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Der Tag, an dem alles zerbrach

D3r,aJ-mRosskxa hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtige Unterforum gewählt habe. Da aber alles mit einem Todesfall begann, den ich nie wirklich verwunden habe, habe ich mich für dieses entschieden.

Warum schreibe ich das hier? Um ehrlich zu sein, möchte ich einfach mal meine Geschichte niederschreiben und mit anderen teilen und auch gerne darüber sprechen (wenn Ihr denn mögt)

Vielleicht erst einmal eine kurze Vorgeschichte:

Meine Geschichte beginnt vor vielen Jahren. Ich machte mein Abitur und ging als Offizieranwärter zur Bundeswehr. Dort durchlief ich zuerst meine Ausbildung, dann studierte ich in München Informatik - machte mein Diplom. In dieser Zeit lernte ich eine Frau kennen, die mir so wichtig werden sollte, dass sie mein Leben zerstören würde.

Ich schloss mein Studium ab und wurde als Offizier als Softwareentwickler eingesetzt - wurde Oberleutnant, wurde Hauptmann.

Eigentlich konnte ich mir kein wirklich besseres Leben vorstellen. Ich durfte dem Job nachgehen, der mir viel Spaß machte (nicht der Soldatenberuf, sondern die Softwareentwicklung) und hatte eine tolle Frau an meiner Seite, mit der ich mein Leben verbringen wollte (wenn auch es ein Fernbeziehung war und wir uns nicht so oft sahen, wie wir gerne wollten). Während meiner Dienstzeit begann ich schon früh an meiner Promotion zu arbeiten - schmiedete Pläne für eine Zeit nach der Bundeswehr. Ich wollte natürlich weiter in diesem Bereich arbeiten; Meine Freundin und ich beschlossen, nach meiner Dienstzeit zu heiraten.

Was ist geschehen?

Dazu jedoch kam es nicht. Ich stand kurz vor dem Ende meiner Dienstzeit - weniger als zwei Jahre verblieben mir - und hatte meine Doktorarbeit erfolgreich abgeschlossen.

Ich erinnere mich noch genau: Es war ein ansich schöner Sommertag und ich saß in meinem Büro - grübelt über irgendetwas. Mein Handy klingelte - es war meine Freundin. Sie sagte, dass sie von ihrem Arbeitgeber gekündigt worden war - nicht lange, nachdem sie an einen anderen Standort verlegt worden war und einen Kredit für den Umzug aufgenommen hatte. Sie war verzweifelt - ich versuchte Sie zu beruhigen: Sie würde sicherlich etwas neues finden.

In ihrer Verzweiflung nahm sich meine Freundin am folgenden Tag das Leben. Ich erfuhr es noch am gleichen Tage.

-- Anmerkung: Vielleicht wirkt das ganze sehr neutral und distanziert, was ich hier schreibe. Aber irgendwie kommen selbst mir jene Ereignisse wie aus einer Geisterwelt vor; Wie aus einem schlechten Film, dessen genaue Handlung der Erinnerung nicht würdig war; Wie aus einem Traum, den man einmal geträumt, aber überwiegend vergessen hat. Es ist irgendwie komisch und ich kann es nicht besser beschreiben. Die Bilder (teilweise völlig nebensächliche Dinge) und auch viele Worte sind noch so klar in meinem Kopf, als wäre es gestern gewesen. Und doch ist alles so blaß --

Und danach?

Das war der Tag, an dem mein Leben irgendwie zu Ende war. Irgendwas in mir, ist an diesem Tage mit ihr gestorben.

Ich trauerte mehrere Wochen;

Ich war mehrere Wochen wütend; Auf den Chef meiner Freundin; Auf mich; Auf Sie; Auf die Ungerechtigkeit; Auf alles;

Irgendwann aber sind alle Tränen vergossen (wobei das nicht stimmt) und die Wunden oberflächlich verschlossen.

Danach ging ich wieder zum Dienst - der ganz normale Alltag hatte mich wieder. Und doch sollte es nie wieder so rein, wie es früher einmal war.

Ich kann es irgendwie kaum beschreiben: Morgens stand ich auf, rasierte mich, putzte meine Zähne, zog meine Uniform an und fuhr zum Dienst; Tagsüber arbeitete ich an den Projekten; Abends fuhr ich heim, saß an meinem Computer, sprang unter die Dusche und ging schließlich ins Bett.

So nüchtern das jetzt klingt, so fühlte es sich für mich auch an.

