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Dauerbrenner: Chronische Prostatitis (CP)

fxiescwo hat die Diskussion gestartet


Möchte mal dieses Thema neu eröffnen, da ich in den neueren Threads nichts Passendes gefunden habe.

Ich (52) habe seit einigen Jahren CP mit mehr oder weniger Beschwerden (Brennen in der Prostata, insbesondere nach Ejakulation, aber keine Ausstrahlungen), manchmal fast gar keine; jetzt in der kalten Jahreszeit allerdings wieder mehr.

Beitrag ist ein bisschen länger. Er richtet sich an Betroffene und Fachpersonen.

Wohlverstanden: es geht hier um chronische nicht um akute Prostatitis, die man mit einer Antibiotika Stosstherapie gut behandeln kann, denke ich. Mein Rat: Behandlung voll durchziehen, am besten 2 Packungen, also mind. 10 Tage.

Hier mal was zu 'meinen' Medikamenten (Ich denke, im Gegensatz zu einem anderen Foren darf man sie hier nennen. Bei sachlicher Information kann niemand kommen mit Wettbewerbsverletzung).

Habe letztmals im Juli 2005 Tavanic 500 und Supracyklin forte genommen und keinen Durchbruch erziehlt. Also 10 Tage Tavanic (diesmal praktisch keine Wirkung gespürt - obwohl mein 1. Urologe darauf schwört und das immer abgibt - das und Tarivid, das ich auch schon hatte, sei DAS Antibiotikum für urologische Anwendung - wegen Nichtverspüren einer Wirkung gewechselt und 20 Tage Supracyklin (das ich auch schon mal hatte vom jetzigen Urologen, Wirkung soso lala) und dann 10 Tage nochmals Tavanic, um es aufzubrauchen. Wie gesagt, 40 Tage Antibiotika und kein Durchbruch.

Ich mache übrigens extra längere Pausen zwischen den Antibiotika-Behandlungen, damit die "Käfer" (gem. Spermauntersuchung seien es choryne Bakterien) nicht ganz resistent werden; weil definitiv wegbringen tut man die CP ja bekanntlich leider nicht. Der Uro sagte auch noch, es sei trotz chronischer Prostatitis kein Prostatakrebs zu befürchten. Ob das stimmt? PSA (das ist irgendso ein Marker im Blut) war bei der letzten Untersuchung jedenfalls normal. übrigens: Eine gute Vorbeugung gegen Prostatakrebs seien viele Ejakulationen im Leben. Also wenns Euch danach ist, nur keine Hemmungen. Verhaltung des Ergusses ist also schlecht.

Mein 2. Uro, der mir schon früher mal Supracyklin verschrieben hatte (weshalb ich es nochmals nahm), sagte mir, da gäbs noch ein ganz teures Medikament. Ich war ganz gespannt darauf und wollte es dann haben. Er nannte mir dann Cyproxin. Doch ich hatte schon mal vor Jahren 20 Tage lang Cypro genommen, dass mir eine am. Ärztin (Bekannte meiner Frau ) aus USA mitgebracht hatte.

Übrigens zur Behandlungsdauer bei CP: Eine Woche oder 10 Tage ist viel zu wenig.

Nun habe ich in einem Forum gelesen, dass Nitrofurantion retard etwas bringen könnte. Das tönt ja ganz potent. Was meint ihr dazu; wer kennt es?

Ein anderer Arzt sagte mir, die aktuelle Behandlungsmethode sei Antibiotika plus Alpha-Blocker. Was sollen diese bewirken und welches Medi wird evtl. empfohlen.

Habe einen Arzt in einem anderen Forum gefragt. Seine Antwort:

Lieber Patient - über 90% der chronischen Prostatitis-Patienten haben keine bakteriellen Infektionen. Damit nützen Antibiotika häufig nichts. Bei Ihnen sollte man einen Infekt ausschliessen und danach symptomatisch (ohne Antibiotika) behandeln je nach Beschwerden [wie wird behandelt, wenn keine Infektion?]

Für eine korrekte Urologische Abklärung wenden Sie sich am besten an ein Urologisches Zentrum oder an eine Poliklinik eines Kanton- oder Universitätsspital, die die Infrastruktur für eine ausgedehnte bakteriologische Untersuchung haben. blablabla.... [fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker ....]

