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Ich habe meine Tochter nicht gekannt

AEnemo3ne Ne1morxosa hat die Diskussion gestartet


Nächsten Monat hätte sie Geburtstag gehabt, aber sie hat sich entschieden ihrem Leben ein Ende zu bereiten.

Es ist so unvorstellbar, was da gerade alles auf mich einströmt, obwohl ich mich seit Tagen wie betäubt fühle. Alles steht so im drastischen Gegensatz dazu, was ich gerade empfinde. Ich kann die Sonne nicht ertragen, das gute Wetter ist der reinste Hohn, und trotzdem kann ich nicht mehr weinen, es ist als wäre ich inzwischen leer.

Beinahe im Minutentakt schwanke ich zwischen Unglauben, Nicht-wahrhaben-Wollen, der bleischweren Erkenntnis, was passiert ist und plötzlich sehe alles ganz klar. Verzweiflung und eine altbekannte tiefe Trauer umspülen einen, Leere und Betäubung wechseln sie ab. Und neuerdings auch Wut, eine unbändige Wut auf meine Tochter, weil sie mir (uns) das angetan hat.

Ich hab alles dafür getan, dass sie ein besseres Leben führen kann als ich damals. Ich habe jahrein, jahraus gearbeitet, malocht und geochst, und verzichtet auf Freizeit, Urlaub, Vergnügen, alles für ein Eigenheim, ihre Hobbys, den Führerschein, ihre Ausbildung, Auslandsaufenthalte, ich habe ihr Autos geschenkt, und ihr ein großzügiges Vorerbe ausgesprochen. Als Jugendliche bekam sie von mir ein ordentliches Taschengeld und Freiheiten, von denen andere Mädchen in ihrem Alter nur hätten träumen können. Als sie nach dem Abitur auszog um in der Großstadt zu studieren, dachte ich, sie wäre aus dem Gröbsten raus, ich hätte es geschafft, sie ist nun groß, außer Gefahr.

Ich habe immer geglaubt, sie sei glücklich, habe viele Freunde. Sie hatte glänzende Noten, sie war hübsch, beinahe schön, sie wurde auf der Straße angesprochen. Sie war erfolgreich, ordentlich, talentiert, selbstbewusst und charmant. Sie hatte einen Freund, der bedingungslos zu ihr hielt. Sie hätte sich um Finanzen niemals Sorgen machen müssen. Warum wirft man so ein Leben weg, warum tut man das der Familie an!?

Gerade hasse ich sie. Ich hasse sie für das was sie uns antut. Dass sie nichts gesagt hat, dass sie so aus dem Leben geht, dass der ganze Ort redet, dass mehrere hundert Leute zu ihrer Beerdigung erschienen sind, glühend vor Neugier und mir Blicke zuwarfen…ich konnte darin lesen, was sie von mir denken…dass sie sich Fragen stellen…mir die Schuld geben. Ich hasse sie dafür, dass ich für ihren Selbstmord nun geradestehen muss, dass ich stigmatisiert bin, hier nun nicht mehr leben kann!

Sie hatte sich in ihrem Badezimmer eingeschlossen, mit der Warnung an der Haustür, die Feuerwehr zu verständigen, auf keinen Fall das Haus selbst zu betreten. Ich habe nur Fotos gesehen, wie sie zusammengekrümmt dagelegen ist, diese Bilder von meiner toten Tochter verfolgen mich, Tag und Nacht, ich darf meine Augen nicht mehr schließen. In ihrer Hand hielt sie einen kleinen Zettel: Ich habe kein Gefühl und keinen Wert. Mehr nicht, keine Erklärungen.

Ich wollte den Grund wissen. Ich habe angefangen in ihrer peniblen Ordnung zu stöbern. Sie hat ihre Wohnung so hinterlassen wie sie immer war, nichts Erklärendes ausgelegt, so als wollte sie einem den Grund nicht verraten. So war sie immer. Immer musste man bohren, immer musste man ihr die Informationen aus der Nase ziehen, immer hat sie es einem schwer gemacht, immer erschien sie so, dass man gar nicht vermutete, dass sie überhaupt Probleme haben könnte.

Es war eine perfekte Fassade.

Ich bin fündig geworden, dutzende vollgeschriebene Notizbücher, Schreibhefte, Taschenkalender, Zeichnungen, Kurzgeschichten aus mehr als 10 Jahren.

