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Orgasmusprobleme

MaeWrole7&3 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich hoffe ich finde hier fachkundige Hilfe.

Ich führe seit 2 Jahren eine glückliche Beziehung. Unser Sexleben ist soweit in Ordnung, leider hat mein Freund seit seiner Beschneidung vor 3 Jahren Orgasmusprobleme. Er kommt nur selten zum HöhePunkt und mittlerweile ist es schon soweit, daß es uns belastet bzw eher ihn mehr als mich.

Wir suchen jetzt Hilfe bzw Lösungen denn es liegt weder an Sexualpraktiken noch an unzureichender Liebe oder Bedürfnis miteinander zu schlafen. Wir lieben uns, jedoch wäre es vollkommener wenn es öfter klappen würde als bis jetzt.

Es gibt Zeiten da funktioniert es und dann kommen immer Wochen/Monate da geht nichts. Er meint auch die Empfindlichkeit seiner Eichel ist sehr gering und ist geringer worden nach der OP.

Auch bei Selbstbefriedigung von seiner Seite hat er dasgleiche Problem.

Ist dies ein psychisches Problem oder sind diese wirklich urologische Probleme. Ich bitte euch um Rat was wir tun können

danke lg

Merle

Antworten
MtarkuLs65


Hallo Merle73!

Ob es sich um ein psychisches oder ein mit der Beschneidung zusammenhängendes Problem handelt muss in der Tat als erstes geklärt werden.

Ein psychisches Problem führt normalerweise zu Erektionsproblemen, d. h. der Penis wird nicht oder nicht ausreichend steif, um in die Scheide eingeführt werden zu können, oder er bleibt nicht lange genug steif, damit es zum Orgasmus / Ejakulation kommen kann.

Hat er denn solche Probleme? Hat er morgens spontane Erektionen?

Natürlich könnte es auch sein, dass Dein Freund während des Geschlechtsverkehrs "nicht bei der Sache" ist oder z. B. Stress hat und deshalb nicht zum Orgasmus kommt, aber das hast Du ja eigentlich schon ausgeschlossen.

Dass es manchmal klappt und dann wieder nicht spricht eigentlich eher dagegen, dass es mit der Beschneidung zusammenhängt, denn die Unempfindlichkeit der Eichel ist nicht mal so und mal so.

Darf ich fragen wie alt Dein Freund ist und WIE beschnitten wurde, also radikal, sehr straff oder ist noch ein Vorhautrest vorhanden? Ist das Vorhautbändchen noch vorhanden?

Nach einer Beschneidung ist die Eichel zunächst noch sehr empfindlich, stumpft dann aber recht schnell ab und trocknet aus. Dadurch wird sie unempfindlicher. Später entsteht auf der Oberfläche der Eichel eine dünne Haut, die man auch deutlich sehen kann. Das Ausmaß der gefühlsmäßigen Veränderung empfindet jeder Mann anders. Manche sind zufrieden damit, empfinden die Einschränkung sogar als Vorteil, bei anderen ist es dramatisch und kann in der Tat zu erheblichen Problemen beim Sex führen.

WENN das die Ursache Eurer Probleme ist kann ich eigentlich nur raten, Praktiken und Stellungen "einzuüben" bei denen der Penis und natürlich besonders die Eichel wesentlich stärker als vorher stimuliert wird (mehr Druck, mehr Reibung). Findet heraus, wo seine empfindlichsten Stellen sind. Sofern noch vorhanden könnte dies das Vorhautbändchen an der Unterseite der Eichel sein – allerdings wird es bei manchen Beschneidungen mit entfernt.

Ist Euer Problem auch vorhanden, wenn der Penis gleitfähig ist – also entweder durch die natürliche Scheidenfeuchtigkeit oder durch Gleitmittel (bei Selbstbefriedigung)? Kannst Du ausschließen, dass evtl. Deine Scheide nicht feucht genug wird (in Deinem Alter eher unwahrscheinlich)?

Ich denke in Eurem Fall noch an etwas anderes: Es könnte sein, dass es ein Problem mit der Reizweiterleitung zum Gehirn gibt. Ursache könnte alles Mögliche sein – ein Unfall, eine Verletzung oder Operation im Bereich der Wirbelsäule oder der Geschlechtsorgane oder irgendwas, das die Nervenbahnen betrifft.

