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Komme mit dem Tod meiner Mutter absolut nicht zurecht!

l_alKel{ubnala hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr,

ich wende mich jetzt mal an dieses Forum hier. Ich bin einfach so verzweifelt. Ich weiß nicht weiter.

Ich bin 23 und meine Mama ist letztes Jahr an Krebs gestorben. Der Krebs wurde zu spät erkannt und war damit nicht mehr heilbar. Nach der Diagnose hatte sie noch ein paar leidvolle Monate mit Chemo und Bestrahlung zu leben, dann ist sie an einer Lungenentzündung gestorben.

Es war alles grauenvoll und ich habe jede Minute mit meiner Mutter mitgelitten.

Aber, so komisch das klingt, darum geht es mir gerade nicht einmal.

Ich komme mit der Situation, wie sie jetzt für mich ist, einfach nicht zurecht. Mein Leben ist nicht mehr lebenswert.

Ich vermisse meine Mutter so schrecklich. Es ist kaum in Worte zu fassen. Habe Schlafprobleme, Panikattacken, Zwangsgedanken.

Ich kann eigentlich gar nicht fassen, dass das überhaupt passiert ist. Ich hatte ein sehr enges und gutes Verhältnis zu meiner Mutter. Und ich habe keine Geschwister, bin ohne meinen Vater aufgewachsen. Ich bin jetzt quasi ganz alleine. Und DAS ist genau mein riesengroßes Problem. Es bringt mich einfach um. Allein der Gedanke, dass da niemand mehr ist, wenn ich ein Problem habe, nicht klarkomme, quält mich so unendlich! Ich habe einfach nur ANGST!

Ich fühle mich so alleingelassen jetzt. Ich schaffe es einfach nicht.

Ich hatte, obwohl ich ohne meinen Vater aufgewachsen bin, eine sehr glückliche Kindheit. Mir hat es eigentlich an nichts gefühlt. Die Familie meiner Mutter hatte einen sehr starken Zusammenhalt, ich habe mich immer wohl und geborgen gefühlt. Wir haben auch immer alle zusammen viel unternommen. Wenn jemand ein Problem hatte, war immer jemand da. Es war alles harmonisch und einfach gut. Da gab es gar keine Probleme.

Leider ist es aber so, dass fast alle verstorben sind in den letzten Jahren! Auf total verrückte und unnötige Weise! Vor 5 Jahren hatte meine Oma einen Unfall und ist an den Folgen im Krankenhaus gestorben. Mein Opa hat sich ein Jahr darauf dann das Leben genommen, weil er mit dem Tod meiner Oma nicht zurecht kam. Er war deutlich älter als sie und ohne sie einfach aufgeschmissen. Der Tod meiner Oma und dann auch noch mein Opa hatten mich schon sehr mitgenommen. Aber es waren eben die Großeltern. Ja irgendwie normal, dass sie irgendwann sterben. Meine Mutter und ihre drei Brüder sind daraufhin fast noch enger zusammengerückt. Irgendwie sind wir darüber hinweggekommen.

Im selben Jahr allerdings, in dem mein Opa sich suizidiert hat, bekam mein Onkel die Diagnose Krebs. Lungenkrebs. Ok, er war Kettenraucher, aber damit hat dennoch niemand gerechnet. Warum auch?! ... Ich mach es kurz: Er ist in dem Jahr ebenfalls gestorben. Meine Mutter hatte daraufhin einen Nervenzusammenbruch, ihre zwei anderen Brüder waren ebenfalls völlig am Ende. Seitdem schon war es in der Familie nicht mehr wie vorher. Die Stimmung insgesamt war gedrückt. Keiner kam so wirklich darüber hinweg. Es war einfach schlimm. Meine Mutter hat sich aber bemüht, dass ich da nicht so mit reingezogen werde, auch nicht durch ihre Krise. Und obwohl es mein Onkel war, den ich natürlich auch geliebt habe und der auch immer für mich da war und um den ich natürlich getrauert habe, hat es mich auch noch nicht soo sehr aus der Bahn geworfen. Mich und mein Leben ja nicht unmittelbar beeinflusst. Ich hatte ja meine Mama (und meine Freunde usw., ich meine aber jetzt nur die Familie). Damit war eigentlich alles immer auf jeden Fall auf einem erträglichen Level. Doch dann 2015 der nächste Schock: Meine MAMA (!) hat plötzlich auch Krebs. Ohne Smptome vorher, nur ein leichter Hustenreiz, der nicht verschwinden wollte, wegen dem sie dann zum Arzt ist. Lungenkrebs. Inoperabel, da der Tumor schon sehr groß war.