Ich habe sie nicht gekannt, meine Tochter.

Sie hat mehrere Leben geführt. Sie hat sie perfekt voneinander getrennt, perfekt vor anderen verborgen. Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, dass es noch eine andere Version von ihr gegeben haben könnte. Eine Version, die Drogen, Risiko und Männern zusprach. Die schon lange suizidal war, und sich in die Arme geschnitten hat und Tabletten nahm und in Therapie war. Die kein Gefühl hatte, eine Version, die Menschen faszinierte und anzog, sie benutzte und wegwarf, und gleichzeitig darüber tief traurig war, überzeugt davon, völlig abgeschnitten zu sein. Sie hatte immer von Freundin A, B, C, D…. erzählt. Ich war überrascht, woher man so viele Menschen kennt, und wenn ich fragte, blockte sie ab, wurde mürrisch, bezichtigte mich der Neugier, ich solle mich raushalten. Diese vielen Freundinnen fanden in ihren Aufzeichnungen nur am Rande Erwähnung, sie sei im Grunde immer allein gewesen, auch in Gesellschaft.

Ich habe so viel Erschütterndes in ihren Notizbüchern gelesen.

Ich habe darin auch eine andere Version von mir kennengelernt. Von unserer Familie, die eigentlich keine ist. Ich hätte nie geahnt, dass ich/wir so auf sie gewirkt haben, dass wir solche Dinge zu ihr gesagt haben. Es tut mir so leid, dass sie mir entglitten ist, dass ich sie aus den Augen verloren hatte, dass sie in entscheidenden Phasen allein war, dass ich es einfach nicht gesehen habe, ihre Not. Dass ich nicht mitbekommen habe, was passiert ist, schon in ihrer Kindheit. Dass ich sie angeschrien habe, und nicht beschützt. Dass wir so ein schlechtes Verhältnis zueinander hatten. Dass ich/wir so viel Leid geschaffen und/oder nicht bemerkt haben. Ich kann das alles gar nicht aufschreiben, es ist so viel und so schrecklich.

Sie hätte heute noch leben können.

Mein Kind ist in den Brunnen gefallen, unwiederbringlich.

Liebe Mütter, achtet mehr auf eure Kinder, fragt nach, sucht vorsichtig das Gespräch, macht es anders als ich, damit ihr euch nicht diese Vorwürfe machen müsst.

Antworten
EChemamligegr NuPtzexrN (#54b0729)


Auch, wenn dich das sicher jetzt nicht beruhigt: Du hättest vermutlich nachfragen können, wie du möchtest - wenn sie kein gutes Verhältnis zwischen euch wahrgenommen hat, hätte sie es sie möglicherweise sowieso nie erzählt. :°_

Meine Mutter fragt oft, versteht nicht, wieso ich unglücklich bin. Was soll ich da sagen, außer, dass ich mich nirgendwo wohl fühle, dass ich keinen wirklichen Halt im Leben habe, dass nichts so läuft, wie ich mir das vorstelle? Sie versteht es nicht, dass ich so empfinde. Da nützt auch alles erklären nichts.

Wirklich, du hast da keine alleinige Schuld. Du hättest vermutlich nichts ändern können.

D)é.=liéxe


Mir tut das ziemlich weh aus der Sicht der Mutter bzw. der Eltern zu lesen.

Ich stimme Sternchen aber zu, du hättest es höchstwahrscheinlich nicht verhindern können.

Meine Mutter hat viel falsch gemacht, aber trotzdem trägt sie nicht wirklich die Schuld für das, was ich fühle und erlebe. Sie fragt immer mal wieder, ich bin oft in Kliniken und ich verstehe, dass hinterfragt wird, wie es soweit kommen konnte, aber ich kanns nicht sagen.

Ich finde es ganz schwer, mit Worten zu beschreiben, was in einem vorgeht, wenn es so schlimme Gefühle sind, dass man nicht mehr leben kann.

Und mir tut es weh, dass ich weiß, dass meine Mutter mich gerne verstehen würde, aber ich kann es nicht sagen, weil ich ihr nicht wehtun möchte. Es muss schlimm sein, zu wissen, dass ein Mensch, den man liebt so sehr leidet und das Ausmaß zu erzählen, das, was man nicht sieht, das würde sie nur noch mehr verletzen...

