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Beginnender Leistenbruch, ist das gefährlich?

MEario +Car1avadoxssi hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Bei mir hat der Urologe im Rahmen der jährlichen Vorsorgeuntersuchungen, die ich seit ein paar Jahren machen lasse, vor 2 1/2 Jahren einen, wie er sagte, beginnenden Leistenbruch rechtsseitig festgestellt. Mir war das zuvor nie aufgefallen und auch jetzt ist optisch da nur mit einiger Phantasie etwas zu sehen. Beschwerden hatte ich auch noch nie. Der Arzt sagte mir, man müsse und solle jetzt noch nichts daran unternehmen. Lediglich wenn ich eine Reise in sehr abgelegene Gebiete (z.B. eine Saharadurchquerung o.ä., was ich aber nicht vorhabe) vornähme, sollte man es vorher operieren. Ansonsten sei immer noch Zeit, wenn sich das Bild verschlechtere.

Die klassische Methode empfehle er ohnehin nicht mehr, sondern eine neuzeitliche, bei der man mit einer Sonde durch die Bauchdecke ein Gewebe anbringe, dass dann mit der Bauchdecke verwachse. Das werde auch ambulant gemacht, also kein Krankenhausaufenthalt sei mehr nötig. Ich denke nun, ich warte, vielleicht werden auch die Methoden noch besser. Es besteht ja offenkundig keine unmittelbare Notwendigkeit. Ich bin schon etwas vorsichtig beim Heben und beim Krafttraining, dass ich es da nicht übertreibe.

Ist meine Annahme und der Rat des Arztes vielleicht nicht richtig ?

Wer hat Erfahrungen mit der neuen Methode ?

Kann durch weiteres Zuwarten ein Schaden eintreten, auch wenn ich jetzt nicht die geringsten Einschränkungen verspüre ?

Danke für Eure Antworten.

Antworten
e1envou`digwxeg


Hi Mario Caravadossi

Vor 2 1/2 Jahren :-o

Und es ist so geblieben? Oho

Ist meine Annahme und der Rat des Arztes vielleicht nicht richtig ?

Na ja also der Rat des Arztes ist denke ich mal in Ordnung. Solang nicht unbedingt Schmerzen oder Verschlechterungen auftreten, denke ich mal, kann man das so lassen ;-)

Interessant wäre noch zu wissen, ob es eine direkte oder indirekte Leistenhernie ist.

Wer hat Erfahrungen mit der neuen Methode ?

Welche meinst du jetzt? Die mit der "Sonde" und dem "Gewebe"? ^^ Na ja, so neu ist das nicht unbedingt, aber die zur Zeit aktuellste Methode sowas zu operieren. ;-)

Es ist nämlich kein Gewebe sondern mehr ein Netz aus Vicryl. Und die Sonden sind ca. 3 Stück. Das wird dann halt minimal invasuv gemacht und ist die Patientenfreundlichste Methode. :-)

Kann durch weiteres Zuwarten ein Schaden eintreten, auch wenn ich jetzt nicht die geringsten Einschränkungen verspüre ?

Hmm, weiß ich auch nicht so direkt...

Kommt sicher auch drauf an, was man so den lieben langen Tag macht. Ich denke, dass du eine verschlechterung der Leistenhernie bemerken wirst und dir dann überlegen solltest, welche Behandlungsmethode du evtl. nehmen möchtest. :-)

Gruß

eenvoudigweg

Mka?rio OCaravadxossi


Vielen Dank erst einmal.

Ja, es ist richtig, es ist ein Netz, das meinte ich mit Gewebe (also künstliches Gewebe).

Ich habe keine Vorstellung ob es direkt oder indirekt ist. Vielleicht hole ich da lieber noch einmal eine zweite Meinung ein.

Ich hatte meinen Hausarzt unmittelbar nach der Diagnose meines Urologen gefragt. Der sagte mir, das könne sich wieder zurück bilden, es läge wohl an einem schwachen Bindegewebe. Nun, zu diesem Hausarzt gehe ich in der Regel nur, wenn meine eigene Diagnose schon klar ist und ich nur ein Rezept brauche. Der Urologe meinte, es bilde sich da nichts zurück und ich könnte mir das auch wirklich nicht vorstellen. Es sei denn, jemand hätte auch davon schon mal gehört ?

