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Ich schaffe es nicht zu Verarbeiten...

L[ighttxyy hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben! @:)

Ich habe ein arges Problem und ich WEISS, dass dieses Problem existiert aber ich schaffe es trotzdem nicht...

Vor 2 1/2 Jahren ist mein bester Freund plötzlich verstorben. Der Tod ist nun einmal hart gesagt Bestandteil des Lebens... das ist mir bewusst. An diesem Tag ist für mich gefühlt die Welt untergegangen.

Die schwerste Phase habe ich mithilfe von Johanniskraut - ich sage jetzt bewusst - verdrängt.

Eigentlich besteht meine komplette Verarbeitungsphase aus Verdrängung. Verdrängung durch Johanniskraut (nur kurzzeitig, da ich schnell gemerkt habe, dass ich hier zur Abhängigkeit neige), Verdrängung durch gezieltes konzentrieren auf meine damalige dem schon Untergang geweiht gewesene Beziehung. Und Verdrängung durch mich auf die Probleme anderer konzentrieren. Von de anderen Freunden meines besten Freundes habe ich mich bewusst distanziert, seine Familie rufe ich einmal alle halbe Jahre an...

Jetzt bin ich in einer Beziehung mit jemandem der seinen Bruder vor knapp über einem Jahr durch plötzlichen Tod verloren hat (da kannte ich ihn noch nicht). Und die ganze Familie redet so offen über den verstorbenen- sie erzählen sich Geschichten, erwähnen ihn oftmals beiläufig. Und ich beneide sie dafür, dass sie es können. Für mich selbst scheint das unmöglich.

Nun merke ich wie ich wieder in die komplette Verdrängung gerutscht bin. Ich bin an den wichtigen Tagen wie den Todestag des Bruders, Geburtstag des Bruders mit meinem Freund und seiner Familie- ich gehe mit ans Grab ich nehme an all ihren Ritualen Teil. Aber wenn der Todestag oder Geburtstag meines besten Freundes naht bekomme ich einen Zusammenbruch und meine innerliche Mauer lässt es nicht zu, dass ich darüber reden kann. Ich hatte mir damals fest vorgenommen seine Familie ab und zu zu Besuchen, nochmal an sein Grab zu gehen und all seine Geschichten mit Anderen zu Teilen, weil er so ein wundervoller Mensch war.

Selbst jetzt muss ich mich zusammenreißen nicht in Tränen auszubrechen und es fällt mir unglaublich auch nur überhaupt diesen Text hier zu verfassen.

Ich muss etwas daran ändern. Denn jetzt liegt meine Oma im sterben und ich habe Angst, dass ich das auch in mich hineinfresse und früher oder später wieder zum Johanniskraut greife...

Ich will mir diese Schwäche nicht eingestehen- und ich weiß nicht wieso es für mich überhaupt Schwäche bedeutet. Ich ertrage es nicht das Gefühl zu bekommen weinen zu müssen sobald zB mein Freund versucht mit mir darüber zu reden... Ich lenke sofort ab und verdränge wieder.

Vielleicht hat jemand einen Rat? :-(

Lg Lightyy

Antworten
C(y`texx


Mein Rat wäre: Erlaube Dir das Verdrängen. Du darfst alles komplett verdrängen. Es gibt kein Gesetz, das Verdängung verbietet, und Du bist total frei. Du musst nichts ändern daran. Nimm den ganzen Druck raus.

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