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Erneute Harnröhrenstriktur nach Mundschleimhautplastik

JQuli'anWx1


Hallo alle,

auch ich (m. 42J) habe dieses Problem mit der Harnröhrenenge.

Als Kind/Jugendlicher wurden bei mir mehrere Hypospadie und Nachfolge-OP's durchgeführt, um das Wasserlassen wie bei einem normalen Jungen/Mann zu ermöglichen. Auch Schlitzungen, Verschluss, HR-Plastik am Damm gehören dazu. Ich hatte etwa 20 Jahre Ruhe, mit immer wiederkehrenden kleineren Infektionen, die im Urin nachweisbar waren. Daran hatte ich mich gewöhnt, konnte damit umgehen und mich drauf einstellen. Der Urinstrahl beim Wasserlassen war wie in anderen Beiträgen geschildert, mal stärker, mal schwächer, aber nie wie bei Gleichaltrigen.

Plötzlich, über Nacht, änderte sich meine Situation. Brennen beim Wasserlassen, eine Trübung des Urins, eitrige Penisschwellung Anfang September und es bildete sich am Penisschaft eine Fistel aus, etwa 4 mm lang. Der Urin kam nun aus zwei Öffnungen. Ich suchte die Klinik in Suhl auf, wo man mir den Befund bestätigte. Röntgen ergab mehrere etwa 1-2cm lange HR-Engen als Ergebnis der vorherigen OP's im Jugendalter. Pathologischer Urinbefund, aber ohne Antibiotika, allerdings wurde ein Bauchdeckenkatheter gelegt. Der soll in 10 Tagen gewechselt werden. Damit ist an ursächlicher Behandlung eigentlich nichts getan worden außer Trockenlegung der HR. gelegt. Seither ist die HR trocken.

Meine Frage: kann sich, wie der Arzt vermutet, die Fistel allein schließen oder ist eine HR-Plastik erneut erforderlich? Ist es normal, dass man den Harn einen Monat ableitet, ohne dass weitere (invasive) Schritte erfolgen? Die Entzündungswerte sind inzwischen ok, keine Schmerzen dort. Der Cystofix behindert mich aber im Tagesablauf.

Sollte ich mich an eines der etablierten KKH in Deutschland wenden oder kann das ein Chefarzt im Klinikum Suhl auch? Ich will ja nicht drängen, aber monatelang ohne erkennbaren Fortschritt halte ich nicht aus.

Ich bitte um eure Meinung.

8"0NiZrvanxa


Hallo Zusammen,

wie sieht es bei Euch mit dem Sport nach der OP aus? Ab wann habt Ihr damit wieder angefangen? Wie sieht es mit dem Rad aus? Spezielle das Rennrad da sollt doch besser ein andere Sattel in oder? Ich habe angst das die Verengung durch das Rennradfahren wieder kommen könnte.

Grüße

p'aolox232


Hallo JulianW1,

ich habe schon lange herumgedoktert – mit einer zum Schluß 16 cm langen Striktur.

Letztlich habe ich mich zu einer Subinzion entschlossen (Schau bei wikipedi) Es ist alles verheilt, ich habe wieder guten sex und fahre Mountainbike. Ich habe Hoffnung das ich damit bis an mein Lebensende ohne weitere Probleme alt werden kann.

Weitere infos gebe ich gerne

lg Paolo232 :)^

oRssikattzen


hallo

möchte mich nun auch mal melden hatte heute normale nachsorge un. mein flow lag bei 52ml und

restharn bei 8ml also mehr wie top und das jetzt 2 einhalb jahre nach der op also kopf hoch und nach hof das wird schon.

g:o/odoxp


Hallo alle zusammen,

wollte mich mal wieder melden und kurz über meinen Status berichten.

Die OP war am 08. Mai 2011 seitdem keinen Restharn mehr und der Flow liegt immer

zwischen 49 und 56 ml/s, die einzige Beschwerde die ich habe besteht in einem leichten Taupheitsgeühl

des linken Mundwinkels aber damit kann man leben.