Obwohl ich über Witze lachte und mich über Erfolge freut, fühlte ich mich dennoch jeder Emotion beraubt.

Kritik an meiner Arbeit traf mich nicht länger - ich setzte mich einfach und korrigierte die Kritikpunkte.

Ich störte mich nicht einmal mehr daran, wenn ich aus meinem Alltag gerissen wurde und z.B. zum Schießen, Marschieren oder Sport befohlen wurde - früher undenkbar.

Nach der Dienstzeit bewarb ich mich und gehe seither meinem Job als Softwareentwickler im zivilen Leben weiter.

Doch so wirklich leben tue ich einfach nicht mehr. Es ist irgendwie wie ein alltägliches Abarbeiten einer Routine;

Wenn ich über die Straßen gehe, habe ich das Gefühl, so gar nicht mehr wirklich in diese Welt zu gehören. Damit meine ich nicht, dass ich selbst des Lebens müde bin (es ist mir eher einfach nur egal) oder aber gerne in einer anderen Welt oder Dimension wäre. Vielmehr meine ich damit, dass es irgendwie ist, als wäre man ein Geist, der durch diese Welt wandelt. Ich beachte die Leute um mich nicht wirklich und habe auch nicht das Gefühl, selbst von den Menschen beachtet zu werden.

Ich bin äußerlich vermutlich recht normal - sehr introvertiert und etwas eigen, aber das sind ja auch Eigenschaften, die in meiner Branche durchaus normal sind. Allerdings habe ich das Gefühl, dass in mir einfach nichts mehr ist, außer Organen, die so vor sich hin funktionieren.

ich hatte auch durchaus Momente, in denen alles einmal wieder durchgebrochen ist.

Momente, in denen ich andere angebrüllt habe (unnötig);

Momente, in denen ich Dinge in meiner Wohnung umhergeworfen habe und am liebsten irgendetwas zerstört hätte.

Auch wenn ich mir meine Wohnung anschaue, fällt mir auch, dass alles irgendwie neutral oder fremd wirkt. Da hängen ein paar Urkunden an einer Wand, ein paar Fotos von Familie, Freunden und Orten an der anderen, ein großer Kalender im Flur. Sonst habe ich Wohnzimmer, Bad, Küche und Schlafzimmer - alles ausgestattet, aber auch nicht mehr und nicht weniger, als notwendig.

Ein paar wenige Erinnerungsstücke an längst vergangene Tage -

eine steinerne Robbe von der Nordsee,

ein Säbel, der mir während meiner Dienstzeit geschenkt worden ist,

ein Glas mit Sand von einem Strand an der Ostsee,

eine Uniform an der Gaderobe (wenn auch ich sie nie wieder getragen habe)

Hier und da stehen Bücher in den Regalen - Romane und Fachbücher. Dort stehen ein paar DvDs und CDs herum.

Ansich ganz heimlich, aber auch nicht mehr als das. Es könnte jedem gehören - oder niemandem. Da sind Dinge, mit denen ich etwas verbinden sollte, aber die mich längst mich mehr berühren.

Ich verbringe meinen Jahresurlaub bei meinen Eltern - und doch frage ich mich so langsam: Und wo werde ich ihn verbringen, wenn sie nicht mehr da sind?

Was bleibt denn noch, wenn meine Eltern einmal nicht mehr sind?

Ist da dann überhaupt noch jemand, der mich liebt, stolz auf mich ist und sich mit mir freut?

Ist das dann alles wofür ich noch lebe? Um zu funktionieren, eines Tages meinen letzten Atemzug zu tun und dann einfach von dieser Welt zu verschwinden? Ohne wirklich etwas zu hinterlassen?

Natürlich habe ich Freunde - ohne die hätte ich manch schwere Zeit sicherlich nicht überstanden. Einige Freunde habe ich sogar noch aus Schul- und Uni-Zeiten bewahrt. Andere aus meiner Dienstzeit und natürlich kamen auch so Menschen hinzu, die mir viel bedeuten. Ich mache auch durchaus viel mit ihnen. Angefangen bei einfachen Videospielabenden, über Brettspielrunden bis hin zu Ausflügen oder auch mal 'ne Tour durch das Nachtleben.

Aber irgendwie kann nichts davon den einen Teil in mir füllen, der einfach leer ist.

