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Keuschheit/ Prostata

Rwalxf29 hat die Diskussion gestartet


Hi, ich versuche schon eine Weile ernsthaft keusch zu leben und bekomme dabei immer wieder Probleme mit der Prostata. Nach einigen Tagen Enthaltsamkeit bekomme ich die typischen Symptome: Brennen und ziehen (vor allem Nachts), Samen/Prostataflüssigkeit im Urin, und manchmal auch tröpfchenweise Samenfluss. Es ist, als würde die Prostata "überlaufen".

Nach einer Ejakulation sind die Probleme schlagartig weg. Zwei Urologen habe ich deshalb schon aufgesucht und beide sagen, ich solle eben öfter ejakulieren. Aber eben das will ich eben nicht! Es muss doch möglich sein, auch keusch zu leben, ohne Prostataprobleme zu bekommen. Ging bei mir früher schon jahrelang!

Daher die Frage: Wer kennt das Problem und wer hat einen seriösen Lösungsvorschlag? Gibt es Medikamente? Hilft ein Dauerkatheter bis sich die Prostata an die Enthaltsamkeit gewöhnt hat? Wer hat eine Idee?

Danke!

Antworten
K6urt


Wieso soll ein Mann das wollen?

Außer der genannten "Beschwerden" (die ja noch annehmbar sind) soll regelmäßige Ejakulation das Prostatakrebs-Risiko mindern, oder im Umkehrschluß, ist es bei "Keuschheit" größer, warum sich das antun?

Hast Du auch einen Grund, den Du nennen kannst, warum Du so leben willst?

Ansonsten soll sich das mit zunehmendem Alter auch von alleine wieder geben. (ernsthaft gemeinter "Lösungsvorschlag" ... warten)

BIarffusshchattxer


gibt doch schlimmeres...

als häufig abzuspritzen, oder? Also wenn Männer nach Prostataoperationen nicht mehr können, das finde ich vile schlimmer!

s1o)li tu


Warum willst Du denn überhaupt keusch leben??

R&alfx29


Weil es unnatürlich ist

Der normale Zustand des Körpers ist die Enthaltsamkeit. Das beweist schon der natürliche Ablauf der Körperfunktionen: Denn wird es mal zu viel mit dem Druck, dann kommt es im Schlaf zu Pollutionen (feuchte Träume). Das ist der ganz normale Weg auf dem der Körper Spannungen abbaut.

Wenn man aber den Körper durch Onanie irritiert, verliert er diese Funktion so lange man es selber macht. Erst nach einer Weile der Abgewöhnung nimmt er seine normale Regulationsfunktion dann wieder auf. Die Frage, wieso man Onanie leben sollte, ist also falsch. Du müsstest fragen: Wieso sollte man es tun? Und die Antwort wäre: Gar nicht, denn es gibt keinen Grund dafür und ist ungefähr so natürlich wie mit dem Finger provoziertes Kotzen.

Nur weil es viele tun, ist es noch nicht normal.

j!ack8x5


1) ein dauerkatheter ist exakt genau das falsche und würde alles schlimmer machen

2) du hast zeichen und symptome einer ?chronischen prostata bzw harnwegsinfektion.

ich akzeptiere deine persönliche entscheidung, abstinent leben zu wollen, auch wenn ich un die überwätigende mehrheit der männlichkeit da ganz anderer meinung sind.

unter diesen umständen ist jedoch meiner meinung nach

WICHSEN MEDIZINISCH ANGEZEIT !!!

ohne die prostata regelmässig zu entleeren wirst du für immer und ewig auf der infektion sitzen. und wenn sie doch mal abgeklungen sein sollte mit hilfe von medikamenten, dann wird sie mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit wiederkommen.

kann ja sein dass es früher ging aber jetzt scheint das fass ja -fast im wahrsten sinne des worter - übergelaufen zu sein.

denk mal drüber nach. es ist deine gesundheit.

K urxt


Wieso sollte man es tun?

Weil es Spaß macht?

Der natürliche Zustand des Körpers, woher willst Du den kennen?

In der Zeit, in der sich die Zivilsation entwickelt hat, hat noch keine Evolution geschafft, Schritt zu halten, also könnte man höchstens im Tierreich (oder bei den Neandertalern) nachsehen was der natürliche Zustand ist, den die Evolution geschaffen hat, und dieser war mit Sicherheit auf 1. Überleben und 2. Vermehren aus, wie das überall in der Natur so ist.

Und wenn man sich Tiere anschaut, vor allem unsere näheren Verwandten, so befriedigen sie sich auch selber ... und haben wohl auch Spaß daran.

Also wo genau nimmst Du die Weisheit her, über den natürlichen Zustand des Körpers?

R:al;fx29


@ jack85

Hi jack85,

denke nicht, dass ich eine prostata entzündung habe, denn die symptome kommen NUR nach vielen tagen keuschheit und verschwinden sofort nach einer ejakulation. Wieso sollte ein Katheter alles schlimmer machen? Ich denke, es verhindert Druck von der Blase auf die Prostata und entlastet somit diese, bis sie sich daran gewöhnt hat wieder weniger zu arbeiten.

Hi @ alle,

Ansonsten möchte ich hier nicht diskutieren, ob es nun gut ist oder nicht zu onanieren. Ich für mich lehne es ab. Und daher bitte ernstgemeinte Ratschläge für mein Problem und keine Versuche mich umzustimmen. Danke

jwack!85


brennen und ziehen ist nicht normal selbst nach einigen tagen nicht abspritzen. es sind typische symptome einer infektion. es kann eine niedriggradige infektion sein, die sich nur nach einigen tagen bemerkbar macht und dann wieder etwas abklingt nachdem die prostata sich entleert hat.

ich würde dir raten, dich auf eine prostatainfektion untersuchen zu lassen. und wenn wirklich eine infektion da ist, behandeln lassen ( antibiotikum)

ein katheter ebnet den weg für bakterien von aussen durch die harnröhre hineinzugelangen. die harnröhre wird ja konstant offen gehalten. zusätzlich verletzt ein katheter immer die empfindliche zellschicht innerhalb harnröhre und prostata.

bakterien von aussen oder sogar von der bereits vorhandenen infektion können beim legen eines katheters deshalb IMMER entweder tiefer ins gewebe eindringen oder sogar in den blutkreislauf gelangen.

falls du (noch) keine infektion hast, steigt das riskio, eine infektion der unteren harnwege zu bekommen, duch den katheter immens an. ohne regelmässige ejakulationen wirst du eh schon ein erhöhtes risiko haben, eine infektion zu entwickeln (wenn du sie nicht schon hast): abgesehen von regelmässigen entleerungen, die infektionen vorbeugen, ist im sperma eine substanz enthalten, die bakterienwachstum hemmt. fliesst kein sperma mehr durch die harnröhre, und sitzt dann noch ein katheter drin, hast du eben ein sehr hohes risiko, dir eine infektion einzuhandeln.

ausserdem finde ich allgemein einen katherter legen einen ziemlich signifikaten eingriff, selbs als temporäre massnahme- von der von dir propagierten natürlichkeit kann hier wohl kaum die rede sein.

RTalfx29


@jack85

Hi,

war bereits mehrfach beim Urologen, dabei wurde unter anderem auch auf Bakterien untersucht und keine gefunden. Von einer Infektion hat keiner der beiden Urologen jemals etwas gesagt. Bist du Arzt?

j`ac`k8x5


ja

wie erklären sich die urologen deine symptome ?

Keurt


Ansonsten möchte ich hier nicht diskutieren, ob es nun gut ist oder nicht zu onanieren.

Das kann man akzeptieren, aber nicht so einen Quatsch von natürlichem Zustand ...

Umstimmen möchte ich Dich auch nicht, aber verstehen möchte ich Dich, und das kann ich einfach nicht.

Aber vermutlich ist mein Sexualtrieb einfach zu ausgeprägt, um eine "freiwillige Keuschheit" (Was ein Wort, das klingt gleich, als sei es religiös "angehaucht") zu verstehen ...

Falls "religiös angehaucht" tatsächlich paßt, empfehle ich Dir mal den Lied-Text von Reinhard Mey: "Ich glaube nicht" (von der Platte: "Nanga Parbat"), vornehmlich die 3. Strophe.

R8al3f29


@kurt

was hast du gegen religiöse motive? seit wann sind religiöse motive etwas schlechtes?!?!?! ich hoffe, ich habe dich falsch verstanden!

aber ansonsten: es geht hier nicht im die frage, ob enthaltsamkeit gut ist. dies ist ein urologieforum und ich habe ein urologisches problem. also bitte: gebt mir bitte echt ratschläge für mein problem! danke!

K<urxt


Wenn es tatsächlich ein urologisches Problem ist, dann denke ich ist der Beitrag von jack85 aussagekräftig genug.

Nur ich sehe das Problem (wenn es denn eins ist) nicht unbedingt als ein urologisches.

Der Mann beginnt irgendwann damit Spermien zu produzieren und die Prostata und die Bläschendrüse bilden die dafür benötigte Träger und Nährflüssigkeit.

Und da Flüssigkeiten in der Natur nur schwer keimfrei zu halten sind, vor allem wenn sie 37° warm sind, ist eine Strategie, die die Natur dabei verfolgt, diese Flüssigkeit "über zu produzieren" um sie ständig austauschen zu können.

Man(n) läuft aus/über ...

Daß dieser Prozess schmerzfrei sein soll ist klar, aber wenn denn keine Entzündung vorliegt (was Du ja kathegorisch ausschließt) dann liegt das Problem vielleicht zwischen den Ohren, also nur in Deinem Kopf.

Und in dem Fall ist vielleicht die Motivation nicht uninteressant, denn wenn Schuldgefühle bei diesem (natürlichen) Prozess eine Rolle spielen (und das ist eines der wenigen wirklich schlechten Dinge, die meiner Meinung nach Religion verusacht, ansonsten habe ich nichts gegen irgendwelche Religion) dann kann das auch ein Grund für körperliche Unannehmlichkeiten sein.

Demzufolge ist meine Nachfrage (oder mein Versuch das zu verstehen) weder im falschen Forum noch völlig vom Thema weg.

Wenn Du da keinen Zusammenhang sehen kannst/willst, dann ist natürlich auch jede Frage danach für Dich überflüssig ...

RpalMf29


öhm...

also, es ist ja nicht so, dass ich jede entzündung kategorisch ausschließe. das haben meine urologen getan... und ein psychisches problem ist das sicher nicht. es soll menschen geben, die gerne enthaltsam sind und es eben nicht als freiheit erleben, onaniere zu müssen. also da mach dir mal keine sorgen um mich ;-) - es ist eine freie Entscheidung. Klar habe ich auch an entzündung gedacht. aber wie gesagt, die urologen haben das eigentlich ausgeschlossen und es tritt ja immer nur unregelmäßig auf und nie wenn ich sexuell aktiv bin. wäre schon eine sonderbare entzündung...

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