Würde die op jederzeit wieder machen lassen und zwar bei Dr.Keller in Hof.

Grüße an alle die auch letztes Jahr in Hof waren.

Goodop

S6tra/ight?Flushx86


Servus,

Freut mich das bei euch beiden immer noch so gut läuft!! Meine Op ist jetzt 1,5 Jahre her und ich Schätze mal das mein Uroflow momentan bei c.a. 20ml/sec liegt. Aktuell kann ich damit gut leben und meide jeden Urologentermin. Probleme hab ich weiterhin mit dem Nachtröpfeln, das ist aber auch kein Wunder da sich die Striktur ja neu gebildet hat. Ich denke im nächsten Jahr werd ich mich nochmal nach Hof begeben. Die Technik ist ja auch nochmal besser geworden somit erspare ich mir die nächste Narbe im Mund :-)

M/irk[mxan


Guten TAg,

béi mir soweit auch alles ok, mein flow liegt je nach Tagesform zw. 18-27ml/s mit nen bissi REstharn, dementsprechend hab ich je nach Wetter mal nen bissi brennen, was ich aber mit ordentlich drinken und mal ne Cystinol immer schnell in den Griff bekomme. (Der Restharn erklärt sich an der verdickten Blasenwand)

Zum Flow kann ich nach Rücksprache mit Hof ,meinem Urologen und Fachlitaratur nur allen mit auf dem Weg geben, haltet euch da hier nicht mit Traumwerten von 50ml/s. auf, dieser WErt ist beim Mensch sehr individuell und von vielen Faktoren abhängig. Ein Wert von über 40ml/s. ist selbst bei Frauen nicht weit verbreitet und die haben eine 4 cm kurze Harnröhre! Ein Wert um 20 ml/s. ist sehr sehr weit verbreitet, untersuchen lassen sollte man Werte von unter 15ml/s.!

Natürlich sind wir alle beunruhigt wenn sich der WErt verändert, man sollte sich aber nicht verrückt machen! Das wir "Operierten" auch durch langjährige Fachärzte unqualifizierte Diagnosen hören ist ja auch nix neues, mein Urologe ist auch jedesmal von mir faziniert, da er außer Schlitzten offensichtlich noch nie was anderes gesehen hat. Eine Spiegelung oder ein Katheter legen bei operierte Verengung der Harnröhre kann schon mal in die Hose gehen, weil ja eine Narbe bzw. "Reste" der Verengung in der Hanrröhre verbleiben, dass Mundschleimhauttransplantat umschließt doch nur eine Seite der Röhre, der Weg ist nicht 100% "barrierefrei". Deshalb sollte die Spiegelung bei "uns" mit einem Endoskop mit Wasseranspühlung gemacht werden und nicht mit so einem starren Teil mit nen bissi Gleitmittel drauf. Viele GRüße und frohes Fest von mir an Alle, speziell an Straightflush!

(Ich musste ganz schnell schreiben, Rechschreibefehler dürft ihr behalten :-) )

M3SH66


Hallo zusammen,

ich möchte mich auch mal in die Diskussion einbringen. Kurz zu meiner Geschichte: Ich 46 m, hatte vor 7 Jahren eine MSH OP in Hof bei Dr. Keller nach zuvor 2 erfolglosen Schlitzungen bei unterschiedlichen Ärzten. Der Erfolg war so mittelprächtig (c.a. 20ml/sec) aber für mich lange Zeit OK bis der flow in den letzten 2 Jahren weiter nachließ und zuletzt bei +/- 10ml/sec lag. Diagnose Dr. Keller: Erneute kurstreckige Striktur ca 3-4 cm - "das muss repariert werden". Vor 4 Wochen hatte ich die vorbereitende Schlitzung und seitdem funktioniert es so prima wie nie zuvor ca. 40 ml/sec. In der Vergangenheit war es so, dass der flow bereits kurz nach den Schlitzungen deutlich schlechter wurde.

