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In wie weit muss eine Trauerfeier sein

Cionn]y19z67 hat die Diskussion gestartet


Muss eigentlich eine Trauerfeier sein so mit Redner, Gottesdienst? Ich möchte meine Trauerfeier IRGENTWANN einfach gestalten

Nur mit Musik von Rod Steward I'm sailing und Gästebuch. Vielleicht draussen Luftballons steigen lassen

LG Conny

Antworten
ESlafRBemicxh0815


Ein Trauergottesdienst (kath. Exequien) muss natürlich nicht gehalten werden. Eine Beerdigung kann so schlicht oder so aufwändig gestaltet werden wie du das haben willst.

Es kommt auch ein wenig auf die Art der Bestattung an. Soll es eine "normale" Beerdigung im Sarg oder als Urne auf einem Friedhof sein oder was anderes? Anonym, Seebestattung, Friedwaldbestattung, Aschenverstreuung o.Ä.?

Eine Beerdigung kann selbstverständlich auch ohne kirchliche Beteiligung stattfinden. Dann bietet sich an einen weltlichen Trauerredner zu engagieren oder der Bestatter spricht ein paar warme Worte. Musik darf alles gespielt werden was du willst! Das muss keine besondere Trauermusik sein, hauptsache dir (oder den Angehörigen) würde es gefallen.

Hast du sehr genaue Vorstellungen von deiner Beerdigung, bietet sich an einen Vorsorgevertrag bei einem Bestatter deiner Wahl abzuschließen, in dem du auch den Ablauf vorgibst. Dann müssen die Hinterbliebenen in Falle des Falles nicht "raten" was in deinem Sinne gewesen wäre. (Dabei besteht auch die Möglichkeit die dereinstige Bestattung bereits zu Lebzeiten zu bezahlen. Das Geld käme dann auf ein Treuhandkonto. Das bietet sich an falls eine Heimunterbringung mal notwendig werden sollte und die eigenen Mittel dann nicht ausreichen die Heimkosten zu decken.)

Man kann auch beispielsweise einen Trauergottesdienst abhalten und die eigentliche Beerdigung an einem anderen Tag nur im Kreise der engsten Familie durchführen.

B}enixtaB.


Dann musst du das in einer Verfügung veranlassen.

Die meisten Beerdigungsinstitute haben eine Trauerhalle, da wird das gemacht, wofür der Kunde bezahlt.

EllafReMmich-081x5


Ich habe auf Beerdigungen schon alles mögliche gespielt, von Bob Marley bis Schandmaul.

Von Beerdigungen ohne irgendwelche Angehörigen bis zu hunderten Trauergästen inkl. Abordnung der Bundeswehr die mit mehreren Reisebussen ankamen war auch schon alles dabei.

EVlafR$emqich08x15


Ohh ja, genau. So eine Trauerfeier muss natürlich nicht in einer Kirche oder auf einem Friedhof abgehalten werden. Viele Bestatter haben heutzutage eigene Räumlichkeiten dafür. Selbstverständlich ist es auch möglich das man sich direkt am Grab trifft, wo dann der Sarg oder die Urne aufgebahrt ist.

E@lafRvemich0x815


Wir haben u.a. eine Ehepaar das bereits vor Jahren einen Vorsorgevertrag bei uns abgeschlossen hat und beide Beerdigungen auch schon komplett bezahlt hat. Von denen bekommen wir jedes Jahr zu Weihnachten eine Ansichtskarte "Hurra, wir leben noch!". :-D

EZhemaClige8r Nutzfer (j#279702)


;-D ;-D

Haha, sehr geil! :)^

G&iuhseppxe


Das ist echt top ;-D.

Aber was passiert mit dem Vorsorgevertrag wenn die Person länger lebt als das Beerdigungsinstitut?

Und wie bekommt das Beerdigungsinstitut mit dass der "Kunde" verstorben ist? Nicht dass die Angehörigen ein anderes Beerdigungsinstitut beauftragen und man erst später merkt dass es da was gegeben hätte.....

CHonanyl196x7


Ich möchte eine Urne mit schlichten Grabstein, so auf Rasen des Friedhofs. Kann ich also dem Bestatter meiner Wahl erzählen?

Z/im


bei einer Beerdigung, wo ich organisatorisch beteiligt war, wurde ich gefragt, welche Musik gespielt werden sollte, und für die Grabrede hab ich kurz vorher mit dem Pfarrer gesprochen, im Prinzip wars dann so, dass ich eine mail geschrieben habe, wo einige Erinnerungen an die Verstorbene drinnen erwähnt wurden, und der Pfarrer hat die mail fast wörtlich übernommen, ich glaube er hat sie ein bisschen gekürzt.