Vielleicht mag der eine oder andere jetzt sagen, ich solle hinaus gehen und eine neue Frau finden - oder auch im Internet suchen. Aber ich empfinde einfach nichts mehr dabei. Es ist weder so, dass ich unbedingt will, noch dass ich unbedingt nicht will. Es ekelt mich nicht an, versetzt mich aber auch nicht in Erregung.

Vielleicht - da bin ich mir nicht sicher - gab es sogar eine Frau, die vor einiger Zeit mehr von mir wollte. Mir war es egal bzw. ich habe es "übersehen".

Ich weiß: Die ganze Geschichte klingt verrückt und wirr, aber ich wollte mich einfach mal mit anderen Menschen austauschen oder zumindest mal erzählen, mich ich mich fühle.

Entschuldigt bitte, dass das so viel Text geworden ist.

Antworten
N>ofrdix84


Ehrlich gesagt klingt da für mich garnichts wirr und verrückt sondern eher nachvollziehbar. Hast du denn schon mal professionelle Hilfe gesucht um die Situation und die Trauer verarbeiten zu können ? Für mich klingt es nämlich danach als hättest du das noch nicht, egal wie lange der "Vorfall" schon her ist.

B~irk[enzwxeig


Hallo

Habe gelesen...

Du wirkst stumpf.

Du solltest das aufarbeiten, ich hab den Eindruck, du verdrängst eher irgendwie..

Wie lange ist es her?

Cmom>ran


Die ganze Geschichte klingt verrückt und wirr

Finde ich gar nicht. Ich gehe davon aus, dass du eine ganz normale Entwicklung durchgemacht hast und nicht allein mit diesem Gefühl dastehst. Vermutlich kann man es aber auch nur ganz begreifen, wenn man das durchgemacht hat, was du durchgemacht hast.

Mich würde auch interessieren, wie lange das her ist? Wenn du jetzt sagst "2 Jahre", dann würde ich mir nicht allzuviele Gedanken machen. Wenn es 5 Jahre oder mehr sind, dann denke ich auch, dass du eine Aufarbeitung unter professioneller Anleitung versuchen solltest. Für mich stellt sich das so dar, als hättest du aus Selbstschutz vor Verletzung und Kummer deinen fühlenden Teil abgeschaltet. Vorübergehend kann so was passieren. Aber nicht ewig.

Drra-RVosskxa


Danke für Eure antworten.

Also das Ganze ist jetzt fast fünf Jahre her - im Sommer werden es fünf.

Ich hatte tatsächlich überlegt, mich in Therapie zu begeben, aber bin dann irgendwie wieder im Strudel meines Alltags versunken. Zu Bundeswehrzeiten hatte ich die Befürchtung, dadurch Nachteile zu erfahren. Dort hat man ja durchaus mit Schusswaffen zu tun und ich habe mich immer in der Lage gefühlt, eine solche auch zu führen (habe ich im Rahmen von Wachen und co auch oft genug).

Was für Möglichkeiten professioneller Hilfe hat man denn da? Ich kann mir da leider wenig vorstellen.

Als Offizier und Teileinheitsführer war ich zwar selbst ein wenig Seelsorger, aber dort stößt man in der Regel eher auf kleine Probleme, die sich häufig durch entsprechende Maßnahmen regeln lassen (Sonderurlaub, Dienstbefreiung oder auch nur ein aufmunterndes Gespräch).

Ist das so Bilderbuch-Klischee-mäßig die Couch (also Gespräche) oder wie kann so eine Behandlung aussehen?

Ist sowas mit dem Beruf vereinbar?

Natürlich weiß ich, dass es nichts wichtigeres als die Gesundheit gibt, aber dennoch wäre es natürlich eine große Belastung den Beruf zu verlieren. Nicht nur, dass er sehr gut bezahlt wird, sondern auch, dass es DAS ist, was mir Spaß macht: Codezeilen zerwuseln, Klassen und Objekte herumschubsen, Probleme abstrahieren und lösen - eben Software zu designen und zu entwickeln und im Team zu arbeiten. Das war es aber auch schon vor dem Tod meiner Freundin so - und wird sich hoffentlich auch nie ändern.

N>ordip8x4


Niemand verliert seinen Job weil er Termine bei nem Psychologen hat. Die haben ja grundsätzlich ne Schweigepflicht und da du nicht akut selbstmordgefährdet bist oder schwere Maschinen / Waffen bedienst besteht da ja auch kein Risiko für andere. Mach dir da mal keine Gedanken.