Versuche doch mal, an Hand meiner Fragen einiges auszuschließen. Was bleibt an Möglichkeiten übrig?

Mit diesem Wissen sollte Dein Freund (oder ihr beide gemeinsam) dann vielleicht doch mal zum Urologen gehen.

Es wäre gut, wenn Du noch mal antworten könntest – vielleicht ergibt sich ja noch ein klareres Bild, wenn man mehr weiß.

Wenn Dir das öffentlich unangenehm ist kannst Du auch per PN antworten, allerdings können dann andere, die vielleicht helfen könnten, nicht mitlesen. Andererseits könnte ich dann einige "Erfahrungen" mitteilen, die ich auch nicht unbedingt öffentlich machen möchte.

Viele Grüße!

Markus *:)

Mrerl@e*7x3


Hallo Markus,

Danke für deine informative Auskunft.

Also um mal auf einige Details einzugehen.

Zu Peniserschlaffungen kommt es nicht- es kommt nur zu keiner Ejakulation trotz ausreichender Erregung. Bändchen ist vorhanden jedoch kein Teil der Vorhaut mehr. somit eine radikale Beschneidung. morgentliche Erektionen sind normal denke ich. Mein Freund ist 30 um das Alter auch noch anzugeben und wenn man nach hinten rechnet noch nicht allzulange her mit der Beschneidung.

Was die Praktiken betrifft, klar gibt es hier Unterschiede

Die Stellung von hinten ermöglicht die höchste Errektion bei uns und hier kommt es manchmal zu einer Ejakulation, da die Reibung hier sehr hoch ist. Andere Stellungen funken nicht so gut. Ebenso Fellatio nicht.

Bei Gleitfähigkeit geht es natürlich noch besser- meine Scheide ist eher feucht und wird erst eher zum Schluss des Aktes trockener, hab das aber eigentlich immer als begünstigt fürden Akt gesehen.

Das mit der Reizerweiterung mit dem Gehirn ist schwer für mich zu beantworten. Liegt eigentlich nichts vor eher bei mir was die Wirbelsäule betrifft aber dies scheint nun nicht wirklich ausschlaggeben für die männliche Ejakulation zu sein nehm ich mal an.

Mhm irgendwie haben wir diese Punkte, die du hier geschrieben hast selbst schon erörtert und miteingerechnet. Was neues und andere Möglichkeiten ist jetzt gar nicht mehr hinzugekommen. Und das ein Termin beim Urologen ansteht wurde ebenfalls schon miteingeplant

lg Merle

v2oxxx


Ich nehme an, dass ihr schon daran gedacht habt, dass bestimmte Medikamente den Orgasmus blockieren können?

Ich habe vor einiger Zeit mal eine wissenschaftliche Untersuchung gelesen, in der das Sexualverhalten von beschnittenen, mit unbeschnittenen Männern verglichen wird. In den USA sind mindestens 80 % der Männer beschnitten, weswegen sich die Frage aufdrängt, ob es da irgendwelche Unterschiede gibt.

Das erstaunliche Ergebnis: Weder bei Erektionproblemen, noch bei Orgasmusproblemen gab es einen Unterschied. Auch gegen vorzeitigen Samenerguss hilft Beschneidung nicht!

Der Unterschied liegt nach der Untersuchung woanders: Beschnittene Männer sind bezüglich Sex experimentierfreudiger und variantenreicher. Außerdem dauert der Geschlechtsverkehr länger.

Da in den USA üblicherweise bereits im Säuglingsalter beschnitten wird, ist keine Umgewöhnung nötig, wie das bei einer Beschneidung im erwachsenenalter nötig ist. Jungs finden es ganz normal beschnitten zu sein und machen sich keine unnötigen Gedanken.

Wer mit Gechlechtsverkehr anfängt ist dabei meist ziemlich erregt, so dass eine verringerte Empfindlichkeit der Eichel nicht weiter stört. Es stellt sich dann mit wachsender Erfahrung ein Gleichgewicht zwischen Reizempfindung und (geistiger) Erregung ein, was als normal empfunden wird und nach einiger Zeit zum Orgasmus führt. Also eine Art Routine.