Es hieß, dass sie eine Kombination aus Chemotherapie und Bestrahlung bekommt, um den Tumor so weit zu verkleinern, dass sie doch operiert werden kann. Und die Therapie schlug auch an, hieß es, der Tumor war bereits um ein Drittel geschrumpft. Durch die Chemo an sich und dadurch, dass sie wegen der Chemo nichts essen konnte, war sie aber so geschwächt, dass sie dann mit einer Lungenentzündung mehrmals stationär aufgenommen werden musste. An der sie dann letztes Jahr im April auch gestorben ist. Ich will und kann da gar nicht näher drauf eingehen, es ist einfach mein persönlicher Alptraum. Die ersten Wochen danach dachte ich, dass ich innerlich zerreiße, ich mich auflöse. Einfach nur entsetzlich schlimm. Danach habe ich versucht das Ganze komplett zu verdrängen, ich war so viel feiern wie noch zuvor in meinem Leben. Habe extrem viele Projekte begonnen, bei meinem Nebenjob jeden auch nur erdenklichen Dienst übernommen, ich war nur unterwegs. Hauptsache nicht nachdenken. Das Ganze ging etwa bis Oktober so. Dann hatte ich auf einmal keine Kraft mehr. Ich bin zusammengebrochen. Seit Oktober fällt mir alles unglaublich schwer, ich fühle mich depressiv, habe ständig Panikattacken, kann nicht schlafen, fühle mich hoffnungslos, leer.

Ich weiß einfach nicht weiter!! Ich war nun monatelang auf der Warteliste bei einem Psychotherapeuten und habe nun endlich einen Platz. Hatte letzte Woche meinen ersten Termin da. Aber ich glaube eigentlich nicht, dass mir das helfen wird. Mein Problem ist nicht unbedingt nur das Trauma, das ich durch den Tod meiner Mutter habe, es ist wirklich auch die Tatsache, dass ich jetzt einfach ganz alleine bin. :( Ich will und kann nicht ohne Familie sein. Meine Mutter fehlt mir in allen Lebenslagen. Ich bräuchte so dringend emotionale Unterstützung. Ihren Rat, ihre Umarmung, ihre Liebe, ihr Verständnis, die Gespräche mit ihr. Einfach alles.

Ich habe das Gefühl, dass ich mein Leben nicht mehr leben kann. Ich bin gefangen im absoluten... Nichts. In mir ist einfach nichts mehr.

Dann habe ich wenigstens auf die Unterstützung meiner zwei noch verbliebenen Onkels gehofft, aber leider sind sie nicht wiederzuerkennen. Vermutlich kommen sie selbst mit der kompletten Situation nicht klar. Der eine Onkel macht gerade auch noch zusätzlich eine Scheidung durch, der kommt überhaupt nicht mehr zurecht, er kann mir definitv nicht helfen, nicht mal normale Gespräche sind drin, erst recht keine Gespräche über meine Mama, und der andere ist auf einmal entsetzlich fies zu mir. Ich habe keine Ahnung warum, auf jeden Fall ist es so und es belastet mich noch viel mehr. Es ist kein Kontakt mehr möglich. Ich bin wirklich ganz allein.

Ich komme nicht damit klar, ich kann es einfach nicht. Ich fühle mich wieder wie ein kleines Kind, das einfach nur zu seiner Mutter will. Ich will heulen, schreien, und dass mir einfach jemand hilft! Denn ich schaffe es nicht alleine! Aber ich muss! Ich muss alles alleine bewältigen und das bringt mich einfach um! Ich kann so einfach nicht leben. Ich gehe kaputt, ich drehe durch.

Manchmal wünschte ich, ich wäre statt meiner Mutter gestorben.

Was soll ich bloß tun?! Ich würde mich sogar adoptieren lassen. Das klingt so verrückt. Aber ich brauche einfach Eltern. Ich schaffe es einfach nicht so. HILFE!

Eigentlich bin ich total selbständig, selbstbewusst, willensstark, aber seit ich weiß, dass ich alleine MUSS, geht einfach gar nichts mehr. Ich ertrage diesen Gedanken einfach nicht. ICH KANN NICHT! Manchmal glaube ich, dass es schon fast daran liegt, dass ich so willensstark bin! Ich will überhaupt nicht dass das passiert ist, ich kann mich nicht damit anfreunden, ich finde keinen Weg damit umzugehen. Die einzige Lösung wäre, dass meine Mutter wieder lebendig wird. Ich weiß natürlich, dass das nicht geht. Aber es fühlt sich alles so grausam an. Mein Leben fühlt sich an wie ein heftiger Korb. Es ist einfach nur so, so, so, so fies und schlimm.

