» »

Angst vor dem Tod der Großeltern

l@acsoap1x23 hat die Diskussion gestartet


Ich(25) habe tierische Angst vor dem Tod meiner Großeltern(73 & 69) :( Ich steiger mich da total rein, das macht mir totale Angst, hatte diese Ängste früher schon aber konnte irgendwann damit umgehen, als ich heute mal geguckt habe was die durchschnittliche Lebenserwartung ist da ist mir fast alles zusammen gebrochen, da stand original 73 Jahre.

Meine Großeltern sind für ihr Alter noch sehr Fit, sind 2-3 mal im Jahr für einen Monat in Spanien im Urlaub, mein Opa ist schon 15-20 Jahre lang Rentner wegen einem Arbeitsunfall und hatte vor 5 Jahren einen Schlaganfall, da dachte ich schon das die Zeit jetzt gekommen ist, zum Glück hat er alles gut weggesteckt, er fährt jeden Tag noch mit dem Fahrrad 2-3 Kilometer zu einem Haus wo er Hausarbeiter-Arbeiten erledigt, und meine Oma ist seit 5 Jahren Rentnerin, beide quasi in der "Blüte ihres Lebens", bis Abends um 1 oder 2 Fernsehen gucken, bis 10 Schlafen, und immer gute Laune, aber ich habe trotzdem so sehr Angst vor dem Tag an dem sie von mir gehen :( ich wohne noch bei meinen Großeltern weil es Platzmässig passt, bestimmt ist das einer der Gründe warum ich denke dass es mich so treffen wird dann, ich weiss auch dass mir bei sowas niemand helfen kann, aber keine Ahnung, ich wollte das einfach mal nieder schreiben :( mich macht das ganze Aktuell sehr fertig :°(

Antworten
amug2x33


TE, wenn ich solche Zeilen wie:

Heute spuck ich immer noch, hab die letzten 2-3 Tage kaum gegessen und getrunken, seh schon aus wie Joopi Heesters(dieser 108 Jahre alte Deutsche :D)

von meinem Enkel lesen würde, dann hätte ich Sorgen um seine Gesundheit und sein Leben.

Du verschiebst Deine eigene Angst um das eigene Leben auf die Großeltern! Bring deine eigene Lebensführung in Ordnung, trink zumindest ausreichend!

X&irKain


So richtig weiter helfen kann ich dir nicht...

Ich hab die Angst vor dem Tod eines Familienmitgliedes selbst erlebt...2013 als meine Schwester verstarb wurde sie ganz schlimm. Ständig dachte ich "Was, wenn...".

Bei jedem Telefonklingeln hatte ich den Schweiß auf der Stirn stehen...

Einen Weg daraus habe ich nicht aktiv gefunden...es wurde besser als ich zur Therapie ging... einfach so... Ich denke bei mir war es die schlecht verarbeitete Trauer...

Auch heute denke ich noch manchmal "Was, wenn das das letzte Mal war, dass ich sie gesehen habe...", aber meine Großeltern sind alle 83+. Es hilft mir, wenn ich alles so mache, dass ich mir nichts vorwerfen könnte, falls es zu einem Tod käme. Ich bin das einzige von 5 Enkeln, dass ca. alle 3-4 Monate vorbei kommt bei meiner einen Oma...und ich wohne im Gegensatz zu den anderen 600km weit weg. Ich weiß, dass es ihr Freude bereitet und somit habe ich "ein ruhiges Gewissen".

Ist ein bisschen egoistisch auch motiviert, aber meiner Schwester konnte ich nicht lebewohl sagen...

Bei alten Menschen ist es so, dass sie ihr Leben gelebt haben...sie werden irgendwann gehen. Deswegen ist es wichtig die Zeit, die man gemeinsam hat zu genießen und ihnen auch eine Freude zu bereiten.

Die Angst vor dem Tod enger Verwandter ist sehr weit verbreitet, da wir heute mit dem Tod nicht oft in Kontakt geraten. In früheren Zeiten zog man den Toten noch die Gewänder an. Schon Kinder wurden mit dem Tod konfrontiert, da die Lebenserwartung viel geringer war.

Viele junge Leute, die das erste mal mit der Sterblichkeit konfrontiert werden, verstehen es nicht... Ein Sarg oder eine Urne wird begraben.... richtig wertschätzen ein letztes Mal fällt schwer.

Ich kann dir nur empfehlen dem Grund für diese Angst aufzuspüren. Deine Angst ist sehr ausgeprägt, sie sollte vielleicht einmal von jemand professionellen begutachtet werden.

Weißt du, jeder vermisst die Gegangenen, aber du machst, obwohl noch niemand gegangen ist, dein Leben schon zur Hölle... Du trauerst jetzt schon, obwohl es noch nicht notwendig ist...und das macht dich kaputt...

Pklac-eb^o090x6


Du trauerst jetzt schon, obwohl es noch nicht notwendig ist...und das macht dich kaputt...

:)^

lacsap123, zusammen mit den anderen Beiträgen die du hier eröffnet hast kann ich diesem Satz aus deinem Erbrechen, Panikattacken. - Thread hier nur zustimmen:

er riet mir zu einem Besuch beim Psychotherapeuten.

Ich denke du solltest dir Hilfe holen.. du hast einige Baustellen die dich beschäftigen und bei denen dir Hilfe sicher nicht schaden würde ;-)

l2a"csa^p1x23


Ich denk auch dass ich mal zu einem Therapeuten gehen sollte, habe aber son bisschen die Hoffnung dass es am nächsten Tag besser wird, aber so wirklich bessern tut sich das nicht.

Das ist echt seltsam, zuerst hatte ich Angst dass ich Krank bin und Tourette habe(wegen nervöser ticks etc.), dann habe ich mich wegen Depressionen verrückt gemacht, und jetzt kommt das. Nur weil ich mir so einen Scheiss Zeitpunkt ausgesucht habe um erstmal mit dem Kiffen aufzuhören :|N

Ich wünschte diese Gedanken über Tod wären weg, mit Depressionen komm ich super klar, nach dem ich nun gesehen habe dass es weitaus schlimmere Gedanken gibt. :-|

BCenitxaB.


Es könnte alles für die Katz sein. Mein Vater war im September todkrank, hatte vor 20 Jahren schon Nierenkrebs, ließ die Niere entfernen, sagte jedem, Chemo würde er nie machen.

Im Oktober nun entließ man ihn mit 3 Wochen Lebenserwartung nach Hause, von dort kam er in ein Heim.

Am 8. Februar, also vor wenigen Tagen, haben wir seinen 90. Geburtstag in einem Hotel gefeiert.

Der Chor, wo er lange Mitglied war, war mit über 20 Leuten gekommen. Und hat fast 2 Stunden gesungen. Mein alter Herr stand auf und stellte sich zu seinen Gesangesbrüdern und sang aus voller Kehle mit.

Mit dem Laufen könnte es besser sein, aber der Mann war entgegen jeglicher Prognose mopsfidel.

Was, wenn Deine Großßeltern ebenso noch 20 Jahre leben?

Du ergehst Dich in Selbstmitleid, meinst es nicht ertragen zu können. Vielleicht 20 Jahre lang

Sterben dauert letztendlich eine Sekunde, davor wird gelebt. Immer. Das ist der Weg.

Töte nicht das Leben durch Gedanken, die rein gar nichts bringen außer dass man Minuten, Stunden, Tage nicht richtig lebt....

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Abschied und Trauer oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Gedenken


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH