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Blasendruckmesssung Ablauf?

mriEchax62 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

durch meinen Urologen wurde ich auf Grund zu geringen Harnstrahls jetzt zu einer Blasendruckmessung überwiesen. Alle bisherigen Untersuchung (Prostata, Blasenspieglung usw.) und die Einahme von Ubretid waren bisher ohne Befund bzw. Erfolg.

Was erwartet mich bei der Blasendruckmessung, wer hat Erfahrung damit und kann mir mal den Ablauf beschreiben, wie lange dauert die Untersuchung, ist eine Rasur notwendig?

Über Antworten bzw. Erfahrungsberichte würde ich mich freuen.

Michael

Antworten
m4aryxsue


[[http://www.floppydisc.de/uro/besuch/bdruckmess.htm]]

bidde schööön *:)

mWichay6x2


Blasendruckmessung

Hallo,

ich habe nunmehr die Blasendruckmessung hinter mir. Die Untersuchung selbst ist zwar unangenehm, aber wirklich nicht schmerzhaft.

Hier mal kurz der Ablauf:

Zuerst musste ich zur Harnstrahlmessung (5,1 ml/s mittlerer, 9,5 ml/s max-Wert) auf dem Miktionsstuhl Wasser lassen. Unmittelbar danach wurde der Restharn (130 ml) per Utraschall bestimmt. Nun hies es Unterkörper frei machen und auf den eigentlichen Untersuchungstisch (normaler gerader Tisch) auf den Rücken legen.

Jetzt wurde die die Eichel desinfiziert und mit einem normalen Einmalkatheter, welcher mit Gleitgel benetzt war, die Blase vollständig geleert und gleichzeitig eine Urinprobe abgenommen. Der Katheter wurde wieder gezogen und die Eichel erneut desinfiziert. Nun wurde Gleitgel (Instilagel) in die Harnröhre eingebracht und anschließend der Messkatheter (sehr dünn) in die Harnröhre bis in die Blase geschoben, anschließend wurde eine Art Urinalkondom mit einem Schlauchabfluß über den Penis gezogen. Ein weiter Meßkatheter wurde in den After eingeführt und mehrere Elektroden an beiden Oberschenkeln, oberhalb des Schambeins, rechts und links vom Bauchnabel und am Damm aufgeklebt. Der gesammte Bereich wurde nun mit einem OP-Tuch abgedeckt. Bisher alles völlig schmerzlos!

Jetzt begann die eigentliche Blasendruckmessung mit einer körperwarmen Flüssigkeit (37°C) welche langsam in die Blase eingefüllt wurde. Während des Füllvorgangs musste ich wiederholt Husten und versuchen eine Blasendruck durch anspannen zu erzeugen. Gleichzeitig wurden laufend Bilder von der Blase, Blasenhals, Harnröhre usw. angefertigt. Nach ca. 1 Stunde war ein Füllvolumen von 480 ml erreicht. Jetzt sollte ich Wasser lassen, was mir erst nach mehreren Versuchen gelang (der Messkatheter lag noch in der Blase und der Harn wurde über das Urinalkondom in einen Auffangbeutel abgeführt). Auch hier wurde wieder der Harnstrahl gemessen, der Wert war wieder genauso schlecht wie zum Anfang der Untersuchung.

Nun wurden der Messkatheter gezogen, das Urinalkondom und die Elektroden entfernt.

Anschließend wurde erneut per Ultraschall die Restharnmenge in der Blase bestimmt, danach konnte ich mich endlich wieder anziehen.

Die Untersuchung war zwar unanagenehm, zumal die Ärztin während der Untersuchung wiederholt nachschaute, ob alles noch ordnungsfgemäß sitzt, aber völlig schmezlos!

Die Auswertung ergab, einen Defekt des Blasenmuskels, welcher sich zum Druckaufbau nicht mehr zusammenziehen kann. Als Folge muss in absehbarer Zeit die Vorsteherdrüse ausgeschält werden und bei weiterer Erhöhung der Restharnmenge muss ich mich mehrmals täglich selbst kathederisieren.

Wer hat ähnliche Erfahrungen und kann mir sagen, wie er mit dem Ergebnis umgegangen ist, und wie es bei ihm weiter ging.

Michael

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