihren Vater früh und plötzlich verlor, haben ihr alle zugeredet, sie solle ihn sich nicht anschauen. Meine Frau hat Jahre darunter gelitten, dass sie diesen letzten Blick nicht hatte und sich verabschieden konnte und würde es heute anders machen. Bei ihrer Oma blieb sie lange da, auch als sie in den Sarg gelegt wurde.

Vielleicht ist es diese Erfahrung deines Umfeldes, dass ein solcher Abschied der Trauer und dem Verstehen hilft, was es dazu veranlasst, dich dazu zu drängen.

Aber du musst gar nichts. Wenn du es in diesem Moment nicht kannst und Angst hast, dann tu es nicht. Deine Mutter wird dir verzeihen. Das spürst du ganz deutlich, wenn du einfach mal zu ihr sprichst. Z.B. wenn du allein bist oder an ihrem Grab stehst. Es wird dir gut tun, ihr dort nochmal zu erklären, warum du so handelst und dass sie immer lebendig in deinen Gedanken weiterleben wird.

Es gibt kein Richtig oder Falsch in Trauer. Sondern nur das, was für dich das richtige ist. :)*

MNelivssa 08


Ich habe mich entschieden sie nicht anzuschauen. Mag sein, dass ich es irgendwann bereuen werde, aber ich denke meine Mama wird mich verstehen und sie konnte nie sehen wie ich leide. Ich werde ihr einen Brief schreiben und mich so von ihr verabschieden. In Gedanken bin ich bei ihr und das ist für mich das wichtigste :°(

S9tep-h-Bounxty


Puuuuh .... jetzt musste ich mal gaaaanz tief durchatmen..... Mein aufrichtiges Beileid liebe Melissa :°_ :)-

Ich finde, Du kommst sehr mutig und sehr "aufgeräumt" in deinem Inneren herüber. So wie Du darüber schreiben kannst, finde ich bewundernswert. Ganz bestimmt ist Deine Entscheidung sie nicht anzuschauen, die richtige. So sehr wie Du ein Für und Wider abwägst und doch immer wieder zu dem Ergebnis kommst, dass es sich in Dir sträubt, wird es ganz bestimmt für Deine Seele das beste sein. Die Idee ihr einen Brief zu schreiben, finde ich wunderschön. Das ist Deine Art, das alles zu verarbeiten - und es zeigt, dass Du den Tot nicht verdrängst, sondern auf Deine eigene Art und Weise damit umgehst. Deine Mama wird dich verstehen.

Es muss sehr schwer für Dich sein! Zum einen, wenn es vorher keinerlei Krankheitsanzeichen gab, so dass man sich mit dem Gedanken "befassen" muss und WEISS es wird der Zeitpunkt kommen, an dem man Abschied nehmen muss, zum anderen war sie so jung!

Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit und den Mut zu Deiner Entscheidung zu stehen. :°_

S#ommerTsonne80


Melissa - es tut mir sehr, sehr leid, dass deine Mama gestorben ist. Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit.

Deine Entscheidung kann ich sehr gut verstehen. Alle erdenklich Gute...

EGhemalig2er8 NutzeCr B(B#45x8871)


Melissa - ich kann Deine Entscheidung gut verstehen! Jeder trauert anders, und da ist es egal, was andere meinen, wie man trauern "müsse". Ich habe meinen Vater früh verloren, und ich hätte ihn auch nicht tot sehen wollen. Selbst der Gang auf den Friedhof ist nichts, was mir in den zehn Jahren danach etwas bedeutet hätte, ich war vielleicht alles in allem eine Handvoll Male dort. Dafür denke ich oft an ihn bei dem, was ich tue, denn unsere Eltern geben doch so viel an uns weiter, was wir für viele Jahre, Jahrzehnte oder den Rest unseres Lebens in uns tragen.

:)_

G&ejagftdesTixer


Oh man, das tut mir so fruchtbar leid für dich. :°( :°_ :)-

Und wenn Du sie nicht tot sehen willst, dann lasse das auch. Deine Mutter wird es mit Sicherheit verstehen.

Ich habe mich damals gezwungen, mit meine tote Oma, der erste familiäre Tod, den ich erlebte (mit 17Jahren) anzusehen, und ich bekam einen Schock.

Also...tue Dir das nicht an und behalte Deine Mutter in Erinnerung, wie sie war und wie Du sie kennst!!!!

Lass Dich nicht zwingen!!! @:) :)-

D|unkTelbuknt1x7


Lass dich nicht dazu drängen.

Wir haben meiner Mutter ihren Wunsch erfüllt dass sie bei uns zu Hause sterben kann. Ich hatte nicht die Wahl zu entscheiden ob ich sie sehen möchte oder nicht mit der Konsequenz dass mich das Bild bis heute verfolgt, obwohl sie kurz nach ihrem Tod ja eigentlich aussah als ob sie schläft. Als sie in der Kapelle aufgebahrt war wollte ich sie nicht nochmal sehen.

:)* :)-

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