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Nahtod-Erfahrungen, Leben nach dem Tod?

M)iQt/taagsstexrn


Lieber chris-drummer

So wie Du es beschreibst, habe ich es schon öfter bei Sterbenden erlebt ( Hospizarbeit). Sie sind manchmal wie hellwach, ein andermal völlig weggetreten. Die Seele zieht sich schon für längere Perioden aus dem Körper zurück, um in ihrer Welt zu verbleiben, das Bewusstsein wird auf eine andere Ebene gehoben. Ein andermal kehrt sie zurück und der Sterbende erscheint zugänglich, diese Perioden werden aber immer kürzer. Am längsten dauert das Sterben wenn der Mensch sich dagegen sträubt, ist das bei Deiner Mutter auch der Fall?

Hast Du es schon mit sanfter, klassischer Musik probiert (sehr gut sind Obertöne)? Viele Sterbende beruhigt es. Ansonsten sprich mit ihr, sie nimmt Dich noch wahr und der Klang Deiner Stimme kann auch sehr beruhigend sein.

Du brauchst Dich nicht schlecht zu fühlen, innerlich weiß sie schon das sie Sterben muss, aber sie scheint doch sehr erdbezogen oder hat noch etwas zu regeln. Schreien ist oft ein Ausdruck von Angst und für die Angehörigen beängstigend. Vielleicht fällt Dir noch etwas anderes ein, was sie früher beruhigt hat? Wenn das Sterben so lange dauert ist es wirklich belastend für die Angehörigen. Wenn sie hinüber gegangen ist, solltest Du sie loslassen, damit tust Du ihr den größten Gefallen, denn dann kann sie ungehindert ins Licht gehen und wird nicht vom Sehnen und Klagen der Angehörigen hier auf der Erde zurückgehalten. Bedenke bitte, das der gesamte Prozess des Sterbens auch ein Läuterungsprozess ist und damit für die Seele ein wichtiger Abschnitt. Es werden während dieser Zeit auch noch Stationen des Lebens betrachtet und Seelenbilder verändert. So schlimm das für Euch alle auch ist, für Deine Mutter ist alles (aus höherer Sicht) gut und wichtig. Vielleicht tröstet Dich das ein wenig.

Für die Seele zählen nicht die Qualen der Persönlichkeit, sondern was sie als höheres Bewusstsein aus diesem Geschehen an Erkenntnissen gewinnen kann. Daraus zieht sie bis zuletzt einen Gewinn für das kommende Leben in der nächsten Inkarnation (falls Du das annehmen kannst). Ich wünsche Dir viel Kraft und Beistand von den geistigen Helfern in dieser schweren Zeit. Ich bin sicher, wenn alles vorüber ist, und Du Abstand gewonnen hast, wird diese Zeit eine Bereicherung für Dein Leben sein.

Alles Liebe für Dich

jUn


Liebe Christina,

Was du erlebst, habe ich in etwas abgeschwächter Form auch schon miterlebt. Das Schwanken zwischen dem Hier und dem Dort scheint gerade bei langsamen Sterbeprozessen häufig vorzukommen. Ich führe das aber nicht darauf zurück, daß die Menschen hier noch etwas zu erledigen haben oder sich gegen etwas wehren - es ist einfach ein sehr langsamer Prozeß und die Phasen des Wachseins bzw. des Weggetretenseins scheinen mir eine Folge des langsam versagenden Körpers zu sein - wie ein Kerze, die nicht einfach schlagartig ausgeht, sondern erst flackert, bevor sie erlischt.

Ich weiß nicht, wieviel der Sterbende davon mitbekommt, aber es dürfte vergleichbar sein mit dem was wir erleben, wenn wir morgens langsam aus einem Traum aufwachen Wir träumen eigentlich immer noch und wachen nur kurz auf, um gleich wieder in den Traum zurückzufallen - ohne viel von der Realität außerhalb des Traums mitzubekommen. Das wenige, was wir mitbekommen, arbeiten wir in den Traum ein - ein hupendes Auto, lachende Kinder. Je mehr wir aufwachen, umso mehr lösen wir uns aber aus dem Traum, bis wir wieder ganz in der Realität sind und der Traum nur noch ein Erlebnis ist.

