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Kilos möchte ich verlieren, aber wie?

UctGe_Jukxebox hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen ihr Lieben

Das mit den abnehmen ist alles gar nicht so einfach, wie mancher sich das vorstellt. Man isst weniger, schreibt auch die Kalorien auf, natürlich im Rahmen des erlaubten. Aber man wird trotzdem nicht leichter auf der Waage. Es gibt bei manchen nehmlich noch mehr Baustellen und Problematiken, ausser der Lip/Lympfprobleme. Bei mir z.B. ist es so, das ich eine ganze Weile keine Lympfdrainage haben durfte und auch keine Strümpfe tragen durfte , weil ich am Bein operiert worden bin. Jetzt könnt ihr euch vorstellen, wie meine Beine wieder aussehen. So dickund schmerzhaft wie die sind, so dick ist auch das Gewicht wieder auf der Waage , und der Blick darauf ist auch sehr schmerzhaft. Und dann kommt auch noch dazu das ich Borderliner bin und regelmässig schöne Fressattacken habe, die ich nicht schaffe aufzuhalten. Und so wird es nicht nur mir ergehen sondern viele andere auch. und dann soll einer sagen, wer abnehmen will der schafft es auch. Es ist verdammt schwer. Aber ich gebe nicht auf.Bin aber für jeden Tipp dankbar.

Liebe Grüsse ute

Antworten
p~lüslc]hhexe


Hallo Ute,

ich kann ein ähnliches Lied wie du singen. Habe zwar keine Lip-/Lympfprobleme, dafür aber Borderline, Hashimoto und nicht so einige andere Krankheiten, die es unglaublich schwer machen, abzunehmen. Dazu kommen noch seeehr viele Medikamente, die ihr übriges tun.

Derzeit habe ich für meine Begriffe wieder absolutes Kampfgewicht und müsste dringend abnehmen. Wenn das nur so einfach wäre ...

Du bist also echt nicht allein mit diesem Drama ums Gewicht, ich kann das total gut nachempfinden.

P7yt>honaisxt


Ich glaube, eine Borderline-Persönlichkeitsstörung plus Essstörungen ist eine häufige Kombination. Und eine, die - je nach Schwere der psychischen Merkmale - nur schwer anzugehen ist.

Eine Chance hast du in der Waage und deinen Aufzeichnungen: sie misst objektiv. Anstatt durch deine schwankenden Bewertungen über dich selbst. Deine Bewertung der Zahlen mag dann noch schwanken, aber die Zahlen an sich sind erstmal objektiv.

Auch die Kalorien (für gewogene Lebensmittel) sind eine objektive Angabe, Zahlen eben. Anstatt schon von der Essensmenge wieder durch deine schwankenden Bewertungen mal so und mal so ganz extrem unterschiedlich wahrgenommen zu werden.

Ich glaube, dass eine Kombination aus Psychotherapie und Ernährungsberatung (die dann mit deinen individuellen Werten für Größe, Gewicht, Grundumsatz, Leistungsumsatz, Essensplänen/vorschlägen arbeitet und dem landen in einem gewissen Zielkorridor, dabei aber auch Sport/Bewegung mit berücksichtigt), ganz gute Aussichten auf einen Erfolg hat.

Wer das ohne fremde Hilfe angehen will, da kann ich mir solche Ernährungs-Apps (Körperdaten eingeben, Gewicht immer wieder eingeben, Essensmengen/Trinkmengen eingeben und daraus Empfehlungen erhalten) und Fitness-Tracker (messen die sportliche Aktivität, motivieren zu bestimmten Zielen) gut als Unterstützung vorstellen.

Sonst: Auto verkaufen (wenn vorhanden und zuviel für Kurzstrecken genutzt), Fahrrad fahren. :-) Zu Sportkursen anmelden, Schwimmen, Laufen/Gehen/Joggen/Wandern/Rollerblades fahren (mit gesunden Beinen). Gerade Sport/Bewegung hellt die Stimmung auf und verbrennt fiese Kalorien - und man kann dabei nicht essen. Und Schwimmen/Wassergymnastik ist eine sehr gelenkschonende Sache dabei, gerade wer mit den Beinen/Gelenken noch Probleme hat.