WIat{erlix2


Also auf mich wirkt vieles, was du schreibst, ganz normal und gesund. Du unternimmst was mit Freunden, du warst und bist manchmal wütend (finde ich in einer Trauersituation eine völlig normale Sache, die man zum Heilen braucht und das ist für meine Begriffe eben keine Verdrängung, die ja nicht so gut wäre...).

Aber ansonsten scheinst du keine Gefühle mehr zu haben, alles ist dir egal und du empfindest nichts. Das finde ich problematisch und klingt bisschen nach Depressionen o.ä.

Eine Therapie ist eigentlich gut mit dem Berufsalltag vereinbar. Du musst einfach nur zum Hausarzt gehen und dann einen Psychologen suchen. Da geht man dann z.B. einmal die Woche hin und redet einfach über alles und er gibt dir dann Tipps, wie du die Sachen auch mal anders sehen kannst usw. Da kannst du einfach neben der Arbeit machen, ist halt als ob du einmal die Woche ne Stunde zum Arzt gehst. Wenn du das außerhalb der Arbeitszeit machst, krieg das auf Arbeit gar keiner mit. Es ist nur einfach ein Unterschied, ob du mit einem Freund regelmäßig redest oder mit jemandem, der weiß, was deine Gedanken so bedeuten und den du damit auch nicht belastest, weil es ein Fremder ist, der damit nur Geld verdient.

Czomrxan


Ich hatte tatsächlich überlegt, mich in Therapie zu begeben, aber bin dann irgendwie wieder im Strudel meines Alltags versunken.

Der Nachteil dieses distanzierten "Selbstschutzes" ist, dass die Dinge nicht aufbereitet werden. Sie sind ja immer noch da. Und irgendwann wird der Druck zu groß. Du solltest das nach 5 Jahren nicht auf die leichte Schulter nehmen. Irgendwann kommt der berühmte letzte Tropfen, und dein Schutzwall hält nicht mehr. Gerade weil du mit Waffen zu tun hast, ist es wichtig, dass du für deine Gefühle ein Ventil findest. Man wird dich vielleicht eine Weile nicht mehr eine Pistole tragen lassen, aber am Computer bist du keine Gefahr - mach dir da mal keine Sorgen.

dass es DAS ist, was mir Spaß macht: Codezeilen zerwuseln, Klassen und Objekte herumschubsen, Probleme abstrahieren und lösen

Ich bin ja selbst Programmierer. Aber ein möglicher Aspekt bei der Freude an der Arbeit ist ja, dass Programmcode eben genau diesen nüchternen Regeln folgt. Du hast die Kontrolle, die du im Leben deiner Freundin nicht hattest. Du bist Herr über Erfolg und Misserfolg und kannst es richten. Das würde zu der distanzierten Empathielosigkeit passen, die du beschrieben hast.

Mal ein persönliches Wort am Rande: was dir passiert ist, finde ich sehr erschreckend. Vor allem, weil es so sinnlos ist. Es war kein Verkehrsunfall oder eine schwere Krankheit, die dir deine Freundin genommen haben. Gegen Schicksal ist man machtlos, vielleicht hättest du es besser verkraftet und deswegen den Glauben an Glück nicht verloren. Aber es war einfach eine so doofe Kündigung - so leicht vermeidbar. Auch hätte niemand voraussagen können, wie deine Freundin darauf reagiert. Und das ist das, was einen so wütend und machtlos machen kann, weil der Gegner nicht unüberwindbar groß ist, sondern einfach so grenzenlos banal und alltäglich. Ein sprichwörtlicher Schmetterlingsschlag hätte gereicht, und die Dinge hätten anders laufen können. Ich glaube, niemand möchte da in deiner Haut stecken. Aber umso wichtiger ist es, dass du dich darin nicht verlierst, sondern jetzt nach 5 Jahren erkennst, dass du noch genug Leben vor dir hast. Und vor allem nicht mehr wegläufst, sondern zulässt. Ich wünsche dir viel Glück und alles Gute dafür! :)_

D*ra-R?os0skYa


Der Nachteil dieses distanzierten "Selbstschutzes" ist, dass die Dinge nicht aufbereitet werden. Sie sind ja immer noch da. Und irgendwann wird der Druck zu groß. Du solltest das nach 5 Jahren nicht auf die leichte Schulter nehmen. Irgendwann kommt der berühmte letzte Tropfen, und dein Schutzwall hält nicht mehr. Gerade weil du mit Waffen zu tun hast, ist es wichtig, dass du für deine Gefühle ein Ventil findest. Man wird dich vielleicht eine Weile nicht mehr eine Pistole tragen lassen, aber am Computer bist du keine Gefahr - mach dir da mal keine Sorgen.

Als ich tatsächlich noch Waffen getragen habe - eben zur Bundeswehrzeit, wäre das tatsächlich ein Problem gewesen. Das hätte tatsächlich bis zur Entlassung gehen können. Aber nun gut: Die Zeit ist vorbei.

Es wäre mir allerdings auch damals nie eingefallen, die Waffe derart zu "missbrauchen". Ich sage mal so: Drill ist nicht umsonst Drill - der soll auch in den verrücktesten Situationen noch wirken. Und speziell was Sicherheit im Umgang mit Schusswaffen sowie den Umgang selbst anging, gab es damals viel Drillausbildung. Ich war mir tatsächlich der Verantwortung immer und stets bewusst, wenn ich eine Waffe am Bein hatte. Und die Hemmschwelle, das Ding aus dem Holster zu ziehen, die ist groß.

Ich bin ja selbst Programmierer. Aber ein möglicher Aspekt bei der Freude an der Arbeit ist ja, dass Programmcode eben genau diesen nüchternen Regeln folgt. Du hast die Kontrolle, die du im Leben deiner Freundin nicht hattest. Du bist Herr über Erfolg und Misserfolg und kannst es richten. Das würde zu der distanzierten Empathielosigkeit passen, die du beschrieben hast.

Wie gesagt: Ich war diesem Prozess schon immer sehr zugeneigt und habe schon immer sehr gerne programmiert. Nicht erst seit dem Tod. Für mich war das reizvolle daran immer (und ist es noch) auf einer sehr abstrakten Ebene arbeiten zu können und meine Kreativität fließen lassen zu können. Ich mochte daran natürlich auch, dass Programme ein zwar komplexen, aber beherrschbaren Logik bzw. einem logischen Regelsatz folgen.

Ich würde allerdings widersprechen, dass ich Herr über Erfolg und Misserfolg bin - das ist das Team. Ohne Team bin ich nichts bzw. stark eingeschränkt.

Wie gesagt: Die Reiz kommt für mich aus der Herausforderung (speziell in sehr komplexen Systemen), den Bahnen in die ich meine Kreativität fließen lassen kann und dass ich tatsächlich an etwas arbeiten kann, mit dem sehr viele Menschen nichts anfangen können.

Aber natürlich wird mein Denken - und das schon zu Uni-Zeiten - durch die Gedankenmuster bestimmt, die vermutlich die meisten Softwareentwickler haben. Ich liebe aber auch die Teamarbeit (und damit meine ich nicht nur Pairprogramming), die bei uns einfach unabdingbar ist - und sowohl bei der Bundeswehr, als auch nun hatte ich immer ein top Team :)

Ich würde die Begeisterung tatsächlich eher der grundsätzlichen Funktionsweise meines Verstandes zuschreiben.

Darf ich Fragen, was Du so entwickelst (nur interessehalber) :)

@ all:

Ich habe mir direkt für Montag Nachmittag einen Termin beim Hausarzt geben lassen und lasse mich da mal überweisen.

C$oymran


Aber natürlich wird mein Denken - und das schon zu Uni-Zeiten - durch die Gedankenmuster bestimmt, die vermutlich die meisten Softwareentwickler haben.

Es ist dennoch interessant, dass du dem Thema in deinem Faden so viel Bedeutung beimisst, als wäre es dein Rettungsanker. Wenn es deine Leidenschaft ist, dann gibt es in der Tat etwas, woran du die Freude nicht verloren hast und was dir eben nicht egal ist.

Darf ich Fragen, was Du so entwickelst (nur interessehalber) :)

Kriegst PN.

Gut, dass du das mit dem Doc angehst! :)^

D>ra-Ro"sska


Es ist dennoch interessant, dass du dem Thema in deinem Faden so viel Bedeutung beimisst, als wäre es dein Rettungsanker. Wenn es deine Leidenschaft ist, dann gibt es in der Tat etwas, woran du die Freude nicht verloren hast und was dir eben nicht egal ist.

Das stimmt wohl - so hatte ich das beispielsweise noch gar nicht betrachtet. Es klingt allerdings durchaus sehr plausibel, wenn ich darüber nachdenke.

Ich werde hier auf jeden Fall mal berichten, wie es beim Arzt war :)

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