» »

Meine Mama ist tot

F:inc1henx_84


Liebe Atheena,

auch von mir mein herzliches Beileid! Es ist furchtbar, dass du deine Mama so plötzlich und früh gehen lassen musstest! Ich kann mir den Schmerz und den Schock, in dem du dich befindest, gut vorstellen. Es hängt von jedem individuell ab, aber vortrauern odersowas finde ich etwas viel verlangt.. Du musst deinen individuellen Weg finden @:)

Meine Mama ist ähnlich schnell von uns gegangen, ich konnte sie nicht einmal mehr sprechen. Ich befand mich etwa ein Jahr lang in der akuten Trauerphase und etwa ein weiteres Jahr habe ich gebraucht, um mein Leben neu zu ordnen. Heute gehe ich gestärkt durchs Leben, weiß die Momente zu schätzen, verfalle aber auch immer wieder in Angst, soetwas noch einmal durchmachen zu müssen.

Was mir damals sehr geholfen hat (ich persönlich wollte keine Hilfe in Anspruch nehmen) ,war ein Trauerbuch, das einem die Trauerphasen erklärt hat und auch die Gedanken und Ängste, Gefühle usw beschrieben hat. Das hat mir geholfen, diese ganzen Gedanken zu ordnen und zu "rechtfertigen". Denn man wird viel von außen mit Hinweisen usw bombardiert, wie man zu sein hat usw., das hast du ja nun auch schon zu hören bekommen...

Liebe Atheena, ich wünsche dir bei der Schock- und Trauerbewältigung alles alles Gute und viel viel Kraft und dass du bald einen schönen Sommertag in dankbarer Erinnerung an deine Mama genießen kannst. Aber dafür ist es jetzt natürlich noch viel zu früh, du hast noch einen kleinen Weg dorthin vor dir... Ich möchte dir aber viel Mut machen, dass es zu bewältigen ist, auch wenn es anfangs noch so sehr schmerzt. Du wirst deinen Weg durch die Trauer finden. Alles alles Gute @:)

:)*

für deine Mama :)-

A.thexena


Liebe Finchen_84,

vielen Dank für deine lieben Worte. Kannst du da ein Buch empfehlen? Ich bin da sehr aufgeschlossen. Heute ist sie einen Monat tot und ich vermisse sie so :°( Ich weiß gar nicht wo die Zeit geblieben ist und hab immer noch das Gefühl, alles ist ein schlechter Traum. Jetzt kommen immer häufiger versteckte Gewohnheiten vor, die mir so nicht klar waren und das Ganze manchmal unerträglich erscheinen lassen und dann geht's wieder...

Ich danke allen für die netten und aufbauenden Worte!

smofia34-s39 jahrex alt


für dich liebe Atheena :°_ :)_ für deine mama :)-

Ich weiß gar nicht wo die Zeit geblieben ist und hab immer noch das Gefühl, alles ist ein schlechter Traum

:°_ :°_ eine große Umarmung von Hamburg aus :)_ :)z

A"theHena


Vielen lieben Dank! Heute ist kein guter Tag, ich bin so unruhig...

sdo$fia3n4-?39 jahKre xalt


:°_ gerne :)_

:°_

ich weiß nicht was ich dir raten soll es klingt banal aber evtl. die fenster weiß aufmachen um luft zu kriegen richtig atmen zu können bzw. dich draußen bei der frischen luft dich irgendwo hinsetzen (am besten wo auch menschen sind und evtl. einen heißen beruhigungstee(nerventee von der drogerie oder Kamillentee) mit honig trinken?(den tee evtl. mitnehmen oder in einem ruhigen cafe setzen wo man draußen sitzen kann wo menschen sind aber nicht allzulaut)

essen kannst du ja bestimmt zur zeit nicht bzw. eher schlecht nehme ich an, ich selber würde wohl nichts runterkriegen erstmal. :°_

A]theenxa


Ich versuche im Moment Dinge zu tun, die ich schon immer tun wollte und nie getan hab. Es sind ganz kleine banale Dinge. Ich bin 2008 das letzte Mal Fahrrad gefahren, also hab ich mir vergangenen Donnerstag ein Fahrrad gekauft und hab bereits einige Kilometer hinter mir. Ich bin mit 33 Jahren noch nie Inliner gefahren. Mein Bruder, 26 Jahre, hat das aufgefasst und mir einfach welche gekauft. Ich bin kein Held was Gleichgewicht angeht, aber ich werde es versuchen. Wenn ich mich körperlich betätige, merke ich durch die fehlende Kondition, dass ich noch lebe, ich kann mich spüren und das ist mir sehr wichtig im Moment.

Csowmrgan


Beschäftigung ist gut. Du bist gerade in einer Zeit, wo du Emotionen dumpf wie in Watte verspürst und nicht so richtig Glück zulassen kannst. Du wirst aber irgendwann auf diese Zeit zurückblicken und feststellen, dass du sie nicht ungenutzt gelassen hast. :)_

AHtheexna


Besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Dumpf wie Watte... Am besten kann ich Wut empfinden, das klappt irgendwie immer. Der Rest läuft irgendwie nebenher. Heute sind die Schoner gekommen, da ich ein kleiner Bewegungsidiot bin, mal schauen, wenn das Wetter hält, werde ich gleich mal meine ersten Inliner-Versuche starten.

