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Trauerbewältigung - Trauerbegleitung

FSer)i hat die Diskussion gestartet


Ich habe auch eien Trauerfall in meiner Biografie und habe mich mit dem Thema Trauer Aufarbeitung beschäftigt.

Dabei habe ich heute den Standpunkt, das das ein Fachgebiet ist, wo Fachwissen erforderlich ist.

Die normalen Therapeuten sind da nicht oder ganz klar zu wenig ausgebildet und meistens ist ihre Ausbildung zu lange her.

Aktuell 2016 gibt es sehr tolles Therapie Wissen, das es vor 10 oder 20-30 Jahren noch nicht gab.

Die Auffasung über Trauer in der Therapie hat sich auch verändert und deutlich gelockert.

Trauer ist immer individuell, bei jedem unterschiedlich.

Zeitlich unterschiedlich und die Art und weise unterschiedlich.

Manche Singen, oder schreiben als Aufarbeitung.

Manche reden und weinen in einer Trauergruppe.

Das ist auch toll.

Verena Kast ist eine Aurotin, sowie Dr. Onnasch.

Aus dem angloamerikanischen Raum ist William Worden ein Uni Prof, der sehr gute lang erprobte Arbeit und Forschung und Ansätze hat.

Antworten
aGug2033


Erklär uns mal, was dein Anliegen mit diesem Thread ist!

Trauer war vor über 30 Jahren bei Therapeuten ein Thema und wurde entsprechend eingeordnet. Ein wesentlicher Punkt war dabei auch, ob der Trauernde einen Rückhalt hat in seiner nächsten Umgebung, einer Religionsgemeinschaft?

Was soll mit den genannten Autoren bezweckt werden? Entweder kein Name oder eine repräsentative Liste!

F(e~rxi


Die Therapie entwickelt sich stets weiter. Daher meine ich das die neuesten Erkenntnisse sehr effektiv sind im Vergleich zu dem Was vor 30 Jahren lief.

Aber eben nur die Therapeuten die sich regelmäßig fortbilden und fachlich ausgeblíldete Trauerbegleiter sind.

Das akademische Curriculum ist da oft sehr hinterher und somit auch die Kassentherapeuten, die sich nicht fortgebildet haben, laufend und auch nicht regelmäßig im Thema drin sind.

Das wird teilweise recht gut von der Kirche, Sozialpädagogen und Heilpraktikern angeboten.

Erfahrungsaustausch.

a^ug>233


Was sind deiner Ansicht nach fachlich ausgebildete Trauerbegleiter?

Und welche Trauer soll begleitet werden?

Worin unterscheidet sich die Trauer der Menschen von heute zu denen vor zwei Generationen?

F#e9ri


Trauerbegleiter sind Berater aller Art, die eine Fachaucbildung oder Fachweiterbildung im Bereich Trauerbegleitung, Trauerarbeit haben.

Jemand der mit Menschen im Bereich Trauer therapeutisch arbeitet, sollte diese Fachausbildung haben, das ist meine Erfahrung, das normale Terapeuten und Sozialpädagogen mit nur einer normalen Therapieausbildung definitiv nicht dieses Trauer-Fachwissen haben und daher eben unter Umständen wahrscheinlich falsch oder unvollständig oder nicht fachgerecht diese Menschen begleiten können.

Es geht dabe um Begleitung von Trauer und Verlusten aller Art.

Ein krasses Beispiel ist das früher , also vor 30-20 Jahren jemand der nach einem Jahr noch trauert, als pathologisch angesehen wurde. Das war Lehrmeinung.

Heute sind fortschrittliche Trauertherapeuten und Begleiter der Auffassung, das Trauer keine Zeit kennt.

Das meint nicht das man ewig Trauert oder trauern soll.

Das heißt es ist bei jedem unterschiedlich wann die Trauer kommt, wie lange es dauert.

Natürlich gibt es auch günstige und ungünstige Verläufe, was dann komplizierte Trauer heißt.

Das heißt wenn im Alter von 20 oder 30 ein Trauerfall war, und nicht vollständig getrauert wurde, was bei uns in der Gesellschaft praktisch gar nicht Kultur ist, dann ist es normal und natürlich, das im Alter diese Trauer wieder hoch kommt oder kommen kann.

Daraus folgend bin ich der Auffassung: wenn noch nicht getrauert wurde, steht die Trauer noch bevor.

Man weis das ungelebte Trauer zu Depressionen und Mangel an Lebenslust führen kann.

Trauer muß raus.

Und da gibt es heute gute Möglichkeiten, besser als vor 30 Jahren.

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Trauerbegleitung]]

[[http://bv-trauerbegleitung.de/ueber-uns/entstehungsgeschichte/]]

[[http://www.ita-ev.de/]]

[[https://www.patiententelefon.de/sterben/trauer-und-bestattung/trauer-und-trauerbegleitung/trauerbegleitung-fortbildung/trauerbegleitung-fortbildung#b15]]

a+ug2k3x3


Ein krasses Beispiel ist das früher , also vor 30-20 Jahren jemand der nach einem Jahr noch trauert, als pathologisch angesehen wurde. Das war Lehrmeinung.

Zu der angegebenen Zeit gab es auch folgende Meinung: die Trauer nach einem Verlust ist in einem Zeitraum von bis zu einem Jahr ein normaler Vorgang des Lebens, in dieser Zeit wird die Trauer nicht als behandlungsbedürftig angesehen. Wenn sich die Trauer nach dieser Zeit fortsetzt besteht ein guter Grund zur Hilfe beim Umgang mit dieser Trauer. Damit die Krankenkassen diese Hilfe bezahlen durften wurde diese Trauerreaktion in den ICD aufgenommen.

Trauer läuft bei jedem Menschen anders ab. Die therapeutische Weiterbildung um den Bereich Trauerbegleitung ist nach meiner Ansicht ein "Geschäftsmodell" und mit etwas Geschick kann man fast jedem Menschen nach Studium seiner Lebensgeschichte erklären, dass er irgendeinen Verlust damals aktuell nicht ausreichend betrauert hat und dies jetzt mit Therapeutenhilfe nachgeholt werden sollte.

bcl"ufe h/eroxn


Ich habe bislang noch keinen Therapeuten getroffen, der sich mit den von dir genannten Themen nicht bestens auskannte. Trauerbegleitung ist eine Option, die Trauernden sehr helfen kann. Wie Aug schon sagte, ist es aber auch ein Zeichen unserer Zeit, dass man sie braucht, denn die Berührungsängste zu etwas, dass eigentlich jeden irgendwann mal trifft und irgendwie zum Leben dazu gehört, sind in der Gesellschaft z. T. leider groß geworden. Was dann unnormale Verläufe begünstigen kann. Insofern leisten Trauerbegleiter sicher gute und nützliche Arbeit.

Liegt aber ein unnormaler Verlauf vor, so dass z.B. ungelebte Trauer zu Depression führt, und ist eine Therapie angeraten, so ist das meiner Erfahrung nach einer der ersten Bereiche, wo Therapeuten genau hinschauen.

M esOsajggio


Liegt aber ein unnormaler Verlauf vor, so dass z.B. ungelebte Trauer zu Depression führt, und ist eine Therapie angeraten, so ist das meiner Erfahrung nach einer der ersten Bereiche, wo Therapeuten genau hinschauen.

was ist "unnormal"?

Vor "meinem" Therapeuten habe ich nach 3 Sitzungen die Flucht ergriffen.

GsD war ich dazu noch in der Lage.

Hätte ich das Medikament weiter genommen, dann........

Ja, ich habe auch viel gelesen, rückwirkend habe mir nur sehr wenige "Anleitungen" geholfen.

Liebevolles Auffangen in der Familie durfte ich nicht erwarten, der Umgang mit einem zu tiefst Trauernden ist schwierig, ging mir früher ebenso. Daher empfinde ich keine Verurteilung.

Ich habe meinen persönlichen Weg gefunden.

