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So lange gekämpft-was soll nur ohne meinen Papa werden?

S#ommierhsoxnne80


Es tut mir ebenfalls unendlich leid für dich und deine Familie

Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit

PkiM;a050x9


:)_

:)-

Tut mir leid...wünsche euch viel Kraft

WJaschxSoda


Es tut mir so leid. Die letzten Atemzüge....genauso habe ich es bei meinem Papa erlebt und es tut immer noch so schrecklich weh. Auch über ein Jahr danach.

Aber ihr ward bei ihm, das hat er garantiert gespürt. Oh Mann, 55 ist echt noch kein Alter. Das ist einfach nur so verdammt ungerecht!!!!

Du hast jetzt ein schweres Jahr vor dir. Wenn ich auf meines zurückblicke, frage ich mich, wie ich das nur geschafft habe. Ich kann dir nur raten, die Trauer zuzulassen, auch wenn der Schmerz oft so schlimm ist, dass man denkt, man stirbt. Aber es ist wichtig, diese Phase bewusst durchzumachen. Suche dir Hilfe, gehe ins Trauercafe des Hospiz oder in die Selbsthilfegruppe. Das tut einfach nur gut.

Erfahrungsgemäß sind deine Freunde mit der Situation überfordert, wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen. Ich bereue heute, dass ich ihnen nicht einfach gesagt habe, was mir gut tun würde. Stattdessen habe ich viel erwartet und mich dann zurückgezogen, wenn sie es nicht genau so gemacht haben. Rede offen darüber wie es dir geht und versuche es nicht zu überspielen.

Wenn du jemanden zum Schreiben brauchst, kannst du mir gerne eine PN schicken.

Halte durch und viel Kraft!!! :)* :)-

P[iMa`0509


Ich kann da WaschSoda nur voll und ganz zustimmen.

Wir sind gerade auch in diesem schrecklichen ersten Jahr mit diesen vielen schrecklichen ersten Malen ohne einen geliebten Menschen.

Meine Freunde können damit auch nicht umgehen. Fragen mich nicht mal, wie es mir geht, ob ich Hilfe brauche oder so. WEnn ich das so lese von Waschsoda, dann sind sie vielleicht wirklich überfordert. Aber ist es zuviel ne Freundin zu fragen, wie es ihr geht? Nicht mal das tun sie.

Ich finde die Idee mit dem Trauercafe aber auch schön. Glaube sogar, dass ich für mich mal danach schauen werde.

f`aithp47


Hallo ihr Lieben, es tut gut, eure netten Kommentare zu lesen :)-

Gestern war die Trauerfeier und es war ein friedvoller Tag mit vielen Tränen. Man kann es noch gar nicht richtig glauben, dass er nie mehr wiederkommen wird. Ich will an diese ganzen Erstenmale ohne ihn noch nicht denken. Das wird ganz furchtbar schlimm.

Meine Eltern mussten in der Zeit seiner Krankheit das Abwenden von engsten Freunden am eigenen Leib erfahren. Nun am Ende war nur noch eine Handvoll Leute übrig, die sich für ihn interessiert haben. Ich werde schon irgendwie zurecht kommen, aber Sorgen mache ich mir um meine Mama, die ich alleine zurück lassen muss. Ich hoffe, sie fällt nicht in ein zu tiefes Loch :°(

Und heute musste ich eine ganz schlimme Erfahrung machen...ich war die letzten 3 Wochen bei meinen Eltern und habe geholfen, meinen Papa zu pflegen. Es war abzusehen, dass er nicht mehr lange da sein wird. Erst hatte ich eine Woche Urlaub und habe mich dann für zwei Wochen krank schreiben lassen. Ab Montag werde ich wieder arbeiten gehen und ich rief heute dort an, um mal ein Lebenszeichen von mir zu geben und die Reaktion meiner Kollegin hat mich zutiefst erschüttert. Sie fragte nicht wie es mir geht, hat kein Beileid gewünscht gar nichts....sie war eiskalt und sagte nur ".... Ich brauch ihr nichts zu erzählen, sie weiß wie das ist, kommst du Montag wieder?..." Ich saß vorhin erstmal eine Stunde und habe nur geheult. Wie kann man sich so verhalten? Wie soll ich am Montag damit nur umgehen und mit ihr in einem Büro sitzen? Zu dem ganzen Schmerz muss ich mir wegen soetwas nun auch noch Sorgen machen.... :°(

EYllax71


@ faith47

Nachdem das Ganze noch so frisch ist und es Dir so schlecht geht, würde ich in Erwägung ziehen, noch ein paar Tage Krankschreibung zu bekommen. In der jetzigen Verfassung wird es Dir vielleicht noch nicht angemessen gelingen, über gedankenlosen Worten von Kollegen zu stehen und in der Arbeit halbwegs zu "funktionieren" (es sei denn, der Ablenkungseffekt würde überwiegen).

snofiaj34-x39 jahKre axlt


mein herzliches Beileid liebe faith47 :°_ :°_

deine geschichte mit den letzten Atemzug macht mich auch traurig :°(

es ist einfach unfair mit 55 jahren deshalb war er wohl so traurig daß er gehen muß verdammt :°(

aber:

er war in der letzten sekunde nicht alleine als er starb

diese Chance haben nicht viele menschen

viele sterben alleine weil sie niemanden haben oder die Personen kommen nicht rechtzeitig ins Sterbebett

er durfte in deiner Anwesenheit sterben das ist wenigstens etwas :°_

deine kollegin ist doof :-( ":/

denk jetzt nur an dich, deine mutter und deinem verstorbenden vater, die kollegin ist es nicht wert daß du dir Gedanken um sie machst.

alles liebe :)_ sofi :°_ :°_

NEike ZCoxê


Liebe faith, auch ich habe Deine Geschichte gelesen und Deine Zuneigung zu Deinem Papa sowie Deine Worte über seine letzten Atemzüge haben mich sehr bewegt. Ich möchte Dir zunächst mein herzliches Beileid aussprechen.

Dann möchte ich Dir sagen, dass ich Deine Situation recht gut nachempfinden kann, auch wenn es bei uns etwas anders war. Mein Vater wurde sehr krank, als ich noch ganz klein war und hat sich nie mehr richtig erholen können, musste aufhören zu arbeiten etc. Vorher hatte er eine sehr verantwortungsvolle Stelle und war bei allen beliebt. Durch die Krankheit gerieten wir in mehrfacher Hinsicht ins soziale Abseits, was neben dem durch die Umstände ohnehin verursachten Leid sehr hart für die ganze Familie war.

Leider können viele, ich würde fast sagen, die meisten Menschen, nicht mit Krankheit und Tod umgehen. Obwohl uns das alle treffen wird und wir früher oder später damit konfrontiert sein werden. Deine Kollegin hat sich sehr herzlos und unpassend verhalten, das tut mir leid.

Ich finde es jedenfalls sehr berührend, wie Du mit der Krankheit und den letzten Wochen Deines Vaters umgegangen bist, dafür verdienst Du Respekt und es spricht für Dich. Mein Vater ist nach langer Krankheit vor einigen Jahren gestorben, in unserem Fall überwog damals der Gedanke der Erlösung, weil die Umstände ganz schrecklich waren, er war am Ende jedoch älter als Dein Papa. Für mich war der Schmerz auch unendlich, wir hatten ein sehr gutes Verhältnis. Jetzt, lange Jahre später, denke ich jeden Tag an ihn, aber mehr in Dankbarkeit für die schönen Erinnerungen. Ich weiß nicht, ob Dir das ein Trost sein kann, so ist es jedenfalls gemeint.

Dir alles Liebe

Nike

CfomCran


Meine Eltern mussten in der Zeit seiner Krankheit das Abwenden von engsten Freunden am eigenen Leib erfahren. Nun am Ende war nur noch eine Handvoll Leute übrig, die sich für ihn interessiert haben. Ich werde schon irgendwie zurecht kommen, aber Sorgen mache ich mir um meine Mama, die ich alleine zurück lassen muss. Ich hoffe, sie fällt nicht in ein zu tiefes Loch :°(

Faith, in so einer Situation kristallisiert sich schnell heraus, wer die echten Freunde sind. Nicht jeder möchte sich mit einem Kranken "belasten" und lieber nur schöne gemeinsame Zeiten aussuchen. Pflichtgemäße Rückfragen und vorgespielte Anteilnahme können auch unglaublich nerven, wenn man spürt, dass es eigentlich nur darum geht, sich selbst froh zu machen, dass man selbst gesund ist.

Aber die echten Freunde, die dann bei einem bleiben, auf die wird man sich immer verlassen können.

Was deine Sorgen um deine Mutter angeht: die kann ich nachvollziehen. Als meine Mutter starb, machten wir uns viele Gedanken um meinen Vater, der mit Ende 70 allein war. Aber wie es läuft, das hängt vom einzelnen Typ ab, und vor allem vom Schicksal. Ich habe zwar einen guten Kontakt zu meinem Vater gehalten, mich auch vergewissert, dass er die alltäglichen Dinge auf die Reihe kriegt und nicht "versackt" und immer meine Hilfe angeboten. Aber ich habe ihn nicht bemuttert und bespaßt. Er hat sein Leben neu geordnet, blieb aktiv, und - was mich total überraschte - ist sogar später nach dem Tod meiner Mutter nochmal eine Beziehung eingegangen.

Du weißt nicht, was passiert. Deine Mutter soll das Gefühl haben, dass du für sie da bist, wenn sie dich braucht. Aber ermuntere sie, das Leben weiterzuleben und nach vorn zu schauen.

Sie fragte nicht wie es mir geht, hat kein Beileid gewünscht gar nichts....sie war eiskalt und sagte nur ".... Ich brauch ihr nichts zu erzählen, sie weiß wie das ist, kommst du Montag wieder?..."

Das kann "eiskalt" gewesen sein, oder auch nur völlig unbeholfen. Nicht jeder kann mit ständiger Anteilnahme umgehen (da bin ich auch kein Typ für), und manchmal möchte man auch den Trauernden nicht mit ausufernden Worten in die Pflicht nehmen, die er sich schon 50 mal angehört hat und von denen nicht einmal die Hälfte aus dem Herzen kommt. Manchmal ist auch eine wortlose Umarmung ohne viel Drumherum mehr wert als die blumigsten Beileidbekundungen, gerade wenn man sich unter "Trauererfahrenen" auch wortlos versteht. Vielleicht wollte sie auch so etwas ausdrücken und war sehr ungeschickt. Gib ihr eine Chance, wenn ihr euch wirklich seht anstatt am Telefon.

WaaschgSoda


und manchmal möchte man auch den Trauernden nicht mit ausufernden Worten in die Pflicht nehmen

Aber genau das ist es ja eben nicht, was Trauernde erwarten. Es ist schon klar, dass vielen die Worte fehlen und sie aus Unbeholfenheit nichts sagen, aber es ist trotzdem falsch. Denn wo ist das Problem etwas in der Art zu sagen wie "Es tut mir so leid für dich und deine Familie. Du brauchst jetzt viel Kraft o.ä." oder eben einfach nur "Mein herzliches Beileid".

Mich hat es auch immer am meisten aufgeregt, wenn die Leute um mich herum einfach gar nichts gesagt haben, so getan haben, als wäre nichts passiert. Wie oft saß ich nach dem Tod meines Vaters am Tisch mit "Freunden", die mich nicht einmal gedrückt haben, mir kein Beileid gewünscht haben....einfach gar nichts. Sie haben versucht, so wie immer zu sein, Witze zu reißen, über völlige Nichtigkeiten zu reden. Und wahrscheinlich wollten sie mich damit nur ablenken, positive Energie ausstrahlen. Aber es war einfach nicht die richtige Art und Weise. Ich hätte mir gewünscht, dass mich mal jemand fragt, was genau passiert ist, wie die letzten Wochen vor seinem Tod waren, wie es mir und meiner Familie geht. Und keiner - wirklich keiner hat gefragt. Ich verstehe nicht, wo das Problem ist, über den Tod zu reden. Das ist so ein krasses Tabuthema und ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen. Aber gut, das ist ein anderes Thema.....

Aber als Freund oder Kollege kann man doch zumindest sein Beileid ausrichten und auch mal nachfragen. Wenn man dann merkt, dass der Trauernde nicht darüber reden will, dann lässt man es sein. Aber man muss ihm doch die Chance geben...

Wie gesagt, ich habe mich nach der Erfahrung komplett zurückgezogen und viele Freundschaften auch beendet. Und ich weiß für mich, dass ich anders reagieren werde, wenn jemandem von meinen Freunden oder Kollegen so etwas passiert.

** faith47 Du hast jetzt aber erst einmal andere Probleme. Bei mir hat es mehr als ein Jahr gedauert, bis ich einigermaßen kapiert habe, dass er nicht mehr da ist. Das erste Weihnachten, sein erster und mein erster Geburtstag will ich komplett verdrängen. Es war einfach nur schrecklich. Ich konnte monatelang keine Musik mehr hören und es hat Monate gedauert, bis ich das erste Mal wieder richtig lachen konnte. Und bis heute lache ich nur sehr wenig.

Mir hat ein Urlaub ans Meer sehr geholfen, lange Spaziergänge, Gespräche mit meinem Mann....

Meine Mutter hat ihr Leben bis heute noch nicht so wirklich im Griff. Sie ist total traumatisiert von dieser Zeit und man muss seinen Namen nur sagen und sie hat Tränen in den Augen. In der Wohnung war über ein Jahr alles noch so wie zu seinem Tod. Mützen, Brillen, sein Schreibtisch, seine Zahnbürste....alles völlig unberührt. Was mir einen Besuch bei ihr immer sehr schwer gemacht hat. Jetzt räumt sie so nach und nach seine Sachen aus. Aber das Zimmer, in dem er gestorben ist, kann ich bis heute nicht betreten.

Krass ist auch, dass wir uns sehr sehr oft streiten. Das liegt daran, dass ich sie wirklich ganz neu kennenlerne. Ohne ihre "bessere hälfte" ist sie ein ganz anderer Mensch und man merkt, dass mein Vater eine wichtige Stütze und Ausgleich für all ihr Macken war. Er hat sie gebremst, wenn sie unsachlich wurde oder etwas falsch verstanden hatte. Das fehlt jetzt. Natürlich ist sie total unausgeglichen, muss ihr Leben erst einmal ordnen. Schließlich waren sie fast 50 Jahre verheiratet und sie hat noch nie alleine gelebt. Ich hoffe, dass wir das bald in den Griff bekommen und ich mich an meine Mama ohne Papa gewöhne.

fnaith4x7


Mir fehlen die Worte, ihr sprecht mir alle so aus der Seele und ich freue mich wirklich von Herzen über eure lieben Worte.

Denn in der Tat machen wir gerade die gleichen Erfahrungen wie WaschSoda. Die Leute meiden das Thema Tod und machen alle so weiter wie bisher. Jeder geht wohl anders damit um, aber mich schmerzt das sehr. Ich möchte darüber sprechen, ich möchte Zuspruch und liebe Worte...aber jeder tut so als wäre nichts passiert.

Danke Nike, danke Sofia, danke Ella für eure berührenden Worte. Es macht Mut.

Comran, sie war pampig und eiskalt am Telefon,mich glaube nicht, dass ich mich "verhört" habe und zu empfindlich bin momentan. Ich versuche unvoreingenommen zur Arbeit zu gehen, aber es macht mir Angst.

m]nexf


Vielleicht war das "Ich weiß wie das ist" deiner Kollegin wörtlich zu nehmen. Wenn sie auch schon in der Lage war und es selbst noch nicht verkraftet hat, kann sie vielleicht umso weniger damit umgehen, durch das Schicksal deines Vaters daran erinnert zu werden. Ihre Aussage war natürlich trotzdem unangemessen und gemein, völlig nachvollziehbar dass dich das direkt umgehauen hat. Ich will ihre Äußerung gar nicht gutheißen, sowas sollte man sich in jedem Falle verkneifen. Aber vielleicht war die Schroffheit ja nicht so böse gemeint, sondern so ne Art Schutzpanzer und eigene Hilfslosigkeit.

s?ofi>a34-3>9 jahrel alxt


gerne faith47 :)_ :)_ :°_

Ich versuche unvoreingenommen zur Arbeit zu gehen, aber es macht mir Angst.

:-( :°_

soof$ia34-3.9W jahrep alt


zu der trauer von faith47 kommt ja sicherlich hinzu daß es sie total ärgert weil er eben erst 55 war, und es so unfair früh ist, wenn ein mensch nur 55 j. leben durfte vorallem wenn er ein guter mensch war ist es noch schlimmer

also eine doppelte seelische Belastung, trauer über seinen Tod und wut daß er viel zu früh gehen mußte :-( :°_

f&avithg47


Liebe mnef,

Danke für deine Worte. In der Tat weiß meine Kollegin genau wie ich mich fühle. Ihr Vater ist dieses Jahr im Februar mit knapp 80 Jahren an Krebs gestorben. Und gerade deswegen bin ich geschockt über ihre herzlose Art. Wir haben damals viel über ihren Vater und Parallelen zu meinem gesprochen, ich habe für sie bei den Kollegen gesammelt, Trauerkarte, sie lieb in den Arm genommen etc. Ich kenne sie ja nun schon einige Zeit und ihr Verhalten sagt mir ganz klar "Du warst zwei verdammte Wochen krank geschrieben und ich musste hier die Arbeit alleine machen!" Ihr Vater ist damals donnerstags gestorben und freitags ist sie wieder arbeiten gekommen-weil sie sich ablenken musste. Das ist völlig legitim, wenn sie so besser damit umgehen muss, aber ich bin ein ganz anderer Typ Mensch und für mein Seelenheil und mein Frieden war es unglaublich wichtig, dass ich bei meinen Eltern war und sie durch diesen Scheiß begleitet habe.

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