Ich wünsche Dir viel Kraft! :)*

P?lüspchnbi+est


Es ist schlimm was passiert ist. Aber du musst jetzt lernen damit umzugehen.

Wut auf deine Tochter ist verständlich, sie dient auch dem Selbstschutz.

Finanziell sorglos zu sein ist schön, aber es gibt wichtigeres im Leben.

Was die Nachbarn und Freunde angeht, lass die einfach reden.

Deine Tochter war ganz offensichtlich krank und da kann man den Eltern nicht alleine die Schuld geben.

PflüscPhbiest


Du schreibst, dass du immer bohren musstest, um etwas aus ihr herauszulocken.

Psychisch gesunde Menschen können das oft nicht verstehen, dass ein Mensch der doch offensichtlich alles hat

was zu einem glücklichen Leben gehört nicht glücklich ist.

Und genau deshalb werden Probleme und negative und traurige Gefühle oft vor anderen versteckt.

Hinweise auf das Schöne was man im Leben hat helfen da nicht weiter.

B#ald[urhxh


Die unterschiedlichen Gefühle, Wut, Trauer, Hass widersprechen einander ja nur scheinbar. In so einer Situation ist das nicht ungewöhnlich. Auch ein Mensch mit einer Depression trifft eine Entscheidung. Sowohl die "Verheimlichung" der Depression, als auch der eigentliche Suizid sind ja nichts anderes als getroffene Entscheidungen.

dass mehrere hundert Leute zu ihrer Beerdigung erschienen sind, glühend vor Neugier und mir Blicke zuwarfen…ich konnte darin lesen, was sie von mir denken…dass sie sich Fragen stellen…mir die Schuld geben. Ich hasse sie dafür, dass ich für ihren Selbstmord nun geradestehen muss, dass ich stigmatisiert bin, hier nun nicht mehr leben kann!

Gerade in diesem Textabschnitt kommt sehr wohl zum Ausdruck, wie wichtig offensichtlich ist/war was "die anderen Leute denken". Was wäre, wenn sie auch so gedacht hat? Das Verschweigen einer Depression kann auch damit zu tun haben, dass die Depression immer noch stigmatisiert und tabuisiert ist. Einen Beinbruch akzeptiert jeder, er ist zeitlich begrenzt und irgendwann ist man wieder hergestellt und ganz der Alte. Bei einer Depression ist das anders. Niemand kann mit Sicherheit sagen, ob sie überwunden wird und wie lange es dauert. Sie wird häufig immer noch belächelt und im Gegensatz zum Beinbruch nicht wirklich ernstgenommen. Sie wird einerseits überall thematisiert, weil man in Zeitungen lesen kann, dass jeder zweite depressiv ist und welche "zehn Punkte man beachten muss, um einem depressiven Partner wirklich zu helfen", aber andererseits wird der Deckmantel des Schweigens über der Depression ausgebreitet.

Ich kann mir gut vorstellen, dass auch Deine Tochter diese Spannung gespürt hat. Sie hat gewusst, dass sie ja eigentlich alles hat. Ich kenne einige Menschen - auch in gehobenen Positionen - die sich fast schämen und sich für ihre Erkrankung entschuldigen, weil es ihnen ja eigentlich gut geht und sie nicht traurig sein dürften.

Aber materieller Wohlstand und wirtschaftliche Sicherheit ist eben nicht alles. Ein Mensch, der will dass es den Kindern gutgeht, sie keinen Mangel leiden müssen, wird viel arbeiten müssen. Dieser Mensch hat die ferne Zukunft im Blick: Noch x Jahre, dann ist das Haus abbezahlt, die Kinder können studieren, ohne für ihren Lebensunterhalt arbeiten zu müssen; ein Auto mit 18 - kein Problem!

Aber die unmittelbare Zukunft kommt dann oft zu kurz. Für die "Gute-Nacht-Geschichte" ist man zu erschöpft, Für den Ausflug am Wochenende eigentlich auch und außerdem muss man ja alles erledigen, was man unter der Woche nicht geschafft hat, weil man so viel arbeiten musste. Emotionale Nähe kommt da oft zu kurz.

