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Kalk im Hoden

F/raanxk


@flo2007

Das mit der Ursachenforschung ist aber in der Tat so ...

Es kann durchaus sein, dass irgendwann in Deinem Leben durch irgendeine Krankheit oder Verletzung die Hoden irreversibel geschädigt worden sind. Oft merkt man das erst, wenn ein Spermiogramm gemacht wird und das kann etliche Jahre nach der Schädigung sein, so dass sich die Ursache nicht mehr herausfinden lässt.

Der FSH-Wert ist bei mir übrigens auch im Normbereich gewesen.

Aber bei schlechten Spermiogrammen und Mikroverkalkungen kommt mir das doch etwas fraglich vor. Da der FSH-Wert im Tagesverlauf auch gewissen Schwankungen unterliegt, kann es auch sein, dass er bei einer Messung zufällig noch im Normbereich liegt. Die Bestimmung von Inhibin-B ist da wesentlich sicherer, da hier bei einer Hodenschädigung keine Normwerte auftreten können.

Ich werd meinen Urologen darauf noch mal ansprechen.

Ich frag mich bloß, was ich machen soll, wenn sich das Spermiogramm nicht mehr verbessern lassen sollte ...

Danke !

Auch Dir Alles Gute !

Awdriaxno85


Neues Mitglied

Guten Tag die Herren,

ich gehöre seit gestern auch zum Club der Sternhimmel-diagnostizierten und bin froh ein solches Forum entdeckt zu haben, in dem normal und vor allem informativ darüber gesprochen wird.

Da die letzen Beiträge schon etwas älter sind wollte ich darum bitten, mir einige Infos bezüglich der ersten Schritte hinsichtlich dieses Syndroms zu geben und vor allem wie sich alles entwickelt hat.

Ich befinde mich momentan noch in der Phase, in der das Blut untersucht wird... dementsprechend groß ist die Ungewissheit.

Ich hoffe das Forum hier "lebt" noch... und alles hat sich für die Beteiligten zum Positiven entwickelt.

A2drianxo85


korrektur

ähm... also "leben" im Sinne von aktiv sein...

FNraa3nk


@Adriano85

Jaaa, ich leb noch ... :)^

Im Grunde genommen, habe ich in meinen älteren Postings ja schon alles zu diesem unerfreulichen Thema geschrieben.

Zum Positiven hat es sich nicht entwickelt - kann es ja auch nicht, da diese Verkalkungen ja wohl leider irreversibel sind.

Zu einer Operation der Varikozelen (Ursache in meinem Fall) habe ich mich bisher leider noch nicht durchgerungen.

Schlimmer geworden ist es bisher auch noch nicht.

Dein Urologe wird nun einige Hormone bestimmen (Testosteron, LH und FSH ggf. auch Inhibin-B), um festzustellen, wie schwer der Hodenschaden ist. Je höher der FSH-Wert und je tiefer der Inhibin-B-Wert, desto schwerer sind die Samenkanälchen (Spermienproduktion) geschädigt worden. Hohe LH- und niedrige Testosteron-Werte weise zusätzlich auf eine Schädigung der Testosteron produzierenden Leydigzellen hin, was in schwereren Fällen der Fall ist. Weiterhin wird er wohl auch die Tumormarker (AFP, ß-HCG, PLAP und LDH) bestimmen.

Denn leider wurde in mehreren Studien ein Zusammenhang zwischen diesen Mikroverkalkungen und bösartigen Veränderungen beobachtet. Aber die Zusammenhänge werden noch erforscht.

Es handelt sich dabei um Kalkablagerungen in den Samenkanälchen als Folge degenerativer Vorgänge, die wiederum Folge einer Grunderkrankung sind.

Wahrscheinlich wird Dich Dein Urologe schon auf entsprechende Erkrankungen befragt bzw. untersucht haben.

Möglich wären: Hodenhochstand in der Kindheit, Hodenentzündungen wie Mumpsorchitis, Varikozelen (Krampfadern im Hoden) oder etwa Chromosomenanomalien wie das Klinefelter-Syndrom. Sollte die schädigende Grunderkrankung weiterhin bestehen und behandelbar sein, ist es wichtig, dass man sie behandelt, um ein Fortschreiten der Mikroverkalkungen zu stoppen !

Bei noch nicht abgeschlossener Familienplanung sollte man auch eine Kryokonservierung von Spermien erwägen (die Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht), da es im Falle einer bösartigen Erkrankung dann wohl alles recht schnell geht.