> Gestern hat sie den ganzen Tag ohne Unterbrechung

> geschrieben wie eine Schwangere in Geburtswehen.

Das finde ich für einen Sterbeprozeß eher unüblich, möglicherweise waren das wirklich körperliche Schmerzen (Da sie danach offenbar Morphium bekommen hat liegt der Verdacht nahe).

> Wo befindet sie sich? Was hat sie gerade durchgemacht?

Das weiß niemand außer ihr selbst, dazu müßte man sie schon auf der nichtphysischen Seite begleiten.

> Ich fühlte mich ganz schön beschissen und habe Angst, dass

> sie meint, ich wolle sie loswerden.

Ich denke, die Sorge ist unberechtigt. Auf einer anderen Ebene weiß sie sehr genau, wie ihr Weg aussieht und wie du das meinst.

> Sie kämpft seit Wochen gegen das Sterben an, was kann

> ich denn für sie tun?

Sie lieben und sie loslassen. Du machst das schon richtig... :-)

> Wenn sie gestorben ist, kann ich sie dann noch erreichen?

Theoretisch ja. Praktisch ist das nicht ganz so einfach und zeitweise sind sie auch gar nicht erreichbar.

> Ich möchte so gerne, dass sie friedlich stirbt und glücklich ist

Sie wird danach glücklich sein, aber auf den Sterbeprozeß hast du wenig Einfluß. Der ist dann aber nur noch eine unwichtige Erinnerung. Wenn du aus dem Kino kommst zählt doch auch nur die Realität draußen und deine Erlebnisse im Film. Ob du auf der Treppe beim rausgehen gestolpert bist, ist da eher unwichtig.

Liebe Grüße,

-*ToYf`fifeex-


Dieses weggetreten sein und nicht mehr ansprechbare, liegt das nicht eher an dem Morphium?

Meine Oma hat auch zum Schluss nichts mehr mitbekommen weil sie wegen ihren großen Schmerzen Morphium nehmen musste. :-(

Kann mir daher schwer vorstellen, dass sie sich daher mal in unserer Welt und mal in der "anderen" Welt befindet.

c'arryW-xb


Muss auch mal was loswerden....

Meine Freundin erzählte mir, dass damals, als ihr Onkel starb, und zwar genau zu diesem Zeitpunkt, alle Schranktüren und auch Wohnungstüren aufgingen.

Auch sei eine Uhr in der Küche exakt zu dem Zeitpunkt des Todes stehengeblieben...

Wie kann sowas sein? ???

cshris-~dtrumxmer


hallo Jn , Toffifee und Mittagsstern!

Vielen, vielen Dank für Eure schönen Zeilen! Ich muß unbedingt was loswerden:

Meine Mutter hatte sich am nächsten Tag total beruhigt, es war schön friedlich im Zimmer(im Hospiz) und ich habe die Ruhe sehr genossen. Meine Geschwister waren auch noch da und weil sie so entspannt war, sind wir dann erstmal nach Hause gefahren. Gerade zu hause angekommen, teilte uns jemand vom Hospiz mit, dass sie eingeschlafen sei. Wir sind sofort hingefahren und haben bei ihr gesessen. Dann golgendes: ich saß auf einem Stuhl und auf einmal hatte ich das Gefühl, ich bekomme einen Faustschlag auf die Brust,bekam Herzrasen und ich spürte meine Mutter vor mir stehen. Habe sie auch gesehen, aber sie lächelte mich an, saß auf einer Gartenbank und winkte mir zu. Sie sagte, dass ich neinen Schwestern sagen solle, was ich sehe. Das tat ich auch. Nach ein paar Minuten sagte sie mir, ich solle das große Fenster öffnen, auf deren Seite sie lag. Ich sagte es zu meiner Schwester, sie tat es und dann stand meine Mutter mit dem Gesicht zu uns (am Fenster), aber im weißen Kleid. Dann holte mich die Hospizschwester aus dem Raum, weil ich mich langsam überfordert fühlte. Es tat gut. Die Schwester kannte diese Situation und beruhigte mich. Ich habe die Situation genossen.So, dann bot mir die Schwester an, dass ich meine Mutter mit ihr zusammen ankleiden könne. Fand ich gut. Als ich ins Zimmer kam, stand sie noch immr am Fenster und sagte zu mir, sie wolle die rote Bluse haben. Ich habe sie dann angezogen und das konnte ich gut, denn sie stand ja am Fenster und gab mir Anweisungen.Irgendwann bin ich gegangen und sie war auch nicht mehr da. Am nächsten Tag war ich nochmal in dem Raum, sie war weg. Bis heute habe ich sie nicht mehr gespürt. Ich bin baff, was sagt ihr dazu?

