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falsche Gefühls Ausbrüche

cshangxe2 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

Vermutlich wird in meimem ersten Beitrag hier nicht alles klar, daher nachfragen ich beantworte die Fragen gerne.

Mein Problem ist das ich jetzt schon seit langer zeit in den unterschiedlichsten Situationen zu Einen anfangen muss, klar am schlimmsten ist es in ruhrigen Situationen, aber nicht nur im tatsächlichen leben auch in Serien oder filmen im Fernsehn. Sowas pasiert nicht nur ein oder zweimal am Tag, das passiert ständig. So gut es mir gelingd unterdrücke ich das, und doch ist es mir sehr unangenehm.

Ich bin ein 53 jähriger Mann und bin verheiratet und das jetzt schon seit 31 Jahren. Früher war ich ein recht harter Knochen, doch vor ca. 8 Jahren musste ich wirklich aus heiterem Himmel beim warten auf den Zug zur Arbeit unglaublich das Weinen anfangen, konnte mich auch über eine längere zeit nicht beruhigen . Ich glaubevdas an diesem Tag alles angefangen hat, doch seither wurde es eher schlimmer als besser. Seit dieser zeit ist meine Mutter und Schwiegermutter gestorben. Auch meine Tochter habe ich verloren, ihr Mann last keinen Kontakt zu uns zu, warum wissen wir nicht.

Vieleicht weiß jemand wie ich da wieder raus komme, denn eigentlich läuft der Rest meines Lebens wie bei den meisten von uns, mal besser mal schlechter, ganz normal eben.

Grüße

Antworten
P lüsc5hxbiest


Du meinst, du musst in den Unterschiedlichsten Situationen zu weinen anfangen?

Das Ganze erweckt in mir den Eindruck, dass du an Depressionen leidest.

Lass mal beim Hausarzt ein großes Blutbild inkl. Vitamin D erstellen.

Und gehe jeden Tag in die Sonne, dadurch bildet sich Vitamin D.

Des weiteren würde ich dir den Gang zu einem Psychiater oder Psychologen empfehlen.

Der Psychiater kann dir Medikamente aufschreiben.

Der Psychologe darf das nicht.

P2lüs1ch@biexst


Interessant, was du sonst so für Fäden eröffnet hast. ;-D

c6hanxge2


Eine Depresion stelle ich mir eigentlich anders vor. Das mit der Sonne ist bestimmt ein generell guter Tip und wichtig. Doch das kann es bei mir eher nicht sein. Mit zwei Hunden bin ich sehr oft draußen unterwegs. Die letzten Jahre waren einfach etwas hart. Doch bin ich der Typ Mensch "Geht nicht gibt es nicht"

Wenn Du meine Einstellung zu Sex meinst, da mache ich keinen hel daraus, warum auch. Ich glaube nicht das dies etwas mit diesem Thema Zutun hat.

Mein Hausarzt ist meine Kardiologin, aber ich werde Sie mal konsultieren wenn auch ungerne. Das letzte mal musste sie mich schon fast zwingen mal ne zwischenuntersuchung machen zu lassen. Ich meide Ärzte wo es nur geht.

Grüße

H_ase:nrexich


Warum unterdrückst Du Deine Tränen? Was ist falsch daran, bei traurigen Filmen zu weinen? - Hast Du, als Du Deine Mutter Schwiegermutter und Deine Tochter verloren hast jemals Deine Trauer offen zugelassen? - Kann es sein, dass Du diese Trauer jahrelang verdrängt hast? - Und Du jetzt merkst, dass sich Trauer nicht einfach verdrängen lässt sondern sich irgendwann einen Weg bahnt?

Ich würde Dir dringend raten: Lass Deine Trauer zu, lass die Tränen laufen, wenn sie kommen, verdränge sie nicht - denn Trauer - ausgelebte und zugelassene Trauer ist lebenswichtig!

Viel Kraft! :)*

PIl8üsc6hbiesxt


Bei mir fingen die Depressionen damit an, dass ich sehr viel weinen musste.

Ich konnte das einfach nicht mehr stoppen.

Man kann durch den Tod nahestehender Verwandten durchaus in eine Depressive Episode rutschen. Zu weinen ist nichts für dass man sich schämen müsste.

