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Harnröhrenverengung oder doch nur Einbildung?

a~nontymousx25 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mir drängt sich der Verdacht auf, daß ich eine Harnröhrenstriktur habe. Ich habe neulich davon gelesen, und seitdem erscheinen mir manche Dinge in einem anderen Licht:

- Ich brauche zum Pinkel ziemlich lange. Das fällt mir immer auf der Toilette in der Kneipe auf, ich steh am Urinal und pinkle und pinkle, während die Leute kommen und gehen.

- Ich habe einen sehr dünnen, verdrehten "Strahl", manchmal sogar eher einen "Sprühstrahl".

- Die Harnröhrenöffnung an meinem Penis ist quasi winzig. Sie ist praktisch immer verschlossen, nur nach dem Pinkel und mit ziemlichen herumgedrücke kann ich manchmal überhaupt eine Öffnung (von vielleicht einem Milimeter) erkennen.

Noch etwas ist mir aufgefallen, weiß nicht, ob das in dem Zusammenhang etwas aussagt: Der Harnröhrenausgang ist weiß. Also da wo die Harnröhre aus dem Penis austritt ist die Haut im Umkreis von ein paar mm weiß. Das war aber glaube ich schon immer so... Könnte das vielleicht ein Überbleibsel einer früheren Infektion gewesen sein? Ich hatte aber eigentlich meines Wissens keine Infektion, oder sonstige Probleme, in diese Richtung.

Hat diese weiße Verfärbung etwas mit einer evtl. Harnröhrenstriktur zu tun?

Gegen eine Harnröhrenverengung spräche, daß ich eigentlich bis auf oben genanntens keine Probleme habe, also ich hatte noch nie eine Blasenentzündung (halt, doch als Kind einmal), ich habe keine Schmerzen beim Urinieren, etc.

Was meint ihr dazu, bilde ich mir nur was ein, oder sollte ich doch mal zum Urologen gehen? Allerdings hab ich da ziemlich Angst davor. Wenn ich mir die Untersuchungsmethoden so ansehe, oder erst die Behandlungsmethoden, da wird mir Angst und Bange...

Vielen Danke schon mal!

Antworten
vtoxMx


Du hast die Erklärung schon selbst gegeben. Dein Harnröhrenausgang ist zu klein, weswegen sehr wenig durchkommt und es lange braucht, bis Du fertig bist.

Ich glaube, das lässt sich nur operativ erweitern. Wenn das bei Dir so extrem eng ist, wird das auch nicht gesund sein. Ich würde mal zum Urologen gehen.

asnon(ymouXs25


Bougierung

Hallo,

war eben beim Urologen. Der meinte, es müsse eine Harnröhrendehnung (Bougierung) gemacht werden. Hab dafür jetzt nächste Woche einen Termin.

Oh mann, "Dehnung der Harnröhre"... ich stell mir das absolut horrormäßig vor! Der Arzt meine zwar "Nee, nee, das ist nicht schmerzvoll." Aber eine solche Aussage glaube ich schon lange keinem Arzt mehr!

Hat das schon jemand hinter sich, wie wars? Wird das wenigsten unter leichter lokaler Betäubung gemacht (also z.b. mit so einer Art "Vereisungspray")?

Andererseits frag ich mich auch, ob das überhaupt was bringt. Wenn man was dehnt, gehts ja quasi nach der Dehnung wieder in die Ausgangslage zurück...

r)espwektlo\ser


Bougierung

Ich glaub, ich spinne!!!!!!!!!!!!!

Ich habe selbst eine Harnröhrenverengung, und habe mal in der Fachliteratur nachgelesen.

Eine Bougierung ist total veraltet und kann evtl. genau das gegenteil auslösen, also alles noch schlimmer machen.

Und dann soll das nicht schmerzhaft sein- total gelogen. Allein schon eine Durchmesserbestimmung tat mir jedenfalls ziemlich weh.

Mach dich nochmal vorher schlau und frage notfalls eine anderen Urologen oder berufsmäßigen Schmerzbereiter.

PS ich warte immer noch auf eine Antwort auf meine ähnliche Frage bzgl. Harnröhrenverengung:

Hat das schon jemand korrigieren lassen mit ner OP?

vBoxx


ob das was bringt, weiß ich auch nicht, aber rumschnippeln ist bestimmt unangenehmer.

a4nonymomus@2x5


Hm, jetzt bin ich mir total unsicher...

Also mal rein logisch betrachtet würde mir eine Schlitzung auch irgendwie sinnvoller erscheinen. Kann mir nicht vorstellen, daß eine Dehnung außer Schmerzen irgendwas bringt.

Ein kleiner Schnitt unter lokaler Betäubung, zack, fertig. Klar, wird wahrscheinlich einige Tage lang ziemlich brennen beim Pinkeln, aber das geht vorbei. Das mit der Dehnung stell ich mir jedenfalls grausamer vor...

Andererseits so eine Schlitz könnte ja auch genauso wieder zuwachsen wie er geschnitten wurde und dazu noch vernarben, was die ganze Sache dann auch nur noch schlimmer machen würde.

Verdammt, schwierige Sache...

Gibts denn wirklich niemanden hier, der sowas schon mal hat korrigieren lassen?

v:ox9x


Bougierung

Da wird man wohl einen Katheder nehmen, der verhindert, dass der Schnitt wieder zusammenwächst. Bei genauerer Überlegung, kann Bougierung nicht wirklich helfen, jedenfalls nicht dauerhaft.