Weiß jemand IRGENDEINEN Rat? Ich kann so nicht leben.

(Sorry, falls der Text etwas abgehackt oder ähnliches klingt, ich habe es gerade nicht anders zusammen bekommen.)

Antworten
pWüppi1H989


Es zerreist mir das Herz das zu lesen was du schon alles durch machen musstest und wenn man dann noch dazu ganz alleine ist , ist diese situatin noch tausend mal schlimmer

Ich verstehe dich total das du deine mama einfach wieder zurück möchtest auch dein fühlen denken und deine lustlosigkeit verstehe ich total kann es dir nach fühlen wie schrecklich du dich fühlst

Lvave#ndelxa_


Es ist furchtbar, was du mitmachen musstest. Da ist es verständlich, dass du am Ende deiner Kräfte bist. Hast du Freundinnen oder Freunde, die dich auffangen können? Hast du es mit einer Therapie versucht? Manchen hilft sie, es wäre einen Versuch wert.

Wichtig für dich ist, dich nicht fallen zu lassen, du bist so jung. Wahrscheinlich fehlt dir wohl die Kraft dafür. Der Tod deiner Mutter ist gerade ein Jahr her, lasse deiner Trauer die Zeit und den Raum, den du brauchst.

Gibt es etwas, was dich aufheitern könnte? Das du mal für eine Zeit lang abgelenkt bist?

E2hemal]iger kNutzoer (!#14918x7)


Es tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht, es ist bedrückend und sehr traurig. Fühle Dich in den Arm genommen!

Ich kann Dir leider nichts sagen, was Dich Dein Alleinsein und Deine Traurigkeit besser ertragen läßt, ich habe nur so ein rationales, männliches Ding, was ich Dir sagen kann.

Und zwar das, dass die Zeit kommen wird, wo Du einen Mann oder eine Frau kennenlernen wirst, der/die Dich auffangen, stützen und begleiten wird. Sei zuversichtlich und verliere nicht völlig den Lebensmut, irgendwann kommt die Freude am Leben zurück.

aOpbri7l45


Es ist sehr traurig zu lesen was dir schon alles passiert ist. Es ist zweifelsohne das schlimmste was einem passieren kann ein Elternteil zu verlieren. Ich habe vor nun mehr fast vier Jahren meinen Vati durch Lungenkrebs verloren und es tut immer noch weh, aber mit der Zeit wird der Schmerz ein anderer. Man ist jetzt froh über jede Erinnerung die man an den jenigen hat und man sich freuen kann diesen auf einem Weg ein Stückchen begleiten konnte.

Ich denke das deine Onkels ihren Schmerz und Trauer so verstecken wollen und ihr über kurz oder lang wieder zu einem normalen Verhältnis kommen werdet.

Es ist schon schlimm das du in so jungen Jahren deine Mama verloren hast, aber deshalb gleich den Gedanken zu hegen dich adoptieren zu lassen, kam mir doch etwas übertrieben vor, denn das du da nicht über kurz oder lang wieder vor dem Dilemma stehen würdest kann dir keiner garantieren. Nur mal angenommen ich oder jemand anderer würde hier sagen ich adoptiere dich, er ist an Krebs erkrankt oder wird es demnächst vlt. sein und schön würdest du wieder in der gleichen Situation sein. Leider ist es nun mal so das es immer wieder in unserem Leben Situationen geben wird die uns sehr, sehr traurig machen. Mit diesen Problemen müssen wir uns immer und immer wieder auseinandersetzen. An diesen Situationen kann man aber auch wachsen und wird stärker.

Ich weiß auch das deine Mutti es nie und nimmer gewollt hätte das du so verzweifelt bist und diese Traurigket nicht überwinden kannst. Wenn du sagst, es wäre besser gewesen wenn du erkrankt und gestorben wärst, genau so hat deine Mutti gedacht:Nur gut das ich es bin und nicht mein Kind. Freue dich darüber das du so eine tolle Mutti hattest mit der du eine sehr sehr schöne Zeit hattest, auch wenn sie leider zu kurz war.

So lange du dich an deine Mutti erinnerst, wird sie bei dir, in deinem Herzen sein und darin weiterleben. Vielleicht hilft dir ja auch der folgende Spruch, für mich war er sehr hilfreich und tröstlich:

Ihr habt einen enschen verloren, aber einen Schutzengel dazu gewonnen!

Mache dir bewußt was deine Mutti jetzt zu dir sagen würde. Ich denke sie würde sagen, sei nicht traurig mein Kind, da wo ich jetzt bin geht es mir sehr gut und ich habe keine Schmerzen mehr. Lebe dein Leben, genieße jeden Augenblick, denn es ist nur so kurz, freue dich an all dem schönen was es zu bieten hat und behalte mich in deine Herzen.

Hast du gute Freunde mit denen du über deine Sorgen und Ängste reden kannst? Vielleicht hast du in deiner Gegend die Möglichkeit in ein Trauercafe' zu gehen, vielleicht wäre dies eine gute Möglichkeit im Austausch mit anderen Betroffenen die Situation zu verarbeiten.

Falls du magst kannst du auch gerne ne PN schicken.

Ich wünsche dir ganz, ganz viel Kraft und das du so langsam wieder ins Leben zurück findest. :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

S9unfsloawerx_73


Es tut mir sehr leid, das Du da erleben musstest. Und KEINE Therapie der Welt kann diese Erfahrungen auslöschen und die Lücken schließen.

Aber versuche es wirklich mit der Therapie. Es gibt etwas, was man "komplizierte Trauer" nennt. Das scheint auf Dich zuzutreffen. Und da ist es sinnvoll, sich therapeutische Hilfe zu holen. Da kann man therapeutisch dran arbeiten und an einen Punkt kommen, wo man ALLES so verarbeitet, dass man besser weiterleben kann. Du hast die Chance - versuche es zumindest!

Ziahxni99


Hallo lalelunala,

ich habe mir gerade deine Gechichte durchgelesen, du musstest in deinem kurzen Leben ja leider schon sehr viel mitmachen. Wenn du dich nach dem Warum fragst muss ich dir sagen, du wirst darauf nie eine Antwort finden und bekommen.

ABER du bist noch jung und hast dein ganzes Leben vor dir, eben das Leben welches dir deine Mama geschenkt hat. In dir steckt viel von deiner Mutter, sie hat dir alles mitgegeben um zu leben, daher lebt sie auch in dir weiter.

Deine Mutter musste viel mitmachen, vielleicht war es für sie eine große Erleichterung, wer weiß was sie noch alles hätte mitmachen müssen bevor sie zu einem späteren Zeitpunkt gestorben wäre. Ja leider ein schwacher Trost, das sagte mir mal eine alte Frau, als meine Oma gestorben war. Viele Jahre später denke ich sie hatte recht.

Nun, dass du trauerst ist natürlich normal. Leider wird das nicht vergehen, du wirst deine Mutter bis ans Ende deines Lebens vermissen. Deine Trauer wird allerdings anders werden, glaub mir, du wirst in der Zukunft lernen damit umzugehen.

Früher oder später muss jeder derartige Trauer mitmachen, was bleibt sind Erinnerungen und ja, auch das Gefühl alleine zu sein.

Auch ich musste schon geliebte Menschen verlieren, was mich tröstet? Nun nach einiger Zeit redete ich mir ein (nein ich glaube fest daran!), dass wir uns später alle wiedersehen - nennen wir es im Himmel. Alle zusammen sitzen wir an einem großen Tisch und Essen zusammen und reden über früher. Ich bin nicht tief religiös, glaube aber dennoch an Gott oder daran, dass es nach dem Tot weitergeht. Wir alle haben einen Sinn im Leben. Bedenke mal die kleinste Ameise hat ihre Aufgaben, zertrampelst du diese ausversehen, wirst du dich deswegen nicht schlechter fühlen, in der Ameisenkolonie wird man diesen Verlust aber wohl anders sehen... So vielleicht auch bei uns Menschen, wir haben alle unseren Sinn, den Sinn den nur Gott versteht. Deine Mutter hat ihre Aufgabe hier leider zu früh erfüllt gehabt, sie hat dich geboren und wird sicherlich irgendwie immer an deiner Seite sein.

Erlaube mir, dass ich ein Traum mit dir teile, ein Traum den ich immer mal wieder hatte. Als mein Bruder nach einem schweren Unfall mit sämtlichen Geräten versorgt wurde, träumte ich Nachts wie er die Geräte/Schläuche wegmachte. Voller Schreck sagte ich; du brauchst diese doch - hör auf. Er meinte, dass er diese nicht mehr benötige und wir uns nicht mehr so oft sehen können, er aber immer bei mir wäre. Mein Bruder ist dann kurz darauf gestorben. Ich hatte noch ähnliche Träume danach. Ich sag dir, dass ist aber mehr als nur ein Traum gewesen. Das und noch einige andere Ereignisse lassen mich nicht mehr daran Zweifeln dass es nach dem Leben weitergeht, vielleicht fängt es erst richtig an wenn man bedenken mag was 100 Jahre auf der Erde bedeuten. In der Geschichte der Erde ist das nichtmal ein Wimpernschlag...

