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So lange gekämpft-was soll nur ohne meinen Papa werden?

C2omraxn


Denn in der Tat machen wir gerade die gleichen Erfahrungen wie WaschSoda. Die Leute meiden das Thema Tod und machen alle so weiter wie bisher. Jeder geht wohl anders damit um, aber mich schmerzt das sehr. Ich möchte darüber sprechen, ich möchte Zuspruch und liebe Worte...aber jeder tut so als wäre nichts passiert.

Mit Trauernden umzugehen ist leider keine Eigenschaft, die dem Menschen in die Wiege gelegt wird. Für viele ist diese Unbeholfenheit eher peinlich und sie möchten sich daraus zurückziehen. Es gehört zu den schwierigen kommunikativen Themen. Leider. Auch wenn WaschSoda meint, das Tabuthema wäre ein anderes Thema, liegt es darin begründet. Wir lernen es nicht, weil man versucht, den Tod im heranwachsenden Alter und in der Kindheit von uns fernzuhalten. Und irgendwann ist man vielleicht Anfang 20 und hat den ersten eigenen Verlust oder einen Trauernden im Umfeld. Zack ... und nun ... die meisten sind dann in keinster Weise vorbereitet und müssen ihren eigenen Umgang finden.

Jeder geht wohl anders damit um, aber mich schmerzt das sehr. Ich möchte darüber sprechen, ich möchte Zuspruch und liebe Worte...aber jeder tut so als wäre nichts passiert.

Es ist schade, dass dein Umfeld zu deinem Bedürfnis nicht passt. Würde es dir schwerfallen, das Thema selbst anzufangen, weil du darüber sprechen möchtest?

Comran, sie war pampig und eiskalt am Telefon,mich glaube nicht, dass ich mich "verhört" habe und zu empfindlich bin momentan. Ich versuche unvoreingenommen zur Arbeit zu gehen, aber es macht mir Angst.

Das glaube ich dir, dass sie pampig und eiskalt auf dich wirkt. Welchen Grund könnte sie dafür haben? Weil du 2 Wochen auf Krankschreibung weg warst? Wenn sie sagt, dass sie weiß, wie das ist, könnte es sein, dass sie zum Selbstschutz eine Mauer errichtet hat, um nicht an eigene schmerzhafte Verluste erinnert zu werden? Oder war "Ich weiß wie das ist" eine Antwort, als du mit ihr über den Verlust reden wolltest, aber sie das Thema abwürgen wollte? Es kann viele Ursachen haben, dass sie so reagiert hat. Sorgen solltest du dir keine machen. Es wird am Montag vielleicht etwas komisch auf der Arbeit sein (eben weil viele nicht wissen, wie sie mit dir umgehen sollen und irgendwie rumeiern oder gar nichts sagen). Solltest du aber feststellen, dass die besagte Kollegin tatsächlich irgendwie kniesig mit dir ist, meide sie. Überhaupt: lass deine Kollegen wissen, was dir gut tut und was deine Grenzen sind. Du kommst aus einer belastenden Situation zurück auf die Arbeit und wirst nicht loslegen können, als wäre nichts gewesen. Und wenn Kollegen ein Gespräch mit dir anfangen, was du dir ja wünschst, dann nimm es bei diesen Kollegen auf, indem du darauf eingehst. Damit sie merken, dass du darüber sprechen möchtest, musst du auch selbst sprechen, und wenn du nur die üblichen Floskeln aufgreifst und dann erzählst, wie du dich fühlst.

Tank noch ein bisschen Kraft in den kommenden Tagen :°_ .

C?omraxn


Ihr Vater ist damals donnerstags gestorben und freitags ist sie wieder arbeiten gekommen-weil sie sich ablenken musste. Das ist völlig legitim, wenn sie so besser damit umgehen muss, aber ich bin ein ganz anderer Typ Mensch und für mein Seelenheil und mein Frieden war es unglaublich wichtig, dass ich bei meinen Eltern war und sie durch diesen Scheiß begleitet habe.

Hattest du sonst ein angenehmes Verhältnis mit dieser Kollegin?

Vielleicht nimmst du sie einfach mal bei Seite und erklärst es ihr genau so, wie du es oben geschrieben hast. Und dass dich das Telefonat verletzt hat. Wenn Menschen einen Fehler machen, hilft es, sie darauf hinzuweisen, weil Fehler nicht immer aus böser Absicht passieren. Gib ihr die Chance, das nochmal geradezurücken und formuliere es nicht als Vorwurf, sondern erkläre dich. Es ist auch für dich sicherlich erleichternd, wenn irgendwelche Missverständnisse aus der Welt geschafft werden können. :)*

s]ofia34C-39 jtahre alxt


könnte es sein, dass sie zum Selbstschutz eine Mauer errichtet hat, um nicht an eigene schmerzhafte Verluste erinnert zu werden? Oder war "Ich weiß wie das ist" eine Antwort, als du mit ihr über den Verlust reden wolltest, aber sie das Thema abwürgen wollte?

wird wohl eines von beidem sein

aufjedenfall ist das verhalten der kollegin nicht akzeptabel :|N

sollte es zweitens sein, ist es egoistisch von ihr da faith47 ihr bei der trauerbewältigung ihres 80 j. geholfen/zur seite gestanden hat, harmonieversuche sind wichtig im leben, aber sollte sie am montag wieder so pampig reagieren, würde ich ihr im freundlichen aber bestimmten ton

schon sagen, daß ich ihr verhalten etwas egoistisch finde, daß sie ihr bei der trauerbewältigung ihres 80 j. vaters auch zur seite gestanden hat, und sie deshalb von ihrem verhalten ziemlich enttäuscht ist.

z.b. muß sie nicht sagen daß sie wütend auf sie ist aber das wort enttäuscht wählen, das wirkt dann etwas eskalierend.

für deinen vater faith47 :)- für dich :°_

fDaitxh47


Liebe Sofia, von ganzem Herzen danke ich dir für deine wärmenden Worte. Heute vermisse ich ihn ganz besonders. An Arbeit läuft es besser als erwartet, es lenkt ab und ich vergesse tatsächlich für ein paar Stunden meinen Kummer. Jedoch habe ich das Gefühl, völlig ausgelaugt und erschöpft zu sein.

Heute war ich seit lange, mal wieder etwas joggen und musste unterwegs zu sehr weinen, weil er mir so fehlt. Immer wieder überkommt mich diese Enge in der Brust und der Herzschmerz und ich breche in Tränen aus. Wie schafft man es denn nur damit umzugehen? Ich vermisse ihn so sehr :°(

Da wir wussten, dass er sterben wird, konnten wir uns alles sagen, was noch wichtig war. Zuletzt sagte ich ihm, dass ich ihn liebe, er der beste Papa auf der Welt war und wir uns irgendwann Wiedersehen werden. Ich möchte so gern daran glauben, dass ich irgendwann wieder bei ihm sein werde...

fXaiYth4x7


Entschuldigt, dass ich so durcheinander schreibe...mich überkommen die Gefühle und Erinnerungen.

Conrad, ich wollte dir auch noch danke sagen. Ich bin Montag einigermaßen ruhig und unvoreingenommen zur Arbeit gegangen und in der Tat habe ich mich ganz für umsonst verrückt gemacht. Die besagte Kollegin war zwar wirklich verärgert und hat auch jetzt noch wenig Verständnis für mein Fehlen, aber die anderen Kollegen waren sehr nett, haben mich in den Arm genommen und auch eine Karte für mich gestaltet. Ich lerne daraus...das ist doch auch schonmal was.

fUaiHth47


Nicht Conrad...Comran natürlich @:)

sfofia134-39q jahre xalt


nichts zu danken faith47

:)_ :°_ :°_

joggen oder spazierengehen würde ich an deiner stelle lieber nicht alleine machen erstmal

ich kenne es nur von mir daß ich beim spazierengehen alleine ganz vertieft bin in Gedanken und an alles mögliche denke usw.

ich kann es schlecht erklären für allgemeinen stressabbau ist es gut aber andererseits alleine ist dies garnicht gut wenn was sehr trauriges passiert ist

würde an deiner stelle erstmal nur mit Begleitung spazierengehen oder joggen möglichst auch ohne musik so daß du von deinem spazier- oder joggenpartner abgelenkt wirst durch etwas reden oder so.

:°_

alleine versinkt man in Gedanken ist anfangs bestimmt nicht gut ":/ :°_

seofia,34-39 jakhre alxt


aber die anderen Kollegen waren sehr nett

das freut mich sehr für dich :)z :)_

Sküntjje


Immer wieder überkommt mich diese Enge in der Brust und der Herzschmerz und ich breche in Tränen aus. Wie schafft man es denn nur damit umzugehen? Ich vermisse ihn so sehr :°(

bei mir ist es nach etwas über einem Jahr besser geworden. Mittlerweile kann ich oft an alles Schöne denken und nicht mehr nur, wie er mir fehlt. :°_

fEaithk47


Sofia-ich komme ja leider nicht drumherum auch mal alleine zu sein. Meine Mama ist jetzt wieder bei sich zu Hause und somit bin ich nach der Arbeit auch erstmal alleine bis der Rest nach Hause kommt. Und ehrlich gesagt, finde ich es nicht schlimm alleine zu sein. Wenn mein Freund oder mein Sohn da sind, möchte ich stark sein und nicht vor ihnen so verzweifelt. Das "gönne" ich mir nur, wenn ich alleine bin. Es tut einfach nur so schlimm weh.

Süntje-alles Liebe auch dir. Ich habe Angst vor den ganzen besonderen Tagen an denen er nicht dabei sein wird (Weihnachten etc.)

Das hat mir meine Liebe Schwiegermama geschrieben, ich möchte es gern mit euch teilen:

Es ist vorbei.