Auch wenn's erstmal unangenehm ist, würde ich die OP vorziehen, weil das Problem dann vollständig und dauerhaft gelöst ist.

r epspekGtlotser


Information ist alles...

Jeder der eine H.-Verengung hat und sich Gedanken über deren Behebung macht, sollte sich ganz genau informieren.

Ich habe eine mögliche OP jetzt schon drei Jahre rausgeschoben, weil mir alle Urologen bisher zu 'unklar' sind.

Eine Bougierung ist jedenfalls Quark, steht auch sinngemäß so in der neuesten Fachliteratur!

Schlitzung erscheint mir viel zu brutal und scheint auch nicht das optimale darzustellen - ist jedenfalls auch veraltet.

Kommt natürlich drauf an, wodurch die Harnröhre verengt ist.

Wenn es eine Schleimhautwucherung ist, enstanden durch z.B. eine Verletzung derselben, bietet sich an, diese Wucherung mit einem Laser zu entfernen.

Wie auch immer, die Garantie-Erfolge sind laut Fachbüchern nicht so toll.

a`no}nymou&s25


Hallo,

so, ich habs gewagt, und hab jetzt eine Bougierung hinter mir.

Kurz gesagt, es war auszuhalten. Das ganze wurde mit drei verschieden großen "Werkzeugen" gemacht. Aber ich glaub ganz ohne betäubendes Gel. Ein Gel hat er zwar schon vorher drauf, aber von einer betäubenden Wirkung konnte ich nichts feststellen. Und bevor ich überhaupt fragen konnte, wie's denn mit einer lokalen Betäubung aussieht, hat er auch schon losgelegt. Also das reinschieben war definitv ziemlich schmerzhaft, da kann man keinen Hehl draus machen. Aber wenn das Teil mal drin ist, spürt man nicht viel. Also das heißt, für 2-3 Sekunden ordentlich die Zähne zusammenbeißen, dann gehts schon.

Nun ja, jetzt danach, tuts eigentlich nicht weh. Nur der Harnröhrenausgang ist natürlich extrem empfindlich, also wenn die Unterhose dran reibt, nicht so schön. Ich hab "ihn" jetzt deswegen ganz locker in Tempo eingepackt, damit nix wetzt daran. War eben das erste mal pissen, tut etwas weh, aber ich sag euch, das geht jetzt, Wahnsinn, kaum ausgepackt ist man schon wieder fertig, unglaublich...

Ich hoffe jetzt natürlich auch, daß das so bleibt!

r es(pektlnoser


anonymus25

Danke für den Beitrag und den aufopferungsvollen Versuch.

Bitte bei Gelegenheit hier nochmals eine neuere Schilderung reinschreiben, ob sich die Verengung wieder verschlechtert hat.

Bei mir kommt so eine Bougierung jedenfalls nicht in Frage, weil das Problem bei mir, da bin ich mir jedenfalls ziemlich sicher, eine Schleimhautwucherung ist, und die muß man entfernen.

Soweit ich eben informiert bin, brennt man die wuchernden Hautteile mit einem Laser weg (Laserkoagolation).

kooe+penVick9x0


wie sieht es denn mittleriweile aus? habe ebenfalls eine harnröhrenverengung ...

hatte mal folgenden thread erstellt, doch da gab es auch keine lösung ... mit der vorhaut habe ich mich im grunde genommen abgefunden, auch wenn er schon deutlich nach unten gezogen wird, wenn ich sie bis zum anschlag zurückziehe ...

pOim_pe*rluxda


Beide Methoden haben Vor- und Nachteile. Eine Bougierung muss man regelmäßig machen und ca. 20 Minuten dehnen, damit es was nützt.

Bei der Schlitzung hat man für eine Weile Ruhe, aber es treten sehr oft Vernarbungen und somit Rezidive auf und das ganze geht wieder von vorne los.

Wahrscheinlich ist eine Kombination von beiden am sinnvollsten. Erst die Schlitzung und damit man eine Verengung vorbeugt regelmäßige Bougierungen danach.

Laser wird am seltensten gemacht.

Siehe dazu auch hier: [[http://flexicon.doccheck.com/Urethral_stricture]]

t/oby-tobs0exn


alles nicht so toll

Also ich persönlich kann nur abraten von Bougierungen.

Nach Vorhaut op im Kindesalter wurde zu DDR zeiten bei mir Bougierungen durch geführt.

Das dazu führte das meinen Harnröhre dabei verletzt wurde und ich deswegen schon 2 mal geschlitzt wurde.

Das nächste mal mal soll Mundschleimhaut op gemacht werden.

Wovon ich überhaupt nicht begeistert bin.

Laser wurde mir hier in Berlin leider nicht angeboten und auch abgeraten.

Wobei ich vieles gutes über Laser gelsen hab.

p3imWperluxda


Naja, ich kann dazu nur sagen, dass wir einige Patienten haben, die regelmäßig bougiert werden und bei denen gibt es keinerlei Probleme. Sie kommen seit Jahren zu uns in die Praxis und umgehen somit eine OP, die ihnen sehr wahrscheinlich nach kurzer Zeit das selbe Problem wieder einbringt.

k-oCepenjick9x0


ist es denn gefährlich, wenn ich so lange brauche bis der urin draußen ist bzw. sich mein strahl kreuzt ... je nachdem sogar ein wenig "sprüht" ... ich drücke instinktiv etwas stärker, damit der urinstrahl kräftiger ist ... ???

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