Ich möchte Dir nichts unterstellen und auch kein Gefühl der Reue o. ä. verstärken. Man kann sicherlich viel über das "Warum" spekulieren. Deine Tochter hat aber nichts hinterlassen, was ihre Entscheidung erklären würde; sie hat sich zu Lebzeiten jede Einmischung ins Persönliche verboten, sie hat eine Fassade aufrecht erhalten und immer gute Miene zum Bösen Spiel gemacht; dadurch wurde sie ungreifbar auch für euch. Die Neigung zu "riskannten Männerbekanntschaften" oder Drogen passt einfach nicht in einen gutbürgerlichen Haushalt. Sie befriedigt einen "Kick" und überdeckt kurzfristig eine tiefe und existentielle Leere.

Das größte Problem für mich am Suizid ist, dass er im Grunde so egoistisch ist. Der bzw. die Betroffene ist zwar erlöst vom seinem bleischweren Leben, aber er hinterlässt Angehörige und Freunde und vermehrt deren Leid, zumindest solange bis sie akzeptieren können, dass er/sie so handeln musste.

Ja, vermutlich hätte sie heute noch leben können, aber sie wollte es wohl nicht mehr, sonst hätte sie sich nicht das Leben genommen.

Es passiert unweigerlich dass man sich Vorwürfe macht; sich sagt: "Hätte ich doch, oder wäre ich bloß...." Vielleicht gab es Chancen etwas zu ändern, aber die Vergangenheit lässt das nunmal nicht zu. Am Ende dieses "Verarbeitungsprozesses" hilft es vermutlich nur, die Menschen die jetzt noch da sind mit mehr Zugewandheit und Liebe zu behandeln, obwohl ich überhaupt nicht weiß, ob das bei euch problematisch war.

Viel Kraft und Mut wünsche ich!!!

F2rüh>litng?sXkinxd5


Liebe Anemone

ich fühle mit dir, meine Tochter sie wäre mittlerweile zwanzig - hat sich vor vier Jahren für de Freitod entschieden, sie hüpfte in einen fahrenden Zug hinein :°(

Man kann und wird es nie verstehen - jedoch durften wir uns von ihr verabschieden - du nicht?

Ihr Anblick war - sehr schockierend, dennoch empfahl man uns diesen direkten Abschied - eben um es zu begreifen.

Trotzdem, diese Bilder von Verletzungen von dem eigenen Kind bekommt man nicht mehr aus dem Kopf - nein - nie.

Und auch diese verurteilenden Blicke, ich wäre gern nicht mehr hier in diesem Ort - wo Leute schon nicht mehr grüßen und die fürchterlichsten Geschichten zu dem vorgefallenen einfallen.

Dieses nichts merken, nein man merkt auch nichts. Gar nicht. Auch meine Tochter war soviel ich sagen konnte glücklich. Hatte ihre Lehre und einen Freund und man dachte alles sei gut.

Leider kann man nie in den Menschen selbst hinein schauen. Das geht nicht.

Zurück bleiben wir als Eltern, du genauso wie wir, die damit irgendwie fertig werden müssen/sollen, ob man will oder nicht.

Ich wünsch dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit :)*

du kannst mich gerne per PN anschreiben wenn du dich austauschen möchtest.

dnan/ae87


Mh. Ich finde ja, du kreiselst ganz schön um dein eigenes Ego.

Liebe Mütter, achtet mehr auf eure Kinder, fragt nach, sucht vorsichtig das Gespräch, macht es anders als ich, damit ihr euch nicht diese Vorwürfe machen müsst.

Ich hab das hier mal rausgesucht, so symptomatisch. Du forderst alle auf es besser zu machen als du, aber nicht um dem Kind nahe zu sein, Kontakt zu finden oder so, nein. Allein damit man sich keine Vorwürfe machen muss. Damit man sagen kann:"Hab alles getan, sie hat sich trotzdem umgebracht, aber da konnte ich gar nichts für."

Ich lese wenig echtes Interesse an ihr als Person.

lwiPllib\egll


dass der ganze Ort redet, dass mehrere hundert Leute zu ihrer Beerdigung erschienen sind, glühend vor Neugier und mir Blicke zuwarfen…ich konnte darin lesen, was sie von mir denken…dass sie sich Fragen stellen…mir die Schuld geben.

Irgendwie bin ich gerade sprachlos, das wäre das Letzte worüber ich mir auf der Beerdigung meiner Tochter Gedanken gemacht hätte. Dein Verlust tut mir dennoch sehr Leid.