Ansonsten werden regelmäßige Routineuntersuchungen empfohlen

(Ultraschall, Tumormarker), das halten die Urologen aber wohl recht unterschiedlich.

Ich hoffe, ich habe Dir jetzt nicht zuviel Angst gemacht.

Bei welcher Gelegenheit wurde denn dieser Befund gestellt ?

AJdr(iaxno85


Wow... Danke für das ausführliche Posting !!

Interessanterweise fiel mir, wie bei einigen anderen Leidensgenossen auch, ein merkwürdiges Druckgefühl in der Leistengegend auf.

Ehrlich gesagt wäre ich deswegen auch nie zum Urologen gegangen, wenn meine Freundin mich nicht quasi aufgefordert hätte da hin zu gehen...

Hinsichtlich der abgeschlossenen Familienplanung... naja... ich bin kaum 23 und hab damit eigentlich noch nicht mal begonnen.

Krankheiten wie Hodenhochstand in der Kindheit, Hodenentzündungen wie Mumpsorchitis, Varikozelen (Krampfadern im Hoden) oder etwa Chromosomenanomalien wie das Klinefelter-Syndrom hatte ich nie.

Wäre es naiv zu glauben, dass das Tragen von Mobiltelefonen in der Hosentsche auch ihren Teil dazu beigetragen haben könnten bzw andere Medikamente, die man des längeren in der Jugend eingenommen hat ???

Am Do. hab ich dann einen Telefon-Termin bei meinem Urologen, der alles eigentlich ziemlich verharmlost hatte, wie ich den Eindruck habe: "Mit so einem Sternhimmel-phänomen kommt jede 3. Woche einer rein... Kein Grund zur Beunruhigung usw..." und hat mir anschließend noch Aniflazym verschrieben.

Man darf gespannt bleiben... Nochmals Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort !!!

Fqraaxnk


@Adriano85

Interessanterweise fiel mir, wie bei einigen anderen Leidensgenossen auch, ein merkwürdiges Druckgefühl in der Leistengegend auf.

Mir nicht.

Ist nur ein Zufallsbefund im Rahmen der Varikozelen-Diagnostik gewesen.

Wäre es naiv zu glauben, dass das Tragen von Mobiltelefonen in der Hosentsche auch ihren Teil dazu beigetragen haben könnten bzw andere Medikamente, die man des längeren in der Jugend eingenommen hat

Es gibt schon einige Studien, in denen ein Zusammenhang zwischen geringerer Spermienkonzentration und dem Tragen von Handys festgestellt worden ist. Aber die Einschränkungen führten nicht zur Zeugungsunfähigkeit, sondern waren noch im Normbereich. Ein Sternenhimmel-Phänomen als Folge des Handy-Tragens wäre schon ziemlich krass. Trotzdem würde ich kein eingeschaltetes Handy in der Hosentasche tragen ...

Was für Medikamente ?

Bist Du Mountainbiker ?

Am Do. hab ich dann einen Telefon-Termin bei meinem Urologen, der alles eigentlich ziemlich verharmlost hatte, wie ich den Eindruck habe: "Mit so einem Sternhimmel-phänomen kommt jede 3. Woche einer rein... Kein Grund zur Beunruhigung usw..." und hat mir anschließend noch Aniflazym verschrieben.

Klingt ja alles sehr beruhigend.

Mein Urologe hat das auch nicht so dramatisch gesehen.

Es kommt aber auch noch hinzu, dass bei mehreren Ultraschalluntersuchungen durch verschiedene Ärzte keine Mikroverkalkungen festgestellt worden sind, bis auf die letzte Untersuchung bei einem Facharzt. Mein Urologe hatte im US aber wieder keine Mikroverkalkungen festgestellt und ist von seiner Diagnose ausgegangen ...

Offensichtlich kann man das im Ultraschall wohl nicht immer eindeutig diagnostizieren :-/

Er meinte auch, dass es da eher einen Zusammenhang mit der schlechten Spermienqualität, aber nicht mit bösartigen Erkrankungen gebe.

Dennoch:

[[http://en.wikipedia.org/wiki/Testicular_microlithiasis]]

[[http://www.thieme-connect.com/ejournals/html/uro/doi/10.1055/s-2004-834361]]

[[http://www.thieme-connect.com/ejournals/abstract/ultraschall/doi/10.1055/s-2001-15240]]

[[http://www.ksa.ch/index.asp?PID=97067]]

[[http://www.thieme.de/abstracts/roefo/abstracts99/daten/vo_456.html]]

[[http://www.mtb-extreme.de/sonstiges/hodentumore_durch_mountainbike_fahren_.html]]

[[http://www.medizin-forum.de/archiv/viewtopic.php?p=226659&sid=44e164bb99993e974eaa2574a17523e9]]

Wurde bei Dir ein Spermiogramm gemacht ?