C|omrxan


Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg dabei! Hoffentlich habt ihr besseres Wetter als wir hier ;-)

Aqthe8ena


Im Moment ist alles so schwierig. Anfangs hatte ich Angst, dass mein Bruder und mein Vater es nicht hinbekommen und ich war beschäftigt. Jetzt sehe ich, dass sie es schaffen und es gut machen und breche zusammen. Ich heule jeden Tag und bin sowas von leicht reizbar. Dabei möchte ich doch nur, dass es besser wird. Ich geb mir solche Mühe. Jetzt hab ich auch noch entdeckt, dass mir an einer Stelle am Kopf die Haare ausfallen und man es auch noch sieht :°( Ich werde bekloppt...

CQomr$an


Jetzt sehe ich, dass sie es schaffen und es gut machen und breche zusammen.

Irgendwann muss die Erschöpfung raus. Du hast deine Belange vielleicht etwas zu lange hinten angestellt? Das Adrenalin hat dich auf den Beinen gehalten und du hast dir Aufgaben gegeben, vor allem wolltest du stark für die Familie sein. Gibt es jemanden, der dir jetzt den Rücken stärken kann? Ich glaube, das brauchst du nach all diesen Wochen. Möglicherweise ist diese Reaktion nur hinausgezögert worden, weil du dich zu sehr um andere gesorgt hast.

Das mit den Haaren ist aber doof. :-o

Meinst du, dass es nur vom Stress kommt, oder kratzt du vielleicht unbewusst?

AYthgeena


Hallo Comran,

ich hab umgekehrt natürlich meinen Vater und meinen Bruder und ne gute Freundin. Allerdings findet mein Mann meine Trauerreaktion völlig übertrieben. Er meint es könnte jetzt mal gut sein. Es ist aber noch nicht gut. Auch vom Thema Haarausfall, die Stelle wird leider größer, will er nix hören. Ihm fallen schließlich auch die Haare aus, genetisch bedingt. Es nervt ihn einfach. Er ist mir gar keine Stütze. Liebe Worte kennt er nicht, hat es nie gelernt. Ich konnte es immer gut kompensieren, nur im Moment nicht. Ich vermute, dass es Stress ist, ich hab heute Nachmittag nen Termin beim Hausarzt. Vielleicht weiß der mehr.

F5iVoi


Liebe Atheena,

auch von mir erst mal mein herzliches Beileid. @:) :)*

Auch meine Mutter ist vor wenigen Tagen ihrem Lungenkrebsleiden erlegen, bei ihr hat es (ab der Diagnose) vier Monate gedauert.

Warum ich aber eigentlich hier schreiben möchte ist das Verhalten Deines Mannes. Ich lese schon länger in Deinem Faden mit und habe schon neulich das hier mit Entsetzen gelesen:

Mein Mann meint, ich hab ja schon ein paar Tage vor ihrem Tod gewusst, dass es nicht gut um sie steht und da schon meine Trauerarbeit geleistet und jetzt dürfte das erledigt sein.

Und jetzt noch Dein obiger Beitrag. :-o

Mein Partner ist mir eine unglaubliche Stütze und ich merke, wie sehr das hilft. Es wäre mir unmöglich in der jetzigen Situation so etwas wie Deinen Partner zu haben, ich weiß nicht ob ich Dich für diese Leidensfähigkeit und Kraft das auszuhalten nun bewundern so oder noch entsetzter sein soll was Du Dir da antust ":/.

Sicher sollte ein Partner in so einer Situation nicht auf rohen Eiern gehen müssen, er sollte auch immer noch an sich denken usw.. Aber er sollte auf jeden Fall Rücksicht nehmen und den eigenen Raum und vor allem die eigene Zeit zum Trauern lassen. Vor allem wenn das ganze so kurz her ist. "Du hattest ja schließlich ein paar Tage Zeit zum (vor)Trauern?" - "Stell Dich nicht an wegen so ein bißchen Haarausfall?"... Da fällt mir nichts zu ein.... :|N :(v

:°_

A{t[heexna


Liebe FiVoFü,

du Arme. Das tut mir von Herzen leid mit deiner Mutter. Ich weiß was du durch machst :°_ :)_

Du hast in allem wohl recht. Im Moment könnte ich den zum Mond schießen. Vor zwei Wochen ist er auch operiert worden. Die gesamte Schilddrüse musste entfernt werden, da die voller kalter Knoten war. Auch da stand nicht fest, ob es gut- oder bösartig war. Es ist aber alles gut. Selbst da konnte er nicht verstehen, dass ich mir Sorgen mache. Wir haben einen fünfjährigen Sohn. Eigentlich müsste ich den packen und erstmal weg, aber ich habe einfach keine Kraft. Ich habe das Gefühl, in einem Strudel zu stecken und dagegen anzuschwimmen, aber mir geht die Kraft aus. Ich habe eine Psychologin, die habe ich auch kontaktiert, aber noch keine Rückmeldung.

Aber wenn du magst, erzähl gerne mehr von deiner Situation, vielleicht hilft es dir. Das ist eine furchtbare Krankheit. Ich hoffe, es geht dir bald besser @:) :)*

FyiVTo.


Liebe Atheena,

auch an dieser Stelle nochmal ein Danke für Deine Anteilnahme @:).

Was Deinen Freund angeht:

Das kann ich gut verstehen, dass Du gerade nicht die Kraft zum Handeln hast. Man ist da eher in einer Art "Starre" und lässt viel über sich ergehen was man sonst abwehren würde... :)_

Ich hoffe, dass Du Deine Psychologin bald erreichst. So wie es klingt kennst Du sie schon, sie ist Dir vertraut. Das kann Dir nochmal Kraft geben. :)*

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Abschied und Trauer oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Gedenken


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH