» »

Sinnloser Tod meiner Mutter - unterlassene Hilfeleistung

M+ehxno


Mein herzliches Beileid für den Verlust. Fühl dich umarmt :°_

Es ist natürlich, dass man sich nach so einem Ereignis Vorwürfe macht, warum man nicht anders gehandelt hat als man es getan hat. Bitte suche Dir psychologische Hilfe dafür. Es ist nicht einfach, das zu verarbeiten.

Wenn Du der Meinung bist, dass der Arzt einen Kunstfehler begangen hat, fahrlässig gehandelt hat bzw. den Infarkt nicht richtig oder zu spät erkannt hat solltest Du Dir schnell überlegen, ob Du rechtliche Schritte einleiten willst.

E-hema$lNigoer N~utzer Y(#53x2036)


Den netten Beiträgen schließe ich mich an.

Eine schlechte Nachricht gibt es aber noch. Falls Dir danach gerade nicht zumute ist, lies bitte nicht weiter.

...

...

Ein Arzt, der seine notleidenden Patienten anmault, Dich rauswirft und nach Aussage des Sanitäters anlügt, der könnte möglicherweise etwas zu verbergen haben.

Dies solltest Du im Hinterkopf behalten, falls Du die Sache untersuchen lassen möchtest. Eine solche Aufklärung ist eh schon ein Kraftakt und hat nur geringe Erfolgsaussichten. Aber das kommt hinzu. Ich möchte nichts unterstellen, aber wer weiß, was der Arzt in der Zeit gemacht hat, als Deine Mutter schon tot war. Wir haben es hier meiner Meinung nach mit einem Halbgott in Weiß zu tun.

Deine fachlichen Fragen könntest Du an die Ärztekammer richten, möglicherweise wird man dem auch nachgehen. Allerdings solltest Du Dir eine Strategie für einen eventuellen Misserfolg zurechtlegen. Das würde Dich noch mehr belasten.

Generell tu das, was Dir bei der Trauerbewältigung am meisten hilft. Wenn Du wissen möchtest, was passiert ist und die Kraft hast, versuch es herauszufinden. Ansonsten versuch, das abzulegen, damit es Dich nicht belastet.

Wünsche Dir viel Kraft und Beistand in der Familie und im Freundeskreis.

BTenit#aBN.


Ich sehe das nüchtern und schrieb nüchtern, ich schrieb, es ist tragisch. Ich empfahl psychologische Hilfe.

Und hat eine Obduktion stattgefunden zur wirklichen Klärung der Todesursache? War es ein Herzinfarkt? Oder waren es doch Lungenembolien? Davon lese ich hier nichts, mache mir aber Gedanken drüber. Würde in meiner Familie jemand ungeklärt sterben, würde ich eine Obduktion beantragen, um die genaue Ursache hieb- und stichfest zu haben.

Ich habe eine Zeit lang in der Pathologie gearbeitet. Da entpuppte sich so mancher Herzinfarkt als Embolie in der Lunge. Ich komme deshalb drauf, weil zuvor auch schon ständig Sauerstoff nötig war. Es gibt Patienten, die immer wieder Mikroembolien haben, die gar nicht als solche entdeckt und behandelt wurden, wo immer aufs Herz geschlossen wurde. Bis zum ebenso tragischen Ende. Da hätten eben auch keine Herzmassagen genützt.

Ich will hier gar nicht den Arzt schönreden, oder die ganze Situation, aber auch das Rausschicken von Angehörigen, was hier angeprangert wird, ist in Krankenhäusern üblich. Man schickt Angehörige vor die Tür, manchmal muß man da sogar rabiat werden, weil die sich weigern. Und auch da ist die Empörung groß. Verständlich, aber um in Notfällen handeln zu können, wird das so gehandhabt.

E7hemal#iger Nutgzer (]#53203x6)


Die TE hat kein psychologisches Problem!

Du kannst nicht eine Trauernde, die sich berechtigte Gedanken macht, für bekloppt erklären.

