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Oft Harndrang und bei höherem Blasendruck Entleerungsprobl

mTeutxe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

vorab eine Info:

Ich war wegen den geschilderten Problemen vor kurzem bei einem Urologen. Es wurde Urin und Blut genommen und Ultraschall gemacht. Laut Ultraschall war die Blase nach der Urinabgabe leer.

Der nächste Termin mit Uroflowmetrie und rektaler Ultraschall-Untersuchung ist in 4 Wochen.

Nun zu den Problemen:

1.)

Seit mindestens 1,5-2 Jahren (oder noch länger?) gehe ich tagsüber ca. 13 mal auf die Toilette, weil ich so oft Harndrang verspüre. In der Nacht muss ich aber überhaupt nicht.

Zwischen den einzelnen Toilettengängen trinke ich i.d.R. 0.2 l oder nichts. Ich komme am Tag auf ca 1,8 l Trinkmenge.

Heraus kommt relativ wenig und der Strahl ist schwach. Am Schluß setzt er ab und ich "drücke" mit ca. 2-4 "Spritzer" den restlichen Urin heraus.

Danach habe ich das Gefühl einer leeren Blase (ist laut Ultraschall auch so).

2.)

Vor ca. 1,5 Jahren hat mir mein damaliger Hausarzt gesagt, dass man die Blase trainieren kann und nicht sofort rennen sollte. Ich habe das aber damals nicht gemacht.

Seit kurzem versuche ich hin und wieder dieses Training.

Aber dabei habe ich folgendes festgestellt:

Wenn der Blasendruck anscheinend über einen "bestimmten Punkt" ansteigt, kann ich nur leicht erschwert entleeren und ich bekomme auch nicht alles raus. Den Rest kann ich ca. 10 min später entlerren. Danach habe ich auch hier das Gefühl einer leeren Blase.

Ich habe absolut keine Schmerzen oder sonstiges. Es nervt nur, dass ich so oft gehen muss und teilweise Entleerungsprobleme habe.

Nun die entscheidende Frage:

Welche Ursache könnte die Probleme verursachen?

Danke.

Gruß

meute (m38)

Antworten
piaraknnoid68


Du beschreibst, dass du ab einem "bestimmten Punkt" die Blase nur erschwert entleeren kannst. Was bedeutet das?

Musst du mehr pressen, dass etas kommt oder dauert es einfach nur länger?

Dass die Untersuchungen beim Urolgen bisweilen ohne Befund waren, ist schonmal gut, somit lassen sich schonmal einige organische Probleme ausschließen.

Häufig spielt bei Problemen rund um das Wasserlassen bzw. die Blase auch die Psyche eine entscheidende Rolle.

Natürlich ist jetzt erstmal die Untersuchung in vier Wochen abzuwarten, allerdings sollte man - in sofern diese ebenfalls o. B. verläuft - eine psychische Interaktion nicht ausschließen.

Hast du vor 1,5 bis 2 Jahren vielleicht etwas erlebt? Schicksalsschlag etc.? Könnte ein Hinweis sein.

Eine weitere Möglichkeit wäre der Diabetes insipidus.

Damit ist nicht die "Zuckerkrankheit" gemeint, sondern eine Fehlfunktion der Hypophyse.

Hier wird nicht mehr oder nicht mehr ausreichend Adiuretin gebildet, ein Hormon, dass den Wasserhaushalt kontrolliert und auch die Harnausscheidung reguliert.

In wie weit so etwas aber mit 36 noch auftritt weiß ich nicht, ist wahrscheinlich eher unwahrscheinlich.

Ich hoffe, ich konnte dir wenigstes ein bisschen weiterhelfen...

m^eutxe


Hallo paranoid68,

Du beschreibst, dass du ab einem "bestimmten Punkt" die Blase nur erschwert entleeren kannst. Was bedeutet das?

Musst du mehr pressen, dass etas kommt oder dauert es einfach nur länger?

Bei normalem Druck dauert es ca. 10 sek bis die Entleerung beginnt.

Bei diesem höheren Druck dauert es i.d.R. doppelt oder dreimal so lange bis zum "Start".