In zwei Wochen steht die große OP an und ich bin ein wenig in Zweifel, ob es die braucht. Vermutlich ja, aber ich werde das mit Dr. Keller nochmal versuchen telefonisch abzuklären. Die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs bei der Schlitzung ist aller Erfahrung sehr hoch. Und dennoch bleibt die Frage: hält es diesmal vielleicht doch (auch ohne die aufwändige MSH)?

Eine wichtige Ergänzung: ich habe diesmal versucht dem Vernarbungsprozess homöopathisch entgegenzuwirken mittels Thiosinaninum (bin an anderer Stelle in dem Forum auf dieses Mittel gestoßen) - vielleicht zeigt auch das seine Wirkung.

Ich freue mich auch auf Eure Kommentare/Erfahrungen und werde Euch auch hier auf dem Laufenden halten.

Sgtraigh"t Flush8P6


Hallo MSH66,

ich glaube nach mehrmaligen Operation wegen einer Harnröhrenstriktur haben Schlitzungen eine langfristige Erfolgschance von nahezu 0%.

Hab dir eine PN geschrieben.

Gruß

S\lot}ter


Habe mal ne Frage.

Gehe nach 30 jähriger Leidenszeit und diversen Schlitzungen und Bougierungen morgen früh nach Hof für die Vor-OP, dann nach 4 Wochen wieder für die Mundschleimhautolastik

Wie lange dauer der Krankenhausaufenthalt für die Vermessung der Engstelle und die vorbereitende OP und was ist nach der Entlassung (mit Katether oder ohne ?)

Gruss

Slotter

S7traighFtFl|ush'86


Wenn du Glück hast bist du nach der OP am nächsten Tag schon wieder raus. Ich hatte den Katheter nur eine Nacht. Die entlassen dich nicht mit dem Katheter keine Angst viel Glück!

SXl+otQter


Danke für die schnelle Antwort und die netten Wünsche :)^

Angst habe ich vor der Sache nicht wirklich , laufe jetzt schon seit 14 Tagen mit nem Harnröhrenkatether und Beinbeutel durch die Gegend und bin froh wenn es nun endlich losgeht, vor allen Dingen weil meine lokalen Urologen bei mir immer quasi als aussichtslosen Fall mit extrem schlechter Prognose gesprochen haben und bis vor 2 Wochen eine Mundschleimhautplastik bei mir als unmöglich eingestuft haben >:(

Allein in den letzten 6 Monaten hatte ich 2 mehr oder weniger erfolgreiche OP´s unter anderem eine offene OP durch die Blase und diverse Bougierungen die bei mir nur noch unter Röngten und mit Vorlage eines Drahtes überhaupt erst möglich waren und leider immer nur ca 7 Tage "geholfen" haben.

Am Ende war es so das selbst nach 7 Tagen Katether die "Wirkung" gerade mal 24 Stunden anhielt, von daher kann es nur besser werden.

Ich hoffe das Dr. Keller das nun beendet, denn lt. seiner Aussage ist die ganze bougiererei eh sinnlos.

Ich melde mich wieder wenn ich den ersten Aufenthalt in Hof hinter mir habe

Gruss

KAugxar


Hallo allerseits,

bin auch ein "Leidensgenosse", der seit über 30 Jahren mit einer Verengung der Harnröhre lebt. Hatte 1998 meine erste Schlitzung, nach der ich relativ zufrieden war. Hatte damals für 12 Tage einen Katheder, danach vor dem pissen "abdrücken" und dann noch für mehrere Wochen Cortisongel einspritzen. Der Flow hatte sich damals auf einem einigermaßen akzeptablen Wert eingependelt. Bis ich 2002 wegen einer OP erneut einen Katheder bekam. Obwohl ich den Chirurgen (war eine orthopädische OP) auf mein Leiden hingewiesen hatte war das für ihn "unproblematisch". Naja, in den darauf folgenden Jahren verschlechterte sich die Situation halt allmählich wieder, bis ich Anfang 2012 wieder bei meinem Urologen mit einer erneuten Schlitzung gelandet bin. Das war dann diesmal von deutlich kürzerer Dauer. Also, Anfang März wieder hin. Dann wurde ich nach Hof überwiesen.

Nach dem Röntgen der O-Ton der Urologin:"Ihre Harnröhre und Ihr Flow (4,5 ml) sind unterirdisch". Danach der Rat:"Damit würde ich nicht allzu lange warten", und die Erklärung der möglichen Behandlung mit den 2 OPs. So, das saß jetzt erst einmal. Von diesem Zeitpunkt an konnte ich eigentlich an nichts anderes mehr denken. Obwohl sich an meiner Grundsituation nichts geändert hatte zog mich diese deutliche Feststellung total runter. Also machte ich Termine für die beiden OPs. Die erste hatte ich jetzt am vergangenen Montag. Es wurde wie besprochen ca. 24 Stunden nach der OP der Katheder gezogen. Danach konnte ich logischerweise pissen wie ein Pferd. Am Abend kam dann der Operateur und erklärte mir, dass meine komplette Harnröhre ersetzt werden müsste, aber dass dies machbar sei. Die Strikturen erstrecken sich wohl auf 20 cm. Ausserdem hätte er den Blasenhals etwas "eingeschnitten", da dieser auch etwas verengt war und er vermeiden wolle, dass man dann da in den nächsten Jahren wieder ran müsse. Die Prostata war o. B. Am nächsten Vormittag dann die Entlassung. Leider war die Freude von kurzer Dauer, da ich am Abend des Entlasstages reines Blut gepinkelt habe. Also dort angerufen und über die Notaufnahme wieder rein. Spülkatheder gelegt, Blutkuchen rausgezogen und abgewartet. Aussage meines Operateurs: "das kommt schon mal vor". Gut. Vorgestern dann den Katheder vorsichtig wieder raus und gestern erneute Entlassung. Seitdem bin ich dicht.

Jetzt warte ich auf den 31.05., das ist dann der "große Tag". Während meines Aufenthaltes habe ich zwei Leute getroffen, die den großen Eingriff schon hinter sich haben. Die hörten sich eigentlich gar nicht so schlecht an, hatten allerdings noch kein konkretes Ergebnis, da sie noch den Bauchdeckenkatheder drin hatten und noch eine Woche warten mussten. Naja, als "Berufspessimist" versuche ich jetzt halt auch einmal positiv zu denken und hoffe, dass die große OP gut verläuft und v.a., dass das Ergebnis auch stimmt. Die "mitleidigen" Reaktionen des Stationspersonals (die übrigens alle sehr nett und hilfsbereit waren) auf meine Ankündigung in ein paar Wochen zur MSH wieder zu kommen versuche ich jetzt halt mal auszublenden.

Ich werde wieder berichten

herzlicher Gruß

Sql9ott`er


Hi Kugar,

ich denke dann waren es wir 2 die uns am Freitag Abend in Hof beim Uroflow getroffen haben :-)

Wie bereits persönlich erzählt muss ich am 28.05 hin und am 29.05 ist dann meine MSH OP.

Am Samstag vor der Entlassing hatte ich nen Schockmoment da ich auf einmal garkein Wasser mehr lassen konnte, nach 3 Flaschen Wasser ging dann wieder Prima und bis jetzt alles o.k.

Wir sehen uns in 4 Wochen in Hof

Gruss

Slotter

MmS6Ho66


Hallo zusammen,

an der Stelle eine positive Aufmunterung an alle, die noch eine MSH vor sich haben oder darüber nachdenken es zu tun. Bei mir ist die MSH OP jetzt 7 Wochen her und das Ergebnis ist nach wie vor sensationell. Der max flow liegt über 50 ml, kein Restharn und ich bin nach 15-20 Sekunden fertig mit pinkeln (vorher dauerte das 4-5 mal so lang). Schon jetzt kann ich sagen, dass das Ergebnis besser ist als bei meiner ersten MSH. Der Eingriff ist kein Zuckerschlecken, aber man kann es aushalten.

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