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Bändchen verlängern vs. entfernen vs. nur durchtrennen

sj2$1 hat die Diskussion gestartet


[Also, bevor es heißt dass das Thema schon so oft da gewesen wäre. Ich habe hier dutzende Beiträge mit der Suchfunktion angeschaut und in keinem keine Antwort gefunden. Selbst auf anderen Internetseiten waren eher Infos im Stil der Werbung (wenn jemand das Thema angeschnitten hat sind 100x gesprungen und haben "Beschneidung, Beschneidung, Beschneidung" gerufen, was hier ja teilweise scheinbar auch vorkommt °_°)]

Problem: Mein Bändchen ist viel zu kurz. Die Vorhaut ist zwar zurückziehbar (aber leider halt etwas sehr lang... aber ich lasse mich nicht beschneiden, gleich voraus nochmal!), aber das Bändchen spannt schon sehr extrem und scheint u.U. reissen zu können. Also muss etwas getan werden, nur was?

Also ich habe von 3 Dingen gehört:

1. Nur durchtrennen, aber darüber ich keine Infos gefunden

2. Verlängern:

2a) Anschneiden und Vernähen

2b) Anhebehn und komplett durchtrennen und vernähen

3. Ganz entfernen.


3. Ganz entfernen stell ich mir bisschen seltsam vor, immerhin geht da eine wichtige Ader und viele empfindliche Nerven durch?!

Oder ist das doch nicht so gravierend?

Das Bändchen ist zwar errogen, aber ich kann schwer sagen wie sehr sich das bei mir auswirkt...

2. Verlängern klingt optimal, das Problem ist nur, dass es bei mir irgendwie wirklich sehr kurz ist, und ich mir dann Sorgen mache, dass danach weitere Operationen nötig sind.

Und Umständen klingt die Variante 2b) also "endgültiger"...

Aber ich habe halt Angst, dass das ganze schlecht verwächst und danach wieder nicht lang genug wäre bzw. zu eng.

Kann man denn relativ sicher sein, dass nach einer Verlängerung (Frenulutomie glaub ich) das Frenulum 100% lang genug ist??

Immerhin kann ich meine Vorhaut komplett zurück ziehen (auch wenns halt arg spannt, die Eichel nickt, und die Vorhaut wieder von allein vor gezogen werden würde).

Hätte das komplette durchtrennen eigentlich nicht negative Folgen für Empfindung und Durchblutung?

Übrigens habe ich auch öfters gehört, dass es bei Frenulutomien danach sehr unästhetisch verwachsen kann, so dass es regelrecht Hautwülste bzw. Knubbel gibt welche stören und halt hässlich aussehen?

1. Nur durchtrennen bzw. anschneiden ohne Nähen. Also ich hab gehört dass, das manche Urologen machen. Warum?


Für welches soll ich mich entscheiden? Die Frenulutomie klingt ja am besten, nur ich mach mir Sorgen, dass es halt danach nicht nur unschön wird, sondern auch, dass es immernoch zu kurz sein könnte....

Bitte helft mir. Danke im Vorraus

PS: Wie gesagt, eine wirklich ausführliche Erklärung bzw. Entscheidungshilfe hab ich dafür wirklich (!) trotz Suchen nicht gefunden... (allgmein nicht im Net, was ich nicht verstehe, da eine zu kurzes Bändchen nach meinem Wissen SEHR viele Männer betrifft).

PPS: Egal was, ich solls doch im Krankenhaus machen lassen, oder? Übernimmt den Eingriff die Krankenkasse? Schon oder? 20€ für Urologen und Krankenhaus muss ich doch trotzdem zahlen? (jeweils 10€ wegen Praxisgebühr)

Antworten
g8p56


hab mich fürs entfernen entschieden

Ich hatte mich 6 Monate lang informiert und bin dann zum Chirurg gegangen um ein Plastik ( quer schneiden und längs nähen) machen zu lassen. Der hat sich das ganze angeschaut und gemeint mit der Plastik wäre mir nicht gediehnt, da muß ein Fachmann ran. Er hat mir dann einen Urologen genannt der das machen würde. Dieser hat dann eine Entfernung empfohlen. Er hat mir zur Vollnarkose geraten weil dies eben ein empfindlicher Körperteil sei. Die OP wurde ambulant ( 8:00 kommen und 11:30 gehen ) durchgeführt.

Das mit der Vollnarkose war wohl gut so, denn ich bin erst nach einer Stunde wieder wach gewesen obwohl die OP Schwester gemeint hat nach 5 Minuten wäre ich wieder da. Der Urologe hat dann noch gemeint es gab Nachblutungen und er hätte noch mal auf und zu machen müssen. Die Heilung war ok. Die ersten Nächte hatte ich Schmerzen ( jetzt weiß ich daß ich Nachts 4-5 mal eine Erektion habe) sonst nicht. Der letzte Faden ist nach 3 Wochen abgefallen. Nach 4 Wochen hatte ich dann wieder Verkehr und hatte beim Einfühern keine Schmerezn mehr! ( war vorher so) Was die Gefühle betrifft habe ich in Kauf genommen daß etwas verloren ging. Ich kann jedoch nicht sagen daß was fehlt. Die empfindliche Stelle ist jetzt weiter unten (das Bändchen fehlt, die Vorhaut geht weiter runter).

Der Test mit Tantramassage und gefühlvolles Blasen steht allerdings noch aus. Optisch sieht alles sehr gut aus. Ich habs nicht bereut. Die Entscheidung mußt du selber treffen da hab ich wie gesagt 6 Monate gebraucht. Hätte ich das vor 30 Jahren machen lassen ( bin jetzt 48 ) wäre wohl manches anders gelaufen das ärgert mich jetzt.

-\NebCell|euCchte-


Habe vor fünf Wochen mein Frenulum verlängern lassen (also quasi Variante 2b, 2a erscheint mir sehr ungewöhnlich und unüblich). Die Operation lief ambulant in Vollnarkose ab, nach zwei Stunden durfte ich wieder in Begleitung nach Hause gehen. Danach musste ich zwei Wochen lang jeden Morgen eine Salbe auf die Stelle auftragen und in der Woche nach der OP hat es 1-2 Mal geblutet, aber ansonsten muss ich sagen, eine extrem schermzfreie Operation!!! Nach 12 Tagen habe ich dann bereits zum ersten Mal wieder masturbiert und es gab keine Probleme. Mittlerweile ist schon lange alles wieder verwachsen, es sieht optisch absolut okay aus (bei oberflächlichem Hinsehen merkt man gar nicht, dass da operiert wurde) und es ist vor allem ein tolles Gefühl, keine Probleme mehr beim Zurückziehen zu haben. (vorher ging die Vorhaut in steifem Zustand nur bis zur Hälfte zurück)

Dumm war nur, dass sich bei mir leider nicht alle Fäden aufgelöst haben. Drei mussten dann gezogen werden. Da hieß es dann Zähne fest zusammenbeißen und durch. Ansonsten ist alles optimal gelaufen und ich bin absolut zufrieden.

Im Allgemeinen ist das Ganze eigentlich auch ein relativ harmloser und risikoloser Eingriff. Natürlich gibt es gute und schlechte Urologen und ein schlechter Urologe kann auch diesen einfachen Eingroff verpfuschen, aber generell ist das Ganze wirklich nix Wildes.

DTa?s xEtwas


@ S21:

Ich kenne ja deine Informationsquellen nicht, aber Variante 1 ist schonmal med. absolut nicht vertretbar und wird auch nirgendwo praktiziert. Kein Arzt schneidet dir das einfach nur durch und schickt dich dann nachhause.

Selbstverständlich wird das nach dem Durchtrennen vernäht.

Von Variante 2 gibt's auch nur eine und zwar die, dass das Bändchen durchgeschnitten, auf die nötige Länge gezogen und die dann entstandene Lücke vernäht wird. Das Gewebe, welches sich dann bildet, ist der Teil, um den dein Bändchen vorher zu kurz war.

Das gleiche erreicht man übrigens auch, wenn das Bändchen reißt, nur dass das blutet wie Sau, weil die offene Stelle halt keiner vernäht.

Ich würde dir empfehlen, Variante 2 zu nehmen. Denn wie gesagt, das Bändchen ist in der Tat sehr erogen und nicht immer bleibt die Stelle, an der das Bändchen saß, auch nach der Entfernung so erogen. Das KANN sein, aber wenn's nicht ist, trauerst du etwas hinterher.

Mir ist das Bändchen mit 10 Jahren bei der SB mal gerissen, seither ist es lang genug. Hab also quasi den Variante 2-Eingriff per "Eigenbau" hinter mir.

Gruß

s22x1


Dann werd ich wohl auch verlängern lassen... Entfernen kann man ja danach immernoch.

Aber eine Frage bleibt noch: Zahlt das eigentlich die Krankenkasse komplett? Ist zwar kein so drastischer Eingriff scheinbar, aber ich hab momentan nicht so viel Geld, als dass ich da paar hundert Euro zahlen könnte. (zumal ich momentan sowieso keinen Verkehr habe... =/)

Aber vielen Dank euch 3 für euren umfangreichen Antworten, das hat mir schon sehr geholfen, wirklich. Ich war eigentlich schon wieder an dem Punkt wo ich dachte, dass ichs ja eigentlich gleich ganz bleiben lassen kann.

gmp5x6


Bei mir wurde alles auf Krankenschein gemacht. Ich geh mal davon aus, daß der Urologe das als medizinisch notwendig einstuft. Dann gibts keine Probleme. Ich hatte immer wieder kleine Risse am Frenulum das hat man oft nur 'brennen' beim Einseifen gemerkt. Manchmal hat man es auch richtig gesehen.

-/Nebeelleuchxte-


Eine Verlängerung des Vorhautbändchens wird auf jeden Fall vollständig von der Krankenkasse bezahlt.

s12x1


Okay, vielen Dank für eure Antworten!

Ich werde mich dann im Laufe der nächsten Tage in die Hände von meinem Urologen begeben und das alles machen lassen.

Werde danach mal schreiben wie es so war =)

tComkxat


es war einmal..

ich hatte vor langer Zeit einen kleinen "Einriss" im Bändchen. Woher das kam, weiß ich nicht, vielleicht Hautpilz?

Auf alle Fälle das Bändchen ist eingerissen, ca. 2mm, hat im Wasser gebrannt, nur ganz wenig Blut und es hat sich danach an beiden Enden eine kleine Narbe gebildet.

Nun nach ca. 30 Jahren sieht man davon nichts.

Vielleicht war das Bändchen auch nur etwas kurz, die Eichel nickte schon ganz ordentlich.

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