Was hat die Blutuntersuchung ergeben ?

War der FSH-Wert erhöht, Testosteron im Normbereich ?

Wurden die Tumormarker bestimmt ?

Sind die Verkalkungen ein- oder beidseitig; mild, mäßig oder stark ausgeprägt ?

A(drPiUano8x5


Nabend...

Die Medikamente bzw. das Medikament, welches ich damals eingenommen hatte hieß "aknenormin". Das erste was mir dabei auch auffiel war die nahezu undendlich lange liste an nebenwirkungen. Ich bilde mir sogar ein, dass ich einige kleinere Folgeschäden davon getragen haben könnte, wie z.B. mein Netzhautproblem (leicht gereizt, meist trocken usw.) Naja...

Ne, Mountainbike fahrer bin ich nicht... betreibe auch sonst keine Sportarten, welche mich in der hinsicht belasten könnten... ausser der Fußball, der in und wieder mal seinen Weg in den Familienschatz findet :-)

Mein Bluttest, dessen Ergebnisse ich soeben erfahren habe ergab nix auffälliges. Alle Werte sind im Normbereich.

Selbstverständlich gehöre ich weiterhin noch zur Risikogruppe, hieß is im selben Atemzug.

Auch solle ich mir hinsichtlich der Spermienqualität keinerlei Sorgen machen, da aus medizinischer sicht kein Grund dafür bestünde...

nun gut... damit werde ichs wohl dabei belassen und nun fleißig alle Jahre wieder zur Kontrolle gehen.

Großes Dankeschön nochmal man an dich Fraank, für deine Fragen und Antworten. Hat mir sehr geholfen !!!

Alles Gute weiterhin !!!

FQr_aank


@Adriano85

Die Medikamente bzw. das Medikament, welches ich damals eingenommen hatte hieß "aknenormin".

Ein Antibiotikum gegen Akne ?

Das erste was mir dabei auch auffiel war die nahezu undendlich lange liste an nebenwirkungen.

Ist bei fast allen rezeptpflichtigen Medikamenten so :)D

... ausser der Fußball, der in und wieder mal seinen Weg in den Familienschatz findet

Aua, das ist aber nicht so gut !

Man sollte das nicht zur Gewohnheit werden lassen ...

Mein Bluttest, dessen Ergebnisse ich soeben erfahren habe ergab nix auffälliges. Alle Werte sind im Normbereich.

Das ist erfreulich :)^

Selbstverständlich gehöre ich weiterhin noch zur Risikogruppe, hieß is im selben Atemzug.

Ach ? Jetzt auf einmal doch ! Sieh mal einer an ...

Auch solle ich mir hinsichtlich der Spermienqualität keinerlei Sorgen machen, da aus medizinischer sicht kein Grund dafür bestünde...

Ohne Spermiogramm kann das kein Arzt beurteilen !

nun gut... damit werde ichs wohl dabei belassen und nun fleißig alle Jahre wieder zur Kontrolle gehen.

Denn besser is das.

Großes Dankeschön nochmal man an dich Fraank, für deine Fragen und Antworten. Hat mir sehr geholfen !!!

Alles Gute weiterhin !!!

Danke ! Danke !

Ebenso Alles Gute !

w*ake


Hi Leute ich weiß nicht ob hier noch jemand was schreibt weil der letzte Eintrag ist ja auch schon was länger her.

Bei mir wurde gestern auch Kalk im Hoden festgestellt und hab mir jetzt mal das hier durchgelesen

aber was ich hier noch nicht gefunden habe ist die Antwort kann man die Krankheit eigendlich heilen oder muß man damit ein leben lang leben und kann man den Kalk aus dem Hoden rausbekommen.

Ich danke für jede antwort.

grüße wake

F9ra~anxk


Im Grunde genommen, findest Du die Antwort auf Deine Fragen bereits in dem, was ich damals geschrieben hatte.

Es kommt auch immer auf's Ausmaß an:

Wenn nur vereinzelte Verkalkungen in nur einem Hoden vorliegen, ist das nicht so dramatisch.

Oft ist das auch ein Zufallsbefund bei einer urologischen Untersuchung, ohne dass die Patienten Beschwerden hatten oder davon wussten.

Die Verkalkungen sind abgestorbenes Hodengewebe und können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Je größer das Ausmaß, desto schlechter die Spermien- und in schwereren Fällen auch die Testosteronproduktion.