Und dann für die Fressattacken Reiswaffeln (geringer Nährwert, aber viel zu kauen und Volumen), Wassermelone, Erdbeeren und Gurkensalat (viel Wasser, geringer Nährwert). Anstatt Schoki, Kekse/Kuchen und Sahne-Eis (die sehr viel Fett+Zucker kombinieren).

Einkauf ändern: alles was man isst, muss man ja vorher mal eingekauft haben. Wer Süßigkeiten, Fettiges und Junk-Food nicht mehr kauft, kann es auch nicht mehr essen. Portionsgrößen checken und besser einteilen. Für so richtige Kalorienbomben (z.B. Sahne-Joghurt, Sahne-Eis, Sahne-Torte, Sahne-Pudding, Sahne-Fruchtquark, Schokolade, Plunderteilchen, Blätterteig, Kekse, Kuchen, Doppelrahm-Käse/Frischkäse) Alternativen kaufen und/oder Portionsgrößen ändern. Die Kombination aus Fett+Zucker in einem Produkt vermeiden, wo es geht. Besser mal nur Fett (z.B. Nüsse, Sahne-Naturquark mit Gurken/Gewürzen), oder mal nur was Süßes (z.B. Gummibärchen, Sorbet). Aber eben weniger Nutella-Brote und Co.

Stark kalorienhaltige Getränke erkennen und ersetzen oder deutlich mit Wasser verdünnen. Tägliche Trinkmenge in einen Zielkorridor bringen.

Und: gnädig zu sich selbst sein. ;-)

UZte_JWukexbox


Pythonist .. du sagst es , wer gesunde Beine hat. :°( Ich habe viele Krankheiten und da gehören auch die Beine zu. Nicht nur das ich Lip/Lympfödeme habe. Nein, in den Knien steckt Arthrose drin. In den Fussgelenken ist man noch am suchen , weil ich schmerzen habe und immer umknicke. Dann habe ich Skoliose im Halswirbel. Von der Hüfte aus geht die Wirbelsäule schief nach rechts. Dann habe ich ein Pseudotumor cerebri der jetzt bei der Wärme mich wieder nicht das machen lässt was ich eigentlich möchte.

Du siehst, ich bin verdammt eingeschränkt. Und ich gehe auch am Rolator. Der Rollstuhl steht hier auch, falls ich mal wieder gar nicht mehr kann.

Natürlich ist bewegen wichtig dabei. Und so gut wie es geht bewege ich mich auch. Aber die Bewegungen fürs abnehmen, das schaffe ich nicht mehr 100%. :-(

P>raadaT^eufxel


Liebe Ute,

ach man, das klingt wirklich alles nicht so leicht und ich kann total verstehen, dass man da zur Verzweiflung neigt...

Was mir geholfen hat ist mehr Bewegung (ich weiß... da komm ich gleich zu) und nur noch dann essen, wenn ich WIRKLICH körperlichen Hunger habe.

Ich habe einfach aufgehört, Diäten zu machen. Das hat mich unter Druck gesetzt und ich hatte nur noch Kalorientabellen, Punkte oder Low-Carb was weiß ich nicht alles im Kopf! Gruselig, das hat mich total agressiv gemacht und mein Leben drehte sich nur noch um's Essen. Dass das nicht gut ging und man wieder sorglos wie vorher einfach essen wollte, kannst du dir sicher denken.

Irgendwann las ich im Internet über eine Diät, bei der eben genau das was ich jetzt mache der Kernpunkt ist. Nur essen, wenn man wirklich Hunger hat und bis man satt ist - nicht total voll. Und eben Bewegung. Da hat es bei mir irgendwie KLICK gemacht und es funktioniert, 10 kg sind weg.