F@}hlingmskinxd5


lilibell

nun, da auch ich betroffen bin und ähnliches erlebt habe antworte ich dir mal

das letzte worüber man sich auf der Beerdigung Gedanken macht - da ja vielleicht - doch man selbst lebt weiter und tatsächlich kommen viele Leute einfach "gaffen". Es ist so - traurigerweise. Den Hass und die Abneigung der Leute wird einem OFFEN zu verstehen gegeben - klar kennt man sich aus was sich die Leute denken. Wenn es ein Ort wäre wo einer niemand kennt wäre es vermutlich egal - wenn man jedoch dort weiter leben muss wie auf Anemone vielleicht, ich weis es nicht, das kann das schnell mal ganz unangenehm werden bis hin, das man wegzieht.

Ich denke nachempfinden kann man sowas echt nur wenn man das selbst erlebt hat - erleben musste. Ich wünsche es niemanden sowas durchmachen zu müssen.

aputumdn-lxike


Diesen Hass der Leute habe ich auch miterlebt. Eine Nachbarin hatte vor einigen Jahren Suizid begangen, weil ihr Sohn schwer krank war und sie dies nicht mehr verkraftet hatte. Sie war von Beruf Krankenschwester und wusste, was alles auf den Sohn noch zukam, als es keine Hoffnung mehr gab.

Ich muss ihren Mann bewundern, dass er damals nicht sein Haus verkauft hatte und wegzog. Es war für ihn ein Spießrutenlaufen und es gab jede Menge Vorurteile von den Nachbarn. Dieses Gerede habe ich sogar bei der Beerdigung mitbekommen.

Ich wünsche Anemone viel Kraft.

SDouxha


Und neuerdings auch Wut, eine unbändige Wut auf meine Tochter, weil sie mir (uns) das angetan hat.

Selbst jetzt noch nach ihrem Tod machst du ihr Vorwürfe? Selbst jetzt noch soll sie an allem schuld sein? Ich muss Danae zustimmen. Soviel Ichbezogenheit, nachdem man das Kind durch Suizid verloren hat, ist unerträglich.

Eine Version, die Drogen, Risiko und Männern zusprach. Die schon lange suizidal war, und sich in die Arme geschnitten hat und Tabletten nahm und in Therapie war.

Und dass sie sich in die Arme geschnitten hat willst du nie bemerkt haben? Mit Geld allein kann man sich die Liebe der Tochter nicht kaufen. Das hätte dir eigentlich bewußt sein müssen. Dein Beitrag macht mich wirklich ziemlich wütend und ich muss echt heftig durchatmen.

dKjermxo


@ Anemone

Das, was du alles in deinem Betrag aufgezählst hast, führt nicht unweigerlich zu einer gesunden Psyche.

Mit all den luxuriösen Dingen kann man kreuzunglück sein. Denn ein Mensch braucht keinen Luxus, um gesund zu sein. Er braucht Liebe, Geborgenheit, Verstandenwerden und all solche Dinge.

Es gibt seehr seeehr finanziell arme Menschen, die nichtmal das Nötigste besitzen, und die superglücklich sind.

d&jerxmo


Ich denke da auch so wie Souha.

Es muß einem wirklich so unvorstellbar grausam schlecht gehen, und das über lange Zeit, bis man sein Leben wegwirft. Ich finde es so unsagbar traurig und schlimm, wenn ein so junger Mensch sein Leben beendet hat, und dir ALS MUTTER fällt nichts anderes ein, als jetzt auch noch Vorwürfe zu machen und aufzuzählen, was du alles für sie getan hast...was als Mutter ja irgendwie selbstverständlich ist.

[...]

VHerschw-*prakt]iker


@ Souha

Mit Geld allein kann man sich die Liebe der Tochter nicht kaufen. Das hätte dir eigentlich bewußt sein müssen. Dein Beitrag macht mich wirklich ziemlich wütend ...

Es ist menschlich, sich für seine Kinder auf die Dinge zu konzentrieren, die man selbst vermisst hat. Wenn in der eigenen Kindheit immer das Geld gefehlt hat ...

Hinterher als Unbeteiligte den "Klugscheiß-Modus" rauszulassen halte ich für nicht angebracht.

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