Dadurch, dass dein Freund erst mit fast 30 beschnitten wurde, ist seine erlernte Routine gestört. Wahrscheinlich konzentriert er sich vor allem auf die mangelnde Empfindung im Penis, anstatt sich seiner Erregung hinzugeben. Er ist genervt und versucht möglichst schnell einen Orgasmus zu kriegen, was dann natürlich schwierig ist.

Dein Freund sollte sich nicht unter Druck setzen, sondern versuchen auch so Spaß am Sex zu haben. Und sich viel Zeit nehmen, die Empfindungen kommen vielleicht erst später! Männer haben übrigens auch erogene Zonen. Die Hände kann man aber auch gebrauchen.

MHarku}s65


Hallo Merle73,

Hallo voxx!

Wenn ich voxx richtig verstehe hätte Dein Freund das Problem nicht, wäre er als Kind beschnitten worden.

Bleibt die Frage, weshalb ICH genau dieses Problem habe - ich wurde (vermutlich) mit 4 beschnitten.

Richtig ist, das man(n) "variantenreicher und experimentierfreudiger" wird - aber nicht aus Spaß an der Freude, sondern weil's anders mitunter gar nicht geht.

Also, ich schlage vor, wir überschlafen die Sache noch mal und - zumindest ich - werde mich morgen Abend hier oder per PN noch mal zu Wort melden - hoffentlich ohne Forum-Ausfall. So richtig weiter gekommen sind wir hier nämlich - wie ich es sehe - noch nicht.

Was ich auf jeden Fall schon mal raten kann ist ein Besuch beim Urologen, z. B. um sicher auszuschließen, dass nicht doch eine ganz andere Ursache vorliegt und hier völlig am Problem vorbei diskutiert wird. Aber soweit warst Du ja selbst auch schon.

Sollte es tatsächlich an der Unempfindlichkeit der Eichel als Folge der Beschneidung liegen können wir uns gerne mal darüber unterhalten, wie man das Problem zumindest einigermaßen "umgehen" kann - wie gesagt, ich muss schon ein paar Jährchen länger damit zurecht kommen und hab' halt 2 Möglichkeiten: versauern oder das Beste draus machen! Meine Frau und ich haben uns für Variante 2 entschieden!

Viele Grüße!

Markus

MNarkGusx65


@Merle73

Schau mal in Deine Mailbox!

Mmark&usx65


@Merle73

Was war eigentlich der genaue Grund für die Beschneidung? Evtl. eine Paraphimose?

Viele Grüße! :)^ :)^ :)^

Markus

L9orid CaGrgamac


Ich denke, es liegt auch immer daran, wie denn nun genau beschnitten wurde. Die empfindlichen Nerven sitzen nicht nur in der Eichel selbst, sondern auch im Frenulum und in der inneren Vorhaut.

Ich habe nach meiner Beschneidung vor zehn Jahren kaum nennenswert an Empfindlichkeit verloren, es ist mir jedenfalls nichts aufgefallen, aber meine Narbe sitzt auch relativ hoch am Schaft, weit von der Eichel entfernt, es ist also wenig innere und viel äußere Vorhaut entfernt worden, von der inneren Vorhaut ist mehr als die Hälfte übrig, da wurde der Schnitt eng am phimotischen Schnürring entlanggeführt (so nennt man das verhärtete Gewebeband bei einer Phimose). Das Frenulum wurde plastisch verlängert und liegt nun als flacher Hautsteg an der Penisunterseite, führt von der Harnröhrenöffnung an der Eichel bis dicht an die Nahrstelle zwischen innerer und äußerer Hautschicht,.

Ich kann das vielleicht nicht ganz so gut beurteilen, da ich vor meiner Beschneidung meine Eichel nur bei schlaffem Penis freiliegend erlebt habe, und die ständig über der Eichel liegende Vorhaut war eher ein Dämpfer, so daß ich nach meiner Beschneidung eine deutlich größere Empfindlichkeit bei sexueller Stimulation erlebt habe als vorher - aber ich denke, ich hätte es gemerkt, wenn in der Zeit danach die Empfindlichkeit abgenommen hätte.