Ganz ruhig bin ich jetzt.

Erlöst, befreit, mir selbst zurück gegeben.

Kein Wunsch, kein Wollen, nichts mehr, was verletzt.

Gestorben bin ich nur zu neuem Leben.

Ich bin von euch gegangen,

Aber meine Liebe zu euch stirbt nicht,

ich werde euch vom Himmel aus lieben,

wie ich euch auf Erden geliebt habe.

MtiMaMUauxs


Liebe faith47,

deine Worte berühren mich sehr und als ich deinen Thread gerade las, kamen mir in Erinnerung an meinen Vater die Tränen. Mein Vater starb Anfang diesen Jahres an Krebs und deine "Geschichte" ähnelt so sehr der unserer. Wir haben meinen Vater auch daheim bis in den Tod begleitet, gemeinsam mit ihm seine Bestattung organisiert und viele letzte Dinge geregelt und abschließend seinen letzten Atemzug miterlebt. :°(

Genau wie du, vermisse ich meinen Vater unendlich. In so vielen Situationen überkommt mich die Trauer wie ein Faustschlag auf die Brust. So wie es Süntje schon schrieb, warte ich auf die Zeit, in der ich an den schönen Erinnerungen festhalten kann und nicht immer über sein Sterben und seinen Tod nachdenken muss! Ich versuche es zwischendurch ganz bewusst...an das Schöne denken, an tolle Zeiten. Leider gelingt mir das noch nicht so gut.

Ich mag gar nicht an den Winter denken, an Weihnachten :°( . Trotzdem wird es mit der Zeit weniger und ich bemerke, dass ich nicht mehr ständig, immer, rund um die Uhr an ihn denke. Und das ist auch okay so...

Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit liebe faith47 @:)

S@üntjxe


Ich habe Angst vor den ganzen besonderen Tagen an denen er nicht dabei sein wird (Weihnachten etc.)

hab doch keine Angst davor, er fehlt dann sowieso, das weißt du schon jetzt.

Wir haben beim ersten Weihnachtsfest ohne Papa alle kollektiv geheult, schon beim Begrüßen. Ja und? Und dann haben wir darüber geredet, dass es ganz merkwürdig ist, ohne ihn den Baum gekauft zu haben, dass wir dennoch seine Lieblingssüßigkeit auf dem Teller hatten, dass er uns fehlt da auf seinem Platz, auf den sich dann bewusst einer von uns gesetzt hat usw.

Er war trotzdem irgendwie dabei, weil wir es zugelassen haben, unsere Trauer auch da nochmal rausgelassen haben, und dann konnten wir uns sogar über Geschenke freuen.

Hab keine Angst vor den besonderen Tagen, das Schlimmste ist euch ja schon passiert. :)*

CXomrxan


Heute war ich seit lange, mal wieder etwas joggen und musste unterwegs zu sehr weinen, weil er mir so fehlt. Immer wieder überkommt mich diese Enge in der Brust und der Herzschmerz und ich breche in Tränen aus. Wie schafft man es denn nur damit umzugehen? Ich vermisse ihn so sehr :°(

Die Zeit heilt, wenn du es zulässt. Gib dir ein paar Wochen und verdränge es nicht, lebe deine Trauer, wie sie kommt. :)_

Es wird immer noch "Stichtage" geben, wo die Trauer aufgrund der Erinnerung stark wird, aber im Großen und Ganzen wirst du wieder in den Alltag zurückfinden und nicht ständig trauern. Das legt sich irgendwann. :)z

Die besagte Kollegin war zwar wirklich verärgert und hat auch jetzt noch wenig Verständnis für mein Fehlen, aber die anderen Kollegen waren sehr nett, haben mich in den Arm genommen und auch eine Karte für mich gestaltet. Ich lerne daraus...das ist doch auch schonmal was.

Du hast deine Kollegin jetzt von einer unangenehmen Seite kennengelernt, dafür weißt du, dass sie damit recht alleine steht und du dich auf dein Umfeld insgesamt verlassen kannst.

sXofia34u-39 jVahre xalt


ein sehr schönes gedicht liebe faith47 :)_

C1athWarinna0x80811


Hi Faith, mein tiefstes Beileid und Mitgefühl.

wie geht es dir heute 3 Wochen danach? Konntest du ein bisschen Frieden finden?

Ich sitze gerade im Krankenhaus bei meiner Mama. Sie hat vor knapp 3 Wochen die Diagnose fortgeschrittener Brustkrebs mit Metastasierung in die Leber bekommen. Vorher war sie komplett fit und jetzt hat sie dermaßen abgebaut, dass sie bereits Morphin erhält.

Ich bin so überfordert mit der Entwicklung und geschockt über meine Machtlosigkeit. Ich hänge so an meiner Mama und habe keine Vorstellung wie das ohne sie werden soll.

Lässt der Schmerz ein wenig nach?

Liebste Grüße,

Catharina

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