» »

Ich schaffe das einfach nicht mehr

LfauraR1804 hat die Diskussion gestartet


Hallo

Meine Oma erfuhr im Juni 2015 das sie Bauchspeicheldrüsenkrebs hat

Ich war jeden Tag bei ihr sie war wie eine Mama für mich

Ich war mehr bei meinen Großeltern als bei meinen eigenen Eltern

Sie hat den kampf gegen den Krebs im September 2016 verloren :°(

Seit dem ist eine Welt für mich zusammen gebrochen ich muss aber stark sein für meine zwei Kinder

Seit dem Tod von Oma bring ich irgendwie nichts mehr auf die reihe

Habe schlafprobleme bin müde

Habe 10 kilo abgenommen

Bin gereitzt

Druck auf der brust

Zittern

Traurig

usw.

Wir fahren jetzt bald auf urlaub und irgendiwie kann ich mich nicht darauf freuen

Das problem ist das ich irgendwie kaum weinen kann ich verdränge das total

Ich kann mit kaum einen darüber reden

Ich habe immer angst das jeder sagt du bildest dir das ja nur ein

Mir fehlt oma so sehr :°( ich konnte mit ihr über alles reden und Opa baut auch total ab :°(

Ich weis nicht mehr weiter

Danke euch

Antworten
pglacexs


:°_ :°_ fühl dich mal fest umarmt. Das tut mir sehr leid, dass du einen Verlust zu betrauern hast.

Vielleicht würde es dir helfen, wenn du mit einer dafür ausgebildeten Person darüber redest. Es gibt da Trauerbegleitungen, oder Psychologen - es ist ganz wichtig, dass du das nicht verdrängst. :)_

eLmil1emmxa


Hallo Laura,

meine Oma ist auch an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Von der Diagnose bis zum Tod vergingen nicht einmal 5 Monate. Das war 2009. Ich bin in meinen ersten Lebensjahren, aufgrund der Berufstätigkeit meiner Mutter, auch bei meiner Omi aufgewachsen und habe heute noch den Geruch ihrer Haare in der Nase. Und ihren ganz besonderen Blick, wenn es mir nicht gut ging. Sie schaute mich dann nur an, ich musste nichts sagen. Bei ihr gab es eine ganz besondere Wärme, eine selbstverständliche Ruhe.

Ich habe in den vielen Jahren, die seitdem vergangen sind, gelernt, ehrfürchtig zu sein. Und dankbar für diese unwahrscheinliche Liebe, die ich erfahren durfte. Dafür, dass sie mich Vieles gelehrt hat. Noch heute entdecke ich Gemeinsamkeiten zwischen ihr und mir, die mittlerweile aber nicht mehr weh tun, sondern die mich stolz machen. Mein Großvater, der alleine zurückgeblieben ist, hat mich manchmal verflucht dafür, dass ich ihr so ähnlich bin. Die Erinnerung und der Schmerz waren zu groß.

Jetzt, nach vielen Jahren der Trauer, schaffen wir es, uns gemeinsam zu erinnern und hieraus Kraft zu schöpfen. Wir fahren zu besonderen Orten, die immer von der Omi geprägt waren. Wir können uns heute darauf einlassen und vergießen nur noch wenige Tränen. Aber auch heute sitze ich noch bei Problemen am Fenster, schaue in den Himmel und frage meine Omi. Und dann weine ich.

Was ich dir damit sagen möchte: Es dauert! Das Trauern ist ein sehr egoistischer Prozess. Wichtig ist, es zuzulassen. Nicht vor anderen, sondern vor sich selbst.

Ich wünsche dir alles Liebe!

emilemma

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Abschied und Trauer oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Gedenken


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH