» »

falsche Gefühls Ausbrüche

B&lech&pirat


Das bedeutet, Du musst immer der Starke sein und kannst Dich nie mal fallen lassen. Keine einfache Situation. Ich stell mir spontan vor (bitte um Verzeihung wenn ich daneben liege), dass Deine Frau Dir keine große Hilfe bei der Bewältigung der Trauer sein kann. Hast Du vielleicht einen guten Kumpel, bei dem Du Dich mal auskotzen kannst? Braucht man hin und wieder, reinigt das Karma ;-)

c[ha'ngex2


Wenn man danach suchen wurde Gabe es bestimmt irgend eine Möglichkeit. Doch mir käme das vor wie verat. Ich wurde meine Geliebte Frau nie im Stich lassen. Was im Moment am wichtigsten ist das ich wieder Arbeit beckommen. Dann ist der Finanzielle Druck weg und dann ist in absehbarer Zeit auch wieder ein entspannungsurlaub möglich. Der ist längst fällig.

Grüße

wQinter\s@onne x01


Ich würde an deiner Stelle doch al den Hormonstatus prüfen lassen, auch Männer kommen in die Wechseljahre ;-) (und da kann...muss nicht...auch die ursache leigen)

Entschuldige die Frage: Bist du denn mit deiner Frau glücklich oder ist es eher die Verantwortung die dich "zwingt" zusammen zu bleiben?

Lbic<htAmHIorizxont


Verrat ist eher, wenn Du so lange wartest, bis Du zusammen klappst und Dich dann um gar nichts mehr kümmern kannst.

c%hanxge2


Ich versuche mal einige fragen zu beantworten, mein bester Kumpel mit dem ich so was besprechen konte ist vor ein Paar Jahren zimmlich weit weg gezogen hat oder geheiratet. Sonst habe ich keine so Dicken Freunde.

Ja ich liebe meine Frau, ich hatte und habe nie das Bedürfnis mir jemanden anderen zu suchen. Einen guten Freund das ist eher was mir fehlt. Die trauerbeweltigung ist problematisch, ja da gilt meine Frau gar nicht.

Ach ja an der Sache mit den Hormonen ist was dran, doch bin ich damit auch durch, mitlerweile passt alles wieder bestens, und es klappt sogar ohne Blaue Pille bestens.

Grüße

LeichtNAmHori(zont


Und wenn Du Dir psychologische Hilfe suchst zur Trauerbewältigung?

c!hangex2


Das war meine erste Idee, das war auch der rein all des Jahrhunderts, die Psychologin hat uns gleich mal Du mm angemacht, nie wieder hab ich mir geschworen. Hab dan aber doch nochmal mit einer anderen Praxis telefoniert, die wollten mich Hypnotisieren, und eine andere hatte Wartezeiten bis zum nimmerleinstag. Ich hab die Nase gestrichen voll.

Grüße

HOa!senHrDeicxh


Und wenn Du Dich mal an einen örtlichen Hospizverein wendest? - Die können meist professionelle Trauerbegleiter vermitteln - also das was Du eigentlich brauchst - es gibt auch Psychologen, die auf Trauerbegleitung spezialisiert sind, aber da muss man suchen bzw. speziell nachfragen. Von einem "normalen" Psychologen ohne diese Spezialisierung würde ich eher abraten.

Beim Hospizverein würde ich es mal versuchen, ob die Dir nicht einen Trauerbegleiter vermitteln können, der mit Dir etwa 1- oder 2 X im Monat zusammen die ganze aufgestaute Trauer aufarbeitet - ohne Hektik oder Zeitdruck, es dauert halt so lange wie es dauert. - Es gibt bei den meisten Hospizvereinen auch Trauerkurse, wo auch andere ihre Geschichte erzählen können - aber in Deinem speziellen Fall vermute ich eher, dass Du eher einen persönlichen Trauerbegleiter brauchst, mit dem Du allein ohne andere, Deine spezielle Geschichte aufarbeiten kannst.

Und hab keine Angst - DAS ist kein Verrat an Deiner Frau, es ist nur eine zusätzliche Unterstützung für Dich - damit DU auch weiterhin für Deine Frau da sein kannst!

Schau mal in den Link unten, so etwas meine ich - und auch in Deiner Umgebung wird es solche Angebote geben, Hospizvereine (gibt es in jedem größeren Ort) kennen sich damit aus und können Dir sicher was Gutes vermitteln.

