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Ich bin am Ende...

ngavyfa2n22222 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Leute,

ich bin 16 Jahre alt und habe momentan nur noch Ärger. Nicht mit anderen, sondern mit meinen Gedanken, Gefühlen und Gefühlsausbrüchen.

Vor 3 Jahren starb meine Oma. Das war ein riesen Schock für mich und hat mich total runtergezogen. Seit dem war ich bei dem Thema Tot auch immer sehr sensibel und ich musste auch immer den Raum verlassen, wenn jemand angefangen hatte über sie zu reden. Doch es wurde besser. Ein Jahr lang hatte ich keinerlei Probleme. Alles war gut und ich hab mich auf die Schule konzentriert. Aber plötzlich kam dann die Erinnnerung wieder. Und zwar heftig. Ich hatte viel verdrängt. Sehr vieles was mir dann wieder klar wurde.

Ich erinnerte mich beispielsweise an den vorletzten Tag bevor meine Oma starb. Sie war im Pflegeheim. Ich war bei ihr. Allein.

Sie war dement und hatte mir immer wieder etwas zu essen angeboten. Dann setzte sich sich vor mich und hielt meine Hand. Dabei blickte sie mir in die Augen und sagte immer wieder: "Ich kann nicht mehr, ich will nicht sterben" Immer wieder.

Ich war 13 und war extrem geschockt. Habe es jedoch überspielt. Ich war noch eine ganze Weile bei ihr, bis plötzlich die Pflegerin herein kam und meinte, dass meine Oma sich ausruhen müsste. Also hat sie sie hingelegt. Ich wollte mich verabschieden und gehen, da meinte meine Oma plötzlich zu mir, dass sie keine Luft mehr bekäme und ersticken würde. Ich bin sofort losgerannt zu den Pflegerinnen, doch sie meinten nur lässig es wäre normal. Das hängt mit ihrer Krankheit zusammen. (Bei ihr hatte sich Wasser abgelagert im Körper) Aber ich kann mir das nicht vorstellen, dass das normal gewesen sein sollte.

Jedenfalls bin ich dann gegangen.

Zwei Tage später war sie tot. Ich war noch so geschockt, weshalb ich am nächsten Tag nicht nochmals zu ihr gehen wollte.

Nun geht es mir beschissen. Die Scenen spielen sich immer wieder unentwegt in meinem Kopf ab. Es ist wie ein Trauma. Ich bekomm es nicht aus dem Kopf. Ich denke den ganzen Tag daran und darüber nach.

Ich habe Schuldgefühle, dass ich nicht nochmal bei ihr war. Ich hab Gedanken, dass die Pfelgerinnen an ihrem Tod vielleicht Schud waren. Ich denke darüber nach ob ich sie umbringen sollte. (Obwohl ich mir nicht mal sicher bin ob sie Schuld sind) Ich würde mich danach ebenfalls umbringen. Ich kann nicht mehr und die Gedanken kreisen immer und immer wieder darum und ich denke an Selbstmord. Ich wäre die Probleme so gerne einfach los.

Momentan ist es auch so, dass ich einen Traum hatte der sich immer wieder vor meinem Auge abspielt. Es geht nicht lange. Ich sitze hinten im Auto und auf dem Vordersitz sitzt jemand. Plötzlich dreht sich der Kopf auf dem Körper einmal komplett. Es ist meine Oma.

Ich kann nicht mehr!!! Ich kann auch nicht mit meinen Eltern darüber reden. Es ist immerhin 3 Jahre her und sie würden mich vielleicht einweisen oder so :°(

Ich hab einfach total Angst vor der Zukunft. Sofern es eine gibt.......

Antworten
A#nkax101


Liebe Navyfan,

Du hast vor drei Jahren ein Trauma erlitten und bräuchtest unbedingt psychologische Hilfe.

Das hat mit einer Einweisung in die Psychiatrie nichts zu tun. Niemand kann Dich gegen Deinen

Willen einfach einweisen. Da brauchst Du keine Angst davor haben !!!

Ich weiss ja nicht wo Du wohnst. In grösseren Städten gibt es sicher psychologische

Beratungsstellen, wo Du mal hingehen könntest. Oder hast Du irgendeine Vertrauensperson

(Pfarrer, Lehrer, Freunde) , an die Du Dich wenden könntest ? Viele Menschen erleiden durch

unterschiedliche Erlebnisse ein Trauma. Nicht umsonst gibt es z.B. bei schweren Unfällen

Seelsorger, die sich um Beteiligte oder traumatisierte Zeugen kümmern.

Schau mal, ob es bei Dir in der Nähe eine psychologische Beratungsstelle, vielleicht

speziell für Jugendliche, gibt.

Gruss

Anka

n\avyvfan22o222


Danke für deinen Beitrag.

Ich habe mich von Freunden und Familie ziemlich zurückgezogen. Ich kann mich auch sehr schlecht jemanden anvertrauen. Habe das Gefühl, dass sie nichts von mir wollen. Ich belaste sie sicher nur. Auch Lehrer, Vertrauenspersonen halte ich nicht besonders für Vertrauensvoll. Ich beobachte sie immer kurz bevor ich mich jemanden anvertrauen wollte. Und es gab immer ein Zeichen warum ich es nicht tun sollte.

Zqitruskzopxeke


Ich drücke Dich einfach mal! :°_

:)*

n%avyfKanx22222


Danke Zitruskopeke.

ZhahnEputzexr


Versuche -wie schon andere schrieben- wieder Vertrauen zu Anderen zu finden. Lehrer oder Vertrauenslehrer oder Pfarrer etc. sind da meist eine gute Wahl. Natürlich fehlt oft die Zeit-einen guten Moment überlegen...

Es war nicht richtig eine 13jährige alleine mit der sterbenskranken Oma zu lassen. Sei geduldig mit Dir. Alles Gute.

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