Dass ich das Testament erst nach dem Begräbnis gefunden habe, wäre nur dann ein Problem gewesen, wenn was in die Richtung dringestanden wäre, wie das Begräbnis ablaufen sollte.

LzastSkummxer


Conny1967, lebst du in einer Partnerschaft? Gibt es sonst Angehörige? Ich würde das auch mit denen besprechen und schriftlich festhalten. Sich mit dem Bestatter darüber mal auszutauschen ist sicher auch nicht verkehrt.

Ich bin berufsbedingt auch an vielen Trauerfeiern beteiligt. Oft sind diese Feiern für die Familie und Freunde wichtig, um Abschied zu nehmen.

Eine Trauerfeier für die Hinterbliebenen UND ein Rasengrab zu haben (und dort Luftballons steigen zu lassen) schließen sich nicht aus.

Eelaf9RemLich0815


Aber was passiert mit dem Vorsorgevertrag wenn die Person länger lebt als das Beerdigungsinstitut?

Da das Geld in der Regel nicht beim Bestatter sondern auf einem "externen" Treuhandkonto liegt, ist das kein Problem.

Und wie bekommt das Beerdigungsinstitut mit dass der "Kunde" verstorben ist?

Man muss natürlich von den Angehörigen informiert werden. Aber für den Fall gibt es ja Vertragsunterlagen, die der Verstorbene bei seinen Unterlagen (Stammbuch o.Ä.) deponiert und auch seine Familie darüber informiert.

In ein Testament würde ich Angaben zum Ablauf der Beerdigung nicht schreiben, da die Testamentseröffnung in der Regel erst nach der Beerdigung stattfindet.

Du kannst natürlich auch einfach etwas handschriftlich aufsetzen und es verwahren.

Letztlich gilt aber: Da der Verstorbene prinzipbedingt nicht mehr eingreifen kann, entscheiden dletztlich ie Angehörigen wie es gemacht werden soll. Diese müssen ja auch die Rechnung bezahlen sofern das nicht vorher bereits passiert ist.

Merke: Wer also nicht nett ist zu den seinen, der kommt in den Blumentopf oder die Eieruhr. ;-)

Ähm, ja, dir würde ich tatsächlich raten mal ein Beratungsgespräch mit einem Bestatter zu suchen. Der wird dich informieren über die verschiedenen Möglichkeiten und Kosten.

(Bezügl. Kosten sei gesagt das sofern kein Geld da wäre, weder bei dir noch bei deinen Angehörigen, die Ordnungsbehörde die Bestattung übernehmen würde und die zahlen nur einen geringen Pauschalbetrag, zu dem nur die günstigste Bestattungsform in Frage kommt, was allgemein eine anonyme Urnenbestattung wäre.)

E=laf"Rem2ich0x815


Rasengräber sind oft sehr teuer, da diese die Grabpflege beinhalten. Achtung: Hier gibt es sehr große regionale Unterschiede!

Es gibt auch die Möglichkeit in einem Kolumbarium beigesetzt zu werden, was ebenfalls oft sehr teuer ist.

Bei uns schwanken die Grabkosten von unter 200€ bis über 5.000€ je nach Grabart. Manchmal ist die Rechnung des Friedhofsamtes über die Grabkosten höher als die Rechnung des Bestatters.

Muss man eine teure Einfassung inkl. Grabstein anschaffen? Muss man das Grab über Jahrzehnte pflegen? Auch das will überlegt sein bei der Wahl.

EolafR.egmich@081I5


Jetzt führt das vielleicht etwas zu weit, aber wichtig ist auch alle notwendigen Urkunden bereitliegen zu haben. Ist das nicht der Fall, darf der Bestatter regelmäßig Detektiv spielen. Man bräuchte

- eine originale Geburtsurkunde

- Personalausweis im Original oder eine originale Meldebescheinigung des Einwohnermeldeamtes

- bist du verheiratet zusätzlich eine originale Heiratsurkunde

- bist du verwitwet zusätzlich eine originale Sterbeurkunde des Ehepartners

- bist du geschieden zusätzlich das Scheidungsurteil inkl. Rechtskraftvermerk (Stempel).

Beglaubigte Ablichtungen aus dem Geburten- und/oder Heiratsbuch gelten auch.

Die Geburtsurkunde bekommt man beim Standesamt des Geburtsortes.

Die Heiratsurkunde bekommt man beim Standesamt des Heiratsortes.

Im Geburtenbuch findet sich oft ein Vermerk wo und wann geheiratet wurde.

Im Heiratsbuch findet sich oft ein Vermerk über die Auflösung der Ehe.

S|viva


Und wenn die Urkunden nicht vorliegen und auch der Bestatter kann sie nicht irgendwo einholen? Kann dann keine Bestattung stattfinden? Interessiert mich wirklich.

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