-9TboffTifVeex-


Ich weiß nicht, kann mir das schwer vorstellen :-/

Habt ihr sie wirklich ALLE gesehen?

Hatte sie die rote Bluse im Grab an?

Warum war die rote Bluse mit im Krankenhaus?

c8hri[s-d^rumxmer


toffifee

ich hab sie in meinen Gedanken gesehen, außer mir sonst keiner. Die rote Bluse hatte sie im Schrank hängen, meine Schwester hatte ihr die mit eingepackt, als sie ins Hospiz gebracht wurde. Es spielte sich alles in meinem Gefühl/kopf ab, keine Ahnung.

O`hrläpMpchexn


@chris-drummer

ich hab sie in meinen Gedanken gesehen, außer mir sonst keiner.

Hallo,

Dir erst mal mein aufrichtiges Beileid - mußte vor einigen Monaten auch durch diese schrecklichen Gefühle gehen und weiß wohl um die furchtbare Gefühlslage.

Da sind unter diesem Stress viele Dinge möglich und keineswegs alle Menschen sind dann auch noch in der Lage, so vorsichtig und zurückhaltend mit den eigenen Erlebnissen umzugehen, wie du dies hier schilderst.

Menschen, die das Erlebte und Gesehene Eins-zu-Eins für die Wirklichkeit nehmen, berichten dann von solchen Erscheinungen so, als wären sie real gewesen und von jedem zu sehen. Gut, daß du da klüger bist.

Alles Gute dir vom

cZhris-idrummexr


als ich es erlebte, wußte ich, das ich es sehen kann und kein anderer. Trotzdem kann ich nicht einordnen, was das ist. Ist es Streß gewesen, oder war ich ein Medium(kurzzeitig) oder war es eine besetzung oder bin ich kurz vorm durchdrehen? wer kennt sowas oder hat das erlebt?

jon


Hallo Christina,

> als ich es erlebte, wußte ich, das ich es sehen kann und kein

> anderer. Trotzdem kann ich nicht einordnen, was das ist.

Es ist eine Fähigkeit, die wir alle haben, die aber bei den meisten durch die normale physische Realität verdeckt ist. Man kann das durchaus trainieren und entwickeln. Es gibt sogar Seminare, auf denen man das lernen kann, es ist eigentlich nichts besonderes.

Genau so funktioniert das bspw. auch bei Rückführungen.

> Ist es Streß gewesen, oder war ich ein Medium (kurzzeitig)

> oder war es eine besetzung oder bin ich kurz vorm durchdrehen?

Es war keine Besetzung und du bist nicht kurz vor dem Durchdrehen, keine Sorge. Es ist nur so, daß dich die besondere Situation in die Lage versetzt hat, kurzzeitig empfänglich für die nichtphysische Seite zu werden. Sehr wahrscheinlich mit etwas Hilfe von der anderen Seite.. ;-)

> wer kennt sowas oder hat das erlebt?

Ich habe ähnliches nach dem Tod meines Vaters erlebt. Allerdings war ich zu Besuch auf der anderen Seite, nicht die andere Seite zu Besuch bei mir... ;-)

Ojhrlbäppcxhen


@chris-drummer

Ist es Streß gewesen, oder war ich ein Medium (kurzzeitig) oder war es eine besetzung oder bin ich kurz vorm durchdrehen?

Der Streß dieser so hochemotionalen Situation bewirkt bei allen Menschen solche und ähnliche "Erscheinungen". Selbstkritisches Überlegen und Zulassen der Emotionen sind da die beste Herangehensweise.