Auch ist dann der Strahl noch etwas schwächer als normal und die Blase entleert sich nicht komplett, weil ich ca. 10 min später wieder "regulär" gehen kann/muss.

Hast du vor 1,5 bis 2 Jahren vielleicht etwas erlebt? Schicksalsschlag etc.? Könnte ein Hinweis sein.

Die Zeit sagt nur aus, dass mir damals die Häufigkeit aufgefallen ist. Schicksalsschlag war da keiner.

Wenn ich so zurückdenke, musste ich IMHO meist etwas öfter als andere aufs Klo.

Ich kann mich nur genauer an die Zeit von 2001 bis ca. 2003/2004 erinnern. Dort machte ich eine abendliche Weiterbildung. Ich bin bei Beginn und nach ca. 2 Std in der Pause aufs Klo.

Zu dieser Zeit habe ich es wohl noch ca. 2 Std. ausgehalten.

Ich denke, dass es über Jahre (5-10 Jahre oder noch länger) ein schleichender Prozess war, in dem die Abstände der Blasenentleerung immer etwas kürzer wurden.

Leider kann ich mich aber überhaupt nicht daran erinnern, wie oft ich vor 10/15 Jahren "gegangen" bin.

Eine weitere Möglichkeit wäre der Diabetes insipidus.

Damit ist nicht die "Zuckerkrankheit" gemeint, sondern eine Fehlfunktion der Hypophyse.

Wer testet eine Diabetes insipidus?

Wie wird es getestet?

Danke.

Gruß

meute

poartan{oixd68


Nun, dass es mit der Entleerung bzw. bis zu deren Beginn etwas länger dauert, wenn die Blase sehr voll ist, ist nichts allzu ungewöhnliches. Muss also nicht zwangsläufig einen Krankheitswert haben.

Psychische Faktoren kann man bei dir ja dann schonmal ausschließen!

Zu D. insipidus: Wie man es genau testet, kann ich dir nicht so wirklich sagen, dass müsstest du mal mit einem Arzt besprechen.

mveutxe


Hallo,

Zu Diabetes insipidus: Wie man es genau testet, kann ich dir nicht so wirklich sagen, dass müsstest du mal mit einem Arzt besprechen.

Zitat aus wikipedia:

Diabetes insipidus (Syn.: Diabetes spurius; Wasserharnruhr) ist eine angeborene oder erworbene Krankheit, die durch eine vermehrte Urinausscheidung (Polyurie) und ein gesteigertes Durstgefühl (Polydipsie) charakterisiert ist.

Die vermehrte Urinausscheidung habe ich.

Aber ein gesteigertes Durstgefühl habe ich überhaupt nicht. Im Gegenteil, ich muss mich zum trinken fast schon zwingen.

Deshalb denke ich im Moment nicht, dass es Diabetes insipidus sein kann.

Gruß

meute (m38)

MbittYvierz)igxexr


Re: Oft Harndrang und bei höherem Blasendruck Entleerungspro

Hallo Meute,

genau das gleiche Problem habe ich auch. Fing etwa vor 1 - 1,5 Jahren - wie bei Dir auch - wohl schleichend an. Inzwischen war ich ebenfalls beim Urologen. PSA-Wert ist OK, Prostata leicht vergrößert, aber laut Arzt nur minimal. Auch bei mir dauert es im Normalfall ein paar Sekunden, bis die Entleerung beginnt, der Strahl ist eher schwach, auf jeden Fall klar schwächer als noch vor 2 Jahren. Habe ich dann einen gewissen Punkt erreicht, plagt mich das gleiche Übel: es dauert "ewig" bis es losgeht und dann dauert es wieder "ewig" bis die Blase einigermaßen entleert ist. Kurz danach kann/muss ich dann aber schon wieder. Ein bis zweimal danach ist dann so langsam "Ruhe". Blutwerte, Urin, Ultraschall und Blasenspiegelung waren ohne Befund. Aktuell nehme ich Tamsulo-Isis, Wirkstoff Tamsulosinhydrochlorid, einen sogenannten Alphablocker. Das Mittel soll eine Entspannung der glatten Muskulatur des Blasenhalses, der Harnröhre und der Prostata und damit einen leichteren Harnabfluss bewirken. Außerdem soll dieses Präparat ziemlich gut verträglich sein. Ich kann noch nicht sagen, ob es wirkt, ich nehme es erst seit wenigen Tagen. In zwei Wochen gehe ich dann nochmal zur Uroflwmetrie, mal sehen wie's dann ausschaut. Wenn Du was näheres von Deinem Arzt weißt, poste es bitte, interessiert mich auch!