Wenn aber jemand ohne besonderen Grund in der Öffentlichkeit weint sollte schon heraus gefunden werden, warum das so ist.

o`nodi$sep


Mit der Psychologie ist das ja alles gut und schön. Ich wage zu sagen, dass dies eigentlich sogar die besseren Ärzte sind. Man sollte nur dazu sagen, dass dies ein langer Weg ist und es dort in aller Regel keine schnelle Hilfe gibt. Auch Psychopharmaka sind nicht gerade der Burner.

Deshalb müssen unbedingt VORHER alle möglichen organischen Ursachen abgeklärt werden! Auch weil beim Psychologen in dieser Richtung nicht mehr viel geschehen wird.

Es wäre hier zum Beispiel auch an eine Hormonstörung zu denken.

Da es schon 8 Jahre andauert, ist wohl kein schlimmes Ergebnis zu erwarten.

c!havngAe2


Hallo,

das was Hasenreich geschrieben hat, an diese Möglichkeit habe ich selbst auch schon gedacht. Ich vermute ja selbst das ich da was machen müsste. Doch wüste ich nicht im Ansatz wie ich damit anfangen sollte.

Ich mochte da nicht ins detei gehen, doch innerhalb der Familie bin ich der einzigste der fähig ist uns durchs leben zu fuhren. Daher war alles rund um das Sterben eine Sache die erledigt werden muss, naturlich habe ich am Grab, sorry, Rot und Wasser geheult. Doch am nächsten Tag ging es weiter im Täglichen Trott.

Ich bin kein reiner Kopfmensch und kein reiner Bauchmensch.

Grüße

H,asenr>eicph


Doch wüste ich nicht im Ansatz wie ich damit anfangen sollte.

Wie wäre es damit:

Einfach mal Erinnerungen sammeln - Gegenstände, Geschichten, Anekdoten, die dir einfallen für Dich aufschreiben - die Gegenstände an einen bestimmten "Erinnerungsplatz" sammeln, ein best. Schrankfach z.B. - am Gedenktag (Sterbe- Geburtstag) eine Kerze anzünden, ein paar Minuten innehalten - und auch mal weinen, wenn Du das Bedürfnis hast - anschließend vielleicht einen Spaziergang machen oder eine schöne Musik hören, die Du magst, und die Dich wieder in den Alltag hineinbegleiten kann. - Oder auch reden, mit Deiner Familie über Deine Mutter und Schwiegermutter, sie in Erinnerungsgeschichten wieder "aufleben" lassen.

Trauerarbeit - genau das ist es, was ich gerade beschrieben habe - ist sehr anstrengend und kräftezehrend, deshalb ist es wichtig, sich nicht zu viel auf einmal zuzumuten. Und das ganze braucht sehr viel Zeit, deshalb sollte man es aufteilen, damit man auch selbst wieder Kraft tanken kann - das meinte ich mit Spaziergang oder guter Musik . einfach etwas, was DIR gut tut - das kann zB. auch Holzhacken oder eine Runde schwitzendes Training im Fitnessstudio sein, was Dich anschließend wieder auch selbst ins Gleichgewicht bringt.

Viel Kraft! :)*

B\lechCpidrat


Auf Trauerfälle zunächst mit Verdrängung zu reagieren, ist eine sehr gute Strategie, um für den Moment funktionsfähig zu bleiben. Muss man ja. Also packt man den ganzen Schmerz, die Trauer, die Wut in eine Kapsel, verstaut sie in einer abgelegenen, dunklen Kammer und ist erst mal wieder gefechtsklar. Du scheinst genau das getan zu haben:

Doch am nächsten Tag ging es weiter im Täglichen Trott.

Die Gefahr besteht darin, dass das für eine Weile leidlich funktioniert und man meint, damit sei es getan. Ist es aber nicht. Niemals. Das ist alles noch da, und mit der Zeit (das können Jahre sein) fängt das da unten an zu gären und zu blubbern. Dann steigen die giftigen Dämpfe langsam durch die Ritzen auf und ziehen Dich immer mehr runter, möglicherweise ohne dass Du überhaupt weißt was los ist. Oder Du hast es zu dicht verkorkt, und eines Tages fliegt es Dir mit einem riesen Knall um die Ohren.

