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Scheißtag - Was tun?

fdraus.zimtxstern hat die Diskussion gestartet


Wie in einem anderen Beitrag schon angeschnitten, hab ich an meinem 16. Geburtstag meine Mama verloren. Ich bin jetzt 22 und hatte das letzte Jahr mit starken Depressionen zu kämpfen. Davor hat sich meine Trauer eigentlich soweit in Grenzen gehalten oder hätte als "normal" beschrieben werden können.

Ich hab das alles jetzt schon wieder ziemlich gut im Griff und an den meisten Tagen geht es mir soweit relativ gut. Bis auf der Uni wieder Stress aufkommen, dann kommen alle negativen Gefühle wieder rauf und lernen scheint fast unmöglich. Das kostet mir in meinem Studium aber viel zu viel Zeit und ich wollte fragen, wie ihr mit so richtigen Scheißtagen (entschuldigt das Wort, aber ein passenderes kenne ich nicht!) umgeht?

Danke schon mal! :)_

Antworten
EXhemaliger5 Nutzjer (A#5407x29)


Entweder die Sache wider aller miesen Laune auf Gedeih und Verderb durchziehen und mich zum Lernen und damit auch Ablenken zwingen oder mich dem Schmerz auch mal einige Zeit lang hingeben. Allerdings mit strikter Zeitbegrenzung. Meist ist das dann so ausreichend, dass ich danach zumindest wieder für einige Zeit einen klaren Kopf bekomme. :)_

E1hemaliyger Nutz(er (#5 40729x)


Oder natürlich auch mal einen Tag lang sagen "Ok, heute wirds sowieso nix - da kann ich mir auch gleich was Gutes tun" und dann verziehe ich mich mit Chips, Tee und Decke auf die Couch und lass das Leben halt mal nen Tag scheiße sein.

fQrauX.zimRts.tern


Danke @weihanchtssternchen3 für deine Ideen. Die Traurigkeit ist so lähmend und schmerzhaft.. %:|

N\odrdxi84


Eigentlich gibt es nur zwei Wege:

1. Sich der Traurigkeit ergeben und nen Tag lang traurig sein. Der Tag ist dann allerdings verloren, das muss einem klar sein.

2. Aktiv gegen die Traurigkeit angehen, z.B. durch Sport oder irgendwas anderes das einem nen Kick gibt so das sich die Traurigkeit nicht "verfestigen" kann.

Sicher ist der zweite Weg schwieriger und anstrengender, gerade wenn die Traurigkeit lähmend wirkt. Dagegen muss man aber was tun, man kann sich ja nicht sein ganzes Leben über immer wieder für 24 Stunden unter der Decke verkriechen weil man durch irgend nen Auslöser traurig ist. Was soll denn passieren wenn wirklich nochmal ein Schicksalsschlag auftritt ? Ich würde hier mal ein paar Stunden in entsprechende Gespräche und Trauerarbeit investieren um da in Zukunft nicht noch viel heftiger von blockiert zu werden.

H$asenre4ich


Das ist schon sehr heftig! :)- :°_ :)* Das tut mir sehr leid! :°_ :°_ :°_

Weißt Du - wahrscheinlich hast Du die erste Zeit nur funktionieren müssen - aber irgendwann geht das nicht mehr.

Wie Du mit solchen Scheißtagen umgehen sollst - was würde passieren, wenn Du diese Scheißtage einfach ignorierst und weitermachst, also lernst?

Es geht nicht!!!! - Du hältst Dir zwar Dein Buch oder Dein Heft vor die Nase - aber Du liest und lernst nicht - weil Deine Gedanken nicht mehr dem Lernstoff folgen.....

Trauer bzw. Trauermomente kommen in Wellen - wie Du ja selbst schon beschrieben hast, manchmal kommen diese Scheißtage, und besonders dann, wenn Du Stress an der Uni hast - das ist einmal Stress plus zweimal Stress - und dann streikt das System.

Mach es wie beim Surfen: Nimm die Welle und folge ihr - gehe MIT der Welle! Oder wie mir der Fahrlehrer damals eingeschärft hat: MIT der Kurve lenken! - MIT der Kurve mitgehen - das heißt auf Dich und Deine Trauer bezogen:

An solchen Scheißtagen Deine Bücher und Hefte weglegen - denn gelernt kriegst Du an solchen Tagen eh nichts - und gehe mit - gehe Deinen Gedanken nach, weine, zünde eine Kerze an, gehe vielleicht auf den Friedhof, wenn das räumlich möglich ist, wenn nicht dann schau Dir einfach Fotos an, erinnere Dich schreib Begebenheiten auf. - Das ist aktive Trauerarbeit - und das ist sehr schmerzhaft - aber ohne geht es nicht, irgendwann holt Dich die Trauer ein - deshalb gehe JETZT mit, wenn die Trauer kommt. Zum Abschluss eines solchen Scheißtages vergiss nicht Dir selbst etwas GUTES zu tun: Schöne Musik die Du magst, oder ein schönes Essen, oder einen schönen Film, der Deine innere Harmonie und Dein Gleichgewicht wieder herstellt.