Meine Replik [bis jetzt keine Antwort darauf]

Mein Ejakulat wurde ja auf Infektion untersucht: Man stellte "choryne" Bakterien fest (habe nichts darüber gefunden im Internet). Bei ausmassiertem Liquor (einst durch den ersten Uro; war sehr unangenehm) hat man nix gefunden. Eine Antibiotika-Kur bringt zumindest in der Regel eine Linderung. Sie haben meine Frage nicht beantwortet, ob das Nitrofurantion (ist Ihnen das Medikament bekannt?) hier etwas bringen könnte oder ein anderes Medikament ausser den genannten (welche setzen sie ein?). Auch haben Sie nichts zu Alpha Blocker gesagt (Anwendung bei Prostatitis? Wirkungsweise?). Ich hätte gerne Ihre Meinung als Urologe dazu gehört. Ich nehme an, Sie kennen die aktuelle einschlägige Literatur und neueste Forschung. Sonst kann ich ja weiter suchen auf dem Internet und all das Zeug lesen über TCM (trad. chin. Medizin; habe ich auch mal gemacht), Broccoli etc. Ich bräuchte einen Urologen, der sich spezielle bei CP auskennt bzw. sich dafür interessiert. Ich möchte noch erwähnen, dass ich 'Steine' eigentlich ist es 'Sand' (Calcium oder Kalzit) in der Prostata haben (hat man beim Ultraschall gesehen); aber das sollen viele haben in meinen Alter ohne Beschwerden.

Antworten
f/imescxo


Keine Reaktion - keine Betroffenen?

Es hat sich noch niemand gemeldet. Anscheinend bin ich der einzige Betroffene - oder ist das ein lausiges Forum?

L~apmoxc


Zwiespältig

Hallo fiesco.

Bin gerade zuällig beim surfen über deinen Thread gestolpert, weiß nicht ob alle aber vielleicht kann ich ein paar deiner Fragen beantworten. Erstmal was einfaches Nitrofurantoin ist ein ziemlich altes

Mittel gegen Blasenentzündungen was aber im Prinzip nur desinfizierend wirkt, so als die ableitenden Harnwege mit Alkohol gespült würden... das kommt aber gar nicht in der Prostata an, also kann es dort auch keine Wirkung haben. 2. Alphablocker gibt man Patienten mit vergößerter Prostata damit sie wieder besser pinkeln können. Ich würde mich im prinzip aber der Antwort des Arztes anschliessen, das Chron Entzündungen oft keinen Bakterien mehr enthalten, oft sind am Anfang welche da aber der Körper kann durchaus auch ohne entzündet sein (so eine Art Gedächntnis), ist aber eine schwierige Frage, weil ein durchschnittlicher Arzt auf so was normalerweise keine gescheite Antwort hat, na ja. Aber Deine Odysee mit diversen Antibiotika scheint mir auch keine besonders glückliche Lösung zu sein, zumal da auch ne paar ordentliche Hammer dahinterstecken! Mein Vorschlag wäre such Dir einen gescheiten Urologen der sich auch in psychosomatischen Fragen auskennt.Warum? Bei solch dauerhaften Problemen, die einfach tierisch "nerven" fangen einfach irgendwann die Gedanken an nur noch darum zu kreisen. Was in keiner Weise heissen soll das ich glaube das du dir deine Symptome einbildest. Nur ist meine Meinung das man sie auch durch das eigene verhalten enorm verstärken kann, und gerade bei chronischen Erkrankungen liegt der Schlüssel zum Erfolg mehr im Kopf als in den Pillen die dir der Arzt verschreiben kann! Zu deinen Coryne Bakterien, da gibt es sicher einen Haufen verschiedene Arten aber du kannst doch mal in einem MikrobiologieBuch nachschlagen, sowas führt den Großteil der Bakterien die beim Menschen Beschwerden verursachen können. Aber wie gesagt versteif dich nicht so sehr auf die Bakterien. Hoffe dir damit nicht zu nahe zu treten

foiecscxo


Danke für die Antwort

Erstens einmal danke für die Antwort und die Info. Nein, ich fühle mich wegen dem 'psychosomatisch' und so nicht zu nahe getreten. Solche Gedanken mache ich mir auch. Ich bin bereits bei einem Psychiater, mache aber keine "Analyse". Es ist nichts Gravierendes und ich möchte nicht näher darauf eingehen. Ich muss anscheinend wirklich einen neuen Urologen aufsuchen, da mich der bisherige zu wenig ernst nimmt - wenigstens habe ich diesen Eindruck und mir eigentlich keinen Mut macht. Auch andere sollen nicht mit ihm zufrieden sein.

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