Was ich mache ? Ich arbeite nicht körperlich, mache aber regelmäßig Krafttraining. Dazu gehört aber kein Gewichtheben. Dabei hat mir das aber auch noch nie Probleme bereitet.

Behindert die Methode mit der Sonde und dem Vicryl eigentlich in irgend einer Weise den Patienten und sei es nur zeitweilig ?

Danke erst einmal.

eyenvoudxigweg


*:)

Also ich wüsste nicht, dass eine Leistenhernie sich irgendwann zurückbildet. Das wär ja schön.

Und klar: Es liegt immer (also meistens) am Bindegewebe.

Na ja, wenn es möglich ist, kann man ja noch in Erfahrung bringen, ob es eine direkte oder indirekte Leistenhernie ist ;-)

Hmm, Krafttraining...

Weiß ich jetzt nichts so direkt drüber, aber wenn du da nicht unbedingt die Bauchpressenmuskel einsetzt, dürfte das meiner Meinung nach nicht so schlimm sein :-)

Erst mal:

Es ist keine Sonde ;-) sondern es sind eine Kamera und mind. 2 Stabinstrumente. Demnach müssen 3 Mini-Schnitte in die Bauchdecke gemacht werden, mit der Kamera wird geguckt und mit den beiden (oder mehr) Instrumenten wird dann die Hernie und die Bruchpforte operiert. ;-)

Zum Schluss der OP kommt dann natürlich alles wieder raus, die kleinen Löcher werden mit Pflaster geklebt und verheilen sehr schnell. Das Netz passt sich ja dem Körper an, man kann sich bewegen wie man will, man ist nicht eingeschränkt (das ist ja der Vorteil von den Netzen).

Zudem diese minimal invasive Methode am freundlichsten für den Patienten ist und man damit sehr gute Ergebnise erzielt.

Gruß

eenvoudigweg

M'ar)io Cgarav:adosxsi


Eine ergänzende Frage, ich dachte immer, das sei eine Altmännerkrankheit oder jedenfalls annähernd. Du bist aber noch sehr jung. Gibt es da keine Zusammenhang ?

e6env_oudigwUeg


Zusammenhang? Hmm?

Also ich hab und hatte bisher noch keine Hernie ;-)

Es stimmt aber, Hernien haben öfters Männer. Irgendwo hatte ich da auch mal eine Prozentverteilung und Statistik mit Häufigkeit usw. Müsste ich mal suchen :-D

Gruß

eenvoudigweg

bFud1K98x1


mein Opa hatte auch jahrelang einen Leistenbruch.

Als es schließlich anfing wehzutun, ist er dann endlich mal hingegangen. Es wurde ambulant, aber im KHS durchgeführt.

Er war anschließend jedenfalls hellauf begeistert und das soll was heissen.

Ich würde es nicht zu sehr verschleppen.

Und wer weiss, wann der nächste Sozialabbau kommt ;-)

MWario TCarRavados]si


Danke Bud, ich habe nicht vor, es zu verschleppen. Ich verlasse mich nur - noch - auf das was der Arzt mir sagt. Der Sozialabbau ist mein geringstes Problem, bin sowieso Selbstzahler. Ich möchte nur nicht etwas machen lassen, was sich als - gegenwärtig - noch nicht nötig erweisen könnte. Ich habe mit meinem Trainer die Woche gesprochen, der ist noch 15 Jahre jünger als ich und hatte schon eine (aber noch konventionelle) OP. Der meinte, so toll war es nachher nicht. Es musste eben gemacht werden.

1[.herlm{exlin


Bin kommende Woche mit solch einer OP dran und werde berichten... Zum Alter: Vater und Sohne haben etwa zur gleichen Zeit einen Bruch attestiert bekommen: mein Sohn mit 23 Jahren, ich mit 49.

evenvouodixgweg


Dann Alles Gute für die Op, 1.hermelin ;-)

Sollte denn schon Fragen auftreten, kann ich sie jetzt auch schon beantworten. Zumindest was den Ablauf der OP angeht.

Gruß

eenvoudigweg

Mma{rio_ CaraKvad:oxssi


Ja, ich wünsche Dir auch alles Gute. Komm gesund wieder und berichte mal.

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