Am nächsten Tag wirst Du wieder ganz anders lernen können, denn der SCHEISS ist RAUS!!! - Lass es raus, damit anderes wieder reinkann!

In Deinem Fall ist es natürlich besonders schwer, dass der besondere Gedenktag ausgerechnet auch noch auf Deinen Geburtstag trifft - das ist natürlich erst mal sehr schwer - aber es wird mit der Zeit auch lebbarer, wenn Du den Wellen und den Gedenktagen, so wie sie nun einmal sind erstmal folgst.

Vielleicht hilft Dir ja auch sowas - eine Trauerbegleitung, die Dich für einige Monate auf Deinem Weg begleiten kann und mit der Du diese Schritte gemeinsam tun kannst:

Du hast Deine Mama als Jugendliche verloren - deshalb verlinke ich Dir mal diese Seite für Jugendliche - auch wenn Du längst schon im Erwachsenenalter bist - die Trauer muss dennoch Schritt für Schritt aufgearbeitet werden.

[[http://www.mut-zum-trauern.com/jugendliche.html]]

Es gibt in Deiner Stadt, dort wo Du studierst, sicher einen Hospizverein. Diese Vereine können Dir behilflich sein bei der Suche nach einem geeigneten Trauerbegleiter. - Ich denke eine solche Hilfe ist sicher nötig, da dies ja schon einige Jahre her ist und sicher auch einiges über die Jahre verschüttet ist.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft - und vor allem auch, dass Du eines Tages wieder frei leben kannst und Deine Mama in lieber Erinnerung im Herzen tragen kannst.

:)* :)* :)*

fJrau".zi@m]t9stern


Oh, ihr seid der helle Wahnsinn. Ihr wisst gar nicht, wie sehr mir das hilft. Die Hospiz ist eine sehr gute Idee, das werde ich auf jeden Fall einmal weiter verfolgen. Ich glaube generell, dass ich in dem Prozess Hilfe brauchen werde. Vielleicht sollte ich auch noch einmal eine Psychotherapie in Erwägung ziehen.. Danke auf jeden Fall für eure Ratschläge!

eirfahrtenerX_lxeider


Guten Tag ,

vielleicht bringen dir diese "tipps" ja was

1. belohne dich fürs lernen, davor und danach =)

2. lerne nicht wenn du traurig bist. Ich denke das ist zu 99% nicht viel bringt. aber ka genau ....

( ist wie wenn man nicht schlafen kann ist es meist besser kurz nochmal aufzustehen^^)

will damit sagen du musst dich in dem Moment halt voll im Griff haben, damit du sich Konzentrieren kannst!

3. Wichtigsteeeeee wie ich finde sind reale Kontaktpersonen zum reden,

am besten jederzeit und damit meine ich nicht am tele oder so^^ vll ein Freund/mann etc etc^^

4. klingt immer so einfach aber ich denke oft hey anderen geht es viel viel viel schlimmer !

( nagut ich weiß es leider bei einigen . . . )

und 5. hey wie gerne wäre ich nochmal 22 du hast noch alles vor dir :-D obwohl halt stop den kann ich jetz nicht bringen

ich mit meinen milden 31 hab ja auch noch .... ach egal so jetzt schmunzelst du vll. hoffe ich :D

6. Studieren ist sehr hart man muss da watt für tun . . . also wenn du lernst vll. spornt es dich an,

es jemand zu zeigen Hey schau an ich aber hab mit kann das! bäm ! =) klingt komisch

ABER hat mir ungemein gehofen bei MATHE III zum Beispiel =))

7. nochmal zu Punkt 4 ich kenne die Umstaände nicht und will das auch keinstenfall verharmlosen aber glaub mir es geht um einiges schlimmer ... leider...

NUNJA ich hoffe etwas war vll ein neuer DENKanreiz oder so^^

MfG

smensi{belymaxn


wie ihr mit so richtigen Scheißtagen (entschuldigt das Wort, aber ein passenderes kenne ich nicht!) umgeht?

Pfefferminz-Melissen-Tee oder Kakao trinken oder ein Schokoladeneis essen gehen.

s#en)sibelxman


wie ihr mit so richtigen Scheißtagen (entschuldigt das Wort, aber ein passenderes kenne ich nicht!) umgeht?

Pfefferminz-Melissen-Tee oder Kakao trinken oder ein Schokoladeneis essen gehen.

sienRsibelxman


wie ihr mit so richtigen Scheißtagen (entschuldigt das Wort, aber ein passenderes kenne ich nicht!) umgeht?

Pfefferminz-Melissen-Tee oder Kakao trinken oder ein Schokoladeneis essen gehen.

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