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Kind sagen, dass Grossvater stirbt?

MWutte:rseiRt2x007 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Community,

mein Schwiegervater weiß seit 3 Wochen, dass er unheilbar Bauchspeicheldrüsenkrebs hat (bereits Metastasen in Lunge, Magen, Darm, Lymphknoten). Nun liegt er seit mehr als einer Woche im KH, Unser Kind (8) weiß dass Opa "schwer" krank ist, Papa deswegen auch sehr traurig ist, aber nicht dass er wohl bald stirbt. Mein Mann besucht seinen Vater jeden Tag. Heute schilderte er, dass er heute von ihm gefüttert werden musste, weil er alleine zu schwach ist, er konnte nicht mal das Bild, das unser Lütte gemalt hat, selber halten. Wir sind nun unsicher, wie wir uns verhalten; v. a. ob wir mit unserem Kind den Opa besuchen, weil er wohl sehr abgemagert ist. Unser Kind ist sehr sensibel, wir wissen nicht wie er reagiert, wenn er den Opa in diesem Zustand sieht... Zumal er bis vor kurzem noch topfit schien.

Antworten
P$lane9te>njwxind


Aus eigener Erfahrung: sag es ihm! Kinder sind stärker als man denkt. Es ist wichtig, dass er es erfährt. Sterben wird er ja, also wird der Schock so oder so kommen. Bringe es ihm schonend bei, sei für ihn da, wenn er dich braucht. Und lass ihn trauern wie er mag. Ich war auch 8 als mein Großvater gestorben war. Ich wusste, dass er sehr krank war und aus heutiger Sicht ist mir klar, dass er im Sterben lag. Es kam aber wie ein Schock als mir mein Vater morgens beim Aufstehen sagte, er sei gestorben. :-o Und alles was meien Mutter dazu erst mal sagte war "Das hättest du ihr doch nicht gleich sagen brauchen!" Bitte was ??? >:( Mein Vater hat mich gefragt ob ich meinen Großvater nochmal im Leichenschauhaus sehen will. Ich wollte, aber meine Mutter hat es nicht erlaubt. :°( Durfte nicht einmal auf die Beerdigung mit. :|N Gib deinem Kind eine Chance sich zu verabschieden, sowas ist sehr sehr wichtig!

s4chiZlchIexr


Hallo,

das tut mir leid für Eure Familie. Möchte Euer Kind denn den Opa besuchen? Wir sind in unserer Familie immer offen mit dem Tod umgegangen und ich fand das gut. Auch als Kind schon (ich war 6 als mein Opa starb).

M0uttiersMeit920x07


Es ist so, dass mein Sohn keine innige Bindung zum Großvater hat. ER sieht (sah) ihn vor der Erkrankung zwar ca 1 x wöchentlich, aber mehr zufällig. Mein Schwiegervater war immer am arbeiten (im Garten) und hatte keine Zeit für die Enkel.

Als wir von der Diagnose erfuhren, sind wir öfter die Großeltern besuchen gegangen (wohnen nur 1 Straße weiter). Aber unser Kind fühlte sich dort sichtbar unwohl, sagte kurz "Hallo" und erzählte (mehr gezwungen) wozu wir ihn animierten (Sag doch mal dem Opa ....) und quengelte, er wolle heim ...

W=ild&katexr


Hallo Mutterseit2007,

Ich würde es dem Kind sagen, gut nun früher oder später ?

MfG *:) :)* @:) :)^ :)^

TUraurtigeU_Sixe


Kinder sind stärker als wir glauben. Wenn euer Sohn den Opa besuchen möchte, dann gebt ihm die Chance.

Mein Sohn, auch hochsensibel, hat eines morgens als er wach wurde zu mir gesagt: Heute morgen ist Uroma Anchen von den Engeln abgeholt worden. Sie ist bei mir vorbeigeflogen und hat sich verabschiedet.

Ich habe ihn damals nur gedrückt und wir sind unserem Tagwerk losgegangen. Um 11 h kam dann der Anruf von den Großeltern, dass die Uroma am Morgen eingeschlafen sei ...

Als ich das dann nach der Schule meinem Kind gesagt habe, sagte er nur: das habe ich dir doch heute morgen schon gesagt ... hast du mir nicht geglaubt ?

Nach diesem Vorfall erlaube ich mir nicht mehr darüber zu urteilen ... sondern nehme das als gegeben hin.

Ich wünsche dir und euerer Familie ganz viel Kraft :)* :)* :)*

s=chiflchxer


Planentenwind

Durfte nicht einmal auf die Beerdigung mit.

Das ist sehr schade. Ich denke auch, dass Kinder die Möglichkeit haben sollten sich zu verabschieden und zu trauern.

s9chMil:cher


Okay, wenn das Kind keine enge Bindung hat, ist es vielleicht etwas anders. Aber sagen würde ich es ihm trotzdem. Und ihn entscheiden lassen, ob er mit will zum Opa oder nicht.

P>lanevten=wxind


Das ist sehr schade.