Man muss das bewusst und aktiv verarbeiten. Du musst Dich dem stellen, es raus lassen, die Trauer durchleben. Die giftige Brühe durch ein Klärwerk schicken. Hasenreich hat hervorragend geschildert, was zu tun ist. Und glaube mir, dem kannst Du nicht ausweichen. Fertig bist Du damit, wenn Du ohne Schmerz an die Person denken und Dich über die Zeit freuen kannst, die Du mit ihr hattest.

cihang!ex2


Eure antworten hören sich für mich unheimlich plausiebel an, nun eine Bombe ist es wohl nicht geworden aber die giftigen Dämpfe sind wohl oder übel auf dem Wege wenn ich eure vergleiche verwende. Was eigentlich auch zu meiner gesamten lebenssituation passt, leider bin ich Grade Arbeitslos. Was heißt mein Kopf ist nicht mit Arbeit voll, vor allem sind die Sorgen nicht zu gross da ich Fachlich sehr gut Ausgebildet bin und recht gute Angebote habe.

Gerade die Musik ist es was besonders starke Emutionen hervorruft, Silbermond zum Beispiel da öffnen sich die Fluttore. Ehrlich Leute ich habe Angst vor dem was da auf mich zukommt. Wenn ich euch richtig verstanden habe ist da nichts mehr aufzuhalten.

Grüße

Bqlech/pxirat


Es gibt keinen Grund Angst zu haben, es geschieht Dir ja nichts. Du durchlebst lediglich das, was Du damals vertagt hast. Das ist ein normaler, gesunder und vor allem erforderlicher Vorgang. Wird schmerzlich sein, aber danach kannst Du, wenn Du willst, auch wieder ein harter Knochen sein ;-)

Diese emotionale Instabilität, die Du schilderst, kenne ich sehr gut und fand sie auch erst mal recht befremdlich, so kannte ich mich nicht. Ein kleiner Rest davon ist bis heute geblieben, aber damit komme ich gut klar und das wirst Du auch.

Ich wünsche Dir die erforderliche Kraft und Geduld!

L9ichtAm<Horizoxnt


@ change2

Ich bin über diesen Satz gestolpert.

Ich mochte da nicht ins detei gehen, doch innerhalb der Familie bin ich der einzigste der fähig ist uns durchs leben zu fuhren.

Was heißt das? Ohne Dich läuft gar nichts? Fühlst Du den Druck, alles am Laufen zu halten, obwohl Du gar nicht mehr kannst? Und versuchst mit Gewalt, die Gefühle zu unterdrücken - was jetzt aber nicht mehr klappt?

c6han(gex2


Es ist in zwei punkten nicht einfach drüber zu Sprecher, zum einen kann es leicht missverstanden werden und zum anderen wird man ganz schnell ausgegrenzt. Da dies hier einigermaßen Anonym ist werden ich ein wenig aus dem Nahkastchen plaudern.

Viel ist nicht mehr über von der Famielie, neben mir und meiner Frau nur noch Ihr Bruder die beiden sind, ich sage immer nicht ganz wie Du und ich, der Fachbegriff den ich hasse heißt minderbemittelt. Meine Frau habe ich immer angehalten möglichst viel selbst zu machen. Aber so ganz ohne Überwachung geht es halt nicht. Da gab es schon ganz lustige aber auch ganz schlimme Ereignisse. Doch ihr Bruder wurde von der Mutter extrem bemuttert und es wurde alles für Ihn erledigt.

Bisher habe ich das jedes Jahr mit einem sehr schonen Urlaub kompensiert. Da sich die Arbeitslosigkeit durch Lohnverminderung, und Überstunden Abbau ankündigte ist der Letzte Urlaub flach gefallen. So bin ich derzeit etwas platt.

Grüße

L*icHhtAmbHorirzxont


Dann ist es kein Wunder, dass Du unter der Last des "Alleinverantwortlichen" allmählich zusammenbrichst.

Gibt es sonst niemanden im Freundeskreis, der eine Weile auf Deine Frau achten könnte? Damit Du Dich mal erholen kannst - in einer Kur oder ähnliches?

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