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Kind/Jugendlicher mit verstorbenem Vater: Geschenk in Ordnung?

A.pple_/Frexak91 hat die Diskussion gestartet


Kurze Hintergrundinformation: Der Exmann meiner Cousine ist vor ein paar Tagen gestorben, sein 12jähriger Sohn (der bei ihm gelebt hat) war (leider?) währenddessen bei ihm.

Wie zu erwarten ist das Ganze unglaublich schwer für ihn - weswegen ich ihm gerne Geld oder einen Gutschein schenken würde, mit der Anmerkung "Auch wenn das nichts an der Situation ändert, denke ich, dass du in der nächsten Zeit etwas Ablenkung und Unterhaltung, am Besten zusammen mit deinen Freunden brauchen kannst" oder so (wobei das sehr schwer zu formulieren ist, damit es nicht pietätslos wirkt)

Findet ihr das in Ordnung oder sollte man so etwas lieber nicht tun?

Ein Sachgeschenk würde ihn immer daran erinnern, aber bei Geld / einem Gutschein ist das ja nicht der Fall, denke ich? ":/

Vielen Dank!

Antworten
V5ers*ch6w-pr&akti\kexr


sein 12jähriger Sohn (der bei ihm gelebt hat) war (leider?) währenddessen bei ihm.

Warum leider? Wenn es bei mir so weit wäre, möchte ich gerne im Kreis meiner Lieben Abschied nehmen und nicht irgendwo anonym im Krankenhaus verrecken.

Bitte projiziere nicht dein Missfallen an der Situation auf den Jungen. Ich wüde ihm sagen: Schön, dass dein Vater nicht allein war.

Ablenkung und Unterhaltung, am Besten zusammen mit deinen Freunden brauchen kannst"

Finde ich auch nicht gut, wenn das von außen kommt: Dein Vater ist gestorben, was solls. Amüsiere dich ein bisschen.

Kannst du dir vorstellen, dass er trauert? Im Kreis seiner Kumpels ist okay, aber hängt das am Geld?

Das was du vorhast, wirkt auf mich wie eine Art "Entschädigung", damit der Verlust gemindert wird. Geht das mit Geld? Ich find's unglücklich.

PuiMa%050x9


Ich finde es kommt auf die Situation an, wie der Vater starb.

Und ja, für den Vater war es vermutlich schön dass sein Sohn bei ihm war. Aber die Menschen die zurück bleiben müssen mit der Situation leben umd das ist nicht einfach.

Lieber TE, ich finde deinen Gedanken schön. Je nach dem wie der Vater starb würde ich dem Jungen auch nochmal sagen dass sein Vater sicher froh war ihn bei sich zu haben und sich nun aber auch wünschen würde dass er sein Leben weiterlebt. Dazu kannst du ihm ja einen kinogutschein für 2 Personen oder so geben, dass er vielleicht für einen Nachmittag mit einem Kumpel Normalität erleben kann. Denn seine Normalität ist gerade weg.

V}erscbhw-pr#aktixker


PiMa0509

14.06.17 08:25

Ich finde es kommt auf die Situation an, wie der Vater starb.

Was bedeutet das im Klartext? Wenn er von der Leiter gefallen ist, gibts Geld, bei Herzinfarkt nicht?

Liian!-Jilxl


Vielleicht solltest du selbst ein bisschen nachdenken, bevor du so etwas schreibst, Verschw-praktiker?

Es kommt selbstverständlich auch auf die Umstände an, wie traumatisch es für ein zwölfjäriges Kind (!) ist, den Tod eines Elternteils mitzuerleben bzw. entdecken zu müssen. .

L>ian-xJill


Ich würde nicht als erstes auf die Idee kommen, mit Geld trösten zu wollen. Da gibt es doch andere Möglichkeiten, oder?

d0anaLe87


Ich fände Geld auch eher doof. Schön fände ich aber das Angebot, etwas mit ihm zu machen, wenn er einfach mal raus muss. Zeit fände ich da entschieden wertvoller als Geld und eine gemeinsame Unternehmung zahlen kann man ja immernoch.