Dankbarkeit,

dankbar, dass ich mit diesen außergewöhnlichen Mann 8 Jahre leben durfte.

Ein kluger Mann sagte mir damals: "Du musst dir Zeit lassen für deine Trauer!"

K7leio


Feri

Ich habe auch eien Trauerfall in meiner Biografie und habe mich mit dem Thema Trauer Aufarbeitung beschäftigt.

Meinst Du nur Menschen?

Trauer ist für mich nicht nur auf Menschen bezogen, auch nicht nur auf Tiere. Menschen trauern um vieles. Denn dann würde ich sagen, ist es doch toll, dass Du nur einen Trauerfall hattest.

Die normalen Therapeuten sind da nicht oder ganz klar zu wenig ausgebildet und meistens ist ihre Ausbildung zu lange her.

Aktuell 2016 gibt es sehr tolles Therapie Wissen, das es vor 10 oder 20-30 Jahren noch nicht gab

Ja, ganz sicher. Vor 30 Jahren waren gewisse Weltsichten auch noch nicht so bekannt. Mittlerweile ist z. B. Meditation sehr verbreitet. War vor 30 Jahren eher noch sehr "exotisch".

Trotzdem finde ich, dass der Umgang mit dem Tod in unseren Breitengraden die verstärkte Notwendigkeit einer Trauerbegleitung mehr als es notwendig wäre, erfordert. Dieses Tabu und auch das Negativbild des Todes überfordert dann viele, überhaupt, wenn ihnen das erste Mal jemand wegstirbt oder sie etwas unwiderbringlich verlieren. Es muss quasi jeder für sich herausfinden, wie er/sie damit individuell für sich am besten umgehen kann.

Manche Singen, oder schreiben als Aufarbeitung.

Manche reden und weinen in einer Trauergruppe.

Manche lassen los und gehen weiter.

Heute sind fortschrittliche Trauertherapeuten und Begleiter der Auffassung, das Trauer keine Zeit kennt.

Ich würde sagen, das beruht auch nur darauf, dass man ja eine bestimmte Zeit trauern muss, weil einem derjenige ja dann nichts oder nicht viel bedeutet haben kann. Es werden jetzt halt jene komisch angesehen, die nicht lange trauern.

Prinzipiell sehe ich es aber auch so - ob jemand einen Verlust nie verschmerzt oder nach 2 Tagen, so ist es eine rein individuelle Entscheidung.

Das heißt wenn im Alter von 20 oder 30 ein Trauerfall war, und nicht vollständig getrauert wurde, was bei uns in der Gesellschaft praktisch gar nicht Kultur ist, dann ist es normal und natürlich, das im Alter diese Trauer wieder hoch kommt oder kommen kann.

Da habe ich eine ganz andere Erfahrung. Ich bin die einzige, die ich kenne, die mittlerweile eine sehr kurze Trauerphase nach dem Verlust hat. Alle anderen trauern länger oder sehr lange. Ich habe dazu eine ganz andere Einstellung gewonnen. Ich habe dieses Loslassen aber auch sehr früh kennen gelernt.

Daraus folgend bin ich der Auffassung: wenn noch nicht getrauert wurde, steht die Trauer noch bevor.

Kann sein, muss nicht sein. Man muss ja nicht unbedingt lange trauern. Es hängt davon ab, wie viel Sinn jemand dieser Trauer gibt und welchen Raum. Mal abgesehen davon, dass man jemandem, der seine Trauer z. B. singend verarbeitet, von außen gar nicht so erkenntlich ist, dass derjenige trauert.

Man weis das ungelebte Trauer zu Depressionen und Mangel an Lebenslust führen kann.

Trauer muß raus.

Das ist mir zu pauschal. Ich denke nicht, dass sie bei jedem raus muss oder sonst ungelebte Trauer zu Depressionen und Mangel an Lebenslust führen kann. Genauso kann Trauer genau dazu führen. Ich denke auch nicht, dass Verlust schmerzlich sein muss und/oder unbedingt negativ. Das ist es eben, was uns mal so konditioniert wird.

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