Ein erhöhtes Hodenkrebsrisiko wird auch diskutiert.

Man kann nur ein mögliches Fortschreiten dieser Verkalkungen verhindern, indem man evtl. noch bestehende Ursachen behandelt. Oft liegen die Ursachen aber auch in der Verangenheit (Hodenhochstand, Mumps, Hodenentzündungen).

MfG

b|aBllsexye


Moin!

Ich begrüße mich mal selber im Club der "Sternengucker". Habe vor zwei Wochen akut auftretenden Schmerz im linken Hoden festgestellt. Hinsetzen war nicht mehr so der Hit. Und da ich eine Beule am Nebenhoden ertasten konnte, bin ich lieber mal hin zu einem Urologen.

Da das übliche, Abtasten und Ultraschall. Aufgrund der Schwellung und meiner Angabe, dass dies erst seit zwei Tagen so sei, hätte er mich wegen Hodenentzündung mit einem Antibiotikum auch wieder nach Hause geschickt. Da er aber ein ausgeprägtes "Sternenhimmelphänomen" in beiden Hoden entdecken konnte, war er, ganz der Arzt, na klar alamiert.

Also machte er mir erstmal etwas Angst, indem er mich von der Tumormöglichkeit informierte. Nachdem ich wieder zu mir kam -> Blutentnahme.

Also ab ins MRT, wofür ich erschreckenderweise schon vier Tage später einen Termin bekam.

Na, der untersuchende Arzt dort entwarnte mich erstmal, da er nichts endecken konnte, was auf einen aktuellen Tumor hindeutet. Puh.

Die Ergebnisse der Blutuntersuchung weisen auch klar auf eine Entzündung hin, keine Tumormarker.

Doch nun will mein Urologe es ganz genau wissen -> Hodenfreilegung für eine Biopsie. Es gibt schließlich auch Tumore, die keine Marker ausbilden.

Hmm, besser ich hole mir mal eine zweite, dritte und vielleicht auch vierte Meinung ein, wie!?

Vorerst habe ich da eine nette Abhandlung gefunden. Die ist zwar von '08, aber damit aktuell genug:

[[www.kup.at/kup/pdf/7440.pdf]]

Ihr werdet das ja selber lesen in dem Link, doch vorerst soviel: der "Sernenhimmel" allein ist keine Indikation mehr für eine Biopsie und deutet auch nicht auf einen Tumor hin. Jedenfalls nicht alleine. Doch lest selbst...

Gruß

u]hu*lxoge


Hallo,

ich hoffe das hier noch nach so langer Zeit einer vorbeischaut.

Bei mir wurde es nach einer Unnötigen Leistenop festgestellt. War bei zwei

Urologen, keiner hat es festgestellt. Nach der op sah dann den Sternenhimmel.

Jetzt sind die schmerzen viel mehr geworden als nach der op.

m,ak}itixa


Hallo

mein Freund war gestern aufgrund von *ziehen in den Hoden* beim Urologen.Der hat Ultraschall gemacht und auch diesen Sternenhimmel festgestellt.Und 2 kleine Zysten welche aber harmlos seien.Auf sein drängen hin hat der Urologe noch die Prostata rektal abgetastet und auch den PSA Wert bestimmt.Diesen aber erst NACH der rektalen Untersuchung was wohl normal nicht sein darf wie ich nun gelesen habe.

Wegen den Sternenhimmel soll er alle Jahre zur Kontrolle aber Tumormarker oder sonst etwas wurden nicht bestimmt.

Was uns aber sehr stört dass der PSA Wert nach dieser rektalen Untersuchung abgenommen wurde was ja nicht gerade für die Kompetenz des Urologen spricht oder?

Was sollte man aufgrund des Sternenhimmels noch untersuchen?

Das ziehen in den Hoden könnte auch vom Rücken kommen meinter der Urologe.

Euhemablirger} NuCtzer e(#46719x3)


aber Tumormarker oder sonst etwas wurden nicht bestimmt.

Der PSA-Wert ist jetzt per se kein Tumormarker geht aber in die Richtung.

Er ist auch nicht unumstritten, da sehr unspezifisch und man geht eigentlich davon ab, PSA auf gut Glück zu screenen. Der Anteil falsch positiver Befunde war nicht gerade klein...

Wo er eine Rolle spielt ist bei Patienten mit Prostatakarzinom im Rahmen der Verlaufskontrolle.

mfakistixa


Mir hing es auch mehr um die anderen Sachen vor allem lese ich dass diese zysten auch einen Hodentumor überdecken können .

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