Du wirst sicher noch mehr solcher Erlebnisse haben, mir geht das auch so nach dem Tod meiner Partnerin, daß ich immer mal wieder meine, sie zu hören, sie zu spüren oder wenn die Tür geht, daß sie jetzt herein kommt. Besonders wenn ich zuviel gearbeitet und auch noch zu wenig geschlafen habe. Ist völlig normal.

Hauptsache, du läßt dir nicht von selbsternannten JeNseitigen mit viel ersponnenem Wortgeklingel einreden, daß dies Belege für deren abstruse Fantasievorstellungen seien - die machen aus allem und jedem Kinderspruch einen "Beleg" für ihren Wahn. :-)

Nette Grüsse vom

j$n


Der Wahn könnte auch darin bestehen, alles abzulehnen und zu bekämpfen, was nicht in das eigene Weltbild paßt... ;-)

Du glaubst, daß es da nichts gibt, ich glaube, daß es da was gibt. Weder kannst du mir beweisen, daß du Recht hast, noch ich dir, das ich Recht habe.

Die logische Konsequenz wäre der Respekt vor der jeweils anderen Meinung, nicht der Versuch, die Meinung der anderen durch billige Polemik zu diskreditieren, weil sie nicht der eigenen entspricht.

Du wirst es wohl den Lesern selbst überlassen müssen, die jeweiligen Meinungen für sich zu bewerten...

Ouhrlä;ppchexn


@jn

Du glaubst, daß es da nichts gibt, ich glaube, daß es da was gibt. Weder kannst du mir beweisen, daß du Recht hast, noch ich dir, das ich Recht habe.

Mit Verlaub: Du bist schon ein ganz besonders uneinsichtiger Zeitgenosse. Ich habe dir schon mal sehr nachdrücklich erklärt, daß man etwas, was es nicht gibt, nicht beweisen KANN. Die Gesetze der Logik zeigen eindeutig, daß es nicht möglich ist, die Nichtexistenz von etwas frei Erfundenem zu beweisen.

Du bist der, der etwas behauptet, für das er keinen einzigen Beleg beibringt. Trotzdem stellst du deine Fantasien immer wieder als Tatsachen hin, wie eben wieder:

Es ist eine Fähigkeit, die wir alle haben, die aber bei den meisten durch die normale physische Realität verdeckt ist.

Es ist nur so, daß dich die besondere Situation in die Lage versetzt hat, kurzzeitig empfänglich für die nichtphysische Seite zu werden.

Ich habe ähnliches nach dem Tod meines Vaters erlebt. Allerdings war ich zu Besuch auf der anderen Seite, nicht die andere Seite zu Besuch bei mir...

Alles freie Fantasie von dir, dargestellt als wären es Tatsachen.

Das soll Menschen offensichtlich verwirren und hinters Licht führen. Dem widerspreche ich - genau das ist die Funktion eines öffentlichen Forums.

Mit Nichtrespektieren anderer Meinungen hat das nichts, rein garnichts zu tun.

Wenn du endlich deine Fantasien als solche kennzeichnest und so schreibst, daß klar daraus hervorgeht, daß du etwas glaubst bzw. dir so vorstellst, dann werde ich dies nicht kritisieren.

Freundlichen Gruß vom

cchrwis-drRummexr


Danke JN, danke für eure Beiträge

Ich muss das erstmal sacken lassen, ich bin sehr durcheinander. Gut zu sehen, dass es einigen ähnlich geht und ich wohl nicht am spinnen bin.Hab mir schon Sorgen gemacht. morgen ist die Beerdigung, ob ich wohl wieder etwas spüre? Ich will es zulassen, falls es so ist

O,hrlä9pp9chexn


@chris-drummer

Ja, laß es zu. Jeder, der einen sehr geliebten Menschen verloren hat, kann deine Gefühle leider nur zu gut mitempfinden.

Daß es Menschen gibt, die dies dann auch noch auf ihre Mühlen lenken wollen für nur zu durchsichtige Zwecke ist peinlich und sehr rücksichtslos.

Ich wünsche dir viel Kraft. Vielleicht kannst du es machen wie ich bei der Beerdigung meiner Liebsten: Schau dich nach einem Menschen um, dem du vertrauen kannst und den du gern hast. Halt dessen Hand und lass sie möglichst wenig los während der ganzen Zeremonie.

In Gedanken reich ich dir meine Hand

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