Deine Beiträge sind schon eine Belastungsprobe der Contenance der Mitschreiber. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie man sich dann als Betroffene fühlt.

w!ave_0sevxen


Liebe(r) Bluebird, mein herzliches Beileid zum Tod deiner Mutter. Es tut mir leid, dass dieser Tod auch noch von so für dich traumatischen Begleitumständen überschattet ist. Gab es denn im Nachhinein nochmal einen Kontakt zu dem Arzt?

@ Mushido

Die TE hat kein psychologisches Problem!

Du kannst nicht eine Trauernde, die sich berechtigte Gedanken macht, für bekloppt erklären.

Das finde ich nun eine ebenso völlig unpassende Aussage. Nicht jeder, der psychologische Hilfe in Anspruch nehmen muss, ist "bekloppt". Psychologen können unter anderem auch Trauerbegleitung leisten. Ob Bluebird das für sich benötigt, kann nur er/sie selbst entscheiden. Schämen müsste man sich dafür jedenfalls nicht.

EDhemalsige,r Nut^zer (#?53x2036)


Man kann nicht berechtigte Fragen zum Ablauf damit abtun, dass die TE lieber zum Psychologen gehen soll. Das ist der Punkt.

Natürlich kann ein Psychologe bei der Bewältigung helfen, aber das ist unabhängig von den Fragen im Eingangsbeitrag zu sehen. Meines Erachtens geht es auch gar nicht darum.

So, wie Benita es formuliert, zeigt sie, dass sie die TE nicht ernst nimmt, sondern für dumm verkauft.

Auch jemand, der zum Psychologen müsste, kann in der Sache Recht haben. Es ist normal, dass es einen belastet.

Für Benita ist das aber ein Widerspruch. Ihrer Logik zufolge redet Bluebird dummes Zeug, weil sie ja trauert. Und das ist einfach Unsinn.

EEhem}aliger NCutzer 8(#53x2036)


Erster Satz nach der Eingangsfrage:

Du bist in Deiner Trauer sehr gefangen.

M-avlla]ixg


(Ich werde mir nie verzeihen, nicht gleich den Notarzt gerufen zu haben)

Ich finde, man kann dir keineswegs Schuld zumessen, und auch du solltest das nicht tun, diese Selbstvowürfe können die Trauerzeit regelrecht vergiften.

Du hast getan, was DU konntest. Wie hättest du denn erahnen sollen, dass in einer kardiologischen Praxis so etwas möglich ist? Wenn jemand sich Versäumnisse vorwerfen muss, ist es der Arzt.

Wir sind andererseits heute oft schnell dabei, Arztfehler anzuprangern und Prozesse anzustrengen. Abgesehen von den schlechten Erfolgsaussichten hast du Recht: auch das würde deine Mutter nicht zurückbringen.

Ihr habt Heftiges durchgemacht, mein Mitgefühl.

H$acsGenrYexich


Ich schließe mich Mushido in vollem Umfang an!

Erster Satz nach der Eingangsfrage:

Zitat

Du bist in Deiner Trauer sehr gefangen.

Das ist es worüber ich auch gestolpert bin! - Sowas ist in einem TRAUER-Faden einfach ein NO-GO!!!!

In einer Situation, wo man durch einen Verlust sowie so schon verletzt ist, sollte man den Betroffenen nicht noch zusätzlich verletzen... :|N :|N :|N

Hwas~enrfeich


Hudipfupf1:

Auch für Dich tut es mir sehr leid!!! :°_ :°_ :°_

Ganz viel Kraft auch Dir :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

SJweet-311x2


Fakt ist doch, dass sie und ihre Mutter nicht ernst genommen wurden.

Es ist doch irrelevant, ob sie dennoch gestorben wäre/Schäden behalten hätte. Der Mutter wurde gar nicht erst geholfen....

Ich würde es zumindest überprüfen lassen. :)*

yFukumxu


Es gibt spezialisierte Rechtsanwälte, die in solchen Fällen gut helfen können, um herauszufinden, was abgelaufen ist.

Ohne einen solchen Rechtsanwalt ist es schwer.

Was Benitas Beitrag betrifft, ich schließe mich dem Ärger darüber an, aber das sollte, finde ich, hier nicht das Thema sein.

Die eigene Schuld.. Niemand kann sie der TE abnehmen. Das muss sie mit sich selbst ausmachen und evtl. auch mit der Unterstützung anderer sich selbst damit auseinandersetzen.

Ich habe Zweifel, ob all die gut gemeinten "dich trifft keine Schuld"-Sprüche längerfristig hilfreich für solch eine Auseinandersetzung sind.

Mlannx042


@ Bluebird77,

ich drück dich :°_ als Zeichen meines Mitgefühls.

Ich schreibe hier, weil ich BenitaBs Beiträge gar nicht so schlecht finde. Ihr wird Lieblosigkeit vorgeworfen. Ich finde in ihren Beiträgen steckt viel Liebe, auch wenn das nicht jeder von seinem Standpunkt aus so empfinden kann. Ich hoffe du kannst die Information für dich nutzen. Auch dann, wenn du angesichts des Verlustes deiner Mutter auf den Arzt und auch auf dich wütend bist. Das ist aus deiner Sicht verständlich. Ich wünsche dir, dass du diese Wut verlierst und die ganze Sache später vielleicht in einem milderen Licht betrachten kannst.

S>tatusQwuoVadxis


Ich bin ehrlich gesagt gerade in Tränen ausgebrochen, als ich Deinen Beitrag gelesen habe, Bluebird :°( :°(

Wie absolut entsetzlich und grausam :°(

Absolut unfassbar, wie sie mit Deiner Mutter und Dir umgegangen sind :(v :(v

Das hat niemand verdient...

Ich hoffe, Du bist in guter psychologischer Betreuung und ich kann Dir nur viel Kraft wünschen, um all das zu verarbeiten und irgendwann mit den Gefühlen umgehen zu lernen.... :)*

@ Sheilagh

Ich frage mich echt, ob Du das ernst meinst, und ob Du genauso daher reden würdest, wenn Du miterleben müsstest, wie eines Deiner Kinder oder Dein Partner auf diese Weise sterben!! Hartherziger und unempathischer geht's kaum noch. Zu Benita kann ich nix sagen, da ihr Beitrag ja schon editiert wurde...

Klar "bringt" es in dem Sinne nichts, einen Schuldigen zu suchen, als dass es die Mutter leider nicht wieder lebendig macht, aber trotzdem... >:(

HRase*nrZeixch


An yukumu

nochmal aus dem Eingangsbeitrag:

Nachdem sie im Auto saß und sich etwas erholt hatte, ging es ihr wieder besser und wir fuhren in die kardiologische Praxis. (Ich werde mir nie verzeihen, nicht gleich den Notarzt gerufen zu haben) Dort angekommen sagte ich an der Anmeldung gleich, was soeben vorgefallen war und die Arzthelferin sagte: "Dann ist es ja praktisch, dass Sie heute einen Termin haben.

Zu Deinem Einwand:

Ich habe Zweifel, ob all die gut gemeinten "dich trifft keine Schuld"-Sprüche längerfristig hilfreich für solch eine Auseinandersetzung sind.

muss ich sagen, ich finde schon - denn die Situation an sich ist doch schon schlimm genug, die Mutter auf solche Weise verloren zu haben - deshalb finde ich es wichtig, diese Selbstvorwürfe der TE nicht noch zu bestärken, denn das macht m.M. alles noch schlimmer. - Denn: Ich sehe keine Schuld bei der TE - und es liegt in der Natur der Sache, dass man sich als Zurückgebliebener IMMER irgendwelche Selbstvorwürfe macht, auch wenn man sich tatsächlich NICHTS vorzuwerfen hat - und das trifft auch hier zu.

Ich finde es erleichtert die Trauer - zumindest etwas, wenn man ihr diese Last der Selbstvorwürfe abnimmt.

Aber von eigener Schuld zu reden und das müsse sie mit sich selbst ausmachen finde ich echt nicht angemessen - denn das wirft sich noch tiefer in ihren Schmerz.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Abschied und Trauer oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Gedenken


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH