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Tochter über Tod informieren?

J@uditxh1507


Kompromiss ?! Wenn mein Partner das entgegen den ausdrücklichen Willen von meiner Mutter und mir machen würde, hätte er mit mir SO RICHTIG ÄRGER (und das, während es gerade um eine Beerdigung geht, was sowieso schon psychischen Stress bedeutet). Da würde ich absolut keinen Spaß verstehen, wenn mein Partner mir bei der Beerdigung die Schwester, zu der bewusst kein Kontakt bestand, auf den Hals hetzen würde. Weil der Partner das mit "seinem Gewissen" nicht vereinbaren kann, handelt er in einer Sache, die ihn nichts angeht, gegen meinen und der Verstorbenen ausdrücklichen Wunsch? Das ist ein Zeichen dafür, dass er mich und meine Gefühle nicht respektiert, also ein Alarmzeichen für die Beziehung.

Ich würde sie auch benachrichtigen aber das hängt vermutlich damit zusammen, dass ich mit meinem Partner eine andere Beziehung führe. Bei uns wird nichts über die "SO RICHTIG ÄRGER"-Schiene gefahren. Bei uns würde es vermutlich so ablaufen: er würde sie nicht benachrichtigen aber ich, weil ich es so für richtig empfinde und nicht stellvertretend den Streit weiterführen oder Partei ergreifen möchte. Eine Mutter ist gestorben, ich würde die Tochter benachrichtigen.

SeunfloVwer_73


Schwierig...

Ich würde wohl den Mitelweg wählen: Die Tochter nach der Beerdigung informieren. Zeitnah. Somit erfährt sie es zumindest, bevor irgendeine offizielle Post eintrifft (oder ist die ggf. schon da?) - und der Wunsch der Mutter wird respektiert.

Andererseits merke ich beim Schreiben, dass ich auch dazu tendiere, die Tochter zu informieren. Vor der Beerdigung. Dann hat sie die Chance - und die Verstorbene (so hart es klingt) bekommt ja eh nicht mit, ob da die Tochter ggf. irgendwo steht oder nicht.

Könnte denn sein, dass die Tochter es eh schon irgendwie erfahren hat (Dorftratsch, standesamtliche Nachrichten in der Tageszeitung, eigene Zeitungsanzeige)?

TQheBla!ck^Widow


Also ich würde es nicht auf sich beruhren lassen. Klar, die Beiden konnten nicht miteinander auskommen und haben sich wahrscheinlich gehasst wie die Pest. Trotzdem ist es die Tochter und es würde ihr mit Sicherheit sehr weh tun, wenn man irgendein Nachbar oder Bekannter nebenbei erwähnt, daß ihre Mutter schon seit Monaten beerdigt ist.

Ich würde einen kurzen Brief schreiben. Kurz erwähnen, woran sie gestorben ist und wo sie jetzt liegt.

Was die Tochter daraus macht, daß liegt dann nicht mehr in deinem Einflußbereich.

P2ythdonist


Inzwischen dürfte der Drops zur Benachrichtigung zur Beerdigung an sich eh gelutscht sein:

Meine Schwiegermutter ist vor 1,5 Wochen gestorben und wird morgen beerdigt.

13.9.2017 22:43

Sie hatte ja schon so lange gezögert.

Dann bleibt an sich nur noch diese Frage:

Was soll ich tun? Sie wenigstens nach der Beerdigung informieren und ihr sagen, wo ihre Mutter begraben ist?

CSoGte\Saubvaxge


Mein Weg: eigenes Gewissen first, das begleitet mich immer, 100% der Zeit, egal ob allein oder in Beziehung. Beziehung second.

Wenn man dann zwar Entscheidungen mit krassen Auswirkungen trifft (ich finde mittlerweile, dass man sich nicht zwingend verbiegen muss, wenn man sich überlegt, ob man auf die Gefühle anderer Rücksicht nehmen kann und dafür nicht das macht was einem als erstes in den Sinn kommt), aber auch bereit ist, die Konsequenzen zu ziehen, finde ich das ok.

