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Komplikation bei Leistenbruch OP: Innere Blutungen

GOr/ottecn?olxm hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

mein Mann wurde am Dienstag wegen einer weichen Leiste präventiv operiert. Die OP wurde minimal invasiv (endoskopisch) vorgenommen. Leider gab es Kompliaktionen, die innere Blutungen verursacht haben. Ganz zu Beginn hat der Arzt (laut eigener Angabe) das Dünndarmmesenterium verletzt (Aufhängung des Darms, nicht der Darm selbst). Die Blutung hat noch während der OP von alleine aufgehört und sie haben ihn danach zur Sicherheit für 24 Stunden auf die Intensivstation gelegt. Seine HB- und Serum-Werte sind stabil, er hat kein Fieber und das Ultraschall ist unauffällig.

Eines macht mir allerdings Sorgen: Heute ist Samstag und er hat seine Robinson Drainage immer noch im Bauch und sie fördert auch immer noch eine rote Flüssigkeit. Bis drei Tage nach der OP kamen etwa 300ml in 24 Stunden, am vierten Tag kamen 200ml und heute kam ein bisschen klare Flüssigkeit aber gerade eben noch ein ordentlicher Schwall rote Flüssigkeit. Aus verschiedenen Gründen haben wir zu den behandelnden Ärzten kein Vertrauen mehr und daher sind wir uns auch nicht sicher, ob wir die Aussage des Stationsarztes, dass es sich bei der Flüssigkeit in der Drainage um altes Blut handeln würde, glauben können? Kann es sein, dass er innerlich immer noch blutet und deswegen noch so viel kommt ??? Die Drainage muss morgen jedenfalls (Sonntag) gezogen werden, da sonst das Infektionsrisiko zu hoch wird. Wenn jetzt noch Flüssigkeit/Blut dort läuft, kann der Körper so was absorbieren? Ist das eigentlich normal, dass da immer noch was kommt und er die Drainage so lange behalten muss?

Habe die Hoffnung, dass sich jemand mit solchen Fällen auskennt oder selbst schon etwas ähnliches erlebt hat und uns vielleicht helfen kann? Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll? Wenn wir einfach abwarten, habe ich Angst, dass er eventuell innerlich verblutet oder etwas geschädigt wird und diese inkompetenten Ärzte das einfach nicht merken, weil sie gar kein Interesse an ihm haben...

Antworten
eTenvo]udigFweg


Ich frage mich gerade, wie der Arzt es geschafft hat, das Mesenterium zu treffen?!?

Denn irgendwie kann ich mir das nur schwer bis kaum vorstellen. Das Mesenterium liegt "hinter" dem Dünndarm, irgendwie ist das fast eine Kunst den zu treffen...

Wurden Bilder während der Operation angefertigt? Diese dürfen eingesehen werden wenn welche gemacht wurden, ich würde mir die mal anschauen.

Wie alt ist dein Mann?

Was für eine Flüssigkeit war es denn? Ich mein, war es dunkelrot wie Blut oder eher dünnflüssiger und hell?

Dass die Drainage noch liegt ist in jedem Fall wichtig! Das haben die schon richtig gemacht. Das Infektionsrisiko steigt aber je länger die Drainage liegt, das stimmt auch. Ich persönlich hätte es lieber, dass die Drainage was länger liegt, aber in Betracht des Infektionsrisikos is das halt eben so eine Sache...gerade wenn man Fremdkörper implantiert bekommen hat.

Lass dir sagen, WO genau die Drainage liegt. Liegt sie im Douglas-Raum? In der Leberloge? An der Blutungsstelle?

Darf dein Mann aufstehen? Hat er es bisher gemacht?

Der Körper kann Flüssigkeit und Blut in einem gewissen Rahmen resorbieren (zum Beispiel über das große Netz). Wenn die Flüssigkeitsansammlung aber schneller als der Resorptionsvorgang abläuft, dann bleibt halt Flüssigkeit im Bauch zurück, klar.

Gruß

eenvoudigweg

GoroJtten/olxm


Hmmmh... Das hört sich ja nicht so gut an! Kann es sein, dass die uns wegen der Verletzung anlügen ??? Wie würde sich denn eine Verletzung des Dünndarms bemerkbar machen? Er hat ganz normalen Stuhlgang...

Wo die Drainage genau liegt, kann ich nicht sagen, keine Ahnung. Aber sie wurde heute endlich gezogen. Die Flüssigkeit wurde heller und ich denke/hoffe dass da kein frisches Blut mehr war. Mein Mann ist bereits seit einigen Tagen auf den Beinen und läuft immer mal wieder rum, kann aber noch keine besonders weiten Strecken zurücklegen...

Das mit den Bildern ist ein sehr guter Tipp, Danke! Das werde ich auf jeden Fall mal anfragen...

e"envMoud=igwexg


Anlügen würde ich nicht sagen, aber evtl. nicht die komplette Wahrheit erzählen. Mehr möchte ich auch nicht sagen.

Die Verletzung des Dünndarms muss sich gar nicht bemerkbar machen, kommt halt auch auf die Größe an. Es kann eine Mikroperforation sein oder eben auch eine ausgedehnte 1cm große Wunde.

Hat er Schmerzen beim Gehen und wenn ja, wo? Zieht es im Rücken und strahlt es evtl. nach unten aus oder in die Lendenregion?

Wie fühlt er sich denn?

Mach dir erst mal weniger Sorgen :-) Leicht gesagt, aber wenn wirklich etwas ernsthaft sein sollte, so würde dein Mann instinktiv nicht aufstehen wollen. Ist schon gut, wenn er sich was bewegt.

Gruß

eenvoudigweg

G|rot)tenSolxm


Ist halt echt schwierig nachzuweisen...

Seit gestern hat er auch Rückenschmerzen, denke aber die kommen vom vielen Liegen. Außerdem ist er ja die letzten Tage wegen der Drainage immer ganz krumm gelaufen und hat sowieso schon immer Probleme mit so was. Warum sind denn Rückenschmerzen ein Zeichen?

Er hat seit gestern eine Temperatur von 36,8. Allerdings trägt er, weil er Angst hat sich zu erkälten, ein T-Shirt und einen Pulli drüber - auch unter der Bettdecke... Kann das die Körpertemperatur erhöhen? Ist das ein Wert, über den wir uns Sorgen machen müssen ???

e=enmvoud0igwxeg


Rückenschmerzen KÖNNEN ein Zeichen sein, müssen aber nicht. Die hätte er dann aber die ganze Zeit haben müssen, also schon nach der OP.

36,8°C ist völlig normal, das hab ich zum Beispiel immer ;-D

Also der Wert ist wirklich normal, da kannst du ganz beruhigt sein. Und wenn er T-Shirt und Pulli im Bett trägt ist das auch nicht schlimm, die Decken sind nicht grade warm und dick. Das kann die Temperatur erhöhen, allerdings schwitzt er dann auch. Temperatur ist abhängig von der Tageszeit und wo man misst.

Wie fühlt er sich denn sonst so?

Gruß

eenvoudigweg

Gprottemnoxlm


Ansonsten fühlt er sich gut, hat natürlich immer mal wieder ein wenig Bauchschmerzen. Denke aber dass ist nach so einer schweren OP normal, oder?

Heute Abend lag die Temperatur bei 37,3. Allerdings haben wir nun zu Hause mit einem digitalen Thermometer oral gemessen. Im Khaus haben die ein Ohrthermometer, das soll ja recht ungenau sein, oder? Er fühlt sich gar nicht heiss an, hat auch ganz kühle Ohrläppchen... Werde das auf jeden Fall beobachten, wenns steigt fahren wir auf jeden Fall direkt zum Arzt...

euenv`oudxigweg


Schwer ist die OP an für sich nicht, immerhin ist es minimal invasiv und da ist der Vorteil, dass man hinterher weniger Schmerzen hat als bei den konventionellen offenen Methoden ;-)

Bei Komplikationen ist das allerdings etwas Anderes.

Abends ist die Körpertemperatur "immer" höher (Ausnahmen bestätigen die Regel). 37,3° sind normal, ab 37,9° ist es mäßig.

Die Ohrthermometer sind nicht extrem genau, aber das ist auch abhängig vom Patienten und von demjenigen, der das Ding anwendet...zum Beispiel sind die Werte "verfälscht", wenn man an dem Ohr misst, wodrauf man nachts gelegen hat ;-) Die "sicherste" Methode ist die anale Messung... *hua*

Solang er sich nicht schlecht fühlt mach dir keine Sorgen. Der Körper muss sich ja auch an das neue Material gewöhnen und es bindegewebig durchbauen. Ein gewisser Anstieg der Temperatur in den folgenden 4-5 Tagen ist normal (nennt sich Resorptionsfieber).

Beobachte es mal, ist jedenfalls nicht schlecht :-)

Gruß

eenvoudigweg

G)rodtte!nolxm


Danke!

Danke eenvoudigweg! Super leib von Dir, dass Du mir weiterhilfst *:)

Woher kennst Du Dich denn damit so gut aus? Selbst schon mal mit etwas ähnlichem zu tun gehabt ???

Eine Frage ist noch offen: Wenn wir das alles noch mal durchchecken lassen wollen, also mal eine unabhängige Profi-Meinung zum OP Bericht hören wollen etc. wohin müssen wir uns denn dann wenden? Zum Chirurgen? Oder eher innere Medizin?

e~envotudHigwxeg


Na solang ich helfen kann und die Hilfe auch ankommt, mach ich das gerne ;-)

Ich selbst hatte sowas noch nicht, nein. Allerdings hab ich damit indirekt zu tun. Ich weiß zumindest, wie das gemacht wird, wie Ärzte im OP arbeiten und was es da für Komplikationen gibt.

An deiner Stelle würde ich mich dann an einen Chirurgen wenden, der Ahnung hat und über gewisse Techniken Bescheid weiß. Ob ein Internist das so gut nachvollziehen kann weiß ich nicht, deshalb würde ich zum Chirurgen tendieren :-)

Gruß

eenvoudigweg

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