Es ist auch heute noch so, daß ich kaum weite Unterhosen tragen kann, immer enge tragen muß, weil ich sonst durch die Reibung zwischen dem freischwingenden Penis und dem Stoff eine Dauererektion habe, wie ich jedesmal feststellen muß, wenn ich mal wieder weite Boxershorts trage. Vor meiner Beschneidung war das nicht so. Ich denke daher, daß es zu großen Teilen daran liegt, wieviel innere Vorhaut entfernt wurde, und ob das Frenulum noch vorhanden ist. Ich kenne z.B. auch einen netten jungen Herrn (hatte mit ihm einiges an Vergnügen), der ebenfalls beschnitten ist, aber fast gar keine innere Vorhaut mehr hat, und sein Frenulum wurde komplett entfernt. Er braucht immer ewig, bis er endlich kommt...

S0t[uttzi


Berührungspunkte

Hallo,

ich hätte da ne Frage, die mich schon seit langem Beschäftigt:

Ich hatte einmal einen Freund, der an der Halsschlagader, wenn ich ihn dort küsste oder berührte, extrem sensibel war. Es war wie ein "Schalter", der bewirkte, dass sein Glied im selben Moment steif wurde und auch nach dem Sex nach der beschriebenen Berührung sofort wieder steif war. Das gleiche erlebte ich Jahre später bei einem anderen Freund. Gibt es dafür eine logische bzw. medizinische Erklärung?

Saabqine19I6x8


Berührungspunkte

Wie lange beschäftigt Sie diese Frage schon?

Da ich in Sachen Anatomie kein unbeschriebenes Blatt bin, kann ich Ihnen versichern, dass es einen solchen Berührungspunkt nicht gibt. Wenn sich also diese Ereignisse so wie von Ihnen geschildert wirklich zugetragen haben, liegt es wohl an der Art und Weise, wie Sie diese markanten Punkte berührt haben. Um das männliche Glied nach einem Geschlechtsverkehr wieder zu Erregen, ist ausschließlich Ihre eigene Erregung, die sie während des vorhergegangenen Geschlechtsverkehrs, als auch danach Ihrem Partner übermitteln ausschlaggebend. Probieren Sie es aus und küssen Sie ihn z.B. auf den Nabel. Und es wird das gleiche passieren. Vergeuden Sie also nicht die Zeit Ihrer "Schönsten Stunden" mit dem Suchen nach Erektionsschalter. Es gibt sie nicht.

MXarkusx65


Hallo Stutzi!

In der Sexualität von "Schaltern" zu sprechen halte ich für nicht so gut. Es gibt aber natürlich – bei Mann UND Frau – erogene Zonen, die sehr empfänglich für zärtliche Berührung sind und mitunter auch dazu führen, dass ein Mann einen steifen Penis bekommt. Das funktioniert aber nicht via "Schalter"; vielmehr löst die Berührung im Gehirn etwas aus, das sonst vielleicht durch ein erotisches Bild, Phantasie, den Anblick der Partnerin o. ä. bewirkt wird. Die Erektion beginnt im Gehirn – erogene Zonen sind aber wichtig, um die sexuelle Erregung zu steigern und schließlich zum Orgasmus zu kommen.

Bei der Frau funktioniert es ähnlich – nur dass ihre körperliche Reaktion (z. B. Anschwellen der Schamlippen, feuchte Scheide) nicht so offensichtlich ist (Frauen sind halt immer etwas diskreter ;-) ).

Meist ist es so, dass Männer vor allem an den Geschlechtsorganen derart reizbar sind (wenn es auch woanders der Fall ist, wäre das eine echte Bereicherung)! Der Penis und vor allem die Eichel sind extrem sensibel dafür und bewirken fast immer eine schnelle Erektion, aber auch sie sind kein "Schalter".

Bei Frauen ist der gesamte Körper viel mehr einbezogen.

Allerdings bin ich in einem Punkt ganz anderer Meinung als Sabine:

Ich würde es nicht für Zeitverschwendung halten, die sensibelsten "Geheimbereiche" des Partners/der Partnerin zu erforschen. Vielleicht gibt es keine "Schalter", die man suchen kann, aber etwas Aufregendes sollte es immer zu entdecken geben!

Das soll keine Kritik an Dir, Sabine, sein – Du hast es halt richtig wissenschaftlich betrachtet. Bist Du Krankenschwester oder so was?

Viele Grüße!

Markus

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