Den Sturm (im Wasserglas?) über diese Meinungsverschiedenheit hält die Beziehung aus. Oder nicht, dann war sie eh nicht viel wert.

Ich glaube du hast keine Ahnung von zerrütteten Familienbeziehungen.

Wenn auf der einen Seite das steht

Sie und ihre Mutter hatten ein richtig beschissenes Verhältnis

und auf der anderen Seite das

in mir keimt ein klein bisschen das schlechte Gewissen

wäre für mich eine "Entscheidung" klar.

Aber klar, dieser Teil des Dropses ist gelutscht, das stimmt. Ich würde mich auch im Nachhinein nicht hier einmischen und der Schwester gar nichts mitteilen.

4Mplreas<ure


Zitat :

Meine Schwiegermutter hat immer gesagt, dass wer sich zu Lebzeiten nicht für sie interessiert, auch im Tod nicht zu ihr kommen braucht.

Vollkommen richtig die Aussage. DA steht die Antwort und ist eindeutig der Wunsch der Verstorbenen.

Alles andere ist aus meiner Sicht Papperlapapp und müßig, sich darüber einen Kopf zu machen.

MFaLtzeBe8rxlin


weiß gar nicht, was alle meinen von wegen schwierige Entscheidung? ":/

Super einfache Entscheidung! Respektiere den Wunsch der Schwiegermutter!

Mwurkxas


Ich sehe das genauso.

Wenn das Verhältniss so massiv zerrüttet war und die Tochter schon seit Jahren ,die eigene Mutter gemieden und nicht besucht hat, dann ist sie doch schliesslich selbst Schuld.

Aber wie auch immer, das muss jeder sowieso immer ganz für sich selber entscheiden, da es eben abgesehen vom Wunsch der Mutter, auch eine eigene Gewissensenscheidung ist.

Wie man es auch machen würde, es gäbe so oder so, immer unterschiedliche Ansichten darüber, welche im ungünstigsten Fall, nur für weiteren oder neuen Streit sorgen würde.

Darauf hätte ich persönlich weniger Lust und schon deshalb würde ich den Wunsch einfach respektieren. So muss man sich im nachhinein nicht auch noch vorwerfen lassen, den Wunsch nicht erfüllt und respektiert zu haben.

mOonwd+s~terGnxe


Habt ihr einen Rat?

Ich würde es der Tochter sagen.

Meiner Ansicht nach hat die Mutter kein Recht über die Hinterbliebenen zu verfügen.

mxo2ndI+staexrne


weiß gar nicht, was alle meinen von wegen schwierige Entscheidung?

Ja, das stimmt.

a!utum@n-lixke


Ich würde die Tochter auch informieren. Mein Schwiegervater hatte damals zu seinen beiden anderen Söhnen auch jahrelang keinen Kontakt mehr, aber als er dann auf der Palliativstation war, war es für uns selbstverständlich, dass seine Söhne informiert wurden.

Meine Schwester hat mich und meine andere Schwester nicht informiert, als unsere Mutter im Sterben lag. Hier war der Hintergrund das Erbe. Sie ist der Meinung, dass ihr das ganze Bankguthaben gehört, obwohl ich als Alleinerbin eingesetzt wurde. Meine Schwester hatte zu meiner Mutter die letzten Jahre nicht sehr viel Kontakt. Aber sie bezeichnet sich als Sterbebegleitung, war nur 4 x vor ihrem Tod bei ihr.

Ppaujlixnii


Ich denke, dem Wunsch der Verstorbenen ist unbedingt nach zu .

kommen.

Sie war ja nicht geistig verwirrt oder?

Meine Oma ist vor kurzem gestorben. Sie hatte auch den ein oder anderen Wunsch, den ich nicht 100% nachvollziehen konnte, aber ich bin nie auf die Idee gekommen gegen ihren Willen zu handeln.

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