[[http://www.mut-zum-trauern.com/erwachsene.html]]

Viel Kraft - und Mut zum Anpacken! :)*

sZc}hne cke1x985


Also meine offizielle Psycho-Karriere begann vor vielen Jahren hier im Forum. Ich hatte einen Faden eröffnet, weil ich bei Nichtigkeiten (z.B. rührenden youtube-Videos, Musik oder tragischen Filmen) dauernd heulen musste. Und es war kein erleichterndes Weinen, sondern eines, das sich praktisch nicht "befriedigen" ließ, das ich abwürgen musste.

Psychische Probleme hatte ich schon lange im Hinterkopf vermutet, aber nach außen lief bei mir ja alles (oberflächlich) normal, d.h. ich habe halt funktioniert. Da hat sich ein ganz lieber User in meinem Faden gemeldet und gemeint, dass das für ihn nicht nur nach einer labilen-Spinn-Phase klingt, sondern nach einer handfesten Depression.

Und ich war auch so ein beinharter Knochen.

Beispielsweise war man in meiner Familie erst dann krank, wenn einem die Kotze aus dem Mund schoss oder man mindestens 38,5 Fieber hat, Schmerzen zählen überhaupt nicht. Und im Hintergrund immer das Gefühl: "Ohne mich geht alles unter, ich kann doch meine Angehörigen nicht so belasten, das Studium wird durchgezogen, ich muss, ich muss, ich muss...."

Dieser eine Faden hier hat mich sehr in Richtung Therapie geschubst. Den ersten Termin hatte ich erst ein paar Monate später, aber die Bestärkung von vollkommen Fremden, dass es okay ist, wenn ich mich nicht gut fühle, das hat mir sehr geholfen. Weil ich selber ja gar keine Ahnung davon mehr hatte, ob ich mich nur anstelle (Familientenor) oder ob ich wirklich ein Problem habe.

Diese Überbelastung (denn ich habe auch einen Rucksack an Todesfällen zu tragen, einen damals todkranken Partner, Studium, Vereinsamung, familiäre psychische Gewalt usw. usw.) hat mich irgendwann in die Lage gebracht, dass ich rein gar nichts mehr auf die Reihe gekriegt habe. Mein Tag bestand darin, auf der Couch zu sitzen, eine Zigarette nach der anderen zu rauchen und zu hoffen, dass es irgendwann wieder besser wird.

Weil ich so lange Raubbau an meinem Körper und meiner Psyche betrieben habe, habe ich ein paar Jahre! gebraucht, um wieder als halbwegs normaler Mensch am Leben teilzunehmen. Will heißen: Es ist nicht sinnvoll und ich wünsche es auch niemandem, dass er es soweit kommen lässt wie ich. Drei Jahre das Haus nicht mehr verlassen zu können, unzählige Therapien, Medikamente, zweimal Psychiatrie, das war mein Krankheitsverlauf.


Noch was zur Psychotherapie: Es gibt verschiedene Verfahren und es gibt sehr verschiedene Charaktere unter den Therapeuten und beides muss für eine konstruktive Therapie passen. In dem Bereich ist es unerlässlich!, dass man einiges über längere Zeit ausprobiert (z.B. jeweils 2 Monate dies, dann den Nutzen bewerten). Bei mir hat irgendwann kein Urlaub der Welt mehr ausgereicht, keine normale Regeneration mehr funktioniert. Weil ich psychisch einfach so erschöpft war, dass ich z.B. oft nicht mal einen Bleistift halten konnte.

Meine Geschichte muss nicht deine sein, aber ich bin immer noch dankbar für den einen User, der mir vor vielen Jahren Mut gemacht hat, eine psychische Ursache in Betracht zu ziehen. Und: Das Leben geht auch dann weiter, wenn du nicht mehr 150% gibst ;-) Oder glaubst du, die Welt würde untergehen, wenn du für einen langwierigen, komplizierten Eingriff ins Krankenhaus müsstest und nichts tun könntest? ;-)

c7h-angxe2


Hallo Schnecke,

Was Du zu erzählen hast Hort sich an als ob Du über mich schreibst nur das ich noch nicht ganz soweit bin. Das sollte ich wohl besser vermeiden, denke das ist nicht erstrebenswert. Wie geht es Die den jetzt hast Du das schlimmste überstanden.

Hallo Hasenreich,

Dein Vorschlag hört sich wirklich gut an, ich werde mal schauen ob es bei uns so was gibt. Unser Ort ist zwar eine Kreis Stadt aber hat doch eher die Infrastrucktur wie ein Dorf. Ich werde berichten was ich ereichen konnte. Danke auf jeden all für diesen Tip.

Grüße

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Abschied und Trauer oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Gedenken


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH