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Fehlgeschlagene Beschneidung (große Probleme nach der OP)

S?veny29 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich bin 29 Jahre alt und wurde vor 9 Tagen aufgrund einer Phimose beschnitten. Dies geschah im Krankenhaus unter Nakose da zeitgleich eine Bauchdecken OP (Bauchdeckenbruch) durchgeführt wurde. Mir wurde im Vorfeld eine "Teilbeschneidung" empfohlen (ca. 2/3 der Vorhaut sollten ab).

Leider habe ich erst jetzt im nachhinein angefangen mich im Internet zu informieren welche Risiken auftreten können und wie diese eingedämmt werden können.

Natürlich sind die folgenden Beschreibungen sehr subjektiv, aber ich werde mich bemühen trotz meiner Verärgerung die letten 9 Tage wertfrei zu schildern.

Nach der OP erwachte ich schmerzfrei und war überascht, dass ich auch ohne Schmerzmittel den ersten Tag sehr gut zurechtkam. Es war kein Verband an meinem Penis angelegt. Er war lediglich mit eine Kompresse bedeckt die durch Tape gehalten wurde. Diese war so befestigt, dass ich ohne Probleme Wasser lassen konnte.

Auf meine Frage, ob ich nach der OP meinen Penis kühlen solle wurde mir vom Stationsarzt mitgeteilt, dass dies nicht nötig sei. Ich solle lediglich die ersten Tage Bepanthen auf die Wundränder auftragen und eine Kompresse/Mull locker auflegen um die die frischen Wundränder zu schützen.

Am Folgemorgen wurde durch eine Krankenschwester die Kompresse entfernt um diese durch eine neue mit Bepanthen zu ersetzen. Im ersten Moment war ich sehr schockiert vom Anblick meines Penis. Dieser war eine lila/blaue Kugel von der Größe eines Tennisballs (dies ist ehr unter- als übertrieben). Eine Stunde später sprach ich den Stationsarzt bei der Visite auf das augenscheinliche Problem an. Dieser versicherte mir, dass dies nach einer solchen OP normal sei und die Schwellung schon nach einigen Tagen zurückgehen würde. Auf meine Frage, ob es helfen würde Kamille oder Betaisodona Sitzbäder zu nehmen wurde mir lediglich mitgeteilt, dass dies in den 80er Jahren üblich war, aber heute nicht mehr angewendet würde.

Einigermaßen beruhigt bllieb ich 4 Tage im Krankenhaus und wechselte 3-4 mal täglich den Mulllappen mit Bepanthen. Die Farbe meiner "Knolle" wechselte von lilablau zu dunkelblau aber ein Rückgang der Schwellung war nicht zu beobachten. Frei nach dem Motto "gut Ding braucht Weile" wurde ich nach 4 Tagen entlassen (Samstags) und sollte mich am darauffolgenden Montag zur Nachuntersuchung melden.

Am Montag (6. Tag) fuhr meine Frau mich ins Krankenhaus zur Nachuntersuchung. Da die Schwellung noch nicht rückläufig war und die Farbe sich inzwischen von dunkelblau in ein "schönes" leuchtendes dunkelrot verwandelte, versicherte mir der behandelnde Arzt, (mitlerweile der Chefarzt der Unfallchirurgie) dass alles bestens sei und auch die Schwellung bald anfangen würde zurückzugehen. meine Frage ob es sich um eine Entzündung handle oder lediglich der diagnostizierte Bluterguss dies unschöne Bild erzeuge, wurde mir erneut versichert das keine Entzündung vorliege.

Am Folgetag (Di) wachte ich schon unter Schmerzen auf (ein dumpfer pochender Schmerz, ähnlich einem Wespenstich).

Da ich mitlerweile starke Bedenken hatte, dass all diese Symptome "normal" nach einer Beschneidung seien, entschloss ich mich einen anderen Arzt aufzusuchen, um mir eine Zweitmeinung einzuholen. Ich fuhr zu einem niedergelassenen Urologen und dessen erste Frage nach Sichtung des "Problems" war: "wie ist denn das passiert .... und warum kommen sie so spät?"

Ich mußte ihm erst erklären das eine Beschneidung im Krankenhaus vorgenommen wurde, da durch die starke Schwellung die Wundränder nicht auf den ersten Blick zu sehen sind.

Somit startete am Di. eine sehr hoch dosierte Therapie mit Antibiotika um die Entzündung zu bekämpfen. Ferner wurde mir geraten viel zu liegen und den Penis hochzulager und zu kühlen.

Bis heute (Fr. 9 Tag nach der OP) schlucke ich nun Antibiotika und fahre täglich zum Urologen für eine zusätzliche Injektion (Antibiotika, ins Gesäß / nicht in den Penis). Die intensive dunkelrot Färbung hat inzwischen geringfügig nachgelassen, die Schwellung ist weiterhin vorhanden.

Mir wurde durch den Urologen mitgeteilt, dass die Schwellung evtl. noch 2-3 Wochen brauchen kann, bis sie komplett abgeschwollen ist. Eine alternative wäre die Überweisung in eine urologische Fachklinik in der evtl. ein Entlastungsschnitt durchgeführt würde.

Ich habe mich dazu entschieden, bis kommenden Montag (noch 3 Tage) abzuwarten, ob die Schwellung abnimmt und sollte dies nicht der Fall sein, mich in die Fachklinik zu begeben. Die Gefahr eine Blutvergiftung oder eine Ausweitung der Infektion besteht laut dem Urologen nicht (durch die hohe Verabreichung des Antibiotikas).

Insgesamt bin ich mit der Behandlung des Urologens sehr zufrieden, obwohl nach der Erstbehandlung im Krankenhaus ein schaler Beigeschmack bleibt, ob dieser mir nun wirklich uneingeschränkt die Warheit sagt.

Es ist momentan eine echt unangenehme Situation:

1. die Schmerzen (sind aber auszuhalten)

2. die Ungewissheit was als nächstes passiert

Ich würde mich sehr über Antworten freuen ob andere Forenmitglieder:

... ähnliche Erfahrungen gemacht haben

... wissen, ob ein Entlastungsschnitt oder eine Punktion zu weiteren Spätfolgen führen können

... ob es Sinn macht bei einer evtl. zweiten OP die Vorhaut komplett zu "stutzen" (sie ist ja bis jetzt nur zur Hälfte entfernt)

... evtl. Rat wissen, ob man gegen das erste Krankenhaus vorgehen sollte, um anderen die selben Probleme zu ersparen

(nicht zwingend gerichtlich aber evtl. eine Beschwerde bei der Ärztekammer?).

Antworten
n]ich^t_gWut


an der Schwellung nach der Beschneidung hatte ich auch lange spass, das dauert wirklich ein bißchen bis die weggeht.

m%ike0munxich


Hmm...

Scheint, als hatte ich damals einen echt kompetenten Arzt (war 18). Bei mir hat es gar keine Schwellung danach gegeben.

Das einzig unangenehme war, ich habe so eine Art Druckverband bekommen (also ein ziemlich eng anliegender Verband). Den sollte ich eine Woche dranlassen, was ich auch gemacht habe. War sehr unangenehm morgens mit der üblichen Morgenlatte (ziemlich Schmerzen).

Der Arzt hat mir dies aber nicht verheimlicht, sondern vorab gesagt. Da er sehr offen war, habe ich ihm auch um so mehr vertraut.

Das Ergebnis ist klasse geworden, nachdem der Verband ab war, musste ich ihn nur kurz waschen ( ;-) ) und dann war ich eigentlich schon richtig zufrieden.

M.

CyokeU MReistxer


LOL

wer schmiert denn bitte eine solche Drecksalbe auf den penis ?? War wohl die erste Beschneidung, die das Krankenhaus durchgeführt hat !!?? Mal ehrlich, in solchen Fällen tröpfelt man ein paar Tropfen Betaisodona (antiseptisch!!!!) drauf und gut is. Mehr nicht, Diese ganzen Schmiersalben gehören da nicht hin...

Tut mir echt leid, ich glaube ich hätte an deiner Stelle ETWAS Panik bekommen :-/

S9ven2x9


panik hab ich immer noch ein wenig ... will einfach weiterhin nicht abschwellen.

Wenn sich bis Montag nix tut - und davon gehe ich leider aus - dann muß ich nochmal los und es wird punktiert oder ein Entlastungsschnitt gemacht .... :-o

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