F6izzlypuxzzly


Der Exmann meiner Cousine ist vor ein paar Tagen gestorben, sein 12jähriger Sohn (der bei ihm gelebt hat)

Wie eng war denn deine Beziehung zu deiner Cousine und deren Sohn? Hattest Du intensiven Kontakt - nach der Scheidung - zu dem jetzt verst. Exmann und den bei ihm lebenden Sohn gepflegt? Ich meine eine Hilflosigkeit gegenüber der Situation und dem Jungen heraus zu lesen, hast evtl. ein nicht ganz so gutes Gewissen dem Jungen gegenüber? Ob es so sein könnte oder nicht weisst bis jetzt nur Du.

Mein Rat wäre, dir über den Jungen nicht den Kopf zu zerbrechen, sondern für ihn da zu sein. Gib ihm dieses Gefühl, achte auf seine Reaktionen und auf das, was er wie ausspricht. Denn jeder Mensch hat seine eigene Art zu trauern, und nicht jeder zeigt sie. Für einen 12 jährigen Jungen kann das sehr schwer sein, weil er vllt. den Tod seines Vaters und die gravierenden Veränderungen noch nicht begriffen haben könnte.

Wenn dir wirklich der Junge am Herzen liegt, wirst Du erkennen was er braucht. Dann wirst Du auch wissen, ob und wann der Vorschlag - sich vllt. einen Kinofilm gemeinsam anzusehen - angebracht ist. Ich denke das genau diese Art mehr zur Heilung beitragen könnte als jetzt zu meinen, irgend etwas tun zu müssen. Meine Meinung beruht natürlich auf meine eigenen Erfahrungen. Vllt konnte ich dir ein wenig dabei helfen, deine Entscheidung zu treffen.

S\unflLowxer_73


Sehe es wie Lian-Jill und Danae... Geld finde ich irgendwie unpassend; das Angebot der Ablenkung/gemeinsamer Aktivität viel besser. Und wenn es dann auf Shopping und irgendeine Anschaffung hinausläuft, dann ergibt es sich halt.

Was mich interessieren würde: Welches Verhältnis habt Ihr denn grundsätzlich zueinander? Wenn da nicht viel Kontakt ist, fände ich jetzt, angesichts des Todesfalls, so ein Kontaktangebot auch nicht so dolle...

d"anMae87


Das da vorher schon guter Kontakt bestand habe ich jetzt mal vorausgesetzte. Ansonsten fände ich Geld sogar noch unpassender, Kontakt dann aber auch schwierig.

PSiMa05x09


@ verschw-praktiker:

Nein das bedeutet dass ein Tod, den man erwartet hat ganz anders verarbeitet wird als ein plötzlicher Tod. Und dementsprechend kommt auch ein Geschenk ganz anders an

epliyotxt


für ein Kind ist es ein sehr schwerer verlust wenn ein elternteil stirbt.

für den sohn war es sicher sehr schwer von seinem vater abschied zu nehmen.

ihm ein Geldgeschenk zu machen find ich unpassend.

das was der bub jetzt am meisten braucht ist Zuwendung und trost und Unterstützung in dieser schweren zeit.

lg elli

Mmarcekl2001


Man kann auch ohne viele Worte ein Geldgeschenk überreichen. Besser als 1000 Kränze - mehr muss man sicher nicht schreiben, das der Faden ja schon älter ist und alles vorbei (die Bestattung). Nach meiner Ansicht ist ein Umschlag und ein kurzes anfassen am Unterarm schon genug. Alles weitere ist dann schnell zu viel. Alles jedoch eher an die Mutter, oder die Person, welche dem Verstorbenen am nächsten stand.

Wenn der Junge keine Mutter oder sonst wen hat, dann muss man neu denken und das Geldgeschenk ist eher nebensächlich.

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