Liebe lalelunala, ich wünsch dir viel Kraft in deinem Leben und bin mir sicher, dass du trotz deiner Schicksalsschlägen schon bald erkennst, dass es sich dennoch lohnt zu leben. Du wirst sicherlich bald ein Freund und später Ehemann finden und vielleicht selbst Kinder haben. Glaub mir das geht schneller als man denkt. Ich würde alles darauf verwetten, dass du spätestens dann mal an meine Worte zurückdenkst und den Sinn DEINES LEBENS gefunden hast.

Weiter wünsche ich dir, dass du dich auch an Kleinigkeiten erfreust, diese sind auch wichtig, freue dich an Regenwetter, wenn du in deiner warmen Wohnung sitzt, freue dich an ein sonnigen Tag, an blühende Blumen, an was tollem zu Essen uvm.

Und trauer auch um deine verstorbenen Verwandten weiter, du wirst sie nie vergessen und sie dich auch nicht!

Für dich geht das Leben weiter, du musst noch deine Aufgabe erfüllen - gib nicht auf und glaub mir, auch wenn du im Moment nicht weißt wie es weitergeht, ES GEHT WEITER aber leider etwas anders als früher.

Lenke dich ab, treff dich mit deinen Freundinnen, das hilft auch etwas.

S<chwVesteWrherxz


Liebe Lalelulana

Ojeh!!!! Das ist wirklich schrecklich, was du alles durchmachen musstest. Und immer noch musst.

Wie du es schaffst, dass der Schmerz aufhört kann ich dir leider nicht sagen. Ich selbst bin seit einem Jahr sowas wie gefangen in meiner Trauer um meine über alles geliebte kleine Zwillingsschwester. Das Gefühl, wie du es beschreibst, ist bei mir genauso.

Ich WILL einfach nicht akzeptieren dass sie nicht mehr da ist. Ich sage heute noch unter Tränen zu ihr: " Komm zurück!!!! Bitte komm zurück!!!"

Obwohl mir natürlich klar ist, dass das Quatsch ist.

Akzeptieren kann ich es trotzdem nicht.

Sie fehlt mir einfach unbeschreiblich. Jeden Tag. Immer...

Dass du dich so alleine und von allen verlassen fühlst ist wirklich schlimm. Eine Familie, ein Nest, kann man ja nicht ersetzen.

Du bist eine intelligente junge Frau, die ihr Leben gerade beginnt selbstständig zu leben. Du brauchtest eigentlich nur jemanden, der dir den Rücken stärkt. Der für dich da ist.

Alles andere wäre für dich sicher kein Problem gewesen. Du hättest bestimmt alles super hingekriegt. Solange du deine Mama sn deiner Seite wusstest.

Und nun bist du ganz alleine. Dir wurde der Boden unter den Füßen weggerissen. Auch wenn du eigentlich alles selber könntest.

Dir fehlt der Rückhalt deiner Mama.

Es tut mir sehr leid, deine Not zu lesen. Deinen Hilfeschrei.

Eigentlich hab ich keine Ahnung wie ich dir helfen könnte. Eine mütterliche Freundin vielleicht. Aber woher nehmen? Vielleicht fällt dir jemand ein. Eine Freundin deiner Mama vielleicht.

So jemand MUSS ja nett sein. War ja Mamas Freundin. Sicher gibt es jemanden, der auch um sie trauert und gerne an deiner Seite wäre.

Oder du könntest in eine WG ziehen. Dann wärst du wieder Teil einer Gemeinschaft und nicht mehr alleine. Es wäre immer jemand da für dich. Gleichzeitig hättest du neue Freunde.

Die Idee mit der Adoption ist glaub ich nicht so gut.

Dann hast du zwar sowas wie Familie. Aber was ist, wenn nach einer Weile die Chemie doch nicht stimmt? Ihr seid nun mal nicht von Geburt an eine Familie. Das würde glaub ich schief gehen. Und jemanden finden, der dich mal eben so adoptiert, ist glaub ich auch nicht so einfach.

Liebe kleine, ich wünsche dir von Herzen Kraft, dass du schnell aus dieser verzweifelten Lage herausfindest. Fühl dich ganz fest gedrückt.

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