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Nach einem Monat schon zu spät zum Kondolieren durch Karte?

Baubble_batEhbxally hat die Diskussion gestartet


Hey,

die Mutter meines Onkels ist vor ca. vier Wochen verstorben und vor kurzem beigesetzt worden. Ich sehe ihn nicht sehr oft, wohl erst um Neujahr rum wieder. Da finde ich es schon zu spät, das nochmal persönlich zu erwähnen.

Meine Eltern meinten direkt, eine Trauerkarte sei schon angebracht. Leider habe ich diese unangenehme Aufgabe ein bisschen vor mir hergeschoben, ich wusste nicht so recht, wie ich das formuliere.

Jetzt ist es aber schon wieder so lang her, dass ich finde, ich müsste den Grund für mein Zögern irgendwie erwähnen, aber es gibt ja keinen richtigen. Dass mir "die Worte fehlen" finde ich als Erklärung etwas albern, der Todesfall hat mich persönlich ja nicht betroffen.

Deshalb: Übergehen und den Tod nicht mehr erwähnen? Karte schreiben, als wäre sie noch im zeitlichen Rahmen? Andere Ideen?

Antworten
XLiraixn


Heute Karte schreiben, einwerfen, gut is...

Hättest ja auch im Urlaub sein können...

Ist vermutlich spät genug dass es besonders bemerkt wird, aber besser als über Ecken dann gelästere weil nix kam.

jserCi


Was hältst du von anrufen und fragen, wie es ihm geht?

S7tat@usQuo2V-adis


Heute Karte schreiben, einwerfen, gut is...

Hättest ja auch im Urlaub sein können...

Ist vermutlich spät genug dass es besonders bemerkt wird, aber besser als über Ecken dann gelästere weil nix kam.

Sehe ich auch so...besser spät, als nie ;-).

X%iraixn


Also es fällt viel mehr negativ auf, garnicht zu schreiben...

Meine Eltern haben beim Tod meiner Schwester eine Liste angelegt, von wem was kam (Karte/Geld) um die "Kondolenz" bei eventuellen Todesfällen in dessen Familie zurück geben zu können.

Klingt jetzt total komisch...macht man aber wohl so aufm Dorf... bei uns...

Xpir<ain


Vielleicht fällt es nicht unmittelbar auf, weil die Trauer so groß ist...aber später beim Durchsehen könnte es auffallen und Zickereien geben...

Manche Familien sind da ja sehr sehr pingelig.

BMubble<bathKba$lxly


Mhmm, aber dann nur so standardmäßig ohne Angabe irgendwelcher Gründe? Dass mir das ganz besonders negativ angelastet wird, glaube ich nicht, ich hab noch etwas Welpenbonus glaube ich, bin Anfang 20.

Anrufen, Brief oder ähnlich persönlich möchte ich ungern was machen, weil wir nicht besonders gut miteinander reden können, er verunsichert mich häufig durch seine Art, die auf mich manchmal von oben herab wirkt. Ich glaube, deshalb ist es mir jetzt auch besonders unangenehm :-/

Was ich überlegt hatte, war sowas zu schreiben wie "Die Beisetzung ist nun schon ein paar Tage her, bitte entschuldige, dass ich nicht früher hier andere Formulierung als "dran war". Dennoch möchte ich dir noch mein aufrichtiges Beileid bekunden. Meine Gedanken waren seit XYs Tod bei dir und deiner Familie.

Also quasi ohne Angabe eines Grundes, aber etwas, das zeigt, dass ich mir schon im Klaren bin, dass ich es verbockt habe. Ist meine erste Karte, ich bin noch nicht wirklich firm.

X;iraixn


Würde ich nicht machen...wenn ich ehrlich bin...

Man muss sich nicht für alles rechtfertigen und gerade bei beileidsbekundungen geht es ja nicht um DICH, sondern um dein Mitgefühl für die FAMILIE, die den VERLUST hatte...

Da aufzudröseln, warum ICH denn so spät geschrieben hab, fände ich persönlich einfach unpassend.

Das ist aber eben meine Meinung

B:eVnit+aB.


Das ist doch schon ein guter Ansatz. Oder :

Wenn auch verspätet, habe ich trotzdem das Bedürfnis, Euch mein herzlichstes Beileid mitteilen....

Ich würde mich nicht entschuldigen, aber trotzdem ehrlich bleiben. Verbiegen: hm nee.

SItatusQupoVadixs


Ich würde es lassen, mich zu entschuldigen oder gar einen Grund zu erwähnen. Das lenkt irgendwie zu sehr von den wichtigen Inhalten ab (Deiner Beileidsbekundung).

Aber vielleicht würden das auch andere Menschen anders sehen und wie Dein Onkel tickt, weiß hier eh keiner...

Deine Formulierung ist eigentlich sonst gar nicht schlecht :-).

Vielleicht, "bitte entschuldige, dass meine Zeilen Dich nicht früher erreichen"

BIubbl`ebathMbally


Danke! Irgendwie ist es mir schon ein Bedürfnis, das zu erwähnen, aber schon knackig kurz eben.

"Lieber XY,

bitte entschuldige, dass meine Zeilen dich nicht früher erreichen. Ich möchte dir und deiner Familie mein herzliches Beileid zu eurem Verlust aussprechen. Seit XYs Tod waren meine Gedanken bei euch.

Ich wünsche euch viel Kraft, dass ihr euch in den schweren Tagen gegenseitig stützen konntet

(bzw. eigentlich könnt? Das Allerschlimmste ist ja aber rum.. ":/ )

, und dass auch dein Vater die Trauer gut verarbeiten kann.

Deine Bubble

Wie wäre das? Bezieht sich das wirklich zu sehr auf mich, statt auf die Trauer? Das war so meine komplette Vorformulierung.

Buubbl=ebath.b\allxy


Danke! Irgendwie ist es mir schon ein Bedürfnis, das zu erwähnen, aber schon knackig kurz eben.

"Lieber XY,

bitte entschuldige, dass meine Zeilen dich nicht früher erreichen. Ich möchte dir und deiner Familie mein herzliches Beileid zu eurem Verlust aussprechen. Seit XYs Tod waren meine Gedanken bei euch.

Ich wünsche euch viel Kraft, dass ihr euch in den schweren Tagen gegenseitig stützen konntet

(bzw. eigentlich könnt? Das Allerschlimmste ist ja aber rum.. ":/ )

, und dass auch dein Vater die Trauer gut verarbeiten kann.

Deine Bubble

Wie wäre das? Bezieht sich das wirklich zu sehr auf mich, statt auf die Trauer? Das war so meine komplette Vorformulierung.

G>rottxig


Ich würde die Verspätung auch nicht erwähnen. Finde ich unpassend. Und 4 Wichen ist auch noch keine so lange Zeit.

DYieq SeGherixn


den anfang finde ich sehr gelungen, den rest würde ich vielleicht minimal umformulieren:

es ist schwer bei einem solchen anlass tröstende worte zu finden, aber ich möchte dir - und auch deine vater - meine herzliche anteilnahme aussprechen und viel kraft und zuversicht wünschen.

Hkasen?reicxh


- bzw. Stützen könnt? Das Allerschlimmste ist ja aber rum -

Ich hätte auf jeden Fall geschrieben - stützen KÖNNT - denn das Allerschlimmste ist NIE bereits mit ser Beerdigung abgeschloßen - der Verlust braucht LANG um verarbeitet zu werden - die Beerdigung ist nur EINE von VIELEN schweren Stationen in einer Verlustsituation.

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