Danke. :-)

Mutterseit2007 auch wenn er keine innige Bindung hat, sag es ihm. Er kann dann ja selbst entscheiden ob er sich verabschieden will oder nicht. Vielleicht geht es ihm auch gar nicht so nahe. Er packt das schon. @:)

cTriemchEarlxie


mein vater lag im sterben, da war ich 8. ich finde es heute noch schlimm, dass es mir keiner gesagt hat - auf die idee kommt man doch als kind nicht....

"gut" finde ich, dass die bindung bei euch nicht so tief ist. so kann sich das kind verabschieden und damit auseinandesetzen, aber wenn es passiert, wird es nicht so hart getroffen. vergessen darf man auch nicht, dass das kind eure trauer mitbekommen wird, ob ihr wollt ode nicht, d.h., es ist sowieso ein teil des vorganges, da ja auch teil eurer familie.

M]isesTo^l_stxoi


Ich habe als ich in dem Alter war auch eine Urgroßvater verloren.

Ich weiß nicht wie gerne dein Sohn Bücher mag, aber ich habe damals von meiner Mutter "Wenn Oma plötzlich fehlt" von Manfred Mai geschenkt bekommen und das hat mir irgendwie ein bisschen mehr beim Verstehen geholfen.

Vielleicht ist das ja eine Möglichkeit.

Tghalitna


Hallo,

Du kennst Dein Kind am Besten - allerdings glaube ich, Kinder können manchmal besser mit solchen Dingen umgehen als wir Erwachsenen.

Ich würde es meinem jetzt Achtjährigen unter den beschriebenen Umständen sagen. Ganz eindeutig, gerade weil mein Kind sehr sehr sensibel ist und es besser ist darüber zu sprechen.

Das erinnert mich an etwas das passiert ist als ich ein Kind war. Meine deutlich ältere Schwester fand ihren zwanzig Monate alten Sohn morgens tot im Bett. Niemand d hatte etwas gemerkt, es war ein Hirntumor.

Das Kind wurde aufgebahrt und ich durfte ihn mir ansehen, mich verabschieden. Ich war beeindruckt und traurig... Aber eben auch neugierig. Eine Verwandte die mit mir da war bot mir an mit mir draußen vor der Kapelle zu bleiben- Aber ich wollte ihn sehen. Und spürte genau: eigentlich hatte besagte Verwandte Angst vor dem was sie da zu sehen bekommen würde: ein totes Kind.

Ich war alt genug um zu verstehen dass tot tot ist, dass das Kind nicht wieder aufwacht, - aber ich war auch neugierig. Und irgendwie unbefangen.

Heute würde mich die Situation damals viel mehr umbauen. Damals war ich sehr traurig aber ich konnte damit besser umgehen als manche Erwachsenen.

Man sollte Kinder nicht unterschätzen..Und für mich war es im Nachhinein dann gut das ich ihn gesehen hatte. So konnte ich glauben dass er wirklich tot war.

T>ha*lixna


Hallo,

Du kennst Dein Kind am Besten - allerdings glaube ich, Kinder können manchmal besser mit solchen Dingen umgehen als wir Erwachsenen.

Ich würde es meinem jetzt Achtjährigen unter den beschriebenen Umständen sagen. Ganz eindeutig, gerade weil mein Kind sehr sehr sensibel ist und es besser ist darüber zu sprechen.

Das erinnert mich an etwas das passiert ist als ich ein Kind war. Meine deutlich ältere Schwester fand ihren zwanzig Monate alten Sohn morgens tot im Bett. Niemand d hatte etwas gemerkt, es war ein Hirntumor.

Das Kind wurde aufgebahrt und ich durfte ihn mir ansehen, mich verabschieden. Ich war beeindruckt und traurig... Aber eben auch neugierig. Eine Verwandte die mit mir da war bot mir an mit mir draußen vor der Kapelle zu bleiben- Aber ich wollte ihn sehen. Und spürte genau: eigentlich hatte besagte Verwandte Angst vor dem was sie da zu sehen bekommen würde: ein totes Kind.

Ich war alt genug um zu verstehen dass tot tot ist, dass das Kind nicht wieder aufwacht, - aber ich war auch neugierig. Und irgendwie unbefangen.

Heute würde mich die Situation damals viel mehr umbauen. Damals war ich sehr traurig aber ich konnte damit besser umgehen als manche Erwachsenen.

Man sollte Kinder nicht unterschätzen..Und für mich war es im Nachhinein dann gut das ich ihn gesehen hatte. So konnte ich glauben dass er wirklich tot war.

K~leineuHex9e21


Sag es ihm. Mir hat man es damals nicht gesagt und ich bin - trotz scheinbar nicht so großer Bindung - in ein Loch gefallen. Du schützt ihn nicht, indem du es ihm nicht sagst. Du schützt ihn, indem er sich vorbereiten kann.

BUirke,nz~weixg


sehe ich auch so. ich würde ihn auch fragen, ob er nochmal mit ins krankenhaus will, dann aber auch sagen, daß der opa nicht mehr so aussieht, wie vorher.

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