Übrigens, falls "Mann" mal zur Blasenspiegelung muss, macht Euch bloß keinen Kopf, da kursieren teilweise ja die reinsten Schauermärchen.

OK, es gibt Angenehmeres, aber weh hat es nicht getan und das einzig richtig "Schlimme" ist, dass man noch ein paar Stunden danach ein Brennen in der Harnröhre spürt. Am Tag darauf war alles wieder völlig normal.

Zum Ablauf: Man liegt in einer Art gynäkologischem Stuhl, die Beine angewinkelt. Der Unterleib ist mit einem sterilen Tuch abgedeckt, lediglich der Penis bleibt frei. Der Arzt desinfiziert zunächst die Eichel und drückt dann ein Gleitmittel in die Harnröhre, das zugleich betäubt. Ein komisches Gefühl, es brennt einen Moment etwas und danach wird das Zystoskop (starr oder flexibel, bei wurde ein starres verwendet) in die Harnröhre eingeführt. Die Bewegungen mit dem Gerät, der Arzt muss sich sozusagen umschauen, sind unangehnem, aber nicht schmerzhaft. Zum Schluss der Untersuchung wird die Blase über das Zystoskop noch mit einer sterilen Flüssigkeit gespült. Geringe Blutungen nach der Spiegelung sind wohl die Regel. Sieht schlimm aus, ist es aber nicht. Eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt ist schlimmer.

mjeut<e


Hallo Mittvierziger,

Urodynamik wurde bei Dir nicht gemacht, oder?

(Also Blasenfüllung über Katheder mit Druckmessung in Blase, After und Beckenboden und Entlerrung der Blase.)

Wenn Du was näheres von Deinem Arzt weißt, poste es bitte, interessiert mich auch!

Werde ich machen.

Übrigens, falls "Mann" mal zur Blasenspiegelung muss, macht Euch bloß keinen Kopf, da kursieren teilweise ja die reinsten Schauermärchen.

Danke für die Info.

War da eine Arzthelferin dabei?

Gruß

meute

MQitt;vier)z$igxer


Re.: War da eine Arzthelferin dabei?

Hallo Meute,

ja Sir! - Aber mal ehrlich, das hat mich sowas von überhaupt nicht gestört. Da man zunächst mal Bammel vor dem Ungewissen einer Blasenspiegelung hat, ist einem so ein Detail völlig egal. Außerdem: Das Mädel war echt klasse und ließ irgendwelche Peinlichkeiten gar nicht erst aufkommen. Positiv: Da kriegt "Mann" auch mal eine Ahnung davon, wie "Frau" sich beim Gynäkologen fühlt...

Zum Thema Urodynamik:

Wurde bei mir noch nicht gemacht, werde ich beim nächsten Termin mal ansprechen. Die Füllmenge meiner Blase wurde bei der Uroflowmetrie mit etwa 600ml als OK befunden.

Allerdings hat mein Urologe mich auf eine ganz andere Fährte gebracht: Ich habe bislang drei Bandscheibenvorfälle hinter mir, zwei davon am unteren Ende der Wirbelsäule (L4/L5 , L5/S1). Der Urologe vermutet, dass auch das - gerade bei dieser tiefen Lage der Vorfälle - damit zu tun haben könnte. Ich werde zusätzlich auch noch mal mit meinem Orthopäden reden. - Hast Du's auch mit den Bandscheiben, und, was gibt's Neues von Deinem Urologen?

