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Phimose/ Beschneidung: Hilfe, OP-Wunde will nicht verheilen!

D?annzy_P hat die Diskussion gestartet


Hallo allerseits,

ich wurde vor vier Monaten wegen einer Phimose teil-beschnitten (d.h. ein Teil der Vorhaut blieb erhalten) und habe nun das Problem, dass die Wunden der OP (zwischen Eichelende und Penisschaft) nur zum Teil verheilt sind. Besonders eine ca. 5 mm große Wundpartie will und will nicht verheilen.

Vom Gefühl her bzw. von meiner laienhaften Einschätzung her würde ich sagen, dass die Vorhaut zu eng genäht wurde, so dass durch das Versteifen des Gliedes ("Morgenlatte") und die dabei auf die offene Wunde wirkende Spannung die Wunde einfach nicht verheilt. Mein Urologe (ein Prof., der seine Praxis in Berlin-Charlottenburg hat) ist mir leider überhaupt keine Hilfe. Im Gegenteil: Er hat ohne mir bei der letzten Untersuchung ohne Vorwarnung und ohne Betäubung die OP-Wunde ringsum um die Eichel durch brachiales ruckhaftes Herunterziehen der Vorhaut erneut geöffnet. Das waren Schmerzen, die ich keinem anderen wünsche. Diese neu geschaffene Wunde sollte ich dann ebenso wie die alte erste OP-Wunde täglich im Wannenbad zu säubern und danach mit Jodcreme einzupinseln. Dann sollte nach 10 Tagen wieder alles ordentlich verheilt sein. Das deprimierende Resultat nach drei Wochen: Die alte Wunde ist weiterhin offen.

Zu diesem Sadisten von Arzt gehe ich natürlich nicht wieder hin. Vielleicht kann mir jemand hier im Forum weiterhelfen? Meine Fragen:

- Wer hat ein ähnliches Problem (nicht verheilende Wunde nach Bescheidung) gehabt und kann mir sagen, welche Therapie bei ihm geholfen hat?

- Wer kann mir etwas über die möglichen Ursachen der nicht verheilenden Wunde etwas sagen?

- Wer kann mir in Berlin-Potsdam einen humanen Urologen oder eine empfehlenswerte urologische Abteilung in einer Klinik nennen, auf die ich zurückkommen kann, falls doch nochmal eine Nach-OP notwendig werden sollte?

Danke,

Danny aus Potsdam

Antworten
Jmagu"ar200x4


also ich würde mich dann nochmal beschneiden lassen. aber diesmal komplett!

ist ja klar, das die teilbeschneidung oft "nach hinten" losgeht.

c;hKristia#n82


Wundheilungsstörungen

Hallo,

also um das nochmal klar herauszustellen: jeder ärztliche Heileingriff, der ohne Wissen und Willen (Einwilligung) des Patienten durchgeführt wird, ist Körperverletzung im Sinne des § 223 StGB. Dazu würde ich die bei dir durchgeführte Massnahme erst recht zählen.

In meinem Fall hat sich ein Urologe auch mal in dieser Weise etwas "vertan" und das war ihm letzlich egal. Erst als ihn das Landgericht zu insgesamt 14.000 DM Schmerzensgeld verdonnerte, kriegte er grosse Augen.

Ich vermute, dass die Wundränder bei dir ungleichmässig waren (warum auch immer, evtl. kein optimales Schnittmuster), weshalb dein Arzt kurzerhand eine Grobkorrektur versuchte.

Die Wundheilungsstörungen sind fast immer durch Infektionen bedingt. Eine weitere Möglichkeit besteht bei Diabetes (?). Aber auch eine Überdosierung von Jod (Betaisodona) oder anderen keimtötenden Substanzen kann Wundheilungsstörungen verursachen.

Den Keimen rückst du am besten auf die Pelle, indem du antagonistische Verhältnisse schaffst:

1.) Ist die Wunde auf der Innenseite der Restvorhaut, so handelt es sich wahrscheinlich um anaerobe Keime, die nur unter Sauerstoffabschluss gedeihen. Trag die Vorhaut dann wenn möglich zurückgezogen (Luftkontakt!), dann müsste sich die Wunde nach 3 Tagen beginnen zu schliessen.

2.) Ist die Wunde auf der Aussenseite, dann wechsle das Präparat (z.B. Wechsel auf Nebacetin Spray). Bringt auch das nichts, müsstest du dir eine antibiotische Salbe verschreiben lassen, evtl. nach einer erfolgten Erreger- und Resistenzbestimmung durch den Arzt.

3.) Hast du bislang ein- oder mehrmals täglich mit Jodsalbe behandelt, so lass diese einfach weg, aber erst nachdem (!) du dir ärztlichen Rat eingeholt hast. Die Wunde sollte in jedem Fall ein Fachmann gesehen haben (besonders, wenn Verfärbungen oder Verhärtungen vorliegen). Wunddesinfektionsmittel wie Jod sind nicht nur für Bakterien giftig, sondern auch für Körperzellen, auf die sie bei offenen Wunden ebenfalls wirken. Ausserdem eliminieren sie wirklich alle Keime. Dabei gibt es Keime, die auf der Haut leben und harmlos sind. Diese Keime verdrängen allein durch ihre Anwesenheit in Wunden diejenigen Keime und Pilze, welche die Wundheilungsstörungen verursachen. Nässt die bestehende Wunde bei dir, könnte es sich insbesondere um eine durch Pilze verursachte Wundheilungsstörung handeln. Das übertriebene Eliminieren von Bakterien schafft beste Voraussetzungen für Pilze. Ob das bei dir so ist, kann der Arzt durch einen Wundabstrich klären.

Ich würde wegen der Wunde zu einem niedergelassenen Chirurgen oder Hautarzt gehen und wegen des Gesamtergebnisses zu einem (anderen) niedergelassenen Urologen.

D_a{nYnGy_xP


RE: Wundheilstörungen

Hallo Christian,

besten Dank Deine hilfreichen Tipps und Infos!

Gruß, Danny

v`oxxx


Ich möchte mich den Worten Christian82-zigs weitestgehend anschließen.

Aber als antibiotisches Mittel ist hier auch ganz normaler Kamillentee zu empfehlen, jedenfalls solange noch keine ausgeprägte Infektion vorliegt. 2 Beutel Kamillentee in einem Becher aufbrühen und auf Körpertemperatur abkühlen lassen. Dann den Schwanz 5 min drin baden. Das einige male am Tag.

Warum soll man denn ganze Wannenbäder veranstalten?

Ayndrxeew


Hallo,

hatte 1987 von Februar - Juni genau dieses Problem das die Beschneidungsnarbe nicht verheilen wollte. Unmittelbar nach einer

subtotalen Zirkumzison verschrieb mir ein Arzt (Chefarzt Prof. Dr.) eine Volon A Salbe 50gr.

Nachfolgend stellten sich hartnäckige Wundheilungsstörungen und Wund-Infektion ein die dann noch mal

mit 2x50gr Volon A.Salbe behandelt wurden (insgesamt 50 gr.). Da die Wunde nicht verheilte

wurde von den Ärzten noch 2 x operiert ohne Erfolg. Bei der 3 Op schnitt man einfach die komplette Vorhaut

weg (ohne mich zu informieren, sieht man dann ja am nächsten Tag.) Als ich micht beschwerte, sagte man

mir, dass 1 Miliarde Männer beschnitten sein, was ich wohl haben würde. Weiter stellte ich nach der 3 Op fest,

dass die ganze Resthaut um 1cm versetzt angenäht war sowie völlig ungleichmäßig lang.

Die Wunde heilte nach der 3. Op dann im Juni 1987 ab, danach bestanden Schmerzen in der Leiste (bis heute 2007-2009).

Die Wunde heilte jedoch erst dann ab, als ich keine Salbe mehr genommen habe, also in dem Moment

wo ich untätig wurde.

6 Jahre später fand ich durch Zufall heraus, dass die Volon A. Salbe Wundheilungsunterdrückung verursacht

sowie Wundinfektion. Zudem musste mehrmals die Narbe komplette nochmal herausgeschnitten werden.

Danach gab es die ärztliche Anweisung: keine Salbe, keine Kamille, nichts tun und

die Wunde war immer nach einer Woche verheilt oder ich konnte keine Wundheilung feststellen.

Auch die Schmerzen konnte ich in der Leiste abklären. Ich habe einen Chirug gefunden,der diese

einfach aufgeschnitten hat und wir haben hineingeschaut (es wurden in den letzten 5 Jahren 5 harte Stränge

entfernt, es waren verhärtete Venen).

Was war denn die Ursache.

Der Arzt hatte mir eine Cortison Salbe verschrieben und das auf einer offenen Wunde.

Ich frage mich wirklich wie blöd Ärzte sind. Wenn ich heute in der Dermatologie erzähle, dass

mir ein Arzt eine Volon A. Salbe auf einer Wunde verschrieben hat, bekomme ich zur Antwort:

So etwas ist nicht vorstellbar und denkbar. So etwas gibt es nicht.

und dann folgt der Satz:

"Dann würde es ja zu einer Wundinfektion kommen".

Ja, ja kam es ja auch.

Na denn, Gesundheitssystem Deutschland

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