Ich weiß, du hast Fressattacken... Die in den Griff zu bekommen dürfte natürlich schwer werden. Bist du in Therapie? Vielleicht kannst du da einen besseren Umgang damit lernen, oder zumindest bei den Fressattacken auf andere Lebensmittel zurückgreifen, die nicht so dick machen? Wie oft kommen sie denn vor? Ich mein... ich kenn das von mir. Ab und an mal richtig über die Stränge schlagen und dann weitermachen wie vorher (also nur essen wenn Hunger etc...) kurbelt bei mir eher den Stoffwechsel an und ich nehme sogar besser ab. Vielleicht kann man die Fressattacken (wenn sie nicht zu oft vorkommen) so in was Positives wandeln und sie sich dann auch einfach frei und guten Gewissens gönnen? Womit sie dann vielleicht auch ein wenig ihren Reiz verlieren, weil sie ja erlaubt sind ???

Zum Thema Bewegung.. Du hast ja einige Diagnosen. Damit dürftest du ohne Probleme von einem Orthopäden Reha-Sport aufgeschrieben bekommen. Der würde insgesamt sicher vor allem auch für die Wirbelsäule gut tun und dich stabilisieren.

Ich weiß nur wie das hier in meinem Sportzentrum ist. Da findet der Sport in der Gruppe statt und es ist immer ein Physiotherapeut dabei. Man hat also feste Termine und muss dann auch gehen, weil die Kasse die Kosten sonst irgendwann nicht mehr übernimmt. Das tritt den inneren Schweinehund schonmal ordentlich in's Popöchen ]:D

Und in der Gruppe trainiert es sich vielleicht auch angenehmer... ;-) Wie gesagt, ich bin sicher, du würdest das Rezept ohne Probleme bekommen. Ich bekomm's sogar auf meine Psyche ;-)

Und die Physios wissen, mit was sie dich belasten können und womit nicht. Ob's jetzt ein Liegefahrrad ist (keine Ahnung obs mit dem Knie geht), oder diese Geräte wo man mit den Armen "Fahrrad fährt" oder... oder... oder... :-) Möglichkeiten gibt es da viele.

Ich mache seit 3 Monaten ein Rückenprogramm im Rehasport mit. Anfangs war ich total skeptisch, wollte da nicht hin - was auch mit meinen Ängsten zu tun hat. Es hat eine Weile gedauert, aber inzwischen gehe ich super gern hin, habe Spass dran und bin total traurig, dass ich jetzt nur noch 3 Termine habe. Dann ist Schluss.

Ich habe gemerkt, wie der Körper sich verändert, alles ein wenig straffer wurde und ich besser aussehe. Besser als vor 4 Jahren, wo ich gesundheitlich das doppelte abgenommen hatte (und natürlich schön wieder zugenommen hab). Es macht mir inzwischen echt Spass mich zu bewegen, auch wenn ich auch ein paar Einschränkungen habe (Schulter, Rücken etc..). Ich weiß... mit den Beinen ist das echt blöd. Aber bei Arthrose ist Bewegung doch auch gut - vielleicht halt vorsichtig und gewusst wie.

Ich drücke dir fest die Daumen, dass du einen Weg für dich findest! Vielleicht konnte ich dir ein klein wenig weiterhelfen :)_

MFallaxig


Mir tut jeder richtig Leid, der mit Lipödemen zu tun hat. Obwohl es ja hauptsächlich Wasser ist, das sich da ansetzt, ist es bestimmt entmutigend, wenn es auf der Waage nicht weichen will.

Hier sind ja schon sehr gute Tipps gekommen. Ich möchte nur noch kurz hinzufügen, dass "Fressanfälle" nicht nur mit der Psyche, sondern auch sehr viel mit der Ernährung selbst zusammenhängen. Bestimmte Kombis verhindern praktisch, dass sich der Organismus beruhigen und aufhören kann, immer mehr "Heißhunger" auszulösen - der ja kein echter Hunger ist.

Also, Änderung kann am besten "by doing" - in dem Fall dem Essen der richtigen Nahrung - geschehen. So herum kann es auf einmal klappen, wenn es vorher nie funktioniert hat. Und jede Art von Bewegung hebt das Selbstwertgefühl peu à peu an. Auch da merkt man es erst, wenn man es eine Weile sogar gegen das Gefühl gemacht hat.

Das Wichtigste ist, nie aufzugeben, finde ich. Gegen alle Entmutigung das xte Mal beginnen - und dann durchziehen. Auch Schneckenschrittchen sind Schritte. Viel Erfolg!

M?alklaixg


Zur Überschrift fällt mir noch ein: Kilos verlieren oder lieber Gesundheit und Wohlbefinden finden? ;-) Soll nicht klugschieterisch sein, aber "verlieren" ist als Zielausrichtung nicht positiv genug, meiner Ansicht nach.

T~atjVana6472


Ute, hast du es mal mit weight-watchers versucht?

Ich gebe zu, ich habe deine Probleme alle nicht, bin in der Bewegung nicht eingeschränkt. Aber ich kenne das wenn man einfach kein Pfund abnimmt, und sich quält, weil der Stoffwechsel total unten ist.

Bei mir hat das den Durchbruch gebracht, keine Ahnung warum.

Langsam aber sicher bin ich wieder in Form gekommen. Und das ohne mich groß zu bewegen. Mit Sport hab ich erst später wieder angefangen.

Ceanbrxil


Wäre Schwimmen nicht auch eine Alternative?

Agnkelxina


Also ich mache jetzt seit ein paar Wochen auch wieder mit meinen Programm dass ich letztes Jahr im April angefangen habe und dann mal leider eine Weile aufgehört hatte weiter .

Es ging leider auch nur schleppend voran und sportmässig bin ich auch eingeschränkt da ich wie du so einige " Baustellen " habe

Aber für zwei mal die Woche Fitness - Studio und einmal Wassergymnastik in der Woche reicht meine Kraft aus.

Dazu habe ich mir noch einen Fitnesstracker schenken lassen mit dem Ziel tgl. meine 10 000 Schritte voll zu bekommen was ich auch fast immer schaffe . Nach dem SportStudio fühle ich mich so gut und ich merke wirklich immer mehr wie ich fitter und wieder belastbarer werde .

Es war für mich ein langer und ziemlich schmerzhafter Weg bis dahin aber ich bin so froh ihn gegangen zu sein .

Denn man bekommt einfach wieder mehr Lebensqualität .

Ich habe auch jeden Tag Schmerzen aber versuche mich immer soviel wie möglich zu bewegen .

Seit ich mir noch eine Fitness - App heruntergeladen habe und ich meine Speisen abwiege und akribisch genau in die App eingebe klappt es auch besser mit dem Abnehmen .

Man glaubt gar nicht wie viel man zu sich nimmt wenn man es nicht aufschreibt .

Das meiste dass man zu sich nimmt hat oft viel mehr Kal. als man denkt

Ein guter Nebeneffekt dieses Aufschreiben ist auch dass man sich von vornherein schon gesündere und kalorienreduzierte Lebensmittel aussucht um in seinem Budget zu bleiben .

Es macht einfach unheimlich Spaß und ich nehme diese Mühe gerne auf mich .

Konnte auch noch zusätzlich meinen Sohn mit ins Boor holen und somit muss ich nun ganz anders nämlich um einiges bewusster kochen .

Alles Liebe und viel Erfolg !!

APnke#linxa


Sorry sollte natürlich Boot heißen

UMtne_J1ukeboxx


Ich möchte mich jetzt ersteinmal bei euch allen die mir hier geantwortet haben, ganz lieb bedanken. :)= Es tut verdammt gut jeden Kommentar hier gelesen zu haben. :)z Man fühlt sich verdammt verstanden bei euch hier. Ich war gestern bei meiner Lympfärztin und zum Glück habe ich die Ödeme nicht an den Händen und Armen. Darüber bin ich sowas von Glücklich. Auch wenn jetzt noch weiter gesucht werden muss was es dann sein kann an den Händen und Armen. ":/ Ja die Beine wurden jetzt erstmal wieder in Zinkverbänden gepackt. :-/

Ja und ich werde jetzt mir jeden einzelnen Vorschlag einfach mal durch den Kopp gehen lassen von euch. :-| Vielleicht macht ja irgendein Vorschlag von euch bei mir Klick und es tut sich was bei mir. Ich kann wirklich nur hoffen.

LG Ute

U$te_Jukexbox


Prada Teufel, in welchen Zeitraum hast du die 10 Kilo abgenommen? ???

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