Gruß

Mittvierziger

mae[utxe


Hallo,

Allerdings hat mein Urologe mich auf eine ganz andere Fährte gebracht: Ich habe bislang drei Bandscheibenvorfälle hinter mir, zwei davon am unteren Ende der Wirbelsäule (L4/L5 , L5/S1). Der Urologe vermutet, dass auch das - gerade bei dieser tiefen Lage der Vorfälle - damit zu tun haben könnte. Ich werde zusätzlich auch noch mal mit meinem Orthopäden reden. - Hast Du's auch mit den Bandscheiben?

Mit den Bandscheiben hatte ich noch keine Probleme.

Ich hatte nur in den 1990ern Probleme mit Kreuzsschmerzen im LW-Bereich.

Aber das hatte IMHO mit einer verminderten Knochendichte zu tun. Diese wurde 1998 erkannt und 3-6 Monate lang mit Fosamax behandelt.

Nun ist das wesentlich verbessert. Klar zwickts hin und wieder mal. Aber bei wem ist das nicht?

was gibt's Neues von Deinem Urologen?

Noch nichts. Der hat jetzt im August 2-3 Wochen Urlaub.

Nächster Termin ist Mo. 10.09.

Dort ist dann die Uroflowmetrie und rektale Ultraschall-Untersuchung.

Gruß

meute

m5eutze


Hallo Mittvierziger,

ich war also heute beim Urologen.

Uroflowmetrie:

- Menge 295 ml.

- Der Strahl könnte etwas stärker sein, aber man kann noch damit leben.

- Entleerung nicht in einem Zug, zum Schluß muss ich immer 2-4x herausdrücken (aber das wusste ich vorher). Der Arzt meinte, irgend etwas scheint doch die Entleerung zu behindern.

Rektaler Ultraschall:

- Alles i.O.

- In der Prostata ist ein winziger Fleck aus Kalk/Talk(?) zu sehen. Der Arzt meinte, das haben viele, ist normal.

Die Befunde von Urin und Blut vom letztem Termin sind alle negativ.

Mir wurde "Oxybuton" verschrieben. Dass soll die Empfindlichkeit des Harndrangs herabsetzen. Wenn das Medi leer ist, soll ich wieder zum Arzt.

Gruß

meute

S/vpenjUa 8x7


Kann auch eine Variante von Paruresis sein

Hallo zusammen!

Nun die entscheidende Frage:

Welche Ursache könnte die Probleme verursachen?

Hast Du schon mal was von Paruresis gehört? Auch Deine Schilderungen können eine Variante davon sein. Ärzte kommen da nicht weiter.

Studiere mal die Seite [[http://www.paruresis.de]] oder lies mal meine Erfahrungen damit: [[http://www.med1.de/Forum/Urologie/338869/]]

LG Svenja

m0eutxe


Svenja 87 (87 geboren?),

ja, ich habe schon von Paruresis gehört.

Auch ich kann auf öffentlichen Toiletten nicht mit dem pinkeln anfangen, wenn unmittelbar einer neben mir steht.

Wenn jemand etwas weiter weg steht, geht es i.d.R.

Aber wenn es mal läuft und es kommt jemand dazu, dann läuft es problemlos weiter.

Nur was hat das mit meinem oben beschriebenen Problem zu tun?

Ich habe den häufigen Harndrang ja täglich, auch zu Hause.

Gruß

meute

Lwit3tlqee


Oxybuton hilft wirklich klasse, kann ich nur empfehlen...

Leider verschwinden die Schmerzen trotzdem nicht.

Gute Besserung!

LG

m6eutxe


@ Littlee

Welche Schmerzen verschwinden trotzdem nicht?

Ich habe keine Schmerzen.

Gruß

meute

LTitftlee


@ Meute:

Meine Schmerzen sind nicht verschwunden, nur musste ich nicht dauernd (jede 2. Minute) auf's Klo rennen. Also, die Empfindlichkeit des Harndrangs hat es schon verringert, aber ich hatte immer noch schlimme Bauch-/Unterleibsschmerzen.